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Katze mit Schädelbasisbruch und Diabetes insibitus

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Metalnuss

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Hallo ihr Lieben!

Ich versuche die ganze Sache nun einmal kurz und Bündig zusammen zu fassen:
Mein kleiner Kater (noch nicht ein Jahr alt) hatte im September einen für ihn unglücklich ausgegangenen Unfall mit einem Hund - keineswegs bösartig ehe ein richtig bescheuerter Zufall.
Als ich aus dem Urlaub wieder kam wurde mir von meinem Freund, der mit seiner Familie auf die Katze aufgepasst hatte erzählt, dass ich ihn leider in der Tierklinik besuchen muss. Erst sah es nicht gut aus, nach dem Unfall hat er aus der Nase und einem Ohr geblutet. Verdacht war also erst auf Verletzungen des "eigentlichen" Gehirns. Dann hätte man nichts für ihn tuen können. Nach einem CT - teuer, aber ich wollte Gewissheit - kam raus, dass die Blutung wohl nur kam, weil das Innenohr stark verletzt und voller Blut gelaufen ist. Dem eigentlichen Gehirn fehlt nichts, allerdings ist die Schädelbasis gebrochen - also wo die Nerven der Wirbelsäule ins Gehirn laufen.
Recht bald durfte ich ihn wieder mit nach Hause nehmen und in ein Zimmer sperren wo er nirgends hoch konnte, eine Pupille seiner Augen war permanent geweitet.
An sich hat er sich auch recht schnell wieder erholt, allerdings ist es nun nicht mehr der Kater, den ich einmal kannte. Natürlich logisch, doch nun ist meine hauptsächliche Frage, ob jemand schon einmal Erfahrungen damit gemacht hat. Als Folge hat er logischerweise Gleichgewichtsprobleme, aber auch starke Schwankungen im Gemütszustand. Er lässt nicht einmal mich - ich war von Anfang an seine Bezugsperson - wirklich an sich heran. Sobald sich etwas Verändert - meine Mutter war zu Besuch - wird er immer wieder aggressiv, knurrt (ja, er faucht nicht, er knurrt), wenn man ihn hochhebt und gibt ansonsten keine Laute mehr von sich. Er ignoriert den Kratzbaum - wahrscheinlich, weil er sich dort wie auf dem Präsentierteller fühlt - und schnurrt nicht mehr. Was zudem noch dazu kommt ist, dass er wohl durch den Unfall bedingt Diabetes Insibitus hat. Das ist keine normale Form des Diabetes, dabei wird das Hormon, welches dazu zuständig ist den Durst zu steuern nicht oder nicht mehr richtig gebildet und die Katze/der Mensch trink unkontrolliert. Leider etwas, was bei Katzen nicht oft verbreitet ist. Zumal kommt dazu, dass mir die Tierärztin dies nicht geglaubt hat, obwohl die Medikamente wirken - was sie nicht tuen würden, wenn es nicht diese Krankheit wäre. Er trinkt wirklich LITERWEISE, wenn ich ihn lassen würde. Darf ich natürlich nicht.
Ich würde mich unglaublich freuen, wenn sich hier ein zwei Katzenbesitzer finden würden, deren Katzen z.B. unter einem Schädelbasisbruch leiden bzw. unter den Folgen oder Diabetes Insibitus haben. Vielleicht bietet sich dann die Möglichkeit eines Austausches, um es den Katzen so einfach wie möglich zu machen.

Vielen Dank, ich würde mich freuen etwas zu hören, auch im Namen von Filou, dem kleinen Rabauken!
 
mennemaus

mennemaus

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Hallo,
erst einmal herzlich Willkommen in unserem Forum. :)

Ich habe zwar glücklicher Weise keine Erfahrung mit Katzen mit Schädelbasisbruch oder Diabetes insibit, aber vielleicht werden durch eine Antwort auch andere User auf dein Problem aufmerksam, die dir noch besser helfen können.

Dass dein Katerchen bei jeder Veränderung auffällig reagiert, ist wohl verständlich. Er muss durch die Verletzungen, die er erlitten hat, sehr verunsichert sein und unter den Folgen anscheinend noch stark leiden. Eine Verletzung im Bereich des Innenohres mit Gleichgewichtsstörungen hat sicherlich große Auswirkungen für den Kater.

Hast du in einer Fachklinik nach dem Unfall noch Untersuchungen / Behandlungen im Bereich des Ohres vornehmen lassen?

Vielleicht können auch homöopathische Medikamente seine Gesundung voranbringen und sein Gleichgewicht und seinen Gemütszustand verbessern.

Alles Gute für dein Katerchen.
 
M

Metalnuss

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Vielen Dank für diese Unterstützung, ich erhoffe mir durch erfahrenere Besitzer vielleicht ein wenig Linderung. Ich habe auch Angst, dass ich mich in irgendeiner Weise anders verhalte.

Mittlerweile ist er bezüglich des Gleichgewichts sogar einigermaßen stabil. Den Großteil des Tages benimmt er sich wie ein normaler Kater, erst wenn er müde ist, treten kleinere Probleme auf. Eine Draußenkatze wird er definitiv nie werden. Das wäre fahrlässig, wenn er schon einfach so vom Sofa auf den Rücken fällt (ihn passiert dabei glücklicherweise nichts, es liegt mittlerweile überall ein dicker Wollteppich - eben damit er sich nicht verletzt) will ich nicht wissen, was bei einem Baum passieren würde.

Bezüglich der Fachklinik bin ich ein wenig enttäuscht. Ich war hier bei uns in der Klinik, die haben auch Spiezialisten für den Bereich Kopf. Der allerdings war immer sehr unfreundlich und eher nach dem Motto: Sei froh, dass er es überlebt hat, halt den Mund und das passt schon. Hilfestellungen oder ähnliches hat er mir auf Anfragen nicht gegeben.
Als ich die Sache mit der Diabetis Krankheit noch einmal näher erfragen wollte - dadurch bin ich erst durch meine Mutter aufmerksam geworden, die das von Menschen kennt - wurde ich einfach nur für verrückt erklärt. Eine befreundete Tierärztin hatte allerdings davon schon einmal etwas gehört, es tritt bei Katzen allerdings fast nicht auf. Ich habe jetzt noch einmal genau nachgemessen, was er ohne Tabletten trinkt. 200 Milliliter in 5 Minuten und er hatte noch immer Durst...Mehr gebe ich ihm natürlich nicht, da das nun schon eher viel ist soweit ich mich erkundigt habe. Schließlich bekommt er hauptsächlich Nassfutter.

Vielen Dank und liebe Grüße!
 
mennemaus

mennemaus

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Dass die Gleichgewichtsprobleme besonders dann auftreten, wenn er müde ist, ist verständlich. Vermutlich muss er sich in wachem Zustand gut konzentrieren, um sich sicher zu bewegen - wenn er müde ist, fehlt die Konzentration.

Dass dir die Ärzte in der Fachklinik nicht gut weiterhelfen, ist schade. Ich hoffe, dass du doch noch an einen Arzt oder vielleicht auch Tierheilpraktiker gerätst, der deine Sorgen ernst nimmt und sich mehr Zeit für die Behandlung und auch für die Beratung nimmt.

Wenn dein Katerchen so viel hintereinander trinkt, kann das nicht in Ordnung sein. Das schaffen ja noch nicht mal meine Hunde. Ich hoffe, ihr bekommt auch dieses Problem noch in den Griff.
 
Santolina

Santolina

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Hallo, ich denke/hoffe, ich darf das, ich möchte dir ein Katzen-Diabetes-Forum empfehlen, wo man mir sehr geholfen hat:

http://www.diabetes-katzen.net/forum/index.php

Ich habe eben mal nach dem Begriff gesucht, aber nicht gefunden, aber vielleicht kann man dir ja trotzdem helfen.

Man muss allerdings innerhalb einer bestimmten Zeit einen Fragebogen ausfüllen, aber ich kann ja mal fragen, ob das auch für dich gilt, wenn du möchtest.

Schlimm, was dein Kater in seinem so kurzen Leben schon alles mit machen musste..
 
M

Metalnuss

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Vielen Dank noch einmal für diese Antworten. Leider hilft mir auch das Katzenforum nicht weiter, da es sich dort um eine Behandlung von Katzen handelt, die "richtig" Diabetes haben, also ein Problem mit dem Blutzucker. Mein kleiner hat allerdings eine komplett andere Form, die mit einer Therapie mit Insulin nicht behebbar ist. Momentan gebe ich ihm wieder Medikamente - die, die man bei Menschen auch verwendet - allerdings kann mir niemand etwas bezüglich der Dosierung sagen, weswegen das immer ein wenig schwierig ist. Falsch machen kann man wohl nur sehr wenig - nicht bei den Mengen, die er bekommt - aber ich würde ihm gerne langfristig helfen.
Ich hoffe noch immer drauf, dass sich vielleicht irgendjemand findet dessen Katze es ähnlich geht!
LG
Katha
 
Santolina

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Viel Erfolg und gute Besserung, soweit möglich!
 

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