Leberentzündung

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Die Leber gehört wie die Nieren zu den Schwachstellen einer Katze, besonders wenn es sich um alte Tier handelt.
Im Alter nehmen viele Katzen ab (sollten deshalb auch wenigstens einmal wöchentlich gewogen werden) und zu starke Abnahmen können die Leber erheblich belasten.

Ich berichte hier einmal über meine Erfahrungswerte mit Mäuschens Lebererkrankung.
Auch sie begann mit einer starken Gewichtsabnahme, obwohl die Organwerte im Blutbild nicht besorgniserregend schienen, eine nachfolgende Röntgenuntersuchung auch keinen tumorösen Hintergrund ergab.
Als dann aber eine Woche nach den Untersuchungen auch das Fressverhalten nachliess, wurden die Organwerte erneut geprüft und dieses Mal waren die Leberwerte alarmierend schlecht, es lagen nur knappe 14 Tage zwischen den beiden
Blutbildern, man sollte also bei starkem Gewichtsverlust nie nur einer Untersuchung vertrauen und auch keine Zeit vérgehen lassen, wenn keine Besserung eintritt.
Diagnostiziert wurde eine Leberentzündung und eine Anämie, ein recht bedrohlicher Zustand für ein altes Tier.
Behandelt wurde mit Depotcortison zum Appetitanregen, und alle zwei Tage mit Injektionen (Hepar com., Hepar Heel, Flor die piedra und Amynin).
Dazu wurde Mäuschen stündlich gefüttert (anfangs mit einer Spritze) und die Futterauswahl stand zuerst unter dem Aspekt egal was, Hauptsache es wird gefressen und somit waren sowohl Kittenfutter, Hipp reine Fleischnahrung, frisches Rinderhack, Kondensmilch und Sahne im Programm, während Trockenfutter absolut tabu war.
Die Fütterung mit der Spritze war nur 2 Tage notwendig, dann hatte sie bereits wieder Kraft vom Teller zu fressen, aber Zwangsernährung muss sein, wenn ein Tier nicht selbst frisst, bei einer Lebererkrankung hängt das Leben davon ab, das gefressen wird.
Gute Erfahrung habe ich mit Herrmanns Biofutter 85gr Pochebeutel als tägliche Ergänzung zum anderen Futter gemacht, es powert wirklich gut.
Nach einer Woche habe ich im 2-Stundentakt gefüttert, bis sie wieder selbst zum Futternapf ging, und die 2x wöchentliche TA Behandlung dauerte 5 Wochen.
In dieser Zeit hatten wir eine Gewichtszunahme auf 2,8kg und das erneute Blutbild zeigte deutlich verbesserte Leberwerte sowie keine amämischen Werte mehr.
Inzwischen wurde die ärztliche Behandlung auf 1x wöchentlich, dann 1x 14-tägig gesenkt, aber ergänzt durch eine tägliche Tablette Planta Hepar, die auch in Zukunft weiter gegeben wird.
Mäuschen wiegt nun wieder 3kg, was für eine alte Katze ein recht gutes Gewicht ist, und ich hoffe die nächsten Leberwerte werden noch besser sein.
Es ist ein anstrengender Weg, denn ohne intensive häusliche Pflege reicht auch die ärztliche Behandlung nicht aus, und es ist ein teurer Weg, die Leber ist zwar regenierfähig, aber die ärztliche Behandlung wird Monate dauern.
Zu schaffen ist es aber allemal, ein guter TA, der auch sorgfältig diagnostiziert und ein Mensch, der sich intensiv kümmert sind die beste Voraussetzung auch eine schlimme Lebererkrankung zu meistern
 
12.11.2013
#1
A

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Gast

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