Post aus Bayern

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Tschikitta

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Post aus Bayern
Heute bekam ich Post aus Bayern. Es war ein DIN A4 großer Umschlag der sehr dick war. Neugierig wie ich nun mal bin :roll: öffnete ich diesen. Darin waren etliche Geschichten die zu Papier gebracht worden waren, von unserer Bekannten „Gerda“ aus Bayern. Sie schrieb dazu:
"Lieber Helmut, hier sind, wie versprochen, die
ersten Geschichten die ich in meiner über 30 jährigen Tätigkeit hier im Tierheim zu Papier gebracht habe. Demnächst bekommst du noch mehr. Ich habe einen ganzen Ordner voll davon. Ich muss die nur noch alle Kopieren. Du weißt ja, die originale möchte ich behalten. Du kannst die Geschichten natürlich im Internet veröffentlichen.
Bis demnächst!
Liebe Grüße "Gerda "
----------------------------------------------------------------------------------
So nach und nach werde ich die Geschichten ( Da sie mit Datum und Namen, sowie Ortsangaben versehen sind muss ich diese Bearbeiten) hier im Forum veröffentlichen. Momentan habe ich die erste Geschichte in der Mangel. Mal nicht so traurig wie meistens von mir. Diese werde ich vielleicht :mrgreen: morgen hier einstellen.
Gruß Helmut
P.S. Gerda ist natürlich nicht der richtige Name unserer Bekannten. Sie will aber, das ihr richtiger nicht genannt wird. Was ich natürlich beachte. Auch wird kein Ortsname genannt. Das möchte sie auch nicht!
Ich habe entschieden das auch nirgendwo ein Datum erscheint. Darum werde ich dieses immer umschreiben. So bleibt mein "Informant" anonym.:-D
 
15.05.2013
#1
A

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
VER0

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jetzt bin ich aber schon sehr gespannt :) *hibbel*

wie lange dauerts denn noch bis Du fertig bist? :mrgreen:
 
Tschikitta

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Hallo,
kommt heute Spät abends!
Gruß Helmut
 
Tschikitta

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Ich werde für jede Geschichte einen eigenen Thread eröffnen.
Sonst könnte das hier zu groß werden.
Ich hoffe das ich die erste Geschichte (Sissi und Franzl) noch vor Mitternacht einstellen kann. Kommt auf jeden Fall noch diese Nacht!
Gruß Helmut
 
TanteAnne

TanteAnne

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Huhu, bitte sei so lieb und eröffne nicht für jede Geschichte ein neues Thema.
So ein Thread kann problemlos 2000 Seiten bekommen, darüber brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen ;-)
Aber so viele Threads in denen es nur darum geht noch eine Geschichte zu veröffentlichen würden ziemlich unübersichtlich werden und das wäre nicht ganz so im Sinne des Forums.

Liebe Grüße,
TanteAnne
in Namen des Foren-Teams
 
Zuletzt bearbeitet:
Tschikitta

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Hallo Tante Anna,
mog wi. :mrgreen:
Auf deutsch: Ich werde es beachten und mehrere Geschichten in einen Thread packen.
Danke für den Hinweis.
Gruß Helmut
 
TanteAnne

TanteAnne

Ehren-Mitglied
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Das ist lieb :)

Mog wi ? Aus welcher Gegend kommst Du denn ? *neugier*
 
Tschikitta

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Aus NRW. Genauer aus dem schönen Münsterland.
 
TanteAnne

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Da ist es wirklich schön :)
Aber Mog wi war mir fremd :lol:
 
Josie

Josie

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Dem schönsten Ort in Münsterland, sag's ruhig;-).
Bin schon gespannt auf die Geschichten.
 
Tschikitta

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Jo mei! Das kommt aus der Plattdeutschen Sprache. Wird hier im Münsterland noch viel gesprochen. Ich kann leider nur einige Brocken dieser Sprache sprechen. ( Wohne ja schließlich auch in einer "Großstadt" (18000 Einwohner, in dem Ortsteil wo ich wohne 3000))Verstehe jedoch fast alles, so habe ich auch mit dem niederländischen keine Probleme. Das ist fast genau so.
Gruß Helmut

Hallo liebe Forengemeinde,
nachfolgend kommt die erste Geschichte von „Gerda“. Kurz vorweg!
„Gerda“ ist ein Pseudonym! Die Dame möchte nicht, dass irgendwas auf ihren Arbeitsort hindeutet.
Darum habe ich die Geschichte bearbeitet. Alle Geschichten die „Gerda" erzählt sind in ich form geschrieben, da ich selber nur das nieder schreiben (im Compi) erledige.
Nun zur Geschichte:
Puh! Ist das heute eine Hitze. Gut das ich nach Feierabend erst mal 3 Wochen Urlaub habe. Aber erst muss ich noch die Übergabe an meine Vertretung vorbereiten.
Ich war gerade tief in meine Arbeit versunken als es an der Tür klopfte.

Auf mein „Herein“ betrat ein etwa 45 jähriger Mann mein Büro. Er entschuldigte sich für die Störung aber es sei sehr wichtig was er wolle. Und dann erzählte er, dass er zwei Tiere besitze. Da er aber von seiner Firma ins Ausland versetzt worden sei, kann er die beiden nicht mitnehmen. Auch Versuche sie im Freundes und Bekanntenkreis die beiden unter zu bringen hatte keinen Erfolg. Da er aber schon Montag zusammen mit seiner Frau fliegen würde muss er die beiden nun leider ins Tierheim abgeben. Ich fragte ihn wo denn die Tiere sind und er antwortete das sie draußen mit seiner Frau warten würden.

Ich ging zusammen mit ihm nach draußen wo seine Frau wartete. An der Leine hatte sie einen Beagle und in einem Transportkorb eine Maine Coon Katze.
Er sagte dass beide 2 Jahre alt wären und von klein auf zusammen leben. Beide wären keine Freigänger sondern seine Frau und er gingen immer abends mit ihnen Gassi. Natürlich habe er auch noch die ganzen Katzen und Hunde Utensilien die wir gerne haben könnten. Ich sagte ihnen dass wir die beiden nehmen würden. Daraufhin meinte die Frau:“ Der Beagle heißt Franzl und die Katze Sissi. Beide haben natürlich auch Papiere die wir hierlassen.“
Danach verabschiedeten sie sich von Sissi und Franzl. Der Mann gab mir noch eine größere Spende für das Tierheim, dann gingen sie mit Tränen in den Augen.

Ein Mitarbeiter des TH richtete schnell eine Hunde box so ein, das sie für Katzen Ausbruchssicher war, dann brachte ich die beiden in die Box.
Sie legten sich beide sofort auf die dort liegende Decke und fingen an zu Klagen. Doch ich konnte ihnen nicht helfen.

Ich ging zurück zum Büro und wies meine Vertretung ein. Ich sagte ihr, das Sissi und Franzl nur zusammen vermittelt werden dürfen.
Dann fuhr ich in meinen wohlverdienten Urlaub.

Drei Wochen später kam ich an einem Montag wieder in mein Büro. Ich schaute zunächst auf die Tafel auf der wir immer den aktuellen Tierbestand stehen haben. Immer getrennt nach Tierart und Rasse. Kein Hinweis auf Franzl und Sissi. Bei den Hunden war kein Beagle aufgeführt und auch Sissi war nicht aufgeführt. So machte ich mich an die Arbeit. Von Zeit zu Zeit hörte ich das klagende Miauen einer Katze. Aber das ist normal in einem Tierheim.

Eine Mitarbeiterin betrat am Nachmittag mein Büro und fragte was sie machen sollte. Da wär eine Katze die seit Samstag, seit ihr Kumpel weg war, nichts mehr gefressen hat.

Ich ging mit ihr zusammen zum Katzenhaus um mir die Katze anzusehen. Als wir da waren traf mich fast der Schlag. Da saß Sissi am Fenster und war laut am Klagen.

Ich fragte sofort wo Franzl ist. Die Mitarbeiterin sagte, dass dieser in der letzten Woche vermittelt worden war und dieser am Samstag abgeholt worden ist. Oh, was war ich sauer! Jetzt musste ich den neuen Besitzer von Franzl anrufen und ihn dazu überreden dass er Sissi auch nahm oder er einen anderen Hund sich aussuchen solle. Franzl und Sissi mussten wieder zusammen. Ich versuchte den neuen Besitzer mehrmals telefonisch zu erreichen. Doch leider nahm keiner am anderen Ende der Leitung den Hörer ab. So verschob ich diesen Anruf auf den nächsten Tag.
Ich hatte heute (Dienstag) schon mehrmals versucht den neuen Besitzer von Franzl zu erreichen. Doch ohne Erfolg.
Es war kurz vor 10 als es an meiner Tür klopfte und ein etwa 30 jähriger Mann mein Büro betrat.
Er sagte das er seinen Billy wieder zurück bringen wolle den er am Samstag abgeholt habe. Der Hund hat seit Samstag nichts gefressen und wäre die ganze Zeit am jaulen. Der Hund wäre draußen bei seiner Frau.
Ich ging mit ihm hinaus und bin fast umgefallen. Der Hund war Franzl. Der neue Besitzer hatte ihn umgetauft.
Ich erklärte dem Paar, das Franzl nur seinen Kumpel dabei haben möchte. Dann frisst er wieder und hört auf zu jaulen. Ich brachte das Paar zu der Box in dem Franzl mit Sissi bis Samstag zusammen gewesen war. Dann ging ich um Sissi zu holen.
Mit Sissi auf dem Arm kam ich zurück. Als Sissi ihren Freund sah versuchte sie von meinem Arm zu springen. Natürlich schaffte sie das. Sie rannte auf ihren Freund Franzl zu. Als dieser sie sah sprang er auf und stürmte auf Sissi zu. Danach folgte ein Freudentanz, so wie ich den noch nie gesehen hab. Franzl leckte Sissi ab, diese köpfelte Franzl. Ach war das eine Freude. Eine Mitarbeiterin, der ich das vorher gesagt hatte, brachte was zu futtern und zu trinken. Sofort stürzten sich die beiden darauf und begannen zu fressen und zu trinken.

Während dessen sprach ich mit dem Paar und sagte ihnen das Hund und Katze nur zusammen abgegeben werden sollten und nicht, wie geschehen, allein.
Das Paar schaute sich an und sagte das sie Sissi auch nehmen werden, damit die beiden wieder zusammen sind. Nur hätten sie nichts dabei um auch die Katze mitzunehmen.

Da fiel mir ein, was das andere Paar welches die beiden hier abgeliefert hat, gesagt hatte.
Sie gingen doch immer zusammen mit den Tieren raus.
Schnell ging ich in mein Büro. Dort hatte ich ein Katzengeschirr mit Leine liegen. Als ich zu dem Paar zurückkam, hatten sich Sissi und Franzl schon auf der Decke Platz genommen, wo Sissi an Franzls Ohr leckte.
Ich rief nach Sissi. Diese sah zu mir herüber. Als sie das Geschirr sah, kam sie sofort angelaufen und setzte sich vor mir hin. Ich legte das Geschirr an, machte die Leine fest und gab der Frau die Leine. Dann sagte ich zu den beiden, dass sie schon mal ein bisschen spazieren gehen könnten, während ich die Papiere fertig machen würde. Erstaunt sah mich die Frau an. Dann ging sie mit Sissi aus der Box, worauf hin Franzl sofort hinterher ging.[

Nach einer halben Stunde kam das Paar zu mir ins Büro und unterschrieb die Papiere. Sie waren begeistert von Sissi. Diese ging immer dahin wohin auch Franzl ging.
Anschließend gingen sie zu ihrem Wagen und fuhren fort.
Ca. eine Stunde später riefen sie mich an und erzählten dass sie mit Sissi und Franzl zu einem Tierausstatter gefahren waren um Kratzbaum und Co zu kaufen. Natürlich gingen die beiden Tiere mit hinein was großes Staunen in dem Laden auslöste. Das hatten die im Laden noch nie gesehen, das eine Katze an der Leine mitlief.
Noch mehrmals rief mich der Mann an. Sissi und Franzl waren so glücklich das sie wieder zusammen sein durften. Beide Tiere blühten richtig auf.

Hallo Tina,
du hast vollkommen recht.
Die erste Geschichte ist drin. Viel Spaß beim lesen.
Gruß Helmut
 
Tschikitta

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Statt Hund, zwei Katzen
[Hallo, ich bin es mal wieder. Ich habe eine weitere Geschichte von Gerda fertig.
Aber soll sie selbst erzählen:
Heute möchte ich euch mal berichten von einem Erlebnis das vor nicht allzu langer Zeit stattfand.
Wir hatten bei uns im TH mal wieder einen Tag der offenen Tür. Bei diesen Veranstaltungen werden immer sehr viele Tiere vermittelt. So auch an diesem Tag. Doch eines hat mich besonders Gefreut.
Es war so gegen 11.00 Uhr als eine offensichtliche Rockergruppe in unser Tierheim kam.
Das waren 10 Leute die wohl einem Rockerclub angehörtem, wie auf Aufschriften an ihrer Bekleidung ersichtlich war. Da wir vor einigen Jahren schon mal großen Ärger mit einem anderen Club hatten, fing ich an diese Leute zu beobachten. Der Anführer war wohl ein Hühne von Kerl. Mit Sicherheit war er 2m groß und wog mit Sicherheit mehr als 130 Kilo.
Doch wie leicht sollten wir uns in dieser Gruppe täuschen.
Auf dem Gelände wurde bei solch einer Veranstaltung, wie heute, auch ein Imbisstand betrieben.
Dort hatte sich schon eine kleine Menschenschlange gebildet. Darauf steuerte der Club zu. Wir dachten alle, jetzt beginnt der Ärger.
Doch ganz im Gegenteil!
Die Männer stellten sich an das Ende der Schlange an und warteten bis sie dran waren.
Nachdem sie gegessen und auch was getrunken (Alkoholfreies, gab nichts anderes) gingen 9 Leute von ihnen. Nur der große Mann blieb da. Er hatte langes Haar und einen wilden Vollbart.
Er ging in Richtung Hunde Gehege. Dabei kam er auch am Katzenhaus vorbei. Ich sah wie er stehen blieb und durch ein Fenster in das Haus schaute. Dann schüttelte er seinen Kopf und ging weiter.
Ich ging hinterher. Denn es interessierte mich auf einmal warum er am Katzenhaus mit dem Kopf geschüttelt hatte.
Immer wieder ging er vom Hundegehege zum Katzenhaus. Zwischendurch war er am Telefonieren.
Es waren mit Sicherheit schon mehr als zwei Stunden vergangen als ich ihn ansprach. Das war vor der Tür zum Katzenhaus, welches er aber bisher nicht betreten hatte. Nur immer wieder durch das Fenster hatte er geschaut.
Er sagte mir, das er einen Hund suche für sich. Ich dachte natürlich sofort an einen großen Hund für ihn. Davon hatten wir etliche. Warum hatte er noch keinen gefunden? Wir hatten alle möglichen Größen und Rassen da. Natürlich war der Anteil an Mischlingen erheblich größer.
Er sagte jedoch: „Ich suche einen kleinen Wadenbeisser! So was was man auch auf dem Motorrad mitnehmen kann.“
Ich muss geschaut haben wie ein Auto. Denn er fing auf einmal an zu lachen. Dann fragte er ob wir nicht noch woanders solch einen kleinen Hund haben? Was ich jedoch ablehnen musste. Dann stellte er sich vor. Er hatte einen hoch angesehenen Beruf! Nur ab und an, meistens am Wochenende, wurde er dann zum Rocker. Auch seine Kollegen hatten gute Berufe. z.B war dabei ein Bankmensch, ein Arzt, und mehrere Geschäftsmänner. Wenn sie rausfuhren setzten sich alle eine Perücke auf, weil in ihren Berufen sie mit dem jetzigen Aussehen nicht rumlaufen konnten. Auch sein Bart war falsch. Ich musste herzhaft lachen. Er sagte noch das ich erst mal seine Frau kennenlernen (die bald kommen würde) sollte. Dann würde ich mit Sicherheit von allem Abfallen an das ich bisher geglaubt habe.
Während unseres Gespräches schaute er immer wieder in das Katzenhaus. Ich schlug ihm vor, doch da mal rein zu gehen. Offenbar interessiere er sich ja dafür.
Er stimmte zu und zusammen betraten wir das Katzenhaus. In dem Zimmer in dem die Katzen waren, war natürlich viel Betrieb. Fast alle Katzen zeigten sich von ihrer besten Seite. Soll heißen, das sie sich von allen Leuten streicheln ließen und nur so herum wuselten.
Doch die Katzen interessierten ihn nicht! Sondern unser Basti!
Das war ein ca. 5 Jahre alter Kater der schon seit etwa einem Jahr hier war. Leider hatte Basti einen Herzfehler welcher dauerhaft mit Medikamenten behandelt werden muss. Das sagte ich dem Mann auch. Doch er winkte ab. ER meinte das sei ihm egal, solange der Charakter des Tieres in Ordnung sei.
Ich dachte ich höre nicht richtig! Ein Tier dessen Krankheit nicht so wichtig war wie der Charakter.
Da Basti sich noch immer nicht gerührt hatte, (er lag auf dem Kratzbaum und schaute teilnahmslos zu wie die anderen Katzen sich verhielten) rief der Mann nach ihm. Doch Basti rührte sich nicht! Er hatte den Ruf wohl nicht gehört. Nochmal rief der Mann. Doch noch immer keine Reaktion von Basti.
Daraufhin rief der Mann: „Basti, du faule Socke! Nun beweg mal deinen Ar… und komm her!“
Alle anwesenden Leute in dem Raum schauten entsetzt auf den Mann. Schließlich waren auch noch Kinder in dem Raum. Doch das störte ihn nicht.
Basti jedenfalls schaute auf uns sah zu dem Mann herüber. Der ging in die Knie und rief nochmals nach Basti.
Da sprang Basti von dem Kratzbaum und kam zu dem Mann. Dieser nahm Basti auf den Arm und stand auf. Basti machte keine Anstalten vom Arm des Mannes zu springen, was er sonst immer machte. Basti fühlte sich wohl.
Auf einmal setzte er Basti wieder auf den Boden und meinte: „Meine Frau ist da draußen. Ich hole sie schnell!“ Damit ging er mit schnellen Schritten hinaus.
Basti Miaute nur kurz und ging dann mit hängendem Kopf wieder Richtung Kratzbaum.
Bevor er ihn erreichte ertönte wieder die Stimme des Mannes:“ Hey Basti! Wo willst du hin? Ich habe doch nur meine Frau geholt. Jetzt komm her!“
Die Frau war wie man zu meinen Zeiten sagte, eine „Wuchtbrumme“! So was hatte ich dem Mann gar nicht zu getraut. Sie war mit dem Auto gekommen und hatte gleich einen Katzenkorb (war für den kleinen Hund gedacht) mitgebracht.
Basti wirbelte herum, rannte auf den Mann zu und sprang mit einem Satz in die Arme des Mannes.
Sofort fing er an zu köpfeln, schnurrte wie ein Weltmeister.
Ich habe selten so eine glückliche Katze gesehen.
Auch die Frau streichelte Basti und meinte: „ Du wolltest doch einen Hund! Und nun ist es eine Katze?“
" Ja wie das Leben so spielt! Jedes mal als ich am Fenster vorbeiging, hat mich Basti so traurig angesehen. Da konnte ich nicht anders! Aber wir nehmen nicht nur Basti mit! Es gibt mit Sicherheit hier noch eine Katze die auch schon lange hier ist und ein neues zu Hause sucht!“
So etwas höre ich gern. Natürlich hatten wir noch so einen Sorgenfall. Auch diese zeigte ich dem Paar.
Sie nahmen beide Katzen. Da die zweite Katze jedoch momentan auf der Krankenstation lag, versprachen sie, die Katze, sobald diese die Krankenstation verlassen könne, abzuholen.
Zwei Wochen später wurde dann auch die Zweite Katze geholt.
So hatte ein Mann, der eigentlich einen Hund gesucht hatte, nun zwei Katzen ein neues zuhause gegeben.
Nachtrag: Auch heute noch, nach 4 Jahren, leben die beiden Katzen in dem Haus des Ehepaares und sind sehr glücklich. Das erzählte mir die Frau von dem Mann. Ich hatte diese schon mehrfach getroffen. Nur beim letzten Male hatte sie mehr Zeit und so konnten wir uns Ausgiebig unterhalten.
Zum Abschied meinte sie noch, das wenn es soweit ist, auf jeden Fall wieder Katzen in das Haus einziehen werden.
 
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jennifer89

jennifer89

796
3
Echt schöne Geschichten!
Die Freundin könnte davon bestimmt ein Buch herausbringen!
 
Tschikitta

Tschikitta

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Hallo Jennifer, mit dem Buch hast du recht. Ich habe schon mit der Bekannten darüber gesprochen dieses zu tun. Aber sie traut sich nicht.
Vielleicht mach ich das mal. Schließlich habe ich inzwischen 34 Geschichten hier vorliegen.
Nur leider ist das herausgeben eines Buches sehr teuer, weil man erst in Vorleistung treten muss.
Gruß Helmut
 

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