• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Meine Mina in Gefahr

Diskutiere Meine Mina in Gefahr im Tumore und Geschwürerkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ihr Lieben! Ich habe mich neu angemeldet um mich mit euch über ein dramatisches Problem auszutauschen. Ich möchte mich möglich kurz halten...
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RonPossible

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Hallo ihr Lieben!

Ich habe mich neu angemeldet um mich mit euch über ein dramatisches Problem auszutauschen.
Ich möchte mich möglich kurz halten und euch alle wichtigen Stufen unseres Leidenswegs schildern, und würde mich sehr über Tipps oder Ähnliches freuen, denn mein Latein ist am Ende.

Meine Mina, eine schneeweiße, liebe und etwas pummelige Katze von etwa 8 Jahren ist schwer krank.
Sie lebte die vergangenen 7 Jahre bei meiner Mutter, ist aber eigentlich meine Katze. Nach meinem Auszug dauerte es lange, bis ich endlich in einer katzengerechten Wohnung lebte, nun ist die Kleine seit 6 Wochen bei mir. Sie und ich haben uns sehr gefreut, sie hat sich hier direkt wohl gefühlt.

Leider waren die letzten vier Wochen ein Horrortrip.
Es begann damit, dass sie sich sehr auffällig oft übergab. Vorher, bei meiner Mutter, war das maximal 2 Mal die Woche, aber auch mal wochen- oder monatelang nicht.

Hier wurde es dann immer mehr, schließlich auch täglich. Der erste Tierarzt machte ein großes Blutbild und ein Röntgen, fand aber nur leicht erhöhte Entzündungswerte vor, die er auf Zahnfleischentzündung münzte.

Durch MCP Tabletten ging es dann zwei Wochen eigentlich ohne brechen.

Vor heute genau einer Woche musste sie wieder zweimal am Tag brechen, ich habe eine Hausbesuchs-Ärztin holen lassen, die ihr nur Spritzen gab.
Ihr war aber nicht wirklich geholfen, daher habe ich einen dritten Arzt konsultiert, der ihr Mittel gegen Brechen spritzte und sich nach seinem Urlaub, der da begann, ganz intensiv damit auseinandersetzen wollte.

Bis Montag ging alles gut, dann der große Schock, der immer noch tief sitzt.
Sie erbrach 12 Mal in einer Nacht. Ich bin sofort zum Notdienst, man spritzte Cortison und Brech-Stopper und Antibiotika - Verdacht auf Gastritis.

Dienstag kam nun Arzt Nummer 5 ins Spiel. Er machte nochmal einen Bluttest und Röntgen, und wollte einen Labortest machen, der Bauchspeicheldrüsenentzündung nachweisen könne.

Der Bluttest ergab einen etwa doppelt so hohen Wert an weißen Blutkörperchen wie normal.

Das Röntgenbild gab ersten Aufschluss.
Im Magenbereich sei alles merkwürdig verdichtet, man könne kaum die Grezen der Organe ausmachen, auch war in der Magengegend ein Lufteinschluss, der eigentlich typischerweise oberhalb des Magens Richtung Wirbelsäule liegen müsste.
Außerdem waren Pünktchen in der Lungengegend.

Es könne tumorös oder eine Entzündung sein, das Ergebnis für die Bauchspeicheldrüse musste man abwarten. Ihr Leben sei in Gefahr.
Ein Schock und eine absolut schlaflose, tränenreiche Nacht folgten. Denn uns wurde gesagt, es könne nötig sein, sie "zu öffnen" und nachzusehen. Es könne auch sein, dass er währenddessen einen grausigen Befund feststelle und sie dann gerne schlafen lassen würde - für immer.
Ich war also in dem Bewusstsein "dies könnte ihre letzte Nacht und ihr letzter Tag sein"... furchtbar.

Wir sollten sie mit Hühnchen füttern, Teelöffelweise alle 2 Stunden. Sie hat nichts gegen Brechreiz bekommen, aber Cortison und Antibiotikum, sowie eine Infusion.

Sie fraß normal mit Apettit und war ansonsten auch fidel und munter. Etwa 5 Mal fraß sie ohne Brechen. Gegen Mittag des Folgetages (Mittwoch, gestern) wurde sie etwas schlapper, aber nicht teilnahmslos oder lethargisch.

Heute ging es dann wieder zum Arzt, neben Infusion und den Spritzen kam auch der Labortest: keine Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Nun müsse man von etwas tumorösen ausgehen. Dieser müsse im Bauchraum liegen. Die Verfärbungen auf der Lunge könnte eine Streuung sein. Die Möglichkeit, dass es doch etwas in Richtung schwere Entzündung wäre, wäre "wider allen Erwartens".

Morgen ist der nächste Termin. Es soll wieder Infusion, Cortison und anderes gegeben werden, es wird auch diskutiert werden müssen, sie aufzumachen. Am Wochenende hat die Praxis zu, davor habe ich sehr Angst, sollte sich da ihr Zustand verschlechtern. Am Montag ist die Ultraschall-Ärztin in der Praxis, das solle gemacht werden, bevor man sie sinnlos aufschneidet. Man erhofft sich, da den wohl tumorösen Keimort zu finden und klarer zu sehen. Dann müsse man weiter überlegen, ob es Sinn macht, etwas zu tun, und wenn ja, was. Chemotherapie mit Cortison sei eine Möglichkeit, falls es ein Tumor ist.
Ich kenne mich damit absolut nicht aus und will Mina nicht leiden lassen, aber auch nicht frühzeitig aufgeben.

Heute Abend hat sie gut gefressen und war sehr fidel und frech, so wie immer eigentlich. Auch verschmust. Ganz normal.
Und das ist das, was uns momentan so weh tut. Ihr geht es so gut (wegen der Medikamente oder generell?) und in ihr brodelt es. Wir sprechen Tag und Nacht über sie, über mögliches wie es weitergeht, über ihre Chancen, über ihre Zukunft wenn sie Chemo-artiges bekäme, über ihr Befinden, über ihren Tod.
Es klang für uns so, dass, egal was passiert, das Maximalste an Erfolg sein könnte, die todbringende Entwicklung "herauszuzögern". Wie lange geht sowas...lohnt es sich.... ich weiß es nicht.

Momentan ist meine Mama, ihre zweite Bezugsperson, zu Besuch bei mir. Das war schon lange vor Minas Krankheit geplant, es fühlt sich in meiner Trauer so an, als wäre es Schicksal. Ihre beiden Menschen bei ihr in ihren schlimmsten Stunden...die sie selbst gar nicht so schlimm wahrzunehmen scheint.

Mehr möchte ich jetzt gar nicht sagen, ich hoffe, ich bekomme einige Anregungen, Tipps, egal was.

Ich schicke noch den Befund von vor 2 Wochen mit, auch Röntgen. Der erhöhte Wert sei momentan nun doppelt so hoch, das Röntgen wäre noch genau so. Man sehe dort die ungewöhnlichen Lungenschatten und diese Verschachtelte Magengegend. Vielleicht hilft das ja irgendwie...


Viele liebe Grüße
André (21)

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  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #2
Hallo! Wie geht es Mina?
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #3
Ich kann leider nicht helfen aber wüsste auch gerne wie es der Kleinen geht! Ich drücke die Daumen! Habe es leider jetzt erst gelesen!
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #4
Hallo,

Ihr geht es (noch) gut.
Sie bekommt seit nunmehr knapp zwei Wochen täglich eine Tablette Cortison und eine halbe Antibiothikum. Damit geht es ihr gut.
Sie bricht nicht, macht richtig Pipi und Groß und hat viel Hunger.
Ich gebe ihr größtenteils gekochtes Huhn und gedünsteten Fisch mit viel Flüssigkeit. Für die Tabletten bekommt sie Feuchtfutter.

Neu ist, dass yie ständig niest, wenn sie an etwas schnüffelt. Keiner weiß woher das kommt.

Durch das Cortison (wahrscheinlich) hüpft und rennt sie viel. Sie hatte sich vor Wochen das Kreuzband verletzt, das wird natürlich durchs hüpfen nicht gerade besser. Aber momentan gehts.

Sie hatte die letzten Wochen extreme Paranoia, imner wenn es an der Haustür klingelte, dachte sie, es geht wieder zum Tierarzt. Kein Wunder....

Der Tierarzt hatte noch einen Test von den Antikörpern machen lassen ( bei dem die aufgespalten werden), der Aussagen über Krebs treffen könne. Der Test würde anscheinend gegen Krebs sprechen und eher auf eine Entzündung sprechen.

Dem entgegen steht aber die Röntgenaufnahme und der Entzündungswert.

Ultraschall und vor allem OP mit Probeentnahme wollten wir so gut es geht zur Schonung von Mina erstmal umgehen, wegen Narkose etc.

Nun wird Mittwoch wieder ihr Blut untersucht. Sollten die Werte gesunken sein, spricht das für eine gravierende Entzündung, sagt der Arzt. Sind sie höher muss es Krebs sein.

Wenn es eine Entzündung in der Magengegend ist, sind die Heilungschancen größer. Dann bleibt aber immer noch die Frage was die Flecken auf der Lunge sind.... hängen die Befunde zusammen (z.b. Streuung auf die Lunge vom Tumor in der Magengegend) oder ist die Lunge ein zufalliger Beifund... oder war einfach nur das röntgen fehlerhaft. ....

Man wird sehen wie es weiter geht. Die kleine kämpft tapfer und ich lasse sie nicht im Stich.
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #5
So, der Bluttest wurde gemacht.

Der Entzündungswert ist von 50.300 auf 42.800 gesunken.
Das sei viel zu wenig, man hatte sich in den zwei Wochen mit Cortison einen Wert von etwa 25.000 erhofft, um eine Entzündung diagnostizieren zu können.

So müssen wir also nun von einem "tumorösen Prozess" so gut wie zu 100% ausgehen, so der Arzt.

Er hat uns in eine Tierklinik (Tierklinik Wiesloch) verwiesen mit allen Blutbildern, einem Bericht und Röntgen.
Da müssen wir uns jetzt vorstellen. Der Arzt sagte, es sei sinnvoller, dort an einem Tag recht fix hintereinander alle nötigen Untersuchungen zu machen, anstatt bei ihm die Untersuchungen zu machen und letztendlich sowieso in eine TK gehen zu müssen für CT oder Ähnliches, was ein Tierarzt nicht machen kann.
Das halte ich auch für sinnvoll...

Heute hat sie sich gewehrt wie noch nie und war richtig sauer... Zuhause hat sie sich dann aber immerhin sofort auf ihr Futter gestürzt und kam danach direkt zum Schmusen zu mir.

Wir haben so gehofft, dass der Bluttest heute gut ausfällt...

In der Klinik wird dann wahrscheinlich CT mit Gewebeprobe gemacht, schätzte der Tierarzt.

Morgen müssen wir also einen Termin machen, allerdings bin ich Student und habe kein eigenes Auto, deswegen bin ich auf jemanden angewiesen, der fährt, und da ist wohl erst nächste Woche wieder jemand zu haben. Ich hoffe, wir verlieren keine Zeit dadurch....

Und das Geld wird langsam auch sehr knapp... ich selber kann nichts zahlen, habe nur 300€ im Monat, und meine Familie blecht alles, aber irgendwann ist das Geld einfach weg. Ich hoffe, man kann in der TK wenigstens in Raten zahlen, so ein CT ist ja sicherlich sehr sehr teuer, gell?

Viele Grüße...
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #6
Tierklinik ist mit Sicherheit eine gute Idee. Frag´ am besten direkt nach Ratenzahlung. Was ein CT kostet, kann ich Dir nicht sagen. Das wirst Du zumindest ungefähr von dem dortigen Tierarzt erfahren, wenn er Mina untersucht hat und abschätzen kann, was auf Euch zukommt.

Jedenfalls drücken wir hier sämtliche Daumen und Pfoten für Euch.
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #7
Hey,


also ich kann dir auch nicht wirklich weiterhelfen, dafür war meine Zeit beim Tierarzt zu kurz...


Das sie soviel frisst kommt durch das Cortison und ich weiß, dass es ein Cortson (spritze) gibt welches 3 Monate hält.
CT kostet schon einiges ich denke mal ab 200€ und die Untersuchung der Gewebeprobe nochmal so 70-100€ und aufwärts...weil ein Ultraschall kostet bei uns in Dortmund schon an die knappen 150€ und drüber vorallem, weil sie, denk ich, auch mal eine Beruhigungsspritze kriegen wird.

Mit meiner ehemaligen Chefin habe ich oft über das Thema Chemo geredet und wir waren beide der Ansicht, dass es dem Tier mehr Leid bringt als hilft. Es ist immer ein enormer Stress, vorallem weil es jedes mal eine Narkose o.ä. kriegen muss. Bedeutet es geht auf die Nieren. Da würde ich lieber meiner Katze solange wie möglich am Leben erhalten aber OHNE Symptome und sobald es nichts mehr bringt, bedeutet meine Katze schläft, ist schlapp, lustlos und will nichts mehr Fressen würde ich sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Auch wenn der Weg noch so schwer ist und man auch sicherlich eine ziemlich lange Zeit dran zu knabbern hat, würde ich lieber meine Katze schlafen legen anstatt sie zu quälen.


Ich hoffe natürlich dass es nicht so dramatisch ist wie momentan angenommen wird und drücke euch ganz herzlich! Natürlich werden hier alle Daumen und Pfötchen gedrückt!

Ganz viele liebe Grüße und halte uns bitte auf dem Laufenden

Jenny, Haily& Phoebes
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #8
Hallo ihr Lieben,


vielen Dank für eure Nachrichten! Natürlich werde ich sie nicht leiden lassen. Solange sie frisst, trinkt, am Leben teilhaben kann und ordentlich laufen, springen, pipi und alles machen kann, lassen wir sie leben.

Ich denke, solange es ihr weiterhin noch eine Zeit so gut gehen würde wie momentan, würde ich sie auch "zum Sterben" bei hoffnungslosem Fall erstmal noch mit nach Hause nehmen und sie halten, so lange es geht und sie sich nicht quält,und sie dann wenn es soweit ist evtl zuhause einschläfern lassen... aber soweit will ich momentan noch nicht denken.

Ich habe heute bei der Tierklinik angerufen, nächsten Mittwoch haben wir einen etwa 4-Stündigen Termin, auf den wir uns einstellen sollen. Anfahrt auch knapp eine Stunde.

Die Kleine hat jetzt schon immer Angst und verkriecht sich, wenn ich nur die Schuhe anziehe, ganz schlimm... aber wenn sie merkt, dass alles gut ist, blüht sie auf und ihr geht's super... halt wahrscheinlich durch das Cortison....


Laut TK wird keine Gewebeprobe entnommen werden können, da das Cortison, unter dem sie steht, die Probe unbrauchbar macht. Sie müsste eigentlich für sowas etwa 4 Wochen vom Cortison runter sein, das ist momentan gar nicht vorstellbar...

Also wird wohl erstmal "nur" Ultraschall gemacht werden. Je nachdem dann eine Magenspiegelung (wurde in Erwägung gezogen) oder ein CT. Kosten zwischen 100-700€, je nachdem, was gemacht wird. Aber sie haben uns versichert, dass wir Gewissheit bekommen werden an dem Tag.

Wenigstens kann ich in Raten zahlen, wird allerdings trotzdem schwer, bekomme ja nur Bafög und sonst nichts... naja so ist das halt...
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #9
Ich drück Euch ganz fest die Daumen!
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #10
Auch meine Daumen sind ganz feste gedrückt! Ich hoffe das Du irgendwie Hilfe bekommst um das alles bezahlen zu können!
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #11
Hallo André,
mehr zufällig bin ich auf Dein Thema gestossen. Vielleicht kann ich Dir und der kleinen Mina durch eigene Erfahrungen (wenn auch bei uns noch sehr frisch) ein wenig helfend zur Seite stehen. :?: Vielleicht kannst Du das ein oder andere in Deine Gedanken mit einbeziehen. Ich kann halt nur berichten, wie es bei uns ist.

Ich habe zwei schwerst kranke Fellnäschen zu Hause und tue alles, was nur irgendwie möglich ist, um ihnen noch eine schöne Zeit zu bereiten. Meine beiden sind allerdings schon 18 Jahre, dennoch, es ist schlimm und sehr schwer, mit schlechten Diagnosen umzugehen. :cry: Bei Tabsy wurde vor 3 Wochen CNI diagnostiziert. Bei Teddy am 23.05. Lymphdrüsenkrebs. Die Vorgeschichte kannst Du hier nachlesen:


Zum einen erscheint mir Dein jetziger Tierarzt etwas zweifelhaft. Er hätte doch wissen müssen, dass eine Gewebeprobe überhaupt nicht durchführbar ist :?::?::?: unter der Gabe von Cortison. Auch mit dem CT finde ich etwas unklar. Dieses wird sicher unter Narkose gemacht und ob Mina derzeit eine Narkose verkraften kann, scheint mir etwas fraglich. Mit dem Ultraschall müsste ausreichend zu sehen sein, denke ich.

Bei Teddy konnte anhand der Aufsplittung der Eiweißelektrophorese schon durch die Kurve eindeutig Krebs diagnostiziert werden. Leider ist es mir nicht möglich, Deine Laborwerte mit meinen abzugleichen, da bei mir der Befundbericht ganz anders aussieht :-|. Aber Teddy´s Kurve bei der Aufspaltung sah denen von Mina sehr ähnlich, dass ein Wert wie ein Pfeil nach oben schoß und die anderen ziemlich flach waren.

Ich würde erst einmal nur Ultraschall machen lassen, denn Du hast ja die Röntgenbilder und die Blutbefunde. Anhand dessen müsste eine Diagnose zu stellen sein. Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass 4 TAe(!!!!) Fehldiagnosen gestellt haben und mir nur teure Untersuchungen verkauft haben. Was Teddy aber leider gar nichts gebracht hat, außer, dass es ihm schlecht ging und keiner wirklich geholfen hat. Erst jetzt ist er in sehr guten Händen.

Teddy bekommt auch Cortison (Prednisolon 5mg). Anfangs bekam er 1 Tbl. täglich und es wurde wöchentlich herunter dosiert, bis auf 1/4Tbl., damit ging es ihm dann nicht mehr gut. Unter Cortison hat er wieder gefressen, war wieder neugieriger, lebendiger...wenn auch nicht mehr der kleine Räuber, der er immer war. Wir mussten mit dem Cortison deshalb wieder von vorn beginnen, also mit 1Tbl./tgl., ab morgen bekommt er nur noch 3/4tbl. für 1 Woche, dann 1/2Tbl. - diese bleibt dann so.
Mit was ich, aber vor allem Teddy, sehr gute Erfahrungen mache, ist eine zusätzliche HEEL Tumor-Therapie. Das sind homoöpatische Mittel, die zwar die Krankheit NICHT HEILEN, aber die den Organismus im Gleichgewicht halten, damit sich Teddy einfach wohler fühlt. Die biologischen Abläufe im Körper werden so reguliert, was der kranke Körper nicht mehr schafft. Vielleicht kann Dich die Tierklinik dahingehend beraten, frage einfach mal nach einer HEEL-Therapie. ;-) Diese setzt sich aus verschiedenen Mitteln zusammen, die die zu Hause selbst nach Therapieplan verabreichst mit dem Futter.
Auch Tabsy bekommt solch eine Therapie, nur mit anderen Mitteln. Ich habe bei meinen auch keine Probleme, es zu verabreichen, weil ich es einfach unter das Futter mische. Übrigens, seit meine nicht mehr fressen wollten, püriere ich das Futter. Damit kommen beide super zurecht.
Natürlich ist nicht ein Tag wie der andere. Teddy hat Tage, wo es ihm nicht so gut geht. Die machen mir jedes Mal Angst. Aber bisher ging es ihm am nächesten Tag immer wieder besser. Er hat auch Tage, da ist er fast der Alte. Inziwschen hat er ein neues Domizil im Wohnzimmer, ein Drittel bewohnt nur er alleine. Eine Decke als Wohnzimmer, eine für´s Schläfchen zwischendurch, eine als Terrasse, um die Sonne zu geniessen, eine zum schlafen nachts....er hat sozusagen 7 Zimmer :-D ....dafür darf ich den Wintergarten wieder nutzen, der eigentlich bisher ausschließlich für meine Fellnasen hergerichtet war.

Wegen den Kosten würde ich Dir raten, Dich einmal an Euren örtlichen Tierschutzverein zu wenden. Manchmal haben diese Mittel zur Verfügung, um zu unterstützen. Ich weiß, was für Kosten auf einen zukommen, manchmal weiß man nicht mehr, wie man es bewerkstelligen soll. Aber dennoch tut man alles, damit es unseren Lieblingen einfach nur gut geht und sie nicht leiden müssen. Achso, zu den Kosten der HEEL-Therapie: Ich habe bei Teddy ca. 110,00€ bezahlt, er bekommt 5 verschiedene Mittel. Aber diese sinmd ausreichend für 3 Monate. Wir haben gerade die 1. Behandlungsphase beendet, er hat jetzt 4 Wochen Pause und bekommt in dieser Zeit nur ein Präparat und das Prednisolon. Danach beginnt die 2. Behandlungsphase für 4 Wochen. Wie es danach weitergeht, weiß ich noch nicht. Ich hoffe, ihm wird es jetzt in der Ruhephase nicht schlechter gehen. Ich trage mich mit dem Gedanken, beim nächsten Kontrollbesuch bei unserem Tierarzt, vielleicht nochmal Blut abnehmen zu lassen, um zu schauen, wie die Werte sich entwickelt haben und ein Röntgenbild machen zuzu lassen. Aber mein Tierarzt wird mich dahingehend in Teddy´s Sinne sehr gut beraten, was sinnvoll und weniger sinnvoll ist.

Jetzt wünsche ich Euch erst einmal alles Gute für Mittwoch! Hoffentlich ist Mina nicht zu sehr strapaziert von der Autofahrt und es können alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt werden. Wir drücken Euch ganz fest die Daumen und die Tatzen.

Herzliche Grüße Birgit mit Teddy und Tabsy
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #12
Hallo,

erstmal vielen, vielen Dank von Herzen für eure Worte und Ratschläge. Das bedeutet mir viel, danke.


Heute war also nun der besagte Mittwoch, an dem wir zur Tierklinik mussten. Es wurde ein weiteres Blutbild gemacht, ihre Entzündungswerte sind weiter gesunken. Nun bei 3600.

Sie wurde narkotisiert, erst venös durch einen Zugang, an dem zuvor Blut abgenommen wurde.
Das wirkte überhaupt nicht, sie war total sauer und hat dem Arzt der Klinik auch noch eine gehauen, ihr musste dann intermuskulär nochmal Narkosemittel gespritzt werden, auch da schien sie keine Reaktion drauf zu haben. Sie hat sich wohl echt gewehrt... dann haben die Ärzte sie mitgenommen.

Es wurde Ultraschall des Magen-Darm-Bereiches und ein CT der Lungengegend gemacht.


Nun herrscht Gewissheit. Sie hat ein etwa 2.5cm großes Lungenkarzinom an einem unteren Teil eines Lungenflügels. Allein wäre diese Art Krebs wohl operativ gut entfernbar gewesen.
Der Krebs hat allerdings gestreut. Auf die Randgebiete beider Lungenflügel, etwa 30-50 Metastasen.

Also wohl ihr Todesurteil. Man gibt ihr noch wenige Wochen, vielleicht 2-3 Monate.
All meine Hoffnung ist zerstört, kein Gebet der letzten Wochen hat etwas genützt.

Gegen 16 Uhr ist sie angefangen, aufzuwachen. Gegen 17 Uhr konnten wir gehen.

Jetzt ist es 22 Uhr. Sie ist noch stark angeschlagen. Von 18 Uhr an konnte sie sich eigentlich gar nicht fortbewegen, sie hat gestrampelt, aber konnte ihre Hinterbeine nicht gescheit aufsetzen zum Laufen. Ich hab ihr geholfen. Immer wieder blieb sie vollkommen erschöpft liegen. Mittlerweile läuft sie auf allen Beinen wieder, aber sehr wankend und ab und zu fällt sie um. Sie läuft immer wieder dieselbe Runde. Von der Küche ins Schlafzimmer, unter dem Bett entlang, bis zum Schrank (in dem sie oft lag) und dort rastet sie eine Weile. Dann gehts wieder zurück. Ihr Laufen scheint immer besser zu werden.

Zwei Probleme sind nun unmittelbar nach der Narkose aufgetaucht.

1. Sie erbricht sich, momentan 2 Mal. Sehr viel Schleim und gelbe Flüssigkeit...
2. Sie röchelt. Naja, ich weiß nicht, wie man es beschreiben soll. Es klingt ein bisschen wie schnurren. In der Klinik hieß es, das sei der Schleim der sich durch die Narkosebehandlung gebildet hätte und sei normal. Bei jedem Atemzug hört man es rasseln.

Inwieweit sind diese Dinge normal? Und wie lange kann es dauern, bis sie sich berappelt hat?

Ich hoffe inständig, dass es ihr bald besser geht. Sie muss schließlich eigentlich heute Nacht wieder Kortison nehmen, das kann man ja nicht einfach aussetzen, wenn sie es so lange schon bekommt.

Wir sollen bei der Cortison-Behandlung bleiben, bis ihr Leben nicht mehr führenswert ist. Es sei sehr verwunderlich, dass sie bei der Anzahl an Metastasen in Bronchiennähe noch nicht hustete. Und dass es ihr generell, auch trotz Cortison, noch so gut geht.

Es könnte irgendwann dann passieren, dass sie anfängt zu husten. Irgendwann evtl Blut. Oder sie fängt trotz Cortison wieder an zu brechen...all das wären dann wohl Zeichen, dass es genug sei, auch wenn es ihr sonst super ginge.

Ich kann auch keine Erfahrungen zurückgreifen, das ist mein erstes Haustier und besonders Lebens- und Todeserfahren bin ich nicht. Mir stürzt die Decke über dem Kopf zusammen.

Ich frage mich, ob es noch etwas gibt, was ich ihr geben kann, sodass es ihr evtl noch besser geht...oder etwas, das das Tumorwachstum behindert, oder irgendetwas anderes helfendes bewirken kann, neben dem Cortison.

Jetzt muss ich erstmal hoffen, dass sie sich berappelt und bald wieder fressen will, damit es wieder bergauf geht. Ansonsten muss ich ihr morgen wohl eine Cortison-Spritze geben lassen, damit sie keinen Schock oder sowas erleidet, wenn sie plötzlich die gewohnte Dosis nicht mehr bekommt...

Ich will ihr noch eine schöne Zeit machen... und ich hoffe, die prognostizierten maximal 3 Monate sind vielleicht nicht wahr...
habe so oft von Leuten gelesen, deren Tiere noch viel Länger mit der richtigen Betreuung und Behandlung mit so einer Krankheit lebensgerecht leben konnten...

Andererseits mache ich mir momentan große Vorwürfe, sie jetzt so einer Narkose ausgesetzt zu haben, nach der es ihr offenbar sehr schlecht geht, wobei es ihr ja vorher super ging. Jetzt wissen wir zwar Bescheid...aber was nützt das meiner Mina....
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #13
Hallo André,

ich bin sehr schockiert über Deinen Bericht von der Tierklinik und bin fast ohne Worte. Es tut mir soooo leid, dass Ihr so eine schlimme Diagnose bekommen habt. Ich kann Dir so gut nachfühlen, wie traurig Du bist und welche Sorgen Du hast um Mina. Ich konnte es bei Teddy und Tabsy auch kaum verkraften.

Zu der Nachwirkung der Narkose, ich denke, Du solltest noch etwas geduldig sein. Es dauert bei dem einen mehr bei dem anderen weniger lang, bis die Nachwirkungen verschwinden. Mina hat sich ja auch recht stark gegen die Narkose gewehrt, so dass sie vielleicht auch eine etwas stärkere Dosis bekommen hat. Wichtig ist, dass Du sie gut beobachtest, solang sie noch unkoordiniert auf den Beinchen ist. Du solltest sie schön warm lagern und darauf achten, dass sie nirgendwo herunter fallen kann. Trinken solltest Du ihr natürlich anbieten, beim Fressen musst Du etwas aufpassen, solange sie noch unkoordiniert ist. Möglich, dass sie das Fressen erbricht, wenn die Nakose noch nachwirkt.
Hat man Dir in der Klinik nicht gesagt, wie lange die Nachwirkung noch andauern kann? In jedem Fall gib Mina Zeit, sich zu erholen.
Es ist möglich, dass sie "schnurrt", Katzen schnurren auch, wenn sie Schmerzen haben, nicht nur, wenn es ihnen gut geht! Sie versuchen durch das schnurren, die Schmerzen zu kompensieren. Bis morgen früh würde ich erst einmal warten, ob sich alles wieder normalisiert bei Mina. Wenn sich durch die Narkose Schleim in den Bronchien bildet und Mina nun doch an der Lunge erkrankt ist, kann sie es natürlich nicht so schnell abbauen und braucht einige Stunden.
Trinkt sie denn? Und wirkt sie sehr unruhig oder fühlt sie sich zu Hause wieder wohl?
Vielleicht kannst Du versuchen, sie in den Schlaf zu streicheln? So kann sie sich erst einmal von den heutigen Strapazen erholen.
Wenn sie morgen früh immer noch unkoordiniert ist, ist es eine gute Überlegung, ihr das Cortison spritzen zu lassen. Ich würde sie dann auch nochmal beim Tierarzt vorstellen, damit dieser auch die Lunge nochmal abhören kann. Hat Dir die TK keinen Rat gegeben, ob und wie Du das Cortison diese Nacht verabreichen sollst? Notfalls nochmal in der TK anrufen, dort müsste ja auch nachts jemand sein.

Ich hatte Dir ja schon geschrieben, dass ich Teddy und Tabsy Präparate von HEEL gebe. Das sind homoöpathische Mittel, die zwar leider keine Heilung des Krebses herbeiführen, aber die den Organismus im Gleichgewicht halten und somit das Wohlbefinden sehr gut beeinflussen. Bei meinen beiden hilft es sehr gut. Jeder bekommt seine eigenen Präparate, eben abgestimmt auf die Erkrankung. Lass Dich bitte von Deinem Tierarzt dahingehend einmal beraten! Ich benutze die Ampullen, da sie relativ geschmacksneutral sind und man sie gut unter das Futter mischen kann. Meine fressen ihr Futter so ganz normal, als wäre nichts drin.

Zum Fressen auch noch ein kleiner Tipp: wenn Mina nicht fressen mag, versuche doch mal, das Fressen zu pürieren. Dann kann sie es mühelos schlecken. Wenn sie sehr schlecht frisst, könntest Du es mit Rekonvaleszenz-Nahrung versuchen, diese ist 3 Mal kalorienhaltiger, als normale Nahrung. So habe ich Teddy am Anfang wieder aufgepäppelt. Ich habe von Hills A/D oder von Royal Canin Recovery gefüttert. Außerdem kannst Du Calo-Pet Paste oder Nutri-Plus Gel geben, meine nehmen das als Leckerchen ;o).
Das Futter als auch die Paste bekommst Du beim Tierarzt oder in der TK. Das Futter kannst Du, wie ein Mousse, aufschlagen, so dass es breiiger bzw. flüssiger wird. So kommt Mina erst einmal wieder zu Kräften. Das Futter ist auch nicht mit irgendwelchen Medikamenten versehen, es ist lediglich ein Aufbaufutter nach Erkrankungen bzw. Operationen, damit unsere Fellnasen wieder zu Kräften kommen. Du kannst ja erst einmal von jedem eine Dose ausprobieren, welche Sorte Mina lieber mag. Leider gibt es bei beiden keine verschiedenen Geschmacksrichtungen. Daher habe ich immer zwischen den Sorten gewechselt, damit es nicht zu langweilig wird vom Geschmack.

Ich hoffe sehr, dass sich Mina bis morgen etwas erholt. Bedenke, dass es für sie heute ein unglaublich anstrengender Tag war und sie erst einmal eine Erholungsphase braucht. Allerdings würde ich morgen unbedingt nochmal zum Tierarzt gehen, wenn sie noch irgendwelche Anzeichen zeigt, dass sie die Untersuchungen und Nakose noch nicht verkraftet hat. Ich würde das Cortison dann spritzen lassen, dann bist Du auf der sicheren Seite. Und wie gesagt, notfalls nochmal in der TK anrufen, wenn Du unsicher bist.

Bitte berichte morgen einmal, wie es Mina geht, sobald Du Zeit dafür findest.

Viele liebe Grüße und ganz viel Kraft Euch beiden....
Birgit, Teddy & Tabsy
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #14
Hallo André,
es tut mir sehr leid, dass die Diagnose für Mina so schlecht ausgefallen ist. Es ist schlimm zu wissen, dass ihr wohl nur noch wenig Zeit bleiben wird.

Hoffentlich erholt sie sich bald von der Narkose und den Untersuchungen. Päppel sie auf und verwöhne sie, wenn sie wieder ein bisschen Appetit hat.

Wenn keine Operation für Mina mehr möglich ist, wäre es sicherlich sinnvoll, durch homöopathische Medikamente den Verlauf der Erkrankung so weit es geht positiv zu beeinflussen, ihre Abwehrkräfte zu stärken und das Wachstum der Tumore so weit es geht einzudämmen.

Ich hoffe, dass du hier noch weitere Tipps bekommst, wie man Mina noch helfen kann und ihr zumindest noch mehr Zeit und eine gute Lebensqualität trotz der schlimmen Diagnose verschaffen kann.

Ich wünsche Mina und auch dir ganz viel Kraft.
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #15
Hallo ihr Lieben.

Vielen Dank für eure Worte. Von Herzen ein großes Dankeschön an Birgit und mennemaus. Es tut gut, sich nicht allein fühlen zu müssen.

Gestern Nacht nach meinem Post hat sie ihr Cortison genommen und auch nicht mehr gebrochen. Die ganze Nacht lag sie bei mir und hat geschlafen, sie war ganz platt. Manchmal wirkte es echt so, als wolle sie über die Regenbogenbrücke gehen. Die Nacht war schlimm.
Sie wollte aufs Bett springen aber konnte nicht... ich hab später bei ihr auf dem Fußboden geschlafen weil ich Angst hatte dass sie aus dem Bett fällt.

Heute hat sie sehr sehr viel geschlafen und zwischen drin gefressen. Und kam öfters zum schmusen.
Ihr ging es Stück für Stück besser. Sie wollte schon wieder auf Fensterbänke springen aber da hab ich sie von abgehalten.

Der Tierarzt hat den Bericht der Klinik erhalten und war sehr betroffen, hat sich selbst Vorwürfe gemacht. Er sprach von wenigen Tagen die sie noch habe, wenn sie so schlapp bleibt. Wir haben lange gesprochen, er empfindet das jetzt evtl als unnötiges herauszögern des unvermeidbaren aber er hat mir auch etwas mut gemacht.

Wir haben über Homöopathie gesprochen, auch über HEEL. Er hat mir für ihren Zustand erstmal ein anderes Mittel empfohlen. Viele mittel könne man nur per spritze geben. Ich denke, das muss man ihr nicht mehr antun. Er schenkt mir ein Mittel was normalerweise 90 € kostet. Habe den Namen vergessen, ich hol es morgen ab.

Morgen will ich falls ihr verschleimter Hals noch nicht besser ist, auch nach etwas dafür fragen. Heute ist das aber schon viel besser als gestern.

Generell geht's ihr wieder gut und sie macht wieder alles und benimmt sich normal.

Ich will morgen fragen ob er mir eine Nummer geben kann falls es soweit ist und (auch nachts) jemand zum erlösen kommen muss.

Den Tag habe ich mit tausenden Gesprächen voller Tränen verbracht. Alle leiden mit, vor allem meine Mama, bei der Mina viele Jahre lang gelebt hat. Ich hab einen sehr langen Text geschrieben, in dem ich alle meine Gedanken und Erinnerungen beschrieben habe,das tat sehr gut, es von der Seele zu schreiben. ...

Nun will ich endlich versuchen zu schlafen. Ich melde mich und freue mich über jede Nachricht.
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #16
Versuche, dass deine Trauer nicht jetzt schon übermächtig wird. Mina spürt ja auch deine Stimmung, deshalb wäre es gut, wenn du ihr einfach jeden Tag, jede Stunde, besser noch jede Minute besonders schön machen könntest.

Dazu musst du nicht mal mehr viel machen, einfach für sie da sein, mit ihr kuscheln oder auch ihr Ruhe lassen, wenn sie das braucht. Sie mit allem, was sie gerne frisst, zu verwöhnen gehört natürlich auch dazu.

Es ist gut, dass Mina durch die Medikamente wieder besser drauf ist, dass sie frisst und schmust. Hoffentlich bleibt ihr noch viel Zeit, in der sie ihr Leben genießen kann.

Schön, dass dein Tierarzt dir kostenlos ein Medikament geben will und dass er mit dir überlegt, was für Mina das Beste ist. Du kannst seine Unterstützung sicherlich gut brauchen.

Deine Idee alles, was dir durch den Kopf geht (Gedanken und Erinnerungen) aufzuschreiben, finde ich gut. Das hilft dir, besser mit der schwierigen Situation umzugehen.

Alles Gute weiterhin für dich und für Mina. Und ganz viel Kraft.
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #17
Hey Andre!

Ich kann mich mennemaus nur anschließen. Genießt Eure gemeinsame Zeit in vollen Zügen. Laß' das Telefon klingeln, wenn Ihr grade schmust. Und wenn Du wegen ner Schmuserunde mal zu spät kommst - so what!

Und klar, bist Du traurig. Aber Mina ist JETZT bei Dir. Nur der Moment zählt, nichts anderes.

Lieben Gruß,
Sisja
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #18
Hallo, ihr Lieben!

Danke für eure Nachrichten! Wir geben weiterhin 1 Tablette Cortison und 3x täglich Horvi.
Es geht ihr aber nicht gut. Mein Tierarzt, der mir angeboten hatte, wenn etwas ist und sie sich merkwürdig verhält, kann ich sie auch filmen und ihm ein Video schicken, weil sie ja so mitgenommen von den Tierarzt-Besuchen ist, ist momentan im Urlaub.

Ich bin absolut ratlos. Vielleicht kann uns jemand mit Tipps helfen.

Es ist, hoffentlich, kein Anzeichen ihres Krebses, was sie quält.
Sie wurde also ja vor einer Woche unter Narkose behandelt und hat auch einen Tubus (Schlauch in den Hals) bekommen. Seitdem hatte sie zunächst vermehrte Schleimbildung im Halsraum und atmete daher "rasselnd". Es klang so, wie bei uns Menschen, wenn wir Schleim im Hals haben und dabei atmen. Sie hat diesesn Schlaum "hochgehustet" und dann wieder runtergeschluckt.
Dieser Schleim ist nun so gut wie verschwunden, nur morgens und abends scheint sich wieder etwas mehr anzusammeln.

Seit einigen Tagen ist nun eher akut, dass sie hustet und röchelt.
Dies ist meist nur vereinzelt, sie stößt praktisch einen "Röchler" aus, dabei zuckt ihr Lungenbereich mehrmals zusammen, dann ist wieder Ruhe für einige Stunden.

Es scheint sich aber anzuhäufen, dass es nicht bei diesen seltenen Fällen bleibt.
Vor Allem, wenn sie schnurren will, zuckt ihr Bauch/Rücken und sie röchelt/hustet oft hintereinander. Sie scheint zumeist den Schleim hochzuröcheln und dann wieder zu schlucken. Das Ganze passiert aber auch "trocken".

Zweimal (morgens) war dieses röcheln so stark, dass es etwa eine Minute anhielt und ins Brechen überging. Aus dem Röcheln ging praktisch dieses laute "Hochpumpen" beim Brechen hervor. Das macht mir die größten Sorgen, da so ein Verhalten, dass ins Brechen übergeht für mich nach etwas Schwerwiegenderem aussieht als die bloße Nachwirkung des Tubus bei der Narkose.

Jetzt vor einigen Minuten hat sie wieder dadurch gebrochen. Sie schnurrt, beansprucht ihre Stimmbänder und was sonst noch für das Schnurren verantwortlich ist nach längerer Zeit wieder (wie morgens und abends, wenn ich schlafe, hat sie ja auch keinen Grund zu schnurren... jetzt war ich in der Uni und es ging los). Dann fängt dieses Röcheln an. Dies wird dann aber so stark, dass sie das eine Minute lang macht, klingt etwas so, wie, wenn ein dicker Mann mit Asthma gejoggt ist und dann rumkeucht. Ich weiß nicht, wie ich das sonst beschreiben soll. Und plötzlich hört das Keuchen auf und dieses laute "Pumpen" aus dem Bauchbereich setzt ein und sie erbricht.
Allerdings meistens nur Schleim oder winzige Reste von dem, was noch in ihrem Magen unverdaut war.

Danach hat sie erstmal eine Zeit lang kein Röcheln, das sie quält, kann auch normal schnurren... es scheint immer zu sein, wenn sie sich nach längerer Zeit mal beansprucht mit dem Schnurren.

Was vielleicht auch noch wichtig ist: sie hat kaum noch Stimme, meist macht sie den Mund ohne Ton auf, manchmal kommt ein Krächzen raus, ab und zu hat sie dann aber plötzlich doch wieder ihre Stimme....


Was kann das sein? Ich will sie nicht wieder zum Tierarzt bringen weil sie eh schon so große Angst hat, und einen neuen eigentlich erstrecht nicht, da der jetzige Tierarzt wirklich gut ist und ihre ganze Story kennt.

Ich hoffe sehr, dass sowas Indizien für eine Halsentzündung sind, und nicht für etwas, das vom Lungenkrebs kommt...das wäre dann auch sehr plötzlich und merkwürdig, dass es nach der Narkose erst passiert ist....

Viele Grüße,
André
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #19
Lieber André!

Natürlich kann man keine Ferndiagnosen stellen. Zum Einen kann es natürlich eine Halsentzündung durch den Tubus sein, es kann aber auch durchaus mit dem Lungenkrebs zusammenhängen. Kann der Tierarzt nicht zu Euch nach Hause kommen? Dann hätte Mina nicht den Streß mit dem Transport, der ihr natürlich zusätzlich schadet.

Oder kann Dir die TK nicht Medikamente empfehlen, die Mina die Situation erleichtern? Wie sehen denn ihre Schleimhäute aus? Bekommt sie genug Sauerstoff beim Atmen?

Lieben Gruß,
Sisja
 
  • Meine Mina in Gefahr Beitrag #20
Liebe Sisja,

sie scheint auf mich ansonsten völlig gesund zu sein. Sie atmet normal, wenn sie nicht schnurrt, setzt das Röcheln in aller Regel auch nicht ein. Wenn sie röchelt, zuckt sie aber auch zusammen...

Gerade, nach dem Brechen, konnte sie wieder komplett normal schnurren und miauen, als sie sich des Schleimes entledigt hatte. Es scheint mir persönlich also eher was mit dem Tubieren und evtl einer Entzündung dadurch zu tun zu haben...aber vielleicht ist das auch nur meine Hoffnung.

Sie niest nicht, hat keine glasigen Augen und auch keine Schnoddernase.
Sie legt sich auch noch hin, auch auf die Seite und den Rücken. Mir wurde gesagt, wenn die Krebssymptome sich erstarken, würde sie diese Dinge nicht mehr machen, da ihr dann das Atmen schwerer fallen würde und sie evtl Schmerzen dabei hat. Das alles ist aber momentan nicht der Fall.

Ich hoffe natürlich, dass es noch nichts mit dem Krebs zu tun hat. Mir kommt es auch irgendwo so unlogisch vor, dass sie vor der Narkose nichts derartiges hatte und direkt nach der Narkose plötzlich etwas auftritt. Mir wurde ja gesagt, das Schleimen vom Anfang käme definitiv vom Tubus. Aber dass es nach einer Woche noch nicht abgeklungen ist, und sich aus dem rasselnden Schleim-Abhusten dieses Röcheln mit Brechen entwickelt hat, ist andererseits ja doch Besorgnis erregend...

Der Tierarzt ist leider in Urlaub, der würde bestimmt vorbei kommen, wenn er da wäre. Ich habe seine Vertretung gefragt, ob sie vielleicht ein Antibiotikum oder Entzündungshemmer geben könnte, ohne in die Praxis mit Mina zu gehen. Ich weiß, dass es nur auf Verdacht wäre, das zu geben, und es ohne Untersuchung evtl sinnlos ist.
Aber, schaden kann es doch nicht, und es ist schonender für sie, als zum Tierarzt zu gehen. Und dieses Mittel könnte man dann austesten, bis der richtige Tierarzt nächste Woche aus dem Urlaub zurück ist. Wenn es bis dahin angeschlagen hat, wissen wir, es war eine Entzündung, ein Infekt oder Ähnliches. Wenn nicht, haben wir wenigstens diese Woche genutzt und können etwas ausschließen und dann mit dem richtigen Tierarzt nach seinem Urlaub weiter machen....
Das ist jedenfalls mein Gedanke...

Ich habe das per Mail geschrieben, weil ich die Praxis heute schon mehrmals genervt habe und dachte, dass das vielleicht netter wäre. Heute ist sowieso nur eine richtig schlechte Vertretung in der Praxis, morgen ist die Gute Vertretung da, der ich auch vertraue. Und an die habe ich die Mail geschrieben....
Es ist gut, dass so viele Ärzte in der Praxis arbeiten, aber es sind leider nicht alle gleich gut. Der Tierarzt selbst ist wirklich toll, von seinen beiden Vertretungen eben nur die eine, deswegen denke ich, morgen wäre sicherer...
 
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