Hilfe, Rockys Fell verfilzt (Er hasst Bürsten)

  • Autor des Themas Tinaho
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Tinaho

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Huhu,

vielleicht kann mir jemand helfen ich muss aber etwas ausführlicher das Problem erklären.

Als wir Rocky (Rasse Lastrami, Kurzhaar) am 13.06.2012 aus dem TH geholt haben war er mager, struppig und durch einen Katerkampf verletzt. Ein absolutes Notfell und die Tierpfleger wiesen uns darauf hin, dass er Verhaltensmacken hätte. Egal, wir haben ihn mitgenommen und auch noch keine Sekunde bereut.

Anfangs ließ er sich nur am Kopfbereich anfassen. Der Rest des Körpers war zum Streicheln tabu (Die TA
vermutete außerdem, dass er misshandelt worden ist, seine Vorgeschichte ist leider unbekannt). Inzwischen hat er sich beruhigt und läßt sich fast überall streicheln (außer am Bauch und in der Bikinizone:mrgreen:).

Leider scheint sich in Rockys Ahnenreihe irgendwo ein Erdferkel eingeschlichen zu haben. Wenn er im Garten ist wälzt er sich im Dreck und buddelt für sein Leben gern. Dementsprechend sieht er auch aus, wenn er reinkommt. Er erinnert mich dann sehr an meinen Sohn nach einem ausgedehnten Spielplatz- Sandkastenbesuch. Meinen Sohn konnte ich baden........bei Rocky würde dies in einem Blutbad enden.

Rockys Fell ist inzwischen schön dicht geworden und da liegt das Problem. Er putzt sich zwar ausgiebig hat aber, wie alle Katzen, einen "toten Winkel" auf dem hinterem Rücken nahe am Schwanzansatz und dort bilden sich verfilzte Fellknubbel.

Wir sind inzwischen stolze Besitzer von 5 Bürsten, einem (zerfetztem) Pflegehandschuh mit Gumminoppen und verschiedenen Kämmen. Rocky lässt sich zum Verrecken nicht bürsten, oder kämmen. Inzwischen faucht er schon, wenn er die Bürsten/Kämme etc. schon sieht (auch wenn sie nur auf dem Boden liegen). Leider ist dieses Tier "Leckerliresistent". Bestechungsversuche also ausgeschlossen.

Einmal habe ich, unter vollem Körpereinsatz und mithilfe einer Schere, einen Fellknubbel entfernt (Meine Mutter hatte vorher Schnappatmung und behauptete der Kater hätte einen Tumor auf dem Rücken):mrgreen:

Für Tipps und Ratschläge die nicht in der Tierklinik, bzw. im Krankenhaus enden wäre ich sehr dankbar.

Vielen Dank fürs Lesen.
 
23.06.2013
#1
A

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Lokicoon

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Du müsstest versuchen, deinen Kater mehr an die Bürste zu gewöhnen. Spontan fällt mir da das Clicker-Training an. Mit viel Zeit, Geduld und Leckerchen könnte man ihm so vermitteln, dass die Bürste an sich nichts böses bedeutet, sondern mit etwas positiven behaftet ist.
Das ist vor allem eine langfristige Lösung, die man versuchen könnte.
 
Shadow-Cat

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Wäre es eine Option, die Verfilzungen rauszuscheren? Bei Chester ist es so, dass er ein Langhaar ist, die Fellpflege aber selbst nicht hinbekommt. Kämmern lässt er sich, aufgrund seiner traurigen Vergangenheit, gar nicht, das haben wir versucht und es endete immer darin, dass wir irgendwann abbrachen, nachdem wir voller Wunden waren und er wirkte, als würde er gleich einen Herzinfakrt bekommen. Scheren geht bei ihm interessanterweise besser als kämmen, also mach ich das. Sieht nicht immer schön aus, eher so, als hätten ihn die Motten angefressen :mrgreen:, aber es funktioniert.
 
Spaddel

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Ich hab 2 Bürstenhasser, ein offensichtlicher Versuch ist nur mit Panzeranzug möglich.
Ich warte auf einen: "Bin so müde, schmusen bitte!" Moment.
Dann heimlich einen kleinen Flohkamm in der Hand verstecken, mit einer Hand kraulen, mit dem Flohkamm , in der anderen Hand, sanft kämmen.
Solange sie den Kamm nicht sehen, ist alles Prima!:smile:
 
Tinaho

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Huhu,

vielen Dank für die netten Ratschläge.:-D

Zitat: Also ich hatte noch nie eine Katze die sich dort nicht geputzt hat. Bist du sicher das er Gesund ist?
Danke der Nachfrage:mrgreen: Wir haben ihn noch im Februar gründlich durchecken lassen. Er ist wirklich gesund. Es ist ja nicht so, dass er sich dort gar nicht putzt. Nur scheint es bei seinem Deckhaar nicht auszureichen (Erdferkelborsten).

Danke mietze 74. Ich habe gestern etwas ähnliches gekauft und heute ausprobiert. Spaddels Bericht über ihre zwei Bürstenhassen hat mich inspiriert. Es ging relativ gut bis er die Aktion bemerkt hat, dann hat er kräftig gefaucht. Es ist mir aber (ohne Blutvergießen) gelungen einen großen Teil der Verfilzung zu entfernen. Aus den Haaren könnte man einen Schal stricken.:mrgreen:
Hoffentlich klappt es morgen nochmal so gut.

LG
 
mietze74

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Den Flohkamm nutzen wir meist zum Auskämmen, wenn noch Streu oder ähnliches nach dem Klobesuch im Fell hängt. Das funktioniert ganz gut.

Schön Tinaho, dass es dir gelungen ist, die Verfilzung ohne Blutvergießen zu entfernen. Das ist gar nicht so einfach, denn im seltensten Fall halten die Vierbeiner dabei still.
 
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Also wir haben vor kurzem im Futterhaus folgende Bürste mit rotierenden Zinken für unsere beiden Highlander gekauft:

http://www.trixie.de/de/prod/Katze_Fellentwirrer_Langhaar,15092

Funktioniert bei unseren beiden, die sich auch nicht gern bürsten lassen, ganz gut.
Ich hab ebenfalls so ein ähnliches Teil und kann Kämme mit rotierenden Zinken auch nur empfehlen.
Damit lässt sich sogar meine Molly-Zicke bearbeiten, die sonst alle anderen Arten von Kämmen und Bürsten als Trainingsgerät zum Reinbeißen und Krallenausprobieren ansieht.:mrgreen:
 

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