• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

FIP Diagnose etwas verwirrend

C

chirpy

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Liebe Katzen-Liebhaber,

meine Mama hat Anfang November zwei Bauernkatzen adoptiert. Lilli und Maxi waren zu dem Zeitpunkt vermutlich 10 – 12 Wochen alt. Also sind sie jetzt vermutlich 5 Monate. Außer den üblichen Läusen und Würmern waren die beiden fit, wurden gleich vom Tierarzt aufgepeppt und durften dann ein riesiges Katzenparadies mit noch größerem Garten beziehen. Die einzige Info: Eine der beiden hatte wohl schon immer etwas Verdauungsschwierigkeiten (sie sind beide kohlenschwarz, die Bauern konnten sie deshalb nicht unterscheiden) und sie bekamen bis dato nur Felix-Trockenfutter und zwar kein kittengerechtes.

Mitte November bin ich dann extra nach Hause geflogen, um die beiden kennenzulernen und sie zum Impfen zu begleiten. Bereits da ist mir aufgefallen, dass Lilli einen dicken Bauch hat und unter Verstopfung zu leiden scheint. Sie war zwar putzmunter und hat viel gespielt, aber manchmal hat sie sich zum schlafen etwas verzogen, um ehrlich zu sein so, wie wir Menschenmädels eben auch, wenn wir mal Verdauungsschwierigkeiten haben. Damals hat uns der Tierarzt noch beruhigt und meinte ein paar Tropfen Milch sollten das Problem lösen. Sie wurden dann beide geimpft, entwurmt und gechipt und dann passierte das, was eigentlich nicht passieren sollte: Die beiden Wesen, vor allem aber Lilli, haben sich daraufhin tagelang übergeben und hatten teilweise Durchfall, was dann aber vom Tierarzt auch begleitend behandelt wurde.

Ein paar Tage später war der Spuk aber vorbei und erst mal alles normal.

Nun kam ich kurz vor Weihnachten wieder heim und mir viel sofort auf, dass der Bauch von Lilli weiterhin dick ist und die kleine auch noch immer wie eine Babykatze aussieht, während ihre Schwester bereits eine kleine Teenagern zu sein scheint. Also wieder zum Tierarzt. An diesem
Tag mussten wir eine Stunde warten, worauf hin unsere Katzen aus Aufregung beide zu hecheln begannen. Als wir dann dran waren hatte Lilli natürlich gute 39 Grad, was mich aber nicht verwunderte, wegen dem Stress. Was besorgniserregender war: Maxi wog bereits 2 kg, Lilli lag noch immer bei 1,5 kg. Der Tierarzt meinte dann dass sähe arg nach FIP aus, wir sollen am nächsten Tag noch mal VOR der Sprechstunde zum fiebermessen kommen, um die Aufregung zu vermeiden.

Am nächsten Tag hatte sie dann kein Fieber und nach langem Rumüberlegen und einer Ultraschalluntersuchung, die ergab, dass Lilli einen völlig vollgefüllten Darm hat, aber keine Wassereinlagerungen außerhalb des Darms, meinte der Tierarzt es könnten auch (ich glaube) Giardien sein, die man mit einer 5-tägigen Kur behandeln könnte. Ich habe das dann im Internet recherchiert und ALLE Symptome haben 1A dazu gepasst. Bereits am Abend konnte man sehen, dass ihr Bauch etwas dünner wurde, die Tage darauf war der Bauch annähernd normal schlank und sie schien auch wieder erleichtert zu sein. Wir haben uns sogar eingebildet, dass sie 2 cm gewachsen wäre. Danach haben wir dann eine Stuhlprobe abgegeben, deren Ergebnis heute kam. Der Tierarzt sagt nun es wäre doch der Coronavirus!

Zu Lilli an sich:
Sie ist eine sehr fröhliche, liebe und liebesbedürftige Katze. Sie spielt und schläft nicht mehr und nicht weniger wie Maxi. Die beiden leben wie schon erwähnt in einem großen Haus und fetzen wie wild durch die Gegend, jagen sich, jagen alles was sich bewegt, springen herum und schlafen dann todmüde beide ein. Sie gehen schon beide in den Garten und klettern fleißig Bäume hoch- und runter. Der Garten ist riesig, wir haben also nachts viel Laserpointerspaß :)

Wenn ich zuhause bin, krabbelt Lilli nachts zu mir ins Bett und möchte sich so eng wie möglich an mich legen, am liebsten auf mir drauf schlafen, oder zumindest ihr Köpfchen auf meine Wange legen. Sie ist fast so flink wie Maxi, aber durch ihre Größe bedingt seltener der Sieger im Spiel. Sie geht jeden Tag ganz oft in den Garten und hat sich sogar an Silvester das Feuerwerk vom Wintergarten aus angesehen. Sie ist also total entspannt. Nur wenn der Gärtner kommt sitzt sie ganz aufgeregt hinter dem schützenden Fenster :)

Sie frisst nach wie vor wie ein Scheunendrescher, immer mehr als ihre Schwester. Sie frisst auch alles gern, hauptsächlich bekommt sie Nassfutter, ein Schälchen mit Trockenfutter steht aber immer bereit und meine Mama lebt allein, deshalb gibt es auch das berühmte "2. Frühstück" mit Schinken. Und sie pupst immer mal wieder fröhlich vor sich hin (um sie herum liegt manchmal so eine kleine Duftwolke :). Wenn man sie hochhebt hat sie keine Schmerzen, man kann sie kraulen und tragen und alles mit ihr machen. Ihr Bauch grummelt halt immer mal etwas vor sich hin, vor allem wenn man sie krault. Momentan zahnen beide Katzen, aber das scheint ihnen keine Probleme zu bereiten.

Irgendwie kommt mir diese Diagnose deshalb etwas verwirrt vor. Müsste sie nicht schon längst (den Bauch hat sie ja seit min. Mitte November) in der Ecke liegen uns sich nicht mehr rühren, geschweige denn fressen? Sollte man sie nicht lieber doch noch mal auf andere Krankheiten untersuchen, falls sie vielleicht doch etwas hat, was man behandeln kann/muss? Der TA meint es gäbe bei Katzen in dem Alter halt nicht viele Möglichkeiten, was sie haben könnte, deshalb vermutet er FIP.

Der Plan meiner Mama ist nun morgen noch mal zum Tierarzt zum Fiebermessen und so lange es ihr so gut geht wie jetzt ganz normal weiter machen. Wenn es dann schlechter wird kann man sie anscheinend noch ein wenig behandeln und wenn es dann nicht mehr geht, dann würde sie sie einschläfern lassen.
Der Tierarzt meinte man sollte 2 mal die Woche Fieber messen, meine Mama kann das aber nicht, deshalb möchte sie nun 2 mal die Woche zum Tierarzt fahren, ich würde ihr das am liebsten ausreden, denn der Stress ist ja noch schlimmer für die Kleine und ändern würde das doch auch nichts mehr, oder?

Unser Tierarzt ist eigentlich ganz gut. Er macht keine unnötigen Untersuchungen (verlangt auch nie viel Geld für die Untersuchungen), schätzt die Situationen immer sehr ausgewogen zwischen "was ist nun nötig" und "was stresst die Katze nur unnötig" ab, man kann jederzeit zu ihm kommen und bei unserem Tiger ist er sogar zu uns nach Hause gekommen, als wir ihn einschläfern lassen mussten. Ich hab nur manchmal den Eindruck, dass er mit seinen vielen kleinen Haustieren, die er täglich untersucht, manchmal etwas unfokussiert ist.

Ich weiß, dass keiner von euch Diagnosen stellen kann, aber vielleicht habt ihr Erfahrungen mit FIP und den Symptomen dazu und könnt diese mit mir Teilen, vokalem im Bezug darauf, dass sie so einen fitten fröhlichen Eindruck macht.

Ich bin gerade so traurig, die Kleine ist so hübsch, sie hat bernsteinfarbene Augen und ein wunderschönes Gesichtchen. Ich würde so gerne sehen, wie sie aussieht, wenn sie erwachsen ist. Sie ist so unglaublich nett und lieb und zärtlich, sie passt einfach perfekt zu uns …
 
10.01.2014
#1
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C

chirpy

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Hier noch ein paar Fotos von ihr, damit ihr einen Eindruck bekommt. Auf einem sieht man auch ganz gut, dass sie um den Hals etwas zu dünn und auch etwas kleiner als ihre Schwester ist.
 

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Leviria

Leviria

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jetzt muss ich nochmal genau fragen:

Es wurde ein Ultraschall gemacht, welches einen vollen Darm ergab. Ohne Kotprofil wurde gegen Giardien behandelt und dann erst ein Kottest gemacht, welcher erhöhten Corona aufwies, aber keine Parasiten/giardien mehr?

Und welche Symptome hat die Maus jetzt genau? "nur" fiesen Pups und Magen/Darmgrummeln?


Mein Bauchgefühl sagt mir persönlich das hier nix nach FIP schreit, eher nach angeschlagener Darmflora gepaart mit schlechten Futter welches nochmal den Darm strapaziert und ihm nicht die Möglichkeit gibt, sich langsam wieder aufzubauen.

Das sie kleiner ist und frisst wie ein Loch klingt ebenfalls nach Parasiten, die ihr die Nährstoffe im Körper "vor der Nase klauten" und sie so sich nicht voll entwickeln konnte. Würmer reichen dafür schon aus.

Wie genau lautet denn der Kotbefund? Wurden auch vorkommende Bakterien getestet? Daran erkennt man ob der Darm genügend Gute Darmbakterien hat und hoffentlich keine schlechten.

Ich würd als ersten Schritt dringend das Futter wechseln und ihr hochwertiges Nassfutter geben, soviel sie will. Sie hat ja einiges nachzuholen.
Die Pupserei kann vom Trockenfutter kommen, vom Schinken oder minderwertigen Nafu.

Trockenfutter sollte gänzlich gestrichen werden für beide als Mahlzeit und nur ein leckerlie sein. Und dann eben nafu ohne Getreide und Zucker geben mit hohem Fleischanteil. Im Tierfuttergeschäften gibt es Animonda, Real natur, Select gold, Bozita (führt aber oft zu Weichpups) und noch Bioplan und Granatapet.

Wenn deine Mutter auch bestellen würde, wäre natürlich Mac´s , Omnomnom und viele andere super. Die gibts teilweise auch in 800gramm Dosen, perfekt für Kitten. Da sieja noch fressen wie kleine löcher ^^ (ja da können mal gern 400-800gramm pro nase pro Tag draufgehen)

Kittenfutter benötigen sie nicht wenn sie hochwertiges Nafu in ausreichender menge bekommen.

Und zu fett werden sie auch nicht. Sie sehen manchmal aus wie tennisbälle mit Beinen, aber beim nächsten Wachstumsschub ist das wieder weg und ab 1-1,5 Jahren pendelt sich die Futtermenge von selbst ein (meist so auf 250-300gramm, je nachdem wie hochwertig das futter ist)
 
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chirpy

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Liebe Leviria,

vielen Dank für deine fixe Antwort. Deine Anmerkungen sind Gold wert, das werde ich alles weiterleiten.

Ja, das hast du richtig verstanden, es lagen diese beiden Vermutungen (FIP und diese Einzeller) im Raum und der Tierarzt meinte dann er könnte auch erst die Kotprobe machen und dann die Behandlung ansetzen, aber das würde keinen Unterschied machen, man könnte also auf gut Glück erst die Behandlung gegen die Parasiten machen und dann noch mal den Kot einschicken. Blutabnehmen will er momentan noch nicht, weil sie noch so klein ist, deshalb vorerst die Kotprobe. Mir fällt auch grad noch ein, dass er den Tag vorher noch diese Wurmkur auf den Nacken verabreicht hatte, sie wurde also schon minimum 2 mal entwurmt. Die Ultraschalluntersuchung hat er gemacht, weil ich darum gebeten habe (wir haben das mit festhalten und Mittelscheitel gelöst, das ging ganz gut). Denn es ging ja ursprünglich um den dicken Bauch und ich meinte immer, dass er sich für mich nicht nach Wasser anfühlt, sondern nach Organen und gefüllten Darm und dachte, wenn man sieht, dass es kein Wasser ist, das den Bauch so aufbläht, dann wäre das ja ein Indiz dafür, dass das Symptom "dicker Bauch" in dem Fall NICHT weiter auf FIP bezogen werden muss. Verstehst du was ich meine?

Das Felixtrockenfutter hat die Kleine von den Bauern bekommen. Meine Mama füttert momentan nur hochwertiges Futter aus dem Tierfachgeschäft und wir haben uns auch lange beraten lassen. Allerdings legt sie noch Trockenfutter bei, ich hab ihr auch schon gesagt die vielen Kohlenhydrate würden Parasiten noch mehr nähren, aber sie wollte sichergehen, dass sie tagsüber, wenn sie weg ist nicht verhungern :) Ich werd ihr deine Futtertipps nun noch mal nahe legen. Den Schinken hab ich ihr schon bei unseren Katern versucht auszureden, das ging so weit, dass die beiden Strolche wenn ich zu Besuch war im Umkreis von 3 Metern um den Frühstückstisch geschlichen sind, weil sie wussten, dass es nix gibt, wenn ich da bin. Aber wenn ich weg bin gehts wieder weiter. Sie wohnt alleine und findet es eben irgendwie tröstlich, wenn die Katzen morgens rechts und links neben ihr sitzen und mit ihr gemeinsam essen. Ich weiß nicht, ob ich ihr das je ausreden werden kann.

Ich bekomme die Informationen ja immer nur aus zweiter Hand, aber heute hat sie nur mit dem Arzt telefoniert, morgen fährt sie dann hin, ich sag ihr sie soll noch mal nach den Informationen fragen, die du auch gerade erfragt hast.

Symptome sind momentan dieser immer mal wieder dicke feste Bauch im Gegensatz zu dem viel zu dünnen Hälschen und die Pupserei. Manchmal etwas hellerer weicherer Kot und manchmal etwas dunklerer fester Kot (aber mittlerweile regelmäßig und auch immer eher zu viel als zu wenig) und die 500 g zu wenig Gewicht. Dieses einmalige Fieber (da lag vor uns ca. ne Stunde lang ein Hund, der dramatisch schnell gehechelt hat und riesig war, das hat die beiden echt gestresst, Maxi hatte die selbe Temperatur). Manchmal ist ihr Fell etwas strubbelig, aber meist ist es ganz seidig und schön glänzend. Sie ist ein klein wenig ruhiger und vorsichtiger als ihre Schwester, aber nicht so, dass es groß beunruhigend wäre, sondern einfach etwas anders vom Charakter. Und nun eben dieser Fund im Kot.

Ich war heute morgen echt so erschrocken, aber um ehrlich zu sein, es sind ja nicht unsere ersten Katzen, man beobachtet sie ja immer (ich war jetzt 2 1/2 Wochen bei Ihnen und hab mich fast nur mit ihnen beschäftigt) und hat ja schon auch immer ein Gefühl dafür, was ihnen fehlt und was nicht. Und mein Gefühl sagt mir seit dieser ersten Untersuchung bei der ich dabei war, dass es sich um Parasiten handelt und nicht um eine schwere Viruserkrankung. Aber ich hab das schon hoch und runterdiskutiert mit dem Tierarzt und er kommt trotzdem immer wieder zu dieser Diagnose. Und meine Mama nimmt das halt dann so hin. Ich hab ihr heute morgen auch gesagt, dass sie DRINGEND eine Darmsanierung nach dieser Kur braucht, denn mit so einem Darm jetzt rumzulaufen ist ja gefährlicher als alles andere …

Heute morgen meinte meine Mama auch der Tierarzt hätte gesagt: "Wir müssen morgen sehen ob sie wieder Fieber hat." "Wieso denn wieder?", hab ich dann gefragt. Sie hatte nie Fieber, sie hatte einmal erhöhte Temperatur nach einer Stunde in einem überfüllten Wartezimmer, genau so wie ihre Schwester. Ich hab das Gefühl, dass ich da ständig total hinterher sein muss, dass die beiden da nix durcheinander bringen … Sorry, ich schreib mich hier grad so aus, aber es ist etwas zum Verzweifeln, wenn man das Gefühl hat, dass da der kühle Kopf an manchen Stellen fehlt und man alles 10 mal sagen muss, bis es gehört und überprüft wird.

Jedenfalls vielen Dank für die sehr konkreten Futter- und Untersuchungstipps, am liebsten würde ich das so eins zu eins zum Arzt schicken, damit meine Mama morgen nicht wieder die Hälfte vergisst. Sie soll sich meine Email gleich mal ausdrucken und mitnehmen …
 
Leviria

Leviria

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ich würde dir immer empfehlen, ERST eine Kotprobe um den genauen Befall zu erkennen, damit man GEZIELT diesen behandeln kann.

Deine Maus bekam jetzt 2 Wurmkuren und eine Giardienbehandlung (ich schätze panacur oder metroirgendwas)

Die Wurmkuren werden die gängisten Parasiten abgetötet haben und das andere möglicherweise die Giardien, aber auch definitiv einen Teil der guten Darmbakterien, denn es ist Chemie und tötet und macht da kaum Unterschiede zwischen guten und shclechten Darmbakterien.
Vorallem nach einer Giardienbehandlung müssen fast alle betroffenen einen darmaufbau durchführen. Eben wegen der krassen Abtötungswirkung der Medis.
es gibt auch Würmer und andere parasiten, die nicht durch eine allg. Wurmkur abgetötet werden. Deswegen eben vorher schauen was los ist.


Deine Mutter brauch keine Angst haben das die Mäuse verhungern ;) Wenn sie gaaanz sicher gehen will, kann sie ja Futterautomaten (gibts auch für Nafu) hinstellen während ihrer Abwesenheit.
Wir füttern immer mind. 4 mal täglich und sind trotzdem teilweise bis zu 8/9 stunden weg.
Direkt nach dem aufstehen, vor dem gehen, direkt nach dem heimkommen, und vor dem zu bett gehen.

Die Portion vor dem gehen fällt besonders groß aus ;)

Ich kann es verstehen, das man die Racker verwöhnt, vorallem wenn man viel allein ist.
Sie kann ihnen ja statt des gewürzten und salzigen Schinkens mal etwas rohe Pute oder Hähnchen geben zum Frühstück. (Wir haben immer eine Packung Puten- oder Hähnchengeschnetzeltes zuhaus was unser "Gut-gemacht-Schinkenersatz" ist. da gibts jedesmal einen Streifen von) oder sie legt sich zum frühstück eine Packung Trockenfleisch mit hin und gibt ihnen dies.

Man muss es ihr ja nicht direkt ausreden, aber ihr eben gesunde Alternativen aufzeigen.

ist der Bauch dauerhaft dick oder meist nur nach dem essen?

Bei dem Gewicht mach dir erstmal nicht all zu große Sorgen. jedes Tier entwickelt sich unterschiedlich und manche sind leichter, andere schwerer. Ein guter indikator ist der Rippenfühltest:
spürt man die Rippen schon bei leichtem streicheln und abtasten, könnte sie mehr vertragen, spürt man die rippen mit leichten bis mäßigen druck ist sie gut genährt und muss man richtig knitschen oder spürt man sie partu nicht, dann könnte sie zu viel gebunkert haben. Dazu noch von oben die katze im stehen betrachten und nach einer tailie schauen, sieht man diese nicht, dann hat sie womöglich auch zu viel auf den Rippen.

Am besten wäre es, wenn deine Mutter sich das Kotprofil mitgeben lässt, sich genau notiert was die beiden und vorallem die kleine schon bekommen hat und damit zu einem zweiten TA geht, für eine zweite Meinung.

Manche TA sind in ihrem Handeln und denken festgefahren oder zu sehr von ihrer Kompetenz und Erfahrung überzeugt, das sie auf gängige Untersuchungen verzichten und sich nur auf ihre Erfahrungen verlassen.
Das ist auch menschlich, aber kann natürlich zu Problemen führen, wenn der TA doch mal "den falschen Riecher" hatte.

Darmaufbau kann sie auch ohne den TA betreiben. Auf Katzentheke.de gibt es zum beispiel einiges wie benebac und andere Aufbaumittel.


Du musst versuchen deiner Mutter klar zu machen, das sie beim TA ein Kunde ist und ihre Kundenwünsche und Bedenken äußern kann und soll. Sie hat ein Recht auf genaue Erklärungen und genaue Untersuchungen. Und wenn mir ein TA nicht sagen kann, warum er diese oder jene Spritze gibt, dann bekommt die mein Tier nicht. Denn ich muss diese vielleicht unnötige behandlung zahlen. Manche TAs sind "betriebsblind" geworden im laufe der zeit und eine Info oder ein Hinweisen auf weitere Möglichkeiten kann sie da shcon rausholen.
Behart der TA dennoch auf FIP, dann würd ich dringend die Praxis wechseln!

Es gibts nix tögdlicheres für ein Tier als ein uninformierter oder uneinsichtiger TA in meinen Augen.

:mrgreen: Man da haben sich ja zwei Romanschreiber gefunden :mrgreen:
 
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Shaheena

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Coronavirus tragen etwa 80 prozent der Katzen. Das sagt erstmal gar nichts. So agil, wie sie ist, tendiere ich auch dazu FIP fuer unwahrscheinlich zu halten. Es wurden ja auch keine wassereinlagerungen festgestellt, sondern ein geblaehter Darm.

Wie kommt er darauf? Nur aufgrund des vorhandenseins von corona? Also dann wuerde ich auch zum TA Wechsel raten.
 
S

Schattenkatze

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Oh mein Gott, deine Mutter soll sofort den Tierarzt wechseln! Bitte betretet diese Praxis nie wieder! 39° ist bei Katzen kein Fieber, das ist normal Temperatur.
Wie hoch ist die sogenannte normal Temperatur die der Tierarzt festgestellt hat?

Dann Verkäufer sind keine Ernährungsberater. Ihre einzige Aufgabe ist es zu Verkaufen, dem Geschäftsführer ist es egal ob ein Haustier gesund ernährt wird oder nicht, ihn interessiert nur der Kassensturz am Abend.
 
Finny

Finny

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[...]
Wie kommt er darauf? Nur aufgrund des vorhandenseins von corona? Also dann wuerde ich auch zum TA Wechsel raten.
Ich würde ebenfalls dazu raten hier dringend eine zweite Meinung einzuholen.
Das was ich hier lese macht mich echt gerade so wütend.

Ich habe vor einer Woche meinen Herzenskater mit ziemlich sicherer FIP-Diagnose einschläfern lassen müssen (da wir ihn nicht haben obduzieren lassen bleibt es bei 99% und es werden keine 100%) und glaub mir, eine Katze, die FIP hat ist krank und benimmt sich auch krank.

Was hat der TA denn für Anhaltspunkte?
- er hat erhöhte Temperatur festgestellt.
Dafür gibt es ungefähr 1001 Erklärungen. Angefangen von der Aufregung, die du beschrieben hast, bis hin zu einer bakteriellen oder auch viralen Infektion.
- die Katze hat Magen-Darm Beschwerden, was a) nach der bisherigen Behandlung und b) bei dem nachgewiesenen Coronavirus auch kein Wunder ist.

Was hat der TA NICHT?:
- er hat KEIN Wasser im Bauch gefunden
- die Katze zweigt verhaltensmäßig keine ausgeprägten Krankheitssymptome
- die Katze frisst
- er hat kein Blutbild
- er kann kein Punktat untersuchen, da kein Wasser vorhanden
- hat er sich die Augen der Katze mal angesehen?

Ein TA, der die Diagnose FIP in den Raum wirft, weil ihm "nichts anderes einfällt", dem würde ich sofort den Rücken kehren. FIP ist eine der am schwierigsten zu stellenden Diagnosen und aufgrund dessen, was du hier beschreibst mit deiner Mutter sogar schon über das einschläfern zu sprechen, finde ich echt Hammer.

Was ich, neben einer zweiten Meinung, dringend anraten würde ist, die dauernden Besuche beim TA zum Fiebermessen zu überdenken.
Da der Coronavirus im Kot nachgewiesen wurde und die Katze auch an Magen-Darm Problemen leidet, macht sie wohl gerade eine akute Coronaviren-Infektion durch. Als Hauptauslöser für die Mutation des Coronavirus gilt Stress. Gerade deshalb würde ich die Katze jetzt NICHT diesem dauernden TA-Stress aussetzen, sondern zusehen, dass ich sie aufpäppeln, Darmaufbau betreiben und eine überordentliche Katzenklohygiene walten lassen. Dann stehen die Chancen gut, dass die Konzentration der Viren zurückgeht und sie sie auch irgendwann nicht mehr ausscheiden.

Bei der von dem TA vorgeschlagenen Vorgehensweise sehe ich persönlich eher die Gefahr, dass man sich FIP durch den ganzen Stress erst "ins Haus holt" und wie du schon sagtest: wenn die Katze FIP hat, dann nützt alles nichts mehr, also kann man der Katze diesen Sress auch ersparen.

Liebe Grüße
 
KitCat

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Das klingt alles ziemlich nach unserer Emma. Nur bei ihr kam noch Erbrechen und Durchfall mindestens an 3 Tagen die Woche dazu.
Wir haben nach einer ersten erfolglosen Behandlung ("Die Katze hat einen Bandwurm" - Das volle Programm: Spritzen, Panacur, Darmaufbau; dabei hat der TA sie nur angesehen. Wir hatten das als Katzenneulinge natürlich erstmal so hingenommen, weil er so kompetent wirkte...) haben wir den TA gewechselt. Die neue TÄ sah Emma an (die tatsächlich an diesem Tag sehr schlecht aussah.. aber wie sehen Menschen aus, wenn sie einen Tag durchko****), Diagnose nach der Untersuchung: wahrscheinlich FIP. Es wurde Blut abgenommen für eine Blutuntersuchung - eingeschickt - einen Tag später das Ergebnis: Das Blut war nicht ausreichend um eine umfassende Untersuchung durchführen zu können. Die getesteten Werte waren alle unauffällig.
Futter wurde gewechselt und Emma hatte auch einen riesen Blähbauch dran. Da sie auch viel zu dünn war (obwohl sie immer sehr gut und viel gefuttert hat), sah es natürlich extrem aus:


Wir haben wieder den TA gewechselt aus diversen Gründen. Die Ärztin in der Tierklinik hat sie für einen Tag dabehalten, sie hat Infusionen bekommen, es wurde geröntgt. Diagnose: Luft im Darm. Kotprobe ergab eine bestimmte Art Bakterien im Darm, die die Nährstoffe aus dem Futter blocken und diese so nicht vom Körper aufgenommen werden können und der Großteil unbenutzt wieder ausgeschieden wird. Sie hat dann einige Wochen ein Spezialfutter von Hills bekommen und siehe da: weder Blähungen noch Durchfall oder Erbrechen und sie hat von knapp 3kg jetzt gut zugelegt zu 4kg! Emma ist ungefähr 4 Jahre alt und wir haben sie im Oktober letzen Jahres aus dem TH geholt. Vermutlich war sie da schon krank.

Ich würde unbedingt eine Kotprobe von Lilli einschicken lassen, bevor da noch mehr gemacht wird. Sonst behandelt der Arzt auf "Gut Glück" auf Kosten von Lillis Darmflora. Von der Diagnose FIP würde ich keinesfalls ausgehen, wie Leviria und Shaheena schon schrieben.
Erstmal Kotprobe und dann weiter sehen.
Gute Besserung an die Kleine!
 
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