Dringend! 5 Monate alter Wildling

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  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #1
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Katzinka

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Hallo,

ich bin neu hier und muss gleich mal auf Eile drängen. Meine Mom hat drei Katzen und zieht somit auch Wildlinge an. Im Juni kam so also Clochard, eine ungefähr einjährige Katzendame auf ihren Hof, im Schlepptau ein Katzenbaby. Meine Mom fütterte die beiden. Das Kleine, Kiwi genannt, hat eine sehr enge Bindung an seine Mutter. Meine Mom stellte Futter hin, entfernte sich, Clochard kam an, fraß ein bisschen und schnalzte dann nach Kiwi, der dann ankam und ebenfalls fraß. Danach waren sie sofort wieder weg. Im Laufe der Monate wurde Clochard ein wenig zutraulicher und konnte von meiner Mom auch mal über den Rücken gestreichelt werden. Kiwi hielt sich immer versteckt, bis Clochard ihn rief.

Vor knapp drei Wochen dann das Unglück: meine Eltern wollten ihren Schuppen abreißen, nicht ahnend, dass Clochard gerade darin lag und gebärte. Ein kleines Fellknäuel lag schon bei ihr. Clochard lief weg, auf Anraten des Tierheims siedelte meine Mutter das Fellknäuel um und wartete bis zum nächsten Morgen. Clochard kam zwar mal an und roch aus einem Meter Entfernung an dem kleinen Kater, haute dann aber wieder ab. Nun ist der Kleine bei mir und wird per Hand aufgezogen.

Allerdings ist Clochard noch immer dick. Anfangs riet die Tierklinik dazu, abzuwarten. Letzte Woche sagten sie: einfangen und hinbringen, die Kleinen in ihrem Bauch sind wohl verstorben. Also Lebendfallen besorgt, leider ging Kiwi in die Falle. Weil er (oder sie) so auf die Mutter geprägt ist, hatten wir Angst, er kommt uns um, wenn wir Clochard in die Klinik bringen, dass wir gesagt haben, er kommt erst mal zu mir. Seit Sonntag Mittag wohnt Kiwi also nun in meinem Arbeitszimmer, weil es da besonders ruhig ist und ich mich dort und im angrenzenden Wohnzimmer am meisten aufhalte, auch wegen dem ganz Kleinen dort schlafe (wegen nächtlichen Fütterungen und so).

Problem: Kiwi hat, seit er hier ist, weder gefressen, noch getrunken. Wenn er allein im Zimmer ist, dann höre ich ihn schon mal rumspringen, wenn ich dazu komme, verhielt er sich ganz still. Seit gestern Abend traut er sich auch schon mal raus, wenn er mich sieht, mauzt seitdem aber auch ganz kläglich.
Meine Vermutung: er traut sich weder an Futter noch an die Wassernäpfe ran, weil Clochard nicht da ist, die ihm sagt: "du darfst". Er ist auch schon des Öfteren mal an einen Futternapf rangegangen und hat geschnuppert, aber eben nichts genommen. Gestern Abend habe ich ihn wieder gelockt, er antwortet dann auch mit Mauzen, ist dann auch ins Wohnzimmer gekommen, hat mich immer wieder angemauzt, aber er muss jetzt endlich mal wenigstens was trinken!

Berühren lässt er sich übrigens, Atmung ist derweil relativ ruhig, sobald er anfängt, unruhig zu werden, gehe ich dann auch in Zeitlupe weg. Meist bleibt er liegen, manchmal schleicht er sich dann weg, wobei er nicht mehr diese extreme Duckstellung hat beim laufen.

Zurück zu Clochard, die Tierklinik hat uns nun ein Sedierungsgel gegeben, weil sie absolut nicht in die Lebendfalle geht. Seit sie die aufgestellt hat, läuft Clochard auch wieder von meiner Mutter davon. Heute oder morgen soll nun das Gel verabreicht werden. Eigentlich hatten wir mit der Katzeninsel in der Nähe die Abmachung, dass Clochard dann dort leben kann, Quarantänezimmer ist schon eingerichtet und wartet nur noch auf sie.

Jetzt komme ich aber ins Grübeln und hier hätte ich gerne Rat:

Einerseits denke ich, dass Kiwi sich schneller eingewöhnt, wenn Clochard nicht hier ist, weil sie ja den Takt vorgibt und wenn sie bei der Ankunft, noch dazu nach einer evtl. anfallenden OP, "sagt": "friss hier nichts!", dann wäre das natürlich der Obergau. Andererseits denke ich, dass Clochard Kiwi dabei helfen könnte, sich schneller einzugewöhnen. Sie hat Menschen hat ja immerhin bis auf einen Meter und meine Mutter ganz an sich rangelassen, während mal von Kiwi bis Sonntag immer nur einen schwarzen Schatten sah.

Noch ist Kiwi gut unterwegs, aber nach 3-4 Tagen (ich weiß ja nicht, wann er das letzte Mal getrunken hat, das letzte Mal essen war definitiv am Samstag) bekomme ich langsam Panik. Er hat, seit er hier ist, auch kein einziges Mal sein Geschäft erledigt. Als Futter benutze ich übrigens das selbe, wie meine Mutter. Umstellen kann ich ja später noch. Aber auch Thunfisch (im eigenen Saft) und Wurststückchen verschmäht er komplett. Katzenklos hab ich übrigens einmal mit Rindenmulch und einmal mit Blumenerde gefüllt, weil ich das von dem ganz kleinen so kenne, dass er nichts trinken kann, wenn er sich vorher (und hinterher natürlich auch) nicht erleichtern kann.

Könnt ihr mir zu irgendwas raten?

LG, Tanja
 
  • Dringend! 5 Monate alter Wildling

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  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #2
Hallo Tanja,

und herzlich willkommen im Forum :mrgreen:

Dein Problem ist ja wirklich zum durchdrehen. Ich hoffe, hier findet sich noch jemand mit Erfahrung bei Scheuchen. Ich weiß, dass es hier genug gibt :p

Auch wenn ich zwar keinen Rat habe, wollte ich dich wenigstens willkommen heißen.

LG Modde
 
  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #3
Herzlich willkommen :)

Ich hab selbst auch null Erfahrung mit Scheuchen, aber mir fällt spontan nur wegen dem Fressen ein: versuch ihm doch ein Stück Rohfleisch (Hühnchen, Pute, Rind, ect.) zu geben oder schau mal das du ausm Zoohandel so ne gefrorene Maus/Küken bekommst, vielleicht nimmt er ja wenigstens das?

Ansonsten würde ich ihn nach so ner langen Fastenzeit einsacken und beim Tierarzt checken lassen auf Dehydrierung und wenn nötig entsprechend was geben lassen, auf jedenfall was Appetitanregendes.

Hier sind alle Daumen gedrückt, das er bald mal was zu sich nimmt.
 
  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #4
Hallo! Lieben Dank für eure Antworten, wenn auch ohne Tipps, so hab ich mich dann etwas weniger allein gefühlt.
Kennt ihr das? Zum Beispiel, die Kinder müssten schon längst wieder zu Hause sein, erst vertröstet man sich, mit der Zeit schaut man immer häufiger zur Uhr und just in dem Moment, in dem man beginnt, alles abzutelefonieren, stapfen sie zur Haustür herein. So geht es mir jedenfalls ständig. Und Kiwi hat sich ebenfalls dran gehalten!
Abends beim Fernseh schauen hab ich die Tür zum Wohnzimmer wieder geöffnet, Kiwi hat wieder angefangen zu miauen, ich hab immer fleißig geantwortet, kurz durchs WoZi gehuscht, dann hat er sich mitten in den Durchgang gesetzt und hat angefangen, sich zu putzen. Und ich sag noch zu meinem Mann: jetzt wird alles gut!
Und tatsächlich, zwei Stunden später, Kiwi noch immer fleißig beim miauen, setzt sich ausgerechnet an den Futternapf, den ich fix als Türstopper genommen hatte, und fängt an zu essen! Das fand ich besonders erstaunlich, dass er die geschützt stehenden Futternäpfe ignoriert hat und quasi direkt vor mir gegessen hat!
Dann fing er an, besonders kläglich zu miauen, also hab ich mir das kleine Wollknäuel geschnappt und hab ihn ins Katzenklo mit Streu und Rindenmulch gesetzt und pischern lassen, habe mich wieder verzogen, kurz darauf höre ich es scharren.
Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, hat Kiwi weiterhin sehr, sehr fleißig mit mir erzählt und hat sich sogar ein paar Mal an der Couch, auf der ich saß, aufgestellt und hat an mir geschnuppert.
Scheinbar fühlt es sich für ihn besonders sicher an, wenn ich auf der Couch sitze, sobald ich die verlasse, hockt er sich wieder in eine Ecke und starrt mich verschreckt an. Da hatte ich aber vor einer halben Stunde auch ein Erfolgserlebnis: ich hab mit dem kleinen Wollknäuel auf dem Boden gespielt und geschmust (ich lege mich dazu immer platt auf den Boden), Kiwi hat sich dann in einem Meter Entfernung hingesetzt und hat sehr interessiert zugeschaut. Der Kleine ist dann auch mal Richtung Kiwi gewackelt, der saß dann stockesteif da, hat aber das Geschnuppere über sich ergehen lassen. So ganz geheuer ist ihm der Wackelzwerg noch nicht, aber Kiwi ist ein unglaublich lieber, kein Fauchen, kein Krallen oder sonstwas. Das wird also bestimmt toll werden, wenn der Zwerg bald noch mobiler wird.
Es steht dann jetzt übrigens fest, dass Clochard nach dem Tierklinikbesuch hier einziehen wird. Ich denke nicht, dass Kiwi dadurch einen Rückfall erleiden wird, eher wird es dann wohl Clochard helfen, wenn sie sieht, dass Kiwi hier frisst und auch immer entspannter wird. Mit den beiden zusammen wird es vielleicht ein wenig länger dauern, ehe sie ihre Scheu verlieren, aber der Kampfzwerg wird mir dabei bestimmt helfen! Und die beiden können dem Kleinen dann zeigen, sich wie eine Katze zu benehmen :-D
Jetzt bin ich nur noch gespannt darauf zu erfahren, ob Kiwi nun ein Mädel oder Junge ist.


Liebe Grüße, Tanja
 
  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #5
Guten Morgen :razz:

Na das ist doch erstmal klasse. Nach dem Motto "wenn man vom teufel spricht" :lol:.
Aber super, dass er gefressen hat. Da kann es ja jetzt nur besser werden :cool:

LG
 
  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #6
Wenn Kiwi endlich frisst, das ist doch schon mal gut. Wichtig wäre auch dass ihr die Mama unbedingt so schnell wie möglich in die Klinik bringt, lieber heute als morgen. Das mit der unterbrochenen Geburt hört sich überhaupt nicht gut an, das kann für Clochard lebensgefährlich werden.

Glaubst du denn, dass Clochard eine verwilderte Katze ist wenn sie noch so jung ist? Ich würde eher auf zurückgelassen, ausgesetzt oder entlaufen tippen.

Ansonsten finde ich es gut dass ihr nicht weg schaut.
 
  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #7
Hallo, wir konnten Clochard immer noch nicht einfangen :cry: Nachdem sie um die Lebendfallen einen riesengroßen Bogen gemacht hat, haben wir vom Tierarzt ein Sedierungsgel bekommen, das sie auch mehrfach angenommen hat. Aber obwohl sie mehr getaumelt als gegangen ist, haben wir sie einfach nicht einfangen können. Heute fährt mein Mann nochmal zur Tierklinik, um ein anderes Gel zu holen, dass die kleine Maus hoffentlich so richtig schachmatt setzt. Ihr Bauch sieht nämlich noch immer sehr dick aus und wölbt sich an den Seiten. Mittlerweile kann ich es mir zwar nicht mehr vorstellen, dass sie verstorbene Kitten in ihrem Bauch hat, damit wäre sie in der Zwischenzeit wohl schon tot gewesen, aber irgendwas stimmt mit ihr nicht. Drückt uns die Daumen, dass wir sie endlich einfangen. Das Mäuschen tut mir auch so leid, sie sucht auch noch offensichtlich nach Kiwi und wie gern würde ich ihr sagen, dass sie doch nur mit mir mitkommen muss, dann hat sie ihren Kiwi wieder.
Der taut übrigens immer mehr auf. Klar huscht er noch immer verschreckt davon, wenn sich jemand bewegt. Sein Rückzugsort ist das Fensterbrett in meinem Zimmer, da sitzt er auch in diesem Moment. Keinen halben Meter von mir entfernt und dennoch putzt er sich. Gestern hat er auch zum ersten Mal mit dem Minikater gespielt, Wange an ihm gerieben etc. Alles ein wenig ungeschickt und noch recht schreckhaft, aber das wird schon noch. Fressen tut er fleißig, leider geht er an Rohfleisch nicht ran, aber immerhin ist er ans Animonda Carny rangegangen, das ist auch okay.

Wegschauen kommt auch gar nicht in Frage, wir haben ja auch schon öfter als ein Mal Streuner zum Tierarzt gebracht, gefüttert, bis sie dann irgendwann nicht mehr kamen, und zweien, die offensichtlich Familienanschluss suchten, damals noch über die Luna Hilfe ein neues Zuhause gesucht und gefunden. Bei Clochard denke ich, dass sie zwar in der Nähe von Menschen aufgewachsen ist, aber keinen Anschluss hatte. Also zwar mitten im Dorf, aber noch nie gestreichelt oder so, was hier leider keine Seltenheit ist.

LG, Tanja
 
  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #8
Hey wie ist es euch noch ergangen? Ist mit der Katzenmama alles in Butter? Und wie gehts dem kleinen Kiwi? :)
 
  • Dringend! 5 Monate alter Wildling Beitrag #9
Hallo, ein kleines Update. Die Katzenmama, Clochard, hat sich allen Versuchen widersetzt, sie zu fangen. Sie ist noch immer unnatürlich dick, da die Geburt des Kleinen aber nun schon so lange her ist (26.09.), können wir ausschließen, dass sie tote Kitten im Bauch hat. Sie ist ja so auch topfit, sucht aber natürlich noch immer Anschluss. Wir lassen sie jetzt erstmal komplett in Ruhe, sie wird weiterhin gefüttert, sie hat auch einen hohen Karton mit vielen Decken als Schlafplatz in der Garage bekommen. Wir müssen einfach warten, bis sie von sich aus die Scheu verliert und evtl. mal im Karton bleibt, wenn Fütterungszeit ist. Sobald das der Fall ist, kommt schnell ein Deckel drauf, sodass wir sie dann wenigstens zum Tierarzt bringen können, vor allem zwecks Kastration. Aber das kann sich leider noch Wochen bis Monate hinziehen, weil sie durch die Einfangversuche verständlicherweise wieder etwas scheuer geworden ist. Aber immerhin ist sie nicht gegangen!

Kiwi geht es gut, er hat sich an ein Leben im Haus gewöhnt. Er mautzt nicht mehr und schaut erstaunlicherweise auch gar nicht mehr sehnsüchtig aus dem Fenster, er spielt mit unserem 6 Wochen alten Racker die wildesten Spiele und fressen ist gar kein Problem mehr. Scheu ist er noch immer. Sobald ich aufstehe, rennt er fix weg. Bleibe ich aber still sitzen, traut er sich sogar schon zu mir auf die Couch, wenn der Kleine da liegt. Aber nur, um ihn zu beschnuppern und Tatzenhiebe zu verteilen "Ey, nicht pennen! Ich will spielen!" :mrgreen: Ich gebe ihm auf diese Art und Weise noch Zeit bis ungefähr Februar, wenn es dann immer noch nichts wird, muss ich es mit zwangsstreicheln versuchen, weil er ja dann auch bald kastriert werden muss. Zumal ich das Gefühl nicht loswerde, dass er eigentlich eine Sie ist. Kämpfen tut Kiwi zwar auch, zieht wilde Verfolgungsjagden aber eindeutig vor und auch von der Statur her ist Kiwi eher klein und zart. Unsere anderen Kater sahen in dem Alter eindeutig anders aus!

Wir werden sehen :-D

LG, Tanja
 
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