Verängstige, ausgesetzte Katzen
Diskutiere Verängstige, ausgesetzte Katzen im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo,
ich wohne am Land, wo es anscheinend öfters mal ein paar Menschen einfällt, Tiere auszusetzen. Heute sind bei uns zwei neue Katzen...
-
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen Beitrag #1
Hallo,
ich wohne am Land, wo es anscheinend öfters mal ein paar Menschen einfällt, Tiere auszusetzen. Heute sind bei uns zwei neue Katzen aufgetaucht. Eine Langhaar und eine Kurzhaar, beide sehen ziemlich vernachlässigt aus. Und wie gesagt, wir sehen sie beide heute zum ersten Mal. Ihr Fell ist total zerfilzt und sie sind mehr als mager. Ich möchte ihnen unbedingt helfen, nur sie rennen beim kleinsten Geräusch davon. Nur ein weiteres Problem ist, durch das schon viele Katzen bei uns ausgesetzt wurden gibts mehrere Streuner. Wir konnten noch nicht erkennen, ob die beiden neuen Weibchen sind, aber wenn ja, dann könnte es bald noch mehr streunende Katzen geben. Habt ihr irgendeine Idee, wie ich die beiden "zahm" machen könnte? Wäre für jeden Tipp dankbar

LG
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen
-
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen Beitrag #2
Ich würde das Tierheim informieren und in Absprache mit dem Tierheim die beiden anfüttern, bis sie dann mit einer Lebendfalle gefangen werden können.
-
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen Beitrag #3
Ich würde das Tierheim informieren und in Absprache mit dem Tierheim die beiden anfüttern, bis sie dann mit einer Lebendfalle gefangen werden können.
Das hab ich mir schon gedacht, aber ich würde sie, wenn irgendwie möglich, lieber "zahm" bekommen, als sie einzusperren

Weil wir haben schon mal eine wilde adoptiert, indem wir sie zuerst mit so einer Falle fange ließen, doch sie ist bis heute immer noch relativ ängstlich und nur selten kann ich sie, wenn ich sie füttere kurz streicheln.
-
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen Beitrag #4
Das Problem mit dem zahm füttern ist, dass es sehr viel Zeit kostet. Einfach nur Futter vor die Tür stellen reicht ja nicht. Die Katze muss auf das Futter und den Menschen geprägt werden. Draußen weiter füttern bringt ja nichts, da bist du nur ein netter Futterspender.
Willst du Freigängerkatzen, oder sollen daraus Wohnungskatzen werden?
-
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen Beitrag #5
Das Problem mit dem zahm füttern ist, dass es sehr viel Zeit kostet. Einfach nur Futter vor die Tür stellen reicht ja nicht. Die Katze muss auf das Futter und den Menschen geprägt werden. Draußen weiter füttern bringt ja nichts, da bist du nur ein netter Futterspender.
Willst du Freigängerkatzen, oder sollen daraus Wohnungskatzen werden?
Ich habe selbst drei Katzen, zwei davon sind zahm. Sie bleiben nachts im Haus, da bei uns viele Katzen entweder überfahren werden, oder sonst wie verschwinden( wir haben nämlich einen Nachbarn, der seinen Hund zum abbeißen von Katzen abgerichtet hat, und der mit großer Sicherheit die Katze meiner Eltern abgebissen hat, nur haben wir ohne Leiche keinen Beweis

). Aber die beiden zahmen dürfen sonst immer hinaus oder hinein, wie es ihnen gefällt. Die beiden Wilden dürfen, wären sie ebenso zahm, dasselbe, ich würde sie aber nicht mit Gewalt einsperren, wenn sie lieber draußen wären. Wir haben im Keller einen eigenen Raum für alle, den sie durch die Katzenklappe erreichen können und einen alten Heustall, wo es relativ gemütlich für alle Katzen ist ;-)
Sie dürften also frei wählen ;-)
-
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen Beitrag #6
Du kannst sie, wenn sie "echte" Wilde sind, nicht draußen zahm kriegen. Sie werden Dich niemals so nah an sich ranlassen.
Fütter sie an, die brauchen auch Fressen, wenn sie so verhungert aussehen. Dann merkst Du recht schnell, ob es einfach nur ausgesetzte oder verlaufene Hauskatzen sind, oder ob es echte verwilderte sind.
In beiden Fällen solltest Du Dich ganz schnell drum kümmern, dass sie kastriert werden, denn sonst hast Du da bald ganz viele :-(
-
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen Beitrag #7
Es gibt einen ganz großen Unterschied zwischen wild, weil wild geboren - und scheu bzw. verwildert, wei ausgesetzt. Für die wildgeborenen erwachsenen Katzen ist das eingesperrt seine eine Qual. Aber die verwilderten ausgesetzten Katzen sind nur deshalb draußen scheu, weil sie völig verwirrt sind, Angst haben und nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen, dann sind sie vielleicht auch geschlagen oder verjagt worden auf der Suche nach Futter und haben deshalb nun Angst vor dem Menschen. Fängt man diese Tiere nun mit der Falle ein und setzt sie drinnen fest, dann dauert es ein paar Tage, bis sie sich wieder an das erinnern, was sie von früher kennen und alles, was passiert ist verarbeitet haben und sind dann schlagartig zahm und unendlich dankbar, daß sie wieder drinnen sein dürfen und haben dann sogar oft Angst vor draußen, weil sie denken, sie sollen wieder ausgesetzt werden.
Deshalb kann ich jedem nur raten: fangt die Tiere mit der Falle ein, laßt sie kastrieren und wartet ein paar Tage - wenn sie sich von der Kastra erholt haben und weiterhin wild sind, dann kann man sie ja wieder rauslassen und sie können ihr altes Leben wieder aufnehmen ohne sich aber Fortpflanzen und eine neue Streunerkolonie gründen zu können - aber wenn sie drinnen zeigen, daß sie Menschen kennen, dann laßt sie drin und gebt ihnen die Chance ihrTrauma zu verarbeiten - danach werdet ihr superschmuser haben...
-
-
Verängstige, ausgesetzte Katzen Beitrag #8
Ich würde auch versuchen, die beiden mit ner Lebendfalle zu fangen.
Vor ein paar Jahren habe ich draußen einen Kaninchenstall gehabt. Als es nachts immer kälter wurde, hat sich eine Katze darin aufgehalten, die ich vorher schon ein paar mal draußen rumlaufen gesehen habe. Wenn man in den Stall kam, gabs riesen Panik. Die ging die Wände hoch. Weil sie nicht dünn war und auch so einen guten Eindruck gemacht hat, dachte ich, ist eine verwilderte Hauskatze. Habe ihr im Stall ein schönes Plätzchen zum Schlafen eingerichtet und auch regelmäßig Futter hingestellt. Dachte dann aber, ich sollte vielleicht doch mal beim Tierschutz nachfragen, ob das Tierchen vermißt wird. Hatten eine Raststätte der Autobahn "nebenan". Also vielleicht dort ausgesetzt oder bei ner Pause entwischt. Beim Tierschutz wurde dann gesagt, lieber einfangen und kastrieren. Nicht dass es eine Katze ist und ich später ne Menge Kitten im Stall habe. Ups....hatte ich nicht drüber nachgedacht. Also Falle geholt. 2 Tage später hatte ich sie. Sollte dann später wieder bei mir "ausgesetzt" werden unter der Vorraussetzung, dass ich mich weiter kümmere. Es stellte sich dann raus, ein unkastrierter Kater. Im Tierheim war aber von wild und scheu nichts mehr zu merken. Ich hatte mich auch gewundert, dass in der Falle nichts mit fauchen oder ängstlich in ne Ecke drücken war. Jedenfalls haben wir beschlossen, den Kater lieber zu vermitteln und nicht draußen leben zu lassen. Er hat wohl auch ein schönes Zuhause gefunden, wie mir später gesagt wurde.
Will damit sagen, vielleicht sind die beiden ja nicht so wild, wie es aussieht, sondern haben draußen einfach nur Angst.
Zuletzt bearbeitet:
Thema:
Verängstige, ausgesetzte Katzen