Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar

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flockeline

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Mein geliebter Schatz!

Am 17.01.2014 hast Du Dich um kurz vor 21.00 Uhr und nach 15 Jahren, 2 Monaten und 20 Tagen aus unserem gemeinsamen Leben verabschiedet - mit zwei kleinen Aufschreien im Schlaf und völlig überraschend - ganz so, wie es Deine Art war. Und auch wenn ich geahnt und befürchtet hatte, dass wir uns in diesem Jahr voneinander werden verabschieden müssen, es tut nach wir vor einfach nur weh und ich sitze hier, kann vor lauter Tränen kaum etwas sehen.

Ich vermisse Dich, mein Dickie und nach wie vor sind bei mir Herz und Verstand nicht im Einklang. Ich weiß, dass Dir Deine chronische Bronchitis, das damit verbundene Asthma bei jedem Wetterumschwung immer mehr zu schaffen gemacht hat. Und wir konnten kaum etwas dagegen tun, weil Du partout nicht bereit warst, Tabletten (und waren sie auch noch so erfinderisch und klein in Leckerchen versteckt) zu nehmen und Spritzen gingen nur im Notfall, weil Du sie nur sehr schlecht vertragen hast. Aber wir haben immer irgendwie die Kurve gekriegt - vielleicht zu oft? Dieser Gedanke beschäftigt mich, wenn ich an unsere letzte Woche denke - nichts deutete darauf hin, dass es Dir schlechter ging.

Aber vielleicht wollte ich auch nur die Anzeichen nicht sehen? Du hast gefressen, sogar mehr als sonst, aber Du bist mir, und auch dem kleinen Mann, aus dem Weg gegangen - hast Dich zurückgezogen in Ecken, wo Du auch wirklich ungestört sein konntest. Und mir war aufgefallen, dass Dein Asthma nicht so laut zu hören war, dass Du ruhiger atmen und schlafen konntest. Ich bin nicht naitv und habe gedacht, dass alles wieder gut wird - insgeheim habe ich befürchtet, dass sich Dein Körper ein letztes Mal "entspannt" - nur wahrhaben wollte ich es nicht.

Und jetzt ist es ruhig in meinem Leben geworden. Nachdem Anfang Oktober Flöhchen vom Dach gestürzt und seitdem spurlos verschwunden ist, Du den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen bist, sind der kleine Mann und ich nun alleine. Und wir trösten uns gegenseitig - Du weißt, der kleine Mann war nie besonders schmusig und wenn, dann nur mit Dir, aber jetzt braucht er meine Nähe. Aber er dreht sich nach wie vor um, wenn es Futter gibt, will Dir immer noch den Vorzug lassen beim Soßeschlecken. Ich weiß, auch Dein Wunsch wäre es gewesen, dass der kleine Mann wieder Gesellschaft bekommt und nicht den ganzen Tag alleine ist - ich werde diesen Wunsch auch in die Tat umsetzen, aber noch brauche ich etwas Zeit.

Kannst Du Dich noch daran erinnern, wie Du in mein Leben getreten bist? Es war ein kalter, regnerischer Sonntag, der Letzte im Oktober 1998, als Du mir mit Deinen Geschwistern zugelaufen bist. Du nahmst direkt Kurs auf mich, obwohl ich nicht alleine unterwegs war (na gut, lag vielleicht auch daran, dass ich als Einzige einen Rock trug, unter dem ihr vorm Rgen geschützt ward :-o:-o) und ranntest direkt auf die Straße, um zu mir zu kommen. Und meinen Vorsatz, dass ich keinen von euch 4en mitnehmen würde zu meinen 4 Katzendamen, hast Du ignoriert - Du bist mir in den nächsten Tagen, bis wir für Deine Geschwister ein Zuhause gefunden hatten, hinterhergelaufen und hast alles versucht, damit ich Dich auf den Arm nehme - anscheinend ahntest Du, dass das die Entscheidung für Dich bringen würde. Und so war es ja auch und ich habe diese Entscheidung nicht einen Tag bereut.

Du hast Dir damals meine älteste Katzendame als "Ziehmutter" ausgesucht - Mohrle hat sich das gefallen lassen, auch wenn sie manchmal "sich-was-in-den-Bart-brummelnd" mit ihren 15 Jahren vor Dir flüchtete. Aber sie hat Dich zu einem ganz tollen Kater erzogen und als vor 9 Jahren der kleine Mann zu uns kam, Dich als "Ziehpapa" bestimmte, da hast Du das genauso gemacht. Und dafür danke ich Dir!

Drei Dachgeschoßwohnungen haben wir miteinander geteilt und in jeder hat Deine Neugier dafür gesorgt, dass Du plötzlich weg warst - aber zum Glück ging es immer gut aus. Ein Sturz aus dem 4.Stock - nur eine kleine Schramme und Du hast unten gewartet, dass man Dich wieder hochholt. Zweimal den Weg in die Nachbarwohnung genommen - einmal direkt wieder vor die Tür gesetzt, beim zweiten Mal musstest Du drei Tage warten, bis der Nachbar von der Montage zürückkam und Dich wieder aufs Dach ließ. Was muss ich dämlich geguckt haben, als morgens 2 Katzen aufs Dach gingen und 3 zurückkamen! :roll:

Mein Stinker, ich habe so viele schöne Erinnerungen an Dich, die mich durch den Rest meines Lebens begleiten werden. Auch wenn sie im Augenblick eher dafür sogen, dass bei mir bei mir die Tränen fließen, auch wenn sie gleichzeitig ein Lächeln in mein Gesicht bringen.
Und Du weißt, wir hatten eine "Abmachung", dass Du den Altersrekord von Mohrle (18 Jahre) brechen solltest - leider hat es nicht geklappt, das Schicksal wollte es nicht und das bedaure ich von ganzem Herzen.

Und immer noch warte ich darauf, dass Du schnaufend um die Ecke kommst, dass Du mit dem kleinen Mann auf der Höhle sitzt, wenn ich aus dem Bad komme - in der Hoffnung, dass es wieder etwas zu futtern gibt.

Du bist jetzt im Regenbogenland - bei Mohrle, Maxi, Flocke, Püppchen, Möppelchen und auch bei Etu, Puschel, Rambo, Mucki, die Du nicht kennengelernt hast - grüße und umarme sie alle von mir. Und sollte Flöhchen auch schon dort sein, dann mache das auch mit ihr - aber wenn sie noch nicht dort ist, dann zeige ihr bitte den Weg nach Hause, denn sie fehlt mir genauso wie Du.

Meine Zeit mit Dir - voll schöner Erinnerungen
Meine Zeit mit Dir - für immer unvergessen
Meine Zeit mit Dir - viel, viel zu kuz

In Liebe
Dein Frauchen Angelika
 

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  • Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar Beitrag #2
Hallo Angelika,

Dein Beitrag hat mich zu Tränen gerührt. :cry:

Tut mir unendlich leid, dass Du Oskar verloren hast. Er ist bestimmt gut über die Regenbogenbrücke gekommen. Im Regenbogenland hat er keine Bronchitis mehr und kann unbeschwert herumtollen und spielen. Er ist jetzt ein Sternenkater und wird seinen Platz immer in Deinem Herzen haben.

Lieber Oskar, bitte grüß meine Sternenkater Tinka, Mikesch und Shanks von mir. Irgendwann werden wir uns alle wiedersehen.

Traurige Grüße.
 
  • Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar Beitrag #3
Liebe Angelika,

dein Text hat mich wirklich sehr sehr berührt und man spührt wirklich mit jedem Wort wie sehr der Verlust schmerzt, aber auch wie sehr du deinen Schatz geliebt hast....

Mein Beileid und dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit....

Oskar, komm gut rüber und grüße meine Sternenkatze Sassie von mir...
 
  • Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar Beitrag #4
Liebe Angelika.
Ich mußte auch weinen als ich deinen Beitrag gelesen habe. Es tut so unsagbar weh wenn ein geliebtes Kätzchen gehen muß. Laß dich mal ganz lieb in den Arm nehmen. Dein kleiner Oskar ist jetzt für immer in deinem Herzen und iregendwann werden wir alle unsere kleinen Lieblinge wiedersehen. Ich fühle mit dir und wünsche dir viel viel Kraft.

Lebe wohl lieber kleiner Oskar, jetzt hast du keine Schmerzen mehr. Im Katzenhimmel kannst du mit all unseren Sternenkätzchen spielen und wieder glücklich sein.
Grüß bitte meine vier Lieblinge von mir.

Ganz traurige Grüße Kathi.
 
  • Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar Beitrag #5
Liebe Angelika,

über Deinen Oskar hast Du so schön geschrieben. Es ist deutlich zu lesen, wie sehr ihr aneinander gehangen habt. Fühle Dich ganz lieb umarmt. Das Stück des Weges, das ihr geteilt habt war schön und hart zugleich.
Die Erinnerung an diese wird Dir auf ewig bleiben, das weißt Du, da Du es schon öfter erlebt hast. Es sind häufig die besonderen, mit Handicaps versehenen Seelen, die man so schwer vermißt. Ich wünsche Dir, dass Du bald eine neue Katze findest, die Dir und Deinem kleinen Mann Gesellschaft leistet.

traurige Grüße

Tigamama
 
  • Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar Beitrag #6
Das hast du sehr sehr schön geschrieben. Fühl dich gedrückt. Oskar hatte ein schönes Leben bei dir, darauf kannst du stolz sein und dich immer mit einem Lächeln an eure schönen Momente erinnern.
 
  • Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar Beitrag #7
Auch von mir ein aufrichtiges Beileid - Du hast so schön geschrieben über Oskar - er hatte es sicher sehr gut bei Dir und ein schönes Katerleben. Was hatte er doch für ein Glück als er sich Dich als Dosi ausgesucht hat! Wie schön, dass er - selber einschlafen durfte - er hatte es wohl gespürt und sich langsam von euch allen verabschiedet in dem er sich zurückgezogen hat. Für den Schmerz über den Tob eines lieben Weggefährten gibt es keinen Ausweg und auch keinen Trost - aber Mitgefühl - und das schicke ich Dir jede Menge. Nun musst Du an den "kleinen Mann" denken - denn er hat nur noch Dich.

Traurige Grüße
Ute
 
  • Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar Beitrag #8
Vielen Dank für die lieben tröstenden Worte - bei jeder Zuschrift flossen beim Lesen wieder die Tränen.

Oskar fehlt uns nach wie vor sehr, manchmal denkt man, er muss jetzt gleich um die Ecke kommen - bei jeder Dose Thunfisch, die man öffnet - bei jeder Packung Schinken, die man aufreißt - bei jedem Rascheln von Trockenfutter. Aber da kommt niemand mehr und ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt, dass ich für den kleinen Mann nur Miniportionen kaufen muss - zur Zeit kommt er mit einem 100g-Beutel Nassfutter und vielleicht drei Löffel Trockenfutter aus. Er braucht Gesellschaft und die wird er auch bald bekommen.
 
  • Meine Zeit mit Dir - Gedanken an Oskar Beitrag #9
Das finde ich sehr gut, dass Du auch an Deine andere Katze denkst und sicher würde Oskar auch nicht wollen, dass ihr alleine bleibt, deshalb finde ich Deine Entscheidung wieder Gesellschaft für den kleinen Mann zu holen richtig. Das ist sicher ganz im Sinne von Oskar - gib einer armen Seele ein Plätzchen bei Dir - Oskar wird deshalb nicht weniger vermisst werden, denn jedes Tier ist einzigartig!
 
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