Bei Maine Coons sind Foundationtiere zugelassen. Normalerweise läuft das aber über einen Verein in den USA, die als einzige die entsprechenden Papiere dafür ausstellen. Solche Einkreuzungen von Ursprungskatzen mit Eltern ohne Ahnentafeln würdest Du hier ganz bestimmt nicht für 650 Euro bekommen. Die sind wesentlich teuerer, weil die amerikanischen Zuchten, die das machen, sich solche Foundations sehr teuer bezahlen lassen.
In Deutschland gibt es auch Vereine, die Katzen, die nach Maine Coon aussehen, als Vorfahren eintragen, nur eben nicht als Maine Coon, sondern als übrige Langhaar. Das bleibt auch so, bis nach 4 Generationen der Stammbaum wieder voll ist oder wenn von der papierlosen Katze durch mehrere Richter eine Rassebestimmung gemacht wurde. Bei den Maine Coon akzeptieren das aber nur wenige Vereine.
Dann gibt es auch Katzen, die keine Papiere bekommen haben, obwohl die Eltern eindeutig Papiere haben und bei denen die Abstammung auch nachgewiesen wurde. So ein genetischer Abstammungsnachweis geht heutzutage problemlos. Aber auch die werden meistens als F0 eingetragen, so dass die Nachkommen in den nächsten 4 Generationen nicht als Maine Coon eingetragen werden.
Welche der 3 Möglichkeiten zutrifft, kann Dir nur der Züchter sagen. Wenn der Dir Nachbesserung zusagt, d.h. er nimmt die Katze zurück und gibt Dir eine, bei der in den Papieren alles so steht, wie Du das willst, dann wirst Du kaum Chancen auf eine andere Einigung wie z.B. einen Preisnachlass haben. Sollte in Deinem Kaufvertrag drinstehen, dass Du eine Maine Coon kaufst, dann könnte das noch mal anders aussehen. Aber da solltest Du einen Anwalt einschalten, der sich mit Tierkauf auskennt.