Katze aggressiv gegen Nachbarskatzen, fehlende Sozialisierung

  • Autor des Themas Kornblume
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K

Kornblume

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Hallo zusammen!

Ich brauche einen Rat in folgender Sache, weil ich nicht weiß, wie ich dieses Problem lösen kann:

Wir haben eine etwa 6-jährige Perserin aus der Tierhilfe. Sie lebt seit fast vier Jahren bei uns und ist ein Schatz! Sehr auf uns bezogen, immer in unserer Nähe, mit unserem Kind einfach zauberhaft.
Sie war ihr Leben lang Wohnungskatze. Seit zwei Jahren fuhren wir alle paar Wochenenden zu unserem Haus, was wir umbauten, und nahmen sie mit, dort hat sie natürlich Freilauf, was ihr sehr gut gefällt.
Seit Dezember wohnen wir nun in unserem Haus. Sie ist tagsüber draußen, nachts drinnen, entfernt sich aber kaum von unserem Grundstück. Es gibt noch andere Katzen, die hier auf Wanderschaft sind.

Die Nachbarn haben, nachdem unsere Katze das erste Mal hier war, aber bevor wir
hier eingezogen sind, drei junge Kätzchen bekommen - drei ganz sanftmütige, die Jungs sind Brüder, dazu ein Mädchen, scheu gegenüber Fremden. Alle, auch unsere, sind kastriert.

Nun hat sich einer der Kater unsterblich in unsere Katze verliebt und kommt immer öfter vorbei. Entweder er kommt bewusst zu uns und beobachtet uns aus der Ferne, oder er geht seinen Weg an unserer Terrasse vorbei durch unseren Garten auf die Wiese hinter uns. Abends sitzt er oft vor der geschlossenen Terrassentür und schaut nach zu uns rein, machmal tatzt er gegen die Scheibe. Er war auch schon bei uns im Haus und hat sich hinter unseren Schränken verkrochen.

Unsere Katze findet das leider gar nicht lustig. Schon, wenn er noch Meter entfernt ist, oder sich nur mal geduckt vorbei schleicht, macht sie ihn oben vom Schlafzimmerfenster aus, rast die Treppen nach unten, nach draußen. Dann faucht sie lautstark, wenn er nicht weicht, fängt sie dieses unheimliche Heulen an, sehr laut und durchdringend. Dann schreit sie wie am Spieß und geht auf ihn los.
Ganz schlimm ist es nachts, wenn die Terrassentür geschlossen ist und er vorbeikommt und sich davor setzt. Wie oft sind wir schon hochgeschreckt, weil sie sich mit wahrem Kriegsgeheul gegen die Glastür wirft, kratzt und total ausflippt. Und wenn er erst dagegen tatzt! Drama!

Auch gegen andere Katzen ist sie so. Ich vergleiche sie oft mit einer Bulldogge, die auf Leben und Tod ihr Haus und ihre Familie verteidigt.

Ist das so? Ist das der Grund für ihr Verhalten? Liegt es an ihrer Vergangenheit, von der ich nichts weiß? Evtl. an einer fehlenden Sozialisierung?

Und wie sollen wir uns verhalten? Es ist natürlich nicht schön, fast jede Nacht durch dieses Gebrüll geweckt zu werden und erst mal Katze vom Fenster zu klauben und den Kater zu verscheuchen.
Auch tun mir die Nachbarskatzen echt leid. Klar zanken die auch mal. Aber unsere kämpft echt auf Leben und Tod. Das macht mich wütend, und ich bin immer mehr sauer auf unsere Katze.

Aber was tun? Schimpfen (bringt nichts, sie macht es immer wieder)? Akzeptieren, dass sie eine Wachkatze ist und schauen, dass die Nachbarskatzen nicht auf unser Grundstück kommen? Kann unsere Katze noch ein sozialeres Verhalten lernen?

Ich bin echt hilflos - es stresst sie bestimmt genauso wie uns, und ich will sie auch nicht unfair behandeln :-(
 
13.06.2014
#1
A

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
S

Schattenkatze

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Es gibt keinen Grund auf deine Katze sauer zu sein, sie ist nicht Böse und sie macht auch nichts falsch!
Sie verteidigt einfach nur ihr Revier und dazu hat sie jedes Recht und last keine von den Nachbarskatzen in eure Wohnung, das macht alles nur schlimmer.
 
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suba

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Euer Grundstück ist ihr Revier. Ihr braucht nicht schauen, dass die Nachbarkater nicht euer Grundstück betreten. Eure Katze kann es denen viel besser erklären;-).
Probiert doch mal aus, ob es etwas hilft, den unteren Teil der Terrassentür blickdicht zu machen ( Klebefolie oder so) vielleicht habt ihr dann Nachts mehr Ruhe. Ich würde sie allerdings einfach mal, wenn der Kater Nachts vor der Tür sitzt und Die Katze sich aufregt, raus lassen. Klingt zwar rabiat, aber da auch die Kater erwachsen sind, sollen sie das meiner Meinung nach, etwas unter sich klären.
Hatte früher mal eine ähnliche Situation und finde es doof, wenn das eigene Tier im eigenen Garten nicht mehr machen kann wann und was es will. Als Mensch ist man da etwas hilflos.
 
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Kornblume

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Danke für Eure Einschätzungen! Mein Mann (dessen Freund dummerweise im Nachbarhaus wohnt und mit seiner Frau Besitzer dieser Katzen ist) sagt immer: Die haben die älteren Rechte.
Es kommen auch immer gleich alle gerannt, wenn die Schreierei und das Gekämpfe wieder los geht. Als ob Kindergartenkinder streiten würden:roll:

Aber es ist ja nicht so. Unsere war vorher da. Und Ihr habt Recht, es ist unser Grundstück. Sie geht ja auch nicht rüber und macht da Stunk.

Klebefolie ist eine gute Idee, danke!
Und ansonsten, gut, dann lass ich die Vierbeiner mal machen.
 
E

etoile

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Ich würde auch sagen, die sollen das unter sich ausmachen.
Warum ist eure Katze nachts im Haus? evtl. wäre mehr Ruhe wenn sie 24h raus dürfte und somit ständig ihr Revier verteidigen könnte? Für die Katze ist es so wahrscheinlich auch stressig wenn sie weiss und sieht dass der Nachbarskater wieder in ihrem Revier "rumlatscht" und sie nichts dagegen machen kann...

Unsere Kater sind in der Nacht (und vor allem Dämmerung) viel mehr draussen unterwegs als tagsüber... wenns hell ist muss man schlafen damit man bei Einbruch der Nacht fit ist wenn alle interessanten Beutetiere etc. unterwegs sind... :lol:
 
K

Kornblume

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Sie ist nachts drinnen, weil sie sich draußen über Nacht schon so oft erkältet hat. Sie möchte auch rein, geht selbst nachts nicht raus.
Sie jagt auch nicht (außer den Kater), genau so wenig spielt sie. Sie interessiert sich einfach nicht für Mäuse, echte wie aus Filz, Vögel, Bällchen etc. Hm.

Wir haben aber auch keine Katzenklappe, weil wir so viele Wildtiere haben, die sehr zutraulich sind. Und eben die anderen Katzen, die uns gerne besuchen.

Unsere schläft nachts, war schon immer so. Ich höre sie immer schnarchen ;-)

Das ist sie übrigens, gerade bei mir auf dem Schoss


Und auf einem ihrer Wachtposten...


Und bei einem ihrer seltenen Spielanfälle..
 
Zuletzt bearbeitet:
S

suba

1.219
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Ohh, da möchte ich gerne ins Fell greifen und richtig durchwuscheln


Mein Perser war sehr, wirklich sehr sozial und freundlich. Zu allen. Wir hatten oft Durchgangskatzen und Besucherhunde. Nie ein Grummeln oder Fauchen, außer, ein Hund hat ihn wirklich angegangen. Nie ist er vor anderen zurück gewichen...immer erst mal freundlich drauf zu gegangen. Bis wir hier einzogen. Wir stellten als erstes Pepe auf dem Balkon ab und öffneten schon mal seine Box (er hatte schließlich eine 6 Stundentour hinter sich), dann liefen wir mit den Kisten immer hoch und runter. Irgendwann marschierte der Nachbarkater mit hoch und pinkelte einfach in Pepes Kaklo:shock: Tja, da verstand Pepe kein Spaß mehr und er jagte den Überraschten bis vom Grundstück! Als meine Tochter ihn wieder hochbringen wollte hat er sie auch noch gekratzt. So böse hatten wir ihn nie erlebt und da war er schon 11 J..
Der Nachbarkater hat sich lange nicht mal auf seine Terrasse getraut, wenn Pepe ihn vom Balkon beobachtet hat.
 

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