Ja, das ist wirklich etwas extrem.
Mein Kater hat auch das "Herdenschutzhundsyndrom", jedoch nicht bezogen auf ein Kind, sondern auf seine Kätzin und seine Hündin.
Okay, wenn Kater meint.
Ich reagiere, wie ich bei einem Hund reagieren würde. Ich zeige dem Kater, dass ich die Sache regele und er sich entspannen kann. Dazu trete ich zwischen Kater und die "Gefahr" für seine Damen, schicke den Kater in eine Richtung (Stupser mit Fuß, Handzeichen, Worte) und die "Gefahr" in eine andere (Hunde und deren Halter reagieren da GsD meist kooperativ oder ich kann den Hund "blocken", körperlich oder verbal; mit Menschen kann man reden und sie bitten, einen höflichen Bogen zu gehen). Mein Kater sieht dann zwar immer noch aus wie eine Flaschenbürste, nimmt sich aber zurück. Und begreift, dass ich verantwortlich bin, nicht er. Dauert nur.
Per Clickertraining könntest du versuchen, das Verhalten deines Katers zu steuern. Z. B. den Kater darauf konditionieren, dass er sich in "gefährlichen" Situationen auf ein Target konzentriert. Target zeigen, Kater stupst an, klick, Leckerchen. Wird erst einmal in der Wohnstube trainiert, dann im Garten, später im Ernstfall. Diese Ernstfälle kann man mit Freunden üben. So würde man bei Hunden vorgehen. Da dein Kater zu 70% (?) Hund ist, ... . Übrigens könnte das Clickern noch einen Vorteil haben, nämlich den, dass euer 150%-Freigänger etwas häuslicher wird, weil es bei euch spannend ist.
Und aus rechtlicher Sicht ist dein Kater ein Kleintier, dass in die Privathaftpflicht eingeschlossen ist. Das war die Auskunft meiner Versicherung, als ich nach einer Haftpflicht für Katzen fragte. Eine "Katzenhaftpflichtversicherung" gibt es nicht. Egal, ob Katze einen Menschen beißt oder einen Zug umwirft, die Privathaftpflicht reicht.
Kraul deinen Kater auch von mir. Ich finde Hunde im Katzenpelz toll.