Hallo realpennylane,
an deiner Stelle würde ich mit dem Tier sofort morgen zum Tierarzt gehen. Nach dem, was du über ihre Vorgeschichte erzählt hast, weiß man nie. Die Zuckungen könnten auf eine Erkrankung oder Verletzung hindeuten. Außerdem sollten die Augen nicht verschleimt aussehen. Meine Kätzin hat zwar ein durch einen verstopften / missgebildeten Tränenkanal bedingt tränendes Auge, aber kein verschleimt aussehendes. Das Auge an sich ist klar.
Die bisherigen Impfungen sollten in einem Impfpass stehen, der dir mit dem Tier ausgehändigt wurde. Solltest du keinen erhalten haben, wäre eine Grundimmunisierung ratsam. Für Wohnungskatzen reicht die "ewig" aus. Vorher muss jedoch sicher sein, dass das Tier gesund ist. Auch auf Parasiten, wie z. B. Würmer würde ich sie untersuchen lassen. Dafür benötigst du eine Kotprobe, die du über drei Tage sammelst (kleines, sauberes Schraubglas).
Langhaarkatze? Das Bürsten kann man vorsichtig üben, ganz leicht beim Streicheln und "schönfüttern". Aber gaaanz langsam angehen. Manche Katzen lassen sich das Bürsten gefallen, meiden dann aber die Person, die ihnen so zu Felle geht. Das Reinigen der Augen muss wohl sein. Kannst du sie dabei etwas ablenken, mit einem Leckerchen z. B.? Und dann ganz vorsichtig. Wenn sie zuckt, sofort zurückziehen, später weiteren Versuch starten. Und immer ganz langsam und vorsichtig, nie der Katze in die Augen schauen.
Ansonsten empfehle ich viel Geduld. Lass die Katze auf dich zukommen, bedränge sie niemals, berühre sie nur so lange, wie sie es freiwillig mitmacht. Beim geringsten Anzeichen, dass sie nicht mehr mag, lass sie gehen. Versuche einmal, sie mit dem Handrücken zu streicheln. Manche Katzen ziehen das vor, ist wohl weniger "aggressiv".
Was der Tierarzt dir verkauft, liegt in deiner Entscheidung. Höre dir an, was er empfiehlt, lass ihn die Empfehlungen begründen/erklären. Meine Tierarzt erklärt mir immer, warum sie eine Behandlung oder ein Medikament für ratsam hält. Wir wägen dann gemeinsam Vor- und Nachteile ab.