Hat jemand Erfahrung mit Katzen, die zu früh von der Mutter getrennt wurden?

W

Warutsu

Beiträge
10
Reaktionen
0
Hallo,
kann mir jemand von seinen
Erfahrungen mit Katzen/ Kitten erzählen die vorzeitig an euch abgegeben wurden berichten?
Das wäre hilfreich
 
03.06.2014
#1
A

Anzeige

Gast

Simpat

Simpat

Beiträge
3.963
Reaktionen
109
Die können dir auch nichts anderes raten, dass einzig Richtige was du für das Kitten tun kannst, es mit einem gut sozialisierten Kitten zu vergesellschaften. Also einem Kitten das mindestens 12 Wochen besser noch etwas länger bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufwachsen durfte.

Kein Mensch kann mit noch soviel Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit den Artgenossen ersetzen.

Wahre Tierliebe zeigt sich im Verzicht, Kitten in dem Alter in Einzelhaltung ist Tierquälerei, nichts anderes.
 
Stulle

Stulle

Beiträge
49.476
Reaktionen
252
Ja kann ich.

Bacon wurde mit 6 Wochen von der Mutter getrennt und ist heute, 5 Jahre später, immer noch ein Wrack. Sie hat totale Panik vor Menschen, kann nicht lernen, macht ewig die gleichen Fehler und es hat sehr lange Zeit gebraucht, bis sie halbwegs normal in der Wohnung war. Bis dahin lebte sie unter dem Bett.

Quentin wurde mit etwa 8 Wochen aufgegabelt. Er nuckelt mit fast 2 Jahren noch wie ein Baby.

Die beiden Katzen meiner Mutter wurden damals (vor 12 bzw 16 Jahren) mit 8 Wochen abgegeben. Sie sind beide Null sozial, können nicht mit anderen Katzen kommunizieren und gehen sich aus dem Weg. Die Katze beißt sich regelmäßig in Folge der zu frühen Trennung in den Schwanz. Beide gingen nicht zuverlässig aufs Klo, Bacon ebenso nicht bis sie 16 Wochen alt war.
 
N

nea

Gast
Hallo,

kann mir jemand von seinen Erfahrungen mit Katzen/ Kitten erzählen die vorzeitig an euch abgegeben wurden berichten?

Das wäre hilfreich

Ja, ich.

Zwei Fundkitten.

Einmal ca. 6 Wochen alt und einmal ca. 4 Wochen alt.

Beide wären ohne andere Katzen gnadenlos eingegangen.

Mal abgesehen davon das mir das Herz blutete die Zwerge allein zu lassen.

Man kann gar nicht so viel da sein wie sie einen brauchen und man kann ihnen nichts kätzisches beibringen.

Das haben hier meine Jungs übernommen.

Bitte tu dem Zwerg keine Einzelhaltung an.
Du möchtest doch auch nicht dein ganzes Leben allein verbringen...
 
S

Schattenkatze

Beiträge
2.769
Reaktionen
8
Ja habe ich. Mein Tarzan wurde im Alter von 2 Wochen von den Besitzern der Mutter ins Tierheim abgeschoben, dort hat ihn die Tierärztin mitgenommen und er hatte eine Hündin als Amme. Ich habe ihn dann mit 9 Wochen bekommen. Er hatte eine viel zu enge Bindung an mich, das ist in dem Fall negativ, denn Urlaub war unmöglich, selbst Kochen oder Geschirr spülen hat er nicht ertragen und es mit Dauerschreien kommentiert. Und das Obwohl er bei mir nicht in Einzelhaft leben musste. Ach ja und er hat sich für einen Hund gehalten.
Du siehst die Leute die dir in deinem anderen Thread Antworten wissen sehr genau was sie dir sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Patentante

Patentante

Beiträge
37.727
Reaktionen
2.197
Im weitesten Sinne hab ich leider Erfahrung. Die Mama meiner beiden Großen war Einzelkitten. Da Katzen am Bauernhof auch noch früh nach draußen dürfen ist da schon sehr früh kaum noch Bindung zur Mutter vorhanden. Sinah war - wenn man sehr vorsichtig war - eigentlich ne ganz nette. Aber unsauber und hochaggressiv (ängstlich) gegenüber jeder anderen Katze.
Das hat sie in hochgradig potenzierter Form an ihre Kitten weitergegeben :shock:. Obwohl sie sich monatelang scheinbar gut um die Kitten gekümmert hat "wußte" sie vieles halt nicht. Jetzt hab ich hier zwei einigermaßen "gestörte" 4-jährige. Eine Panikmaus, die andere Katzen nicht mag, obwohl sie keinen Tag alleine war.
Und einen beziehungsgestörten extrem unsauberen Kater. Hätte mir jemals jemand gesagt, wie "anstrengend" Katzen sein können hätte ich es nicht geglaubt. Nach Jahren, in denen ich Unmengen an Geld und Nerven "gelassen" habe hab ich inzwischen wenigstens annähernd zufriedene Katzen. Aber weit entfernt von dem, was sie "haben" könnten wären sie unter anderen Umständen groß geworden :-(
 
36 Pfoten

36 Pfoten

Beiträge
46.657
Reaktionen
3.217
Er hatte eine viel zu enge Bindung an mich
Bei meiner Mini war es genau umgekehrt. Die hatte ich damals als winziges Kitten aus Mitleid auf dem Lütticher Tiermarkt gekauft, ich blöde Nuss.:roll: Sie war Kontakte zu Menschen anscheinend nicht gewöhnt.

Sie wurde fast 17 Jahre alt, hat aber trotz kätzischer Gesllschaft ihr "komisches" Verhalten mir gegenüber nie abgelegt. Das äußerte sich in Beiß- und Kratzattacken.
 
Kunterbunt

Kunterbunt

Beiträge
1.630
Reaktionen
13
Unser Hobbes wurd vermutlich viel zu früh von der Mutter abgegeben und in Einzelhaltung gesteckt. Dass er heute einigermaßen annehmbar ist liegt daran, dass die erste Familie ihren Fehler eingesehen hat und ihn abgegeben hat - zu anderen Katzen.

Dennoch hat er einen Schlag weg, das erkennt man daran, dass er nur ganz ganz selten kuschelt, aber wenn, dann nuckelt er. Er kuschelt auch nicht mit unserem 2. Kater. Zudem maunzt er viel, sobald ihn irgend etwas stört, maunzt er. Aber das Schlimmste ist, dass er ein ganz übles Immunsystem hat. Wir rennen momentan 2x pro Woche zum Tierarzt, die Kosten dafür kannst du dir ja dann mal hoch rechnen.

Dass er nicht wild pinkelt, an Tapeten kratzt oder uns anfällt verdanken wir nur den Katzen, die Hobbes im Nachhinein sozialisiert haben!
 
ClaraLunaCally

ClaraLunaCally

Beiträge
286
Reaktionen
3
Bei uns ist es ähnlich, wie bei Kunterbunt. Cally wurde mit 2Wochen in einer Plastiktüte im Müllsack zusammen mit ihren drei Geschwistern entsorgt :evil: Das passiert in Griechenland leider sehr oft.

Sie hatte das Glück in die Greek Cat Rescue zu kommen, wo liebe Menschen es sich zur Aufgabe gemacht haben, den griechische Straßenkatzen zu helfen. Mit viel Liebe haben sie Cally und ihre Geschwister aufgepäppelt. Und sie hatte dort viel Katzengesellschaft, so dass sie halbwegs sozialisiert wurden.

Wir haben sie dann mit 16 Wochen bekommen. Und auch hier haben wir dann das Glück gehabt, dass unsere damals 5jährige Clara es sich zur Aufgabe gemacht hat, Cally zu zeigen, wie der Hase läuft. Heute ist Cally eine entzückende, verschmuste und sehr menschenbezogene Katze. Allerdings auch geradezu aufdringlich, wenn sie sich einbildet gerade etwas haben zu wollen. Ihr fehlt zudem - da muss ich fast leider sagen - jegliche Scheu vor Menschen, anderen Tieren (Hunde verfolgt sie regelrecht) und ihre Neugier ist quasi grenzenlos. Durch jede offene Tür, ob Auto oder Haus, spaziert sie. Sie ist in dem Bezug mein Sorgenkind.
 
Leviria

Leviria

Beiträge
1.374
Reaktionen
6
Hallo Warutsu,

hier meine Erfahrungen die ich mit unserem Argus zu Beginn gemacht habe ( wir bekamen ihn mit 8 Wochen vom Dorf,aber Wohnungswurf, er war meine erste Fellbombe)

allg.
- er war von anfang an super anhänglich (manchmal war es sogar mega lässtig...)
- mega tabbsig, unbeholfen, eben voll das Kindchenschema! abermit reichlich verletzungspotenzial -.-"
- er hatte Ohrmilben, weichen Kot und feuchte Augen (das sei bei jeder babykatze so, völlih normal! ich habs geglaubt weil die anderen ja auch alle so aussahen... :oops: )
- eer war noch nicht ganz stubenrein


er hatte von Anfang an eine Eigenart:
- er hat sich den Bauch geleckt...richtig nass! Irgendwann so doll das sich sogar das Fell gelb färbte...er war da immer triefend nass

als er dann so 11 Wochen war, begann seine Spielzeit:
- wir fanden es selbstverständlich das eine Katze beim spielen kratzt und beist.... sind ja noch klein und können es noch nicht kontrollieren...also immer fleißig weiter gespielt und den Schmerz unterdrückt....manche Narben sieht man heut noch an meinen Armen, denn spätestens mit 5 -6 Monaten tat es nur noch höllisch weh...
- er liebte dieses "erschrecken" Spiel, den Angriff aus dem Versteck.... so sehen auch unsere Beine aus -.-

Trotz dessen haben wir ihn so ein dreiviertel Jahr bei uns gehabt.... er kratze an Tapeten, sprang uns in die Beine, biss und kratze beim spielen und leckte sich immernoch den Bauch klatschnass...

wir sind erst aufgewacht, als uns die Nachbarn sagten das er jämmerlich jammert sobald wir die Wohung verlassen...irgendwann fing er schon an mit jammern, wenn wir nur andeuteten unsere Schuhe anzuziehen.

er war genau 8 Monate als unser Zweiter Kater einzog.

Ich weiß nicht warum, ich denk wir hatten riesen Glück, aber ab da war Kater Argus wie gewandelt.... das kratzen und beißen ließ nach, das tapetekratzen, ect.... er hatte allerdings einige "verständigungsproleme" mit dem neuen... wusste nix mit seinem fauchen oder seinem Buckel anzufangen, wollte mit ihm genauso knallhart spielen wie mit uns und ließ sich nicht putzen, sondern wollte sofort gleich wieder loskampeln.
Es hat einige Zeit gedauert bis er dann Kater Cthulhu verstand und auch selbst "mehr Katze" wurde....

Was er bis heute beibehalten hat: er leckt sich immernoch den Bauch manchmal nass...manchmal sogar uns gleich mit.

Ich hab in dem Moment erkannt, das es sau dumm war ihn so früh (allein) wegzuholen, als ich sah das er mit dem neuen nix anzufangen wusste...ihn nicht verstand....

MeineKlassenkameradin bekam Kitten von einem Züchter mit 13 Wochen. Ich war so neidisch als sie erzählte das die komplett stubenrein sind, sie nicht zerkratzt wird, sie keine 100€für die Ohrmilben, die Impfungen und sowas ausgeben musste und sie trotzdem im angenehmen Maße belagert wird von den beiden. Erst da merkte ich unsere Fehler :-|


Ja das sind meine Erfahrungen. Was du draus machst ist deine Sache, wobei ich natürlich hoffe das du dich dafür entscheidest, dir einige Probleme zu ersparen ^^ Ich wünsch es zumindest jedem, es wesentlich leichter zu haben, als wir damals!
 
Makase

Makase

Beiträge
814
Reaktionen
5
Auch meine Kater habe ich zu früh bekommen.

Zum Glück direkt zwei, die sich gegenseitig hatten.

Nach drei Tagen setzte akuter Durchfall ein, der kaum zu stoppen war. Täglich waren wir beim Tierarzt.

Das Immunsystem war vollkommen unten. Und dann bekamen sie den Microsporum Canis, einen Hautpilzkrankheit, den ich niemandem wünsche, denn er ging auch auf mich und meinen Sohn über. Wir haben über sechs Monate gekämpft, bis wir dieses Übel los waren.

Wir waren so viel Geld beim TA los, dass wir uns locker zwei super sozialisierte Katzen vom Züchter hätten holen können.

Bis heute kämpfen die Beiden immer wieder mit einem schlappen Immunsystem. Zur Zeit ist Kasi krank.

Ich weiß heute, welche Fehler ich gemacht habe.
 
gwend0line

gwend0line

Beiträge
5.230
Reaktionen
213
Charly hab ich auch zu früh bekommen und dazu noch alleine gehalten! :shock:
Jetzt hab ich das Gefühl, Charly hält sich eher für einen Menschen als für eine Katze. Mit Millhouse, so habe ich zumindest das Gefühl, kann er gar nicht katzenmäßig kommunizieren.

Ja und sonst ist er sehr anhänglich und etwas tapsig unterwegs (jetzt erst recht mit nur noch 3 Beinen).

Millhouse versucht ihm ein wenig die Katzensprache beizubringen, aber der Zug ist dafür wohl schon abgefahren.

Ich würde es nie wieder machen und oft mache ich mir auch deswegen Vorwürfe. :?
 
Nadine2306

Nadine2306

Beiträge
222
Reaktionen
1
Ja, und ich bereue es bis heute zutiefst. :cry::cry:
Wenn ich heute daran zurückdenke, kommen mir immer noch die Tränen. Mein Kitten muss soooo unglücklich gewesen sein.
Ich werde niemals sein jämmerliches Maunzen im Auto vergessen, als ich ihn abgeholt habe.... mit 7 Wochen und 2 Tagen....

Die Zeit danach war furchtbar..... Mogli wollte ständig "kätzisch" mit mir spielen, d.h. ich wurde gekratzt, gebissen usw.
Im Babyalter tut das ja kaum weh, aber ich möchte das nicht erleben, wenn eine Katze 1 Jahr oder älter ist und das macht.

Er hat nur Blödsinn gemacht. Sachen zerstört... Mit dem Kratzen an der Tapete kämpfen wir ab und zu heute noch (fast ein Jahr ist es her, als ich ihn zu mir holte)

Nach 2 Wochen wusste ich (auch dank dem Forum hier): Katze Nr. 2 muss her.
Ab ins Tierheim und 2 Wochen später zog auch schon Balu mit 13 Wochen bei uns ein gegen eine Schutzgebühr von 110 € (er war geimpft, entwurmt, gechippt und ein Kastrationsgutschein im Wert von 60 € war auch dabei). Ich habe quasi rein gar nichts für das Kitten zahlen müssen !!!!!!!!


Seit dem leben hier 2 glückliche Katzen, die raufen, spielen, kuscheln und mein Leben bereichern. Und Mogli konnte die Katzensprache und den Umgang mit Artgenossen kennenlernen und es war zum Glück noch nicht zu spät dafür !!!

Finanziell machen sich 2 Katzen kaum bemerkbar. Man kann größere Mengen Futter oder Katzenstreu (auch auf Vorrat) bestellen /kaufen und spart Geld.

Aber noch mal zum ursprünglichen Thema zurück: ein Kitten darf NIEMALS so früh von der Mama weg.
Verhaltensstörungen sind garantiert (merkst du ja jetzt schon). Und es wird nicht besser werden ohne kätzische Gesellschaft, im Gegenteil - es wird noch schlimmer werden, versprochen !!
 
Zuletzt bearbeitet:
K

katzenfreund 68

Beiträge
9
Reaktionen
0
Meine Teddy kam damals (vor 14 Jahren) mit gerade mal 8 Wochen zu mir, ich hatte damals 3 wochen Urlaub und musste dann wieder Arbeiten, (halbtags, vormittags) Teddy hatte alle gewohnheiten die sie von ihrer Mutter gelernt hatte perfekt im griff. Der gang aufs Klo, das fressen, und zutrauen zu mir bzw uns . Nachts schlief sie sogar auf unserem Bett am Fussende. Wenn ich zu hause war, habe ich viel mit ihr gespielt und geschmust.

l.g
 
Feles

Feles

Beiträge
160
Reaktionen
0
Hi,

Meine drei Kitten wurden mit 10 Wochen von der Mutter (Halbwilde Freigängerin) weggeholt, da sie sonst wegen Katzenschnupfen gestorben wären. Auch wenn es bei dreien manchmal echt turbulent ist, könnte ich mir gar nicht vorstellen, wie ich einen Artgenossen ersetzen sollte. Klar spielen sie auch mit mir und wir toben bis zu einem gewissen grad auch. Aber sie wissen halt auch, dass manche Sachen wie anspringen etc. nur mit den Geschwistern gehen und das sogar viel besser als mit mir. Und auch wenn ich manchmal noch etwas eingreifen muss, wenn der Kater mal wieder zu wild ist mit den Schwestern, könnte ich mir nicht mehr vorstellen, eine alleine zu halten.
Und wenn ich mir die Katze von Bekannten anschaue, die mit drei Wochen zu ihnen kam, würde ich niemals eine junge Katze alleine halten. Sie lässt sich zwar anfassen und kommt auch kuscheln, aber sie zeigt mit ihren 14 Jahren immer noch Verhaltensweisen eines Babys, so ruckelt sie z.B. an Ohrläppchen, auch wenn es im ersten Moment total süß ist, ist es eigentlich doch nur traurig. Sie kann nicht alleine bleiben und maunzt dann jämmerlich und zerkratzt Tapeten und Türen. Und sie beißt und kratzt ohne Vorwarnung.
Vielleicht hast du ja die Möglichkeit eine andere Katze zu holen, auch wenn die kleinen süß sind, groß werden sie ja alle und wenn ich an unseren alten Kater denke, den wir mit 14Jahren bekommen haben und der noch genauso gespielt hat wie eine kleine, hatte er doch die Vorteile einer großen und war viel mehr an schmusen interessiert als die drei kleinen jetzt zusammen, sie halten es vielleicht mal ne viertel Stunde aus auf dem Schoß zu liegen, aber dann ist irgendwas anderes wieder viel interessanter.
Naja und wenn man nach den Kosten schauen muss sind die Großen im Unterhalt doch auch günstiger, fressen ja viel weniger als die kleinen und sind schon kastriert und geimpft.

Ich hoffe ich konnte dir helfen und du findest eine Lösung.

LG Sarah
 
Zuletzt bearbeitet:
solianas

solianas

Beiträge
32
Reaktionen
2
Wir haben auch Erfahrung...

Die Katze meiner Mutter war ein Findling. Mein Vater fand sie in einem furchtbar veregnetem Herbst mutterseelenallein am Strassenrand sitzen. Frierend, durchnässt, abgemagert. Bis zur nächsten Ortschaft/dem nächsten Hof waren es in alle Richtungen zwischen 3 und 5 km.

Weil sie ihm so leid tat, hielt er an und fing sie nach etlichen Versuchen endlich ein.
Sie aus dem Auto zu fangen und in die Wohnun zu kriegen war auch ein Abenteuer.
Am nächsten Tag wurde sie vom TA entfloht, entwurmt und auf 6 Wochen geschätzt. Eien

Bis heute ist Kira eine scheue, ängstliche Katze. Es hat Monate gedauert, bis man sie überhaupt berühren konnte. Wochenlang saß sie unter der Couch und kam nur nachts zum fressen und für die Toi raus.
Sie lässt sich nicht hochnehmen.
Sie hat Panik vor dem Sauger.
Sie versteckt sich, wenn Besuch kommt.
Dem Himmel sei Dank, brauchte diese Katze bis heute keine fortwährende Behandlung beim TA... es wäre schlicht nicht möglich.

Kira ist diesen Sommer 12 Jahre alt.
Von Anfang an war klar, dass diese Katze einfach nur hier leben wird. Von Schmusetier traute sich niemand ausgehen...

Kiras Leben ist bestimmt von Angst.
 
Stulle

Stulle

Beiträge
49.476
Reaktionen
252
Ja kann ich.

Bacon wurde mit 6 Wochen von der Mutter getrennt und ist heute, 5 Jahre später, immer noch ein Wrack. Sie hat totale Panik vor Menschen, kann nicht lernen, macht ewig die gleichen Fehler und es hat sehr lange Zeit gebraucht, bis sie halbwegs normal in der Wohnung war. Bis dahin lebte sie unter dem Bett.

Quentin wurde mit etwa 8 Wochen aufgegabelt. Er nuckelt mit fast 2 Jahren noch wie ein Baby.

Die beiden Katzen meiner Mutter wurden damals (vor 12 bzw 16 Jahren) mit 8 Wochen abgegeben. Sie sind beide Null sozial, können nicht mit anderen Katzen kommunizieren und gehen sich aus dem Weg. Die Katze beißt sich regelmäßig in Folge der zu frühen Trennung in den Schwanz. Beide gingen nicht zuverlässig aufs Klo, Bacon ebenso nicht bis sie 16 Wochen alt war.
Ergänzend:Gestern haute Bacon ab. Ich fing sie ein, wurde dabei mehrfach gebissen. Bacon ist in ihrer Panik vor Menschen vom Dach gesprungen. Heute werden wir mit ihr zum Tierarzt müssen. Wie ich sie da hin bekomme? Keine Ahnung. Wie sie dort behandelt werden kann? Keine Ahnung. Wahrscheinlich in Narkose.

Nein, es ist nicht schön, wenn die eigene Katze so wenig Vertrauen in (ihren) Menschen hat, dass sie sich wie ein Lemming in die Tiefe stürzt. Vor allem, weil das mit einer richtigen Sozialisierung vermeidbar gewesen wäre.
 
Kevy

Kevy

Beiträge
5.223
Reaktionen
42
Hi!

Paulchen kam mit etwa 6 Wochen zu uns (damals lebte ich noch bei meinen Eltern) und ist bis heute Einzelkater im Freigang.
Paulchen ist hoch aggressiv, geht auf Menschen und andere Katzen los. Es ist schon zu schlimmen Verletzungen kommen - auf beiden Seiten.
Mittlerweile läßt er sich nicht mal mehr angreifen. Er ist jetzt 17 Jahre alt und ist von daheim ausgezogen, lebt jetzt beim Nachbarn.

Über Kiara´s Sozialisierung weiß ich nicht viel. Ich habe sie mit 4 Monaten aus dem Heim geholt.
Kiara lebte bei mir 5 Jahre in Einzelhaltung. Seit ca 2,5 Jahren hat sie Gesellschaft von 2 Maine Coon.
Kiara kann die Katzensprache nicht, dadurch geraten die drei oft aneinander. Sie ist extrem auf mich fixiert, was ja ganz lieb ist, manchmal aber wirklich anstrengend. Vor allem wenn wir weg sind, leidet sie sehr. Sie glaubt sie ist ein Mensch :shock:.

Der Kater meines Cousins (Maine Coon), wurde verhaltensauffällig weil er keinen Kumpel hatte. Er markierte überall, hat die Kinder (3 und 5 Jahre alt) attackiert, hat Lebensmittel geklaut und die Möbel ruiniert.

Sammy, die derzeitige Katze meiner Eltern hat Angst vor allem und jedem. Sogar vor meinem Vater. Sie kam mit etwa 8 Wochen zu ihnen. Sie extrem auf meine Mutter fixiert, keiner sonst darf sie anfassen.
Luna, die zweite Katze meines Cousins wurde mit etwa 5 Wochen im Mistkübel gefunden.
Sie ist aggressiv, geht einfach mal so auf Menschen los.

Also eigentlich JEDE Katze die ich kenne die in Einzelhaft sitzt oder zu früh von der Mutti weg ist, hat Auffälligkeiten im Verhalten.
 
Z

Zerschmetterling

Beiträge
51
Reaktionen
1
Hallo

Mein Kater kam mit 8 Wochen zu mir und ich hatte noch einigermaßen Glück denn er war nur extrem anhänglich, leider so sehr das ich ihn mehrmals durch die Wohnung getreten habe, versehentlich natürlich aber er wich nie von meiner Seite und ich meine das so das er wirklich 24/7 Körperkontakt suchte. Wenn ich Müll runterbrachte konnte ich ihn das ganze Haus zusammen schreien hören.

Leider wusste ich es nicht besser i-wann stauchte er sich die Pfote und ich hab daraufhin in Foren rumgestöbert und erfahren das zwei Katzen besser sind, also hab ich das umgesetzt. Leider war er da schon 8 Monate alt, aber es half. Mein Kater ist nicht mal annähernd so anstrengend wie damals, schreit nicht mehr wenn ich wegehe.

Und zwei Katzen sind nicht so viel teurer als eine, auf Dauer wahrscheinlich billiger da weniger zerstört wird.
 

Schlagworte

welche verhaltensstörungen bekommen katzen die zu früh von der mutter weg sind

,

was tun wenn katze vorzeitig von mutter getrennt werden muss

,

meine katze wurde zu früh von ihrer mutter getrennt

,
zu früh von det Mutter getrennte katze oft fieber krank
, zeigen zu früh von der mutter entwöhnen katzen schon sehr früh auffälligkeiten oder erst später?