Guten Morgen Ihr Lieben!
Meine beiden Mäuse wurden letzten Freitag kastiert. Ich berichtete in einem anderen Thread bereits darüber. Ist alles soweit gut gelaufen... Als ich gestern Abend von der Arbeit nach Hause gekommen bin, hatte meine eine Kleine eine ca. walnussgroße Beule an/unter/neben der Narbe. Selbstverständlich habe ich sofort die TÄ angerufen. Sie bat mich, ihr Bilder zu schicken. Nachdem sie es aber auch nicht einschätzen konnte, sind wir also gestern abend nochmal losgefahren... Ihre Antwort (wortwörtlich - wirklich nicht ausgedacht): "Das weiß ich nicht! Aber Trichter auf! Und ich spritze ihr mal was". Ich: "Was spritzen Sie ihr denn jetzt?" TÄ: "Was abschwellendes...". Das ist das Eine. Das Andere ist, dass wir in der Vergangenheit bei den letzten beiden Terminen immer relativ unzufrieden waren, weil sie immer nicht so genau wusste, was sie dort tut. Wir haben auch ein Gespräch mitbekommen mit einer anderen Kundin/Patientin, die fragte, was in dem Medikament drin sei und die TÄ antwortete: "Ein Hausgemisch". Auf die Frage, was dort alles drin sei, meinte sie wieder nur, dass sie mal nachschlagen muss. Ist das bei euren TÄ auch so?
Ich fühle mich jetzt sehr verunsichert, denn meine kleinen Babys sind wirklich alles andere als artige Mäuschen, die in der Ecke sitzen und die Zeit abwarten (welche Katze tut das schon?) Ich fühle mich wie ein absoluter Tierquäler, wenn ich diese Trichter aufsetze... Nicht, dass ich es nicht schon versucht hätte. Freitagnacht, direkt nach der Kastra haben wir mit enormer Kraft dieses Teil aufbekommen. Meine Angst ist: Mein Freund und ich sind jeden Tag ca. 8-9 Stunden außer Haus und mit dem Trichter kann ich sie einfach nicht alleine lassen... Der Trichter ist zu klein (die TÄ hat schon einen zurechtgebastelt mit so einem dämlichen Band, O-Ton: "Da können Sie dann ja eine Schleife binden") und ich habe einfach Schiss, dass sie irgendwo hängen bleiben oder so.
Ich weiß, es geht um die Gesundheit meiner Mäuse, aber ich bin in der letzten Nacht bis auf 1,5 Stunden wachgeblieben, sie haben sich nicht geleckt, haben im Bett bei uns geschlafen und einfach nur ausgeruht.
Die Wunde ist nicht nass, nicht rot (also ein bisschen dunkel aber nicht rot), nicht heiß (also normal, halt n bisschen wärmer als das Fell) und auch nicht eitrig oder so. Einfach ganz normal. Als ich Dr. Google befragt habe (ich weiß, das macht es meistens nur schlimmer), habe ich allerdings herausgefunden, dass es Katzen gibt, die einige Tage nach der Kastra solche Beulen entwickeln. Eine Bekannte von mir hat mir sogar noch gestern geschrieben, dass ihre Katzen das auch hatten nach der Kastra, dass die TÄ sogar darauf hingewiesen hat und es nach 2-3 Wochen verschwunden ist, bzw. langsam wegging.
Ich möchte wirklich nicht, dass jemand denkt, ach die Egoistin hier, setz deiner Katze die Trichter auf und gut ist. Ich kann es nicht übers Herz bringen (wir haben es ja schon versucht und die Katzen eine Nacht mit dem Ding herumlaufen lassen...). Und die Tatsache, dass sie dann alleine zu Hause sind.
Mit einem Body, bzw. selbstgebastelter Socke habe ich es auch schon versucht, bekomme ich über meine Kleinen nicht drüber. Da wird gezappelt und gekratzt, was das Zeug hält. Gestern habe ich die TÄ auch gefragt, ob sie mir da vielleicht helfen kann und sie meinte: "Nein, für Bodys bin ich nicht, da kommen Katzen durch..."
Ich bin nun total verzweifelt, weil ich nun entgegen der Ärztin die Trichter nicht aufgesetzt habe, stattdessen einfach darauf vertraue, dass es eine natürliche Reaktion des Körpers ist und von alleine weggeht.
Natürlich kontrollieren wir die Wunden der Beiden täglich mehrmals (mein Freund fährt auch in der Mittagspause nach Hause) und sollte es bis heute Nachmittag schlimmer sein, werden wir wohl den Trichter aufsetzen müssen.
Hat irgendjemand einen Rat? Eine Alternative zum Trichter? Soll ich mir eine Zweitmeinung bei einem anderen Tierarzt einholen?
Ich möchte natürlich nur das Beste für meine Kleinen :-(
Viele Grüße von einer sehr verzweifelten Katzenliebhaberin