Freigänger zur Wohnungskatze- lieber neues Zuhause suchen?

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Lynn_1981

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Hallo Zusammen,

ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Ratschläge geben! Ich habe folgendes Problem:

Vor einigen Monaten ist meine Katze (7) an Krebs gestorben. Zurück blieb mein Kater (13, wohnungskatze). Wir haben ihm dann einen neuen Spielkameraden aus dem TH geholt. Der neue Kater (6) wurde uns vorgestellt, da er schon 9 Monate im TH saß und sich nur versteckt hat und sich niemand für ihn interessiert hat. Er wurde zwar als Freigänger abgegeben, aber die Pflegermeinten, er säße den ganzen Tag nur in seinem Korb- der
wäre bestimmt kein Freigänger.

Uns tat der Kater leid und wir haben ihn mitgenommen. Die Vergesellschaftung verlief Problemlos, der Kater wurde zutraulicher und verstand sich mit der alten Katze.

Wir haben sehr schnell festgestellt, dass der Kater doch ein Freigänger war- er aber immer nachts rausgelassen wurde und darum natürlich tagsüber immer geschlafen hat.

Er ist nun seit 3 Monaten bei uns. Wir haben den Balkon katzensicher gemacht, und er nutzt ihn fleißig. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass er sich zu tode langweilt. sobald das Trockenfutter z.B. leer ist (in seinem Fummelbrett) fängt er an am Stück zu Miauen- solange, bis man es nachfüllt. Er jagt die alte Katze sehr häufig- es ist zwar noch nichts schlimmes passiert, aber ich habe das Gefühl, als würde es langsam brutaler werden.

Der Kater ist kein Schmusekater- er lässt sich nur ungern streicheln und dümpelt den ganzen Tag auf seinen Schlafplätzen umher. Platz hat er genug, wir wohnen zu zweit auf 100m2 mit 3 Zimmern.

Ich habe nun mit klickertraining begonnen, aber ich habe das Gefühl, dass das nicht ausreicht. Ich versuche täglich mit ihm zu spielen, aber er ist nur schwer zu motivieren.

Ich bin wirklich ratlos! Soll ich lieber ein neues zu Hause für ihn suchen- ich glaube nicht, dass es so einfach wird- diese Katze ist ein echter Nervfaktor- zumindest in der Wohnung... Er ist nun auch eine der eher unbeliebten Kuhkatzen und ein echter Riese...

Oder meint ihr, es wird auch in Wohnungshaltung ein gutes Ende nehmen?

Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus! :oops:
 
13.08.2013
#1
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Cavewoman

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Es ist schwer zu sagen, ob es nun wirklich daran liegt, das er nicht in der Wohnung zu halten ist.
Nun, er ist kein großer Schmuser!
Er ist fordernt, wann er möchte, aber gleichzeitig springst du auch sofort, so das es streßig und nervig wird!
Vielleicht solltest du ihn ein wenig erziehen, damit es einfacher für dich wird und der große eine Orientierung hat, wann Futterzeit ist und wann nicht! Ein bischen Orientierung brauch er nun auch, sonst macht er was er will und du hast zu springen, wenn er es wünscht.


Vielleicht ist sein Verhalten nicht so, wie du es dir vorgestellt hast, aber ich glaube nicht, das es in der Wohnung nicht klappt, ansonsten hätte er schon protestiert oder angefangen an den Türen zu kratzen usw.
Er versteht sich ja auch mit der anderen Katze! Kann es sein, das du ein Problem mit ihm hast?
 
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Lynn_1981

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Danke für Deine Antwort :)

Also das mit dem Erziehen versuche ich schon- er ist nur leider total respektlos- das macht es schwieriger. Er kommt wohl aus schwierigem Hause ;) Wir springen wirklich nicht sofort, wenn er was will, das Problem ist, dass er z.B. um 19:00 Uhr sein Futter leer hat. Dann miaut er (laut) bis 22:00 Uhr durchgängig- dann ist Fütterungszeit. Sobald er merkt, dass sein Futter alles ist, geht das los und er hört dann auch nicht auf.

Es stimmt, dass ich mir das irgendwie anders vorgestellt habe und den Kater nicht sonderlich sympathisch finde- aber das wäre für mich nie ein Grund ihn wegzugeben- so ist es nunmal mit den lieben Tierchen- ich habe ja die Hoffnung, dass er etwas zufriedener wird.
Ich möchte ihn nur nicht quälen, wenn er nun doch eher ein Draußentier ist....
 
Cavewoman

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Frisst er denn so viel unmengen an Futter, das du darauf achten musst, das er nicht zu viel frisst?

Bei minderwertigem Futter können sie zwar viel fressen - werden aber nicht richtig satt.
Hochwertiges Futter fressen sie weniger - werden richtig satt.

Vielleicht hatte er in seiner Vorgeschichte ein Problem und musste mal lange Zeit hungern, oder hatte nie so richtig das Gefühl, genug bekommen zu haben.

Unsere Katze bekomt immer so viel zu fressen, wie sie mag, dann ist auch Ruhe! Sie musste mal lange Zeit hungern und war völlig abgemagert. Seit sie bei uns ist, frisst die viel zu schnell und schlingt, als wenn sie die letzte Mahlzeit bekommt. Abgewöhnen kann man es ihr nicht und wir haben sie schon 9 Jahre.

Du weißt nie, was sein Verhalten auslöst, weil du nicht genau weißt, was ihm wiederfahren ist, aber mit viel Geduld und zureden, kannst du versuchen, ihm die schlechten Angewohnheiten abzugewöhnen.
Nur mit dem Futter musst du was ändern, denn da lässt sich keine Katze umerziehen, denn wenn der Magen knurrt, dann ziehen wir das gejaule zur NOT auch 3 Stunden durch.
 
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Smee74

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Huhu,

warum überhaupt holt man denn ein Tier aus dem TH das einem "nicht sonderlich sympathisch" ist ?
Ich denke, dass der Kleine das vielleicht merkt und grade deshalb Dich auch nicht sympathisch findet *g* und dann halt nervt....
Könnte das sein ?

LG
Smee
 
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Lynn_1981

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Das Problem ist eher die zweite Katze- die neigt zu Übergewicht und findet es natürlich super, dass immer was zu futtern da ist :) Ich achte auf hchwertiges Futter mit geringem Getreideanteil und wir haben diverseste Fummelbretter, damit es auch spannend bleibt :) Aber Du hast Recht, wer weiß, was ihm mal wiederfahren ist. Vielleicht sollte ich sein Verhalten nicht so sehr auf mich beziehen... Er macht mir nur so einen fordernden und selbstständigen/ dominaten Eindruck, als wäre er einfach mit der Grundsituation unzufrieden.

Huhu,

warum überhaupt holt man denn ein Tier aus dem TH das einem "nicht sonderlich sympathisch" ist ?
Ich denke, dass der Kleine das vielleicht merkt und grade deshalb Dich auch nicht sympathisch findet *g* und dann halt nervt....
Könnte das sein ?

LG
Smee
Das ist halt wie beim Menschen- manche sind auf den ersten Eindruck total nett und entpuppen sich als schwierig. So ist es bei der Katze auch. Wir haben sie als komplett anders beschrieben bekommen und in den ersten Wochen war er auch noch ganz anders (wahrscheinlich, weil er einfach unsicherer war). Jetzt ist er ein Rebell und ich finde das nunmal nicht sonderlich sympathisch
 
Cavewoman

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Wenn du seine Liebe über das Futter erfahren kannst, dann ist das vielleicht ein guter neuer Anfang für euch beide.
Fütter ihn doch extra, damit das andere Pummelchen nicht total aus den Rahmen fällt. Wenn er dann satt und zufrieden ist, öffnet er sich vielleicht mehr und er entpuppt sich als Kuschelmonster.
Wenn ich ständig kohldampf habe, bin ich auch nicht gut drauf und nur am mosern.
Vielleicht ist das die Lösung!
An ein Wohnungshaltungsproblem glaube ich nicht wirklich. Ihr müsst noch irgendwie zueinander finden und 3 Monate sind ja noch nicht so lange. Versuch ihn zu verstehen und ihn mit leckerchen zu bestechen, denn darauf wird er dann doch sicherlich sofort reagieren, weil es ja was zu fressen gibt.
Daher reicht ihm wohl das klickern auch nicht, weil er nur ans fressen denkt und fordert im übermaß.
Mit vollem Bauch fühlt man sich doch gleich wohler! :mrgreen:
 
S

Schreiberline

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Zu dem Tierheim kann ich nur sagen, wie dumm sind die eigentlich? Nur weil eine Katze tagsüber schläft ist sie keine Freigängerin? Oder waren sie zu klug, und es war einfach nur Verkaufstaktik ;-), das glaube ich fast eher. Man sollte sich wirklich nicht auf das Gerede eines anderen verlassen und sich selbst ein Bild machen. Das ist natürlich schwierig in einem Tierheim.

Also ich würde ihn auch erstmal solange füttern, bis er satt ist. Sollte sich sein Verhalten danach nicht ändern, will er anscheinend wirklich raus. Wie verhält er sich denn sonst so? Sitzt er die ganze Zeit am Fenster und schaut raus? Was macht er denn nachts so zwischen 24.00 und 06.00 Uhr? Heult er da?
 
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Lynn_1981

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Ja ich denke auch, dass das eher Verkaufstaktik war. Aber die hatten 70 Katzen und man hat uns nur diese eine gezeigt. Wir hatten halt Mitleid- jeder hat je eine Chance verdient.

Er heult, wenn er raus will, dann lassen wir ihn raus und gewöhnen ihn gerade daran, dass die Balkontür dann auch mal zu sein kann und er wieder reinkommt wenn er vor der Tür steht, damit wir im Winter nicht immer die Tür auflassen müssen...

Nachts schläft er jetzt auch. Am Anfang ist er immer durch die Wohnung getigert, jetzt liegt er meistens da. Er kommt mir halt so letargicsh vor- er schläft den ganzen Tag und wenn er wach ist, frisst er oder er heult oder er jagt die andere Katze- er spielt aber nicht, oder beobachtet, oder kuschelt. Darum denke ich, dass die Langeweile als Hauskatze ihn so letargisch und aggressiv macht. Er kommt mir eben nicht zufrieden vor.... Ich hoffe ihr versteht, was ich meine :(
 
Cavewoman

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Vielleicht war er früher ein Freigänger und hat noch seinen Ablauf "Tagsüber schlafen - nachts wachsam sein", aber er scheint so ja nun keine Probleme in der Wohnung zu haben.

Ich würde ihn, übers Futter und viel Aufmerksamkeit zeigen, wozu Dosis so alles gut sein können und das streicheln und spielen eine ganz tolle Sache sein können.
Vielleicht muss er das erst einmal lernen, um ein ausgeglichener Wohnungskater zu sein?
 
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Theresia

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Gib ihm Zeit und behalte ihn. Ich würde alles so lasen wie es ist.
 
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Lynn_1981

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Vielen Dank für Eure tollen Antwortn- ihr habt mir wirklich Mut gemacht! Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt!
 
Cavewoman

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Vergess bitte nicht, hier und da mal ein kleinen Bericht abzugeben, damit wir auf den neuesten Stand bleiben. Fotos sind auch immer wieder gern gesehen ;-)
 

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