Na gut!
Frido musste in der Praxis bleiben, wo versucht wurde, sein kleines Leben zu retten.
An Schlaf war bei mir in dieser Nacht nicht zu denken. Das Schicksal des Zwergleins ließ mich nicht los. Gleichzeitig baute sich in mir eine ungeheure Wut auf die Menschen auf, die diesem winzigen Wesen so etwas angetan hatten! :evil:
Der kleine Wurm passte problemlos in meine Hand.
In stündlichen Abständen rief ich in der Praxis an und fragte nach dem Kleinen. "Zustand instabil", "Fieber", "Bitte melden Sie sich doch mittags" waren die Antworten der wohl genervten Mitarbeiter.
An Arbeit war an diesem Tag nicht zu denken. Nachdem ich mir Urlaub genommen hatte, fuhr ich in die Praxis, wo ich, nach zunächst heftigen Widerstand, zur Intensivstation gebracht wurde.
Da lag der kleine Kerl, an Apparate angeschlossen, fürchterlich abgemagert und sichtlich geschwächt.
Was vorher schon flackerte, entwickelte sich jetzt zu einer Gefühlsexplosion: Es war um mich geschehen, das kleine hilflose Wesen hatte mein Herz im Sturm erobert und mir war klar: Um dieses Katerchen würde ich kämpfen!