Katzenzusammenführung

Saraghina

Saraghina

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Hallo liebe Foris!

Ich habe mich nach langem stillem Mitlesen nun doch entschlossen mich anzumelden, da ich auf mein Problem keine wirklich passenden Beiträge gefunden habe.

Zu meinen Problem, ich habe seit drei Wochen eine Perserkatze und seit zwei Wochen eine zweite dazu. Sie
kommen beide aus schlechten Verhältnissen,und kannten sich vorher nicht. Leo (die erste Katze) hat sich super eingelebt und es läuft prima. Nala (die zweite) ist wahnsinnig scheu, fängt aber ganz ganz langsam an, minimal aufzutauen. Leider frisst Nala nur nachts wenn alles schläft und geht auch nur nachts aufs Klo (sie hat von der Eingewöhnungszeit noch ein eigenes Zimmer). Ich bin also gezwungen sie jede Nacht in diesem Zimmer einzusperren, da Leo ihr sofort alles wegfressen würde und meine liebe Nala auch nicht mehr zum Klo gehen würde!

Ich würde sie ja so gerne nachts mal die Wohnung erkunden lassen und auch mal mit Leo auf Streife gehen lassen aber es geht ja nicht... Habt ihr einen Tipp oder guten Rat für mich? Ich möchte sie nicht jede Nacht wieder einsperren müssen. DANKE!
 
29.01.2014
#1
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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
S

Shaheena

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Wenn sie mittlerweile auftaut, kannst Du wahrscheinlich langsam aufhören sie nachts zu füttern. Sperre sie morgens mit ihrem Futter in ihren safe room (Eingewöhnungszimmer) und lass sie eine Stunde komplett allein in Ruhe. Wenn sie nicht frisst, biete Ihr nach ein paar Stunden wieder etwas an, allein und in Ruhe. Alles tagsüber, nachts gibt es nichts mehr. Wenn sie nicht noch extrem paralysiert ist ( und so klingt sie nicht), dann wird sie das Angebot sehr bald annehmen. Vielleicht klappt es nicht sofort, aber sie sollte sich langsam an andere Zeiten gewöhnen. Nachts darf sie dann nicht mehr fressen, sonst ist sie satt und das senkt ihre Motivation, sich zu überwinden.

Akzeptiert sie Dich? Lässt sie sich anfassen? Wenn sie in ihrem Raum anfängt zu den Zeiten, die Du setzt, zu fressen, kannst Du Dich auch zu ihr setzen, und sie aus der Hand füttern. Das stärkt ihr Vertrauen in Dich und Eure Beziehung zueinander. Wenn sie sehr scheu ist, fang mit einem langstieligen Löffel an (Kochlöffel) , dann ein Teelöffel, dann Deine Hand. So mache ich es mit Wildlingen. Schau sie dabei nicht direkt an und sprich leise vor Dich hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Saraghina

Saraghina

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Hallo Shaheena,

Danke für deine schnelle Antwort! Ich werde es auf jeden Fall so probieren, auf die Idee wäre ich nicht gekommen :)

Also sie lässt sich anfassen und mittlerweile leckt sie sogar schon etwas Malzpaste aus der Hand. Wenn man ihr Futter hinstellt wird mittlerweile sogar schonmal geschnuppert, selbst wenn wir noch in der Nähe sind. Aber gefressen hat sie bis jetzt nur mitten in der Nacht. Man muss dazu sagen, sie ist ziemlich mager und ich versuche nun ihr das Fressen wieder näher zu bringen. Schwer traumatisierte Katze :(
 
S

sunshinekath

Gast
bei schwer traumatisierten Katzen benötigst du einfach nur viel Zeit, Ruhe und Geduld. Harmonie und Beständigkeit sind das Stichwort. Führe Rituale ein, wie z.B. feste Fütterungszeiten. Sobald sie sich daran gewöhnt hat, wird ihr das über die schwere Zeit hinweghelfen. Andere Rituale wie Begrüssungen, Spielen, Schmusen sind willkommen. Wichtig ist, dass du diese Handlungen immer wieder zur selben Zeit wiederholst. Das gibt der Katze Sicherheit und einen festen Rahmen in dem sie sich orientieren kann.
 
S

Shaheena

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Stimmt, Rituale, Berechenbarkeit und Struktur (z.B. feste Fütterungszeiten) geben traumatisierten Katzen Halt und Orientierung.

Viel Glück!
 
Saraghina

Saraghina

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Hallo, da bin ich wieder :) ich habe den Tipp mit den Zeiten berücksichtigt und das klappte sogar schon fast ganz gut!

Nun ist meine Kleine aus ihrem Zimmer unter die Couch im Wohnzimmer "umgezogen" (aus Panik vor irgendwas, was an die Scheibe flog) nun frage ich mich, alles umbauen und ihre Sachen im Wohnzimmer aufstellen oder einfach so lassen, weil sie eh zurück findet?

Ja, ich mache mir zu viele Gedanken aber ich habe Mitleid mit der halben Portion:cry:
 
S

Shaheena

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Lass am besten alles so, wie es ist, und verändere in der Wohnung nichts. Das gibt ihr am meisten Sicherheit. Sie wird sehen, dass in ihrem Zimmer nichts schlimmes passiert ist. Wenn Du jetzt umräumst, suggeriert ihr das, dass tatsächlich irgendetwas nicht in Ordnung ist und alles in Chaos gerät.
Bleibt ihr Umfeld stabil, lernt sie, dass ihre Wohnung sicher ist, egal was an die Scheibe fliegt.
 

Schlagworte

katzenzusammenführung nachts einsperren

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