Bei mir zog vor gut drei Jahren ein Fundkater aus dem Tierheim ein, mindestens zwei Jahre alt, Vorgeschichte natürlich völlig unbekannt.
Sein Verhalten war nicht viel anders als das deines Tieres. Er sprang nachts auf meinen Arm, saugte sich die Zähne benutzend, mit den Hinterpfoten tretelnd und mit den Vorderpfoten krallend an mir fest.
Ich wählte die Methode, die auch meine Kätzin einsetzte: Laut aufschreien (automatisch, da ich ja aus dem Schlaf gerissen wurde), Kater anfauchen, Kater mit einer Hand wegschubsen.
Dazu bot ich ihm an, statt meines Armes den Ärmel meiner Nachtbekleidung zu misshandeln. "Nein, autsch", Ärmel zwischen die Zähne schieben. Dass er am Ärmel saugen und treteln sollte, begriff er recht schnell.
Ich deutete das Verhalten so, dass der Kater unbedingt bleiben wollte, sozusagen Verlustängste hatte und sich sicherheitshalber mal festkrallte.
Es dauerte zwei, drei Monate, bis er die heftigen Attacken nachts unterließ, noch etliche Monate länger, bis ich ihn gefahrlos hochnehmen konnte.
Heute ist er ein Schmusekater vor dem Herrn.
Und zum Verfolgen: ignorieren. Mach dein Ding und beachte den Kater nicht.
Keine Spiele mit den Händen. Wenn er die Hände als Mausersatz angreift: "Autsch" sagen und weggehen. Game over.