Verhalten grenzt an Mobbing-Kater macht Neuankömmling fertig!

golomkies

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Hallo ihr Lieben.

Ich hatte diese Thematik eigentlich schon im Neuankömmling-Threat erwähnt, doch mittlerweile weiß ich zuhause einfach nicht mehr weiter und brauche dringend Hilfe, deshalb habe ich zu diesem Thema einen eigenständigen Thread eröffnet.

Mein Problem:

Wir besitzen einen Kater namens Bolek - er ist jetzt knapp acht Monate alt, Exotic Shorthair-Kater und kastriert. Vor etwa zwei Wochen haben wir uns dazu entschieden, eine Zweitkatze dazuzuholen. Also haben wir einen Perserkater namens Tommy dazu geholt. Tommy ist 14 Monate alt, Perser-Kater und auch kastriert.

Nachdem bei uns die langsame Zusammenführung in der Wohnung total in die Hose ging ( da wir Bolek unabsichtlich mit Tommy zusammen in ein Zimmer gesperrt haben und es uns erst nach zwei Stunden
aufgefallen ist, konnten wir Bolek nicht mehr von Tommy trennen, denn dann ging immer wieder stundenlange Kratzerei an der Türe los, bis wir uns entschieden haben, die Türe einfach aufzulassen ). Die ersten paar Tage hat Bolek den neuen Kater immer wieder angeknurrt und angefaucht ohne Handgreiflich zuwerden, als Tommy ihm näher kam. Nach einiger Zeit beruhigte sich dies und die Laute ließen nach.
Wir dachten nun, dass die beiden (vielleicht Nachts) einen Streit hatten und die Rangordnung nun geklärt sei ( denn Toiletten und Näpfe wurden gemeinsam benutzt) doch da lagen wir falsch.

Nun stellte sich heraus, dass der Neueinzug ständig gemobbt wird. Bolek läuft ihm ständig nach, lässt ihn nicht in Ruhe auf die Toilette gehen, weshalb auch ständig Kot im Badezimmer herumliegt. Wir wissen jetzt dass es an Bolek liegt, denn wenn wir gemerkt haben, dass Tommy auf Klo muss, haben wir Bolek hin und wieder zurückgehalten. Wenn Tommy dann ungestört ist, dann macht er auch alles fein in die Toilette. Doch leider bekommen wir dass ja nicht immer mit, vor allem Nachts. Wenn beide zusammen sind, dann setzt sich Bolek direkt vor die Toiletten, als ob er Tommy den Zugang verweigern möchte.

Leider weiß ich keinen Rat mehr, da Bolek sich richtig wehrt, wenn man ihn hindert Tommy zu folgen. Tommy tut mir auch leid - man merkt dass er richtig Stress hat. Vor allem "stinkt" er auch richtig nach seinen Ausscheidungen.
Heute morgen wurde ich Zeuge davon, dass Bolek ihn, während er sein Geschäft auf dem Fließenboden erledigt hatte, angriff. Ich habe zu spät geschaltet - Tommy war von oben bis unten voller Kot und hat es auch noch in der Wohnung verteilt. Musste ihn erst einmal sauber machen und dabei hab ich gemerkt, dass er es richtig genoss mal ungestört mit mir allein zu sein. Danach hat er sich wieder von Bolek eine gefangen. Bolek folgt ihm mittlerweile auf Schritt und Tritt und beobachtet ihn ständig.

Wir versuchen schon Bolek mehr Aufmerksamkeit zu schenken -aber das ist nicht gerade einfach.

Vielleicht könnt ihr mir helfen und mir Tippy geben oder ist das Verhalten normal, da Tommy erst zwei Wochen bei uns ist.
 
05.01.2014
#1
A

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Jubo

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Hallo golomkies,

ich würde die beiden ab jetzt trennen und noch einmal mit einer langsamen Zusammenführung beginnen. Also, zurück auf Start.

D.h., unbedingtes Separieren, Gerüche austauschen. Später mit einer Gittertür arbeiten.

Die momentane Situation ist nicht haltbar, und ich schätze sie ernst ein. Klomobbing ist immer ein höchstes Alarmzeichen. Es ist ungewöhnlich, daß 2 kastrierte junge Kater derartige Kämpfe ausfechten, aber auch das kommt vor.

Tommy braucht nun unbedingt Rückzug und Sicherheit vor Bolek, bevor sich da ein Gefüge manifestiert, das nicht mehr zu korrigieren ist.

Gruß
Jubo
 
Miye

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Ich würde die beiden sofort trennen.
Es kann nicht sein das Tommy solche Angst haben muss. Am besten baut ihr in einem Zimmer eine Gittertüre ein und fangt nochmals eine langsam Zusammenführung an.
Danach würde ich auch mehrere Kaklos verteilen, dann kann Tommy auch eher mal alleine aufs Klo.
Es ist auch wirklich wichtig das du Bolek bevorzugst. Spiele mit ihm das lenkt ihn auch ein bisschen ab.
Ich wünsch euch aber auf jeden Fall viel Glück.
 
S

Shaheena

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Ich rate dasselbe wie meine Vorredner.
 
Smurf

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Hi!

Ich würde die Beiden auch trennen. Die Kastra von Bolek ist ja auch noch nicht so lange her und da müssen sich die Hormone auch erst einmal 'beruhigen'.
 
golomkies

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Das mit den Katzentoiletten ist so eine Sache, denn wir haben nun in jedem Raum eine Toilette stehen und dennoch kann er nicht in Ruhe auf Klo gehen. Tommy hat jegliche Möglichkeiten, sich Toilette eine auszusuchen. Nur das Problem ist eben, sobald Bolek hört, dass Tommy in der Toilette ist ( Das Knirschen vom Streu), dann läuft er wie ein verrückter los.

Zum Thema Trennen : Ich habe jetzt mehrfach im Internet gelesen, dass man das nicht machen sollte, da der Stresspegel der beiden dadruch steigen kann. Da sich der Erstkater quasi in seinem Revier eingeschränkt wird und er eben denkt, dass der Zweitkater dafür Schuld ist und er deshalb so reagiert. Die beiden wissen ja ganz genau, dass sich hinter der Tür ja, der andere befindet. Bolek lässt sich das auch nicht gefallen, er hat schon die ganze Wohnzimmertüre zerkratzt, weil er unbedingt in das andere Zimmer wollte.

Bolek wirkt jedes Mal richtig sauer, wenn man ihn mal ausperrt, damit Tommy mal seine Ruhe hat. Bei Tommy ist es das selbe, ihm gefällt es ja auch nicht ganz alleine zu sein und ist heil froh, wenn die Türe wieder aufgemacht wird und er wieder raus kann. Außerdem kratzt er auch schon an der Tür, damit wir sie wieder auf machen.

Meint ihr wirklich es ist so schlimm, denn fressen können sie gemeinsam. Da sitzen sie nebeneinander und es passiert nichts.
 
Labiae

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Kann es sein dass es was organisches ist? Oft "mobben" Katzen kranke Katzen, weil sie sie als schwach ansehen. Sie merken das oft schon, bevor die Katzen Symptome zeigen.
 
Miye

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Wenn eine Katze nicht mehr aufs Klo kann und nachher voller Kot ist musst du sie wirklich trennen. Das heisst das Tommy wirklich Angst vor Bolek hat und das wird auch nicht besser.
Ich würde Tommy in ein Zimmer sperren und ihn mal ein paar Tage zu Ruhe kommen lassen. Dann baut ihr am besten eine Gittertüre.
So können sie sich sehen und beschnuppern ohne das was passiert. Wenn sie dann keine Streitereien mehr haben kannst du sie langsam wieder zusammenlassen.
Wenn du sie jetzt immer wieder kurz trennst oder Bolek einsperrst machst du alles nur schlimmer.
 
golomkies

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Was uns noch aufgefallen ist :

Da Tommy in einem relativ schlechten Fellzustand zu uns gekommen ist ( Er war von Oben bis unten - vor allem am Hintern und unter dem Bauch ) stellenweise bis auf die Haut verfilzt, haben wir ihn geschoren. Als er eben durch sein Fell nicht mehr so wuchtig aussah , fing das Verhalten von Bolek an.

Zudem muss ich dazu sagen, dass sie hin und wieder doch auf unserem Bett gemeinsam schlafen ( zwar 30 - 40 cm auseinander) aber sie liegen nebeneinander bei uns.

Das größte Problem ist eben die Sache mit der Toillette. Tommy pinkelt rein, nur der Kot landet ( wenn Bolek dabei ist ) vor der Toilette oder mitten im Bad. Ich habe jetzt mal Probeweise einen großen Katondeckel auf die Toilette gemacht ( quasi wie eine Haube ) um zu sehen, ob sich Tommy dadurch etwas wohler fühlt, obwohl Bolek mit im Bad ist.

Wenn die beiden mit mir in der Küche sind, da können sie auch direkt nebeneinander sitzen ( sie berühren sich sogar und riechen beim anderen am Kopf ) und warten. Als Bolek gestern gegessen hat, kam Tommy und hat ihn am Hinterteil geputzt.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie ich das deuten soll.

Es ist alles ganz komisch - Mal ist die Stimmung so und dann wieder ganz anders.
 
S

Shaheena

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Ja, zu trennen ist in diesem Fall weniger Stress, als nicht zu trennen. Tommy muss sein selbstbewusstsein wiederfinden und Bolek muss sich daran gewoehen, dass Tommy nun da ist. Die reine anwesenheit von Tommy hinter einer Gittertuer wird ihn desensibilisieren, irgendwann ist es normaler und langweiliger, dass er da ist. Im moment sieht er sofort rot, wenn er Tommy sieht. Dass soll sich alles ja nicht so einpraegen. Es hat sich schon sehr hoch geschaukelt. Diesen zirkel musst du jetzt erstmal unterbrechen, damit eine Chance geschaffen wird, dass sie sich nochmal neu kennenlernen koennen.

Zum thema fressen. Das sagt leider nichts, weil beide in dem Moment einfach ans Fressen denken.
 
Smurf

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Ich habe gerade gelesen, dass Tommy ja auch erst kurz vor seinem Einzug bei euch kastriert wurde. Bei dem Verhalten (diesem Auf-und Ab) kann es sicherlich auch mit der Hormonumstellung der Beiden zu tun haben. Die wissen wahrscheinlich selber grad nicht, was los ist ;-). Und Kot ist ja auch ein Weg zu Markieren...
 
36 Pfoten

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Da Tommy in einem relativ schlechten Fellzustand zu uns gekommen ist ( Er war von Oben bis unten - vor allem am Hintern und unter dem Bauch ) stellenweise bis auf die Haut verfilzt, haben wir ihn geschoren.
..und außerdem hattest Du irgendwo noch geschrieben, er "stinkt" nach seinen Ausscheidungen. Klingt ja nicht gerade nach einem schönen vorherigen Zuhause.:-(

Von daher würde ich ihn erstmal einem TA vorstellen, sofern das noch nicht geschehen ist.

Kränkelnde Katzen oder die gesundheitlich eben nicht ganz auf der Höhe sind, werden ja leider oft gemobbt.
 
golomkies

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Das mit dem Revierverhalten haben wir uns auch schon überlegt, aber müsste Tommy das dann nicht grundsätzlich machen? Er macht das ja wirklich nur, wenn Bolek mit im Bad ist. Tommy benutzt auch immer nur die Toiletten im Bad um Kot abzulegen. Die anderen Toiletten benutzt er nur zum Pipi machen, aber im Bad möchte er grundsätzlich sein großes Geschäft erledigen.
Wer weiß ob das noch mit den Hormonen zusammen hängt.

Das mit dem Trennen ist halt bei uns in der Wohnung nicht so einfach. Wir haben zwar eine Drei-Zimmer-Wohnung, aber ein Raum fällt da nunmal weg. Mein Mann und ich rauchen und wir wollten, seitdem Bolek bei uns ist, ihn nicht dem Zigarettenqualm ausliefern, deshalb haben wir einen Raucherraum eingerichtet, mit einem großen Fenster, dass auch trotzdem der Qualm direkt rausziehen kann. Wenn wir im Raum sind, kann Bolek zwar mit rein, aber wenn wir raus gehen, muss er auch raus ( das gleich gilt natürlich für Tommy). Er darf nicht alleine rein, da das Fenster immer offen ist, damit es nicht zu sehr nach Zigaretten riecht.

Dann bleiben nur noch Schlafzimmer und Wohnzimmer übrig und die beiden in den beiden Räumen zu trennen ist gar nicht so einfach. Es ist ja gerade der Mist - Wir können ja Bolek nicht aussperren, wenn wir abends ins Schlafzimmer ( wo wir zu Beginn Tommy untergebracht haben) gehen. Bolek durfte ja auch immer mit ins Bett - da kann er doch erst recht eifersüchtig werden oder nicht ( wenn er zum Beispiel nicht zu uns kann.)

Beim Tierarzt waren wir mit Tommy schon - Hat auch alles noch einmal untersucht ( sogar Ultraschall und Blut ) und er ist völlig gesund.
( Nach unsere Vorgschichte mit Bolek war es uns wichtig, direkt mit Tommy zum Tierarzt zu gehen und alles abzuklären)
 
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. Mein Mann und ich rauchen und wir wollten, seitdem Bolek bei uns ist, ihn nicht dem Zigarettenqualm ausliefern, deshalb haben wir einen Raucherraum eingerichtet, mit einem großen Fenster, dass auch trotzdem der Qualm direkt rausziehen kann. Wenn wir im Raum sind, kann Bolek zwar mit rein, aber wenn wir raus gehen, muss er auch raus ( das gleich gilt natürlich für Tommy). Er darf nicht alleine rein, da das Fenster immer offen ist, damit es nicht zu sehr nach Zigaretten riecht.
Durfte Bolek denn vorher uneingeschränkt in diesen Raum?

PS: vergiss es, falsch verstanden, sorry

Aber trotzdem noch ein Gedanke: könnte man dieses Fenster nicht irgendwie katzensicher machen, so dass die Kerlchen das Zimmer auch noch zur Verfügung hätten? Zudem auch noch ein Platz am geöffneten Fenster, da freut sich jede Katze drüber. Ein ganzes Zimmer nur als "Rauchersalon" ist ja fast schon Luxus..
 
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golomkies

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Nein, beide durften von Anfang an nur mit uns gemeinsam in den Raum (sowohl Bolek und als Tommy zu uns kam, galt für ihn von Anfang an das gleiche). Ansonsten ist die Türe zu.
 
heinrich-brucht

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Zunächst eine Anmerkung:
Adolph marschiert jeden Abend hinaus, um sich mit mindestens einem anderen Kater zu treffen und das Fell zu zerkratzen. Mobbing würde ich das nicht nennen. Eher Freizeitbeschäftigung.
Wenn ich dies verhindern wollte, so würde Adolph zuerst Theater machen, dann versuchen, die Tür selbst zu öffnen, dann versuchen, ein Fenster zu öffnen und dabei die Gardienen herunterreißen.

Nun eine Frage:
Wie benehmen sich die beiden denn, wenn sie draußen sind bzw. wie oft und wie lange möchten sie draußen sein?
 
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Nein, beide durften von Anfang an nur mit uns gemeinsam in den Raum (sowohl Bolek und als Tommy zu uns kam, galt für ihn von Anfang an das gleiche). Ansonsten ist die Türe zu.
Ich würde das Fenster sichern, in diesen Raum einen neuen Kratzbaum stellen und neues Spielzeug legen, was beide noch nicht kennen (und deshalb beide verunsichert sind) und dann vor allen Dingen nicht mehr jeden Schritt und Tritt der beiden so akribisch beobachten und etwas ruhiger werden;-)

Nicht böse sein, aber irgendwie erscheint es mir, als ob Du bei jedem Faucher der beiden extrem nervös wirst und "dazwischengehst". Kann das sein?
 
Labiae

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heinrich-brucht, es geht uns hier auch nicht darum, dass Kater gern raufen - das ist allgemein bekannt. Aber wenn einer der Kater deshalb so ciel Angst hat, dass er unrein wird und nicht mehr in Ruhe aufs Klo gehen kann, dann ist das nicht mehr normal.

golomkies, dass dein Tommy großes und kleines Geschäft auf verschiedenen Toiletten macht, hat nichts mit Hormonen zu tun, das machen viele Katzen gern. Deshalb wird ja auch empfohlen, immer ein Klo mehr als Katzen zu haben.

Ich fände die Idee von 36Pfoten gut, das Fenster Katzensicher zu machen. Es gibt Fenstergitter, die stabil genug sind, um Katzen zu halten, und dann könnte man die beiden räumlich trennen und trotzdem Bolek genug Platz lassen.
 
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Ich fände die Idee von 36Pfoten gut, das Fenster Katzensicher zu machen. Es gibt Fenstergitter, die stabil genug sind, um Katzen zu halten, und dann könnte man die beiden räumlich trennen und trotzdem Bolek genug Platz lassen.
Mein Gedanke war eigentlich eher, dass beide gleichzeitig etwas "Neues" haben und beide erstmal verunsichert sind. Das schweißt solche "Feinde" oft zusammen;-)
Ein Frischluftplätzchen entspannt auch oft die ganze Situation, wenn sie spannende Eindrücke von draußen mitbekommen.
 
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kater vertragen sich nicht verhalten korrigieren

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