Hallo ihr Lieben, ich bin schon längere Zeit stille Mitleserin und würde mich nun gerne mit der Bitte um ein paar Tipps an euch wenden. Ich entschuldige mich übrigens jetzt schon für die Länge und bedanke mich für jeden Geduldigen
Ich bin seit ca. einem halben bis dreiviertel Jahr stolze Besitzerin von zwei Norwegern, beides Kastraten vom Züchter. Hatte vorher immer zwei Senioren aus dem Tierheim, die im Abstand von einem Jahr verstorben sind und wollte niiiiiiiiiiie wieder Katzen, aber durch Zufall lernte ich meine beiden Wolken auf Pfoten kennen und -> Zack, da sind wir
Die Dame des Hauses, eine Diva vor dem Herren, ist 7 Jahre alt und super menschen- aber weniger katzenbezogen.
Der Herr des Hauses, ein gemütlicher und gelassener Knuddelbär, ist 3 Jahre alt und ebenfalls sehr menschen- aber auch absolut katzenbezogen.
Nun habe ich ja beide als Paar übernommen, sie verstehen sich auch gut, Streit gibt es keinen. Nur ist das Katerlein nun leider ein Kuscheltier, der gerne mit der Miez schmusen möchte und sie mag zwar gerne im selben Raum sein wie er, aber bitte mit einen Meter Abstand. Spielen klappt auch nicht so gut, da sie nur mit Menschen spielen möchte. An dem üblichen Katze-Kater-Debakel scheint es mir nicht zu liegen, da er auch eher der Pfötler und Fangenspieler und wenn überhaupt nur ein sanfter Raufer ist. Sie dagegen ist schon eine kleine Zicke, die ihm für seine Ankuschelversuche ab und an mal eine Backpfeife gibt, was er nie tut.
Nun gut, mein Plan war also recht schnell gefasst, ein Katerkumpel muss her. Gesagt, getan, da kam er, gleiches Alter, ebenfalls eher mäßiges Temperament, erfahren mit anderen Katzen. Er kam an, wurde mit Gittertür separiert, die Katzen saßen zu dritt an selbiger und es hat keiner geknurrt, nur geschnuppert. Also habe ich sie nach 2 Tagen zusammengelassen. Der Neue und mein Dicker gaben sich ein Nasenküsschen und waren Freunde, lagen nebeneinander auf der Couch und haben miteinander gespielt. Problem: Miss Zicke, sie hat erst ein paar Tage beobachtet und dann mit Attacken, Klomobbing und Anstarren wirklich ALLES gegeben, bis ich nach 5 Wochen im Einvernehmen mit der ehemaligen Pflegestelle des Neuzugangs aufgegeben habe. Riesige Sch***... Mir ist dann mal aufgefallen, dass sie ne generelle "Mobbing"-Tendenz hat, was mein Kater aber entweder nicht merkt oder einfach ignoriert, so ist er halt, etwas trottelig und absolut nachgiebig
Das ist nun alles einige Wochen her und ich suchte weiter nach einer Lösung für mein Problem, daher mal bei der Züchterin angerufen (auf die Idee hätte ich Depp auch mal früher kommen können)... Sie meinte jaaa, das Problem kennt sie, die Dame hat gewisse Probleme mit neuen erwachsenen Katzen. Allerdings hat sie ihre neuen Zuchtmiezen immer schon als Kitten geholt, um die Entwicklung absehen zu können und da hat sie keine Probleme gemacht.
Unser Plan nun also: ein Kitten muss her. Oder!? Idee war ein Mädel, damit die Zicke und der Dicke (er ist nicht dick, aber dicker als sie und es klingt so schön *g*) nicht mit einem männlichen Raufteenie Probleme bekommen, ein Mädel mit einem eher ruhigen Gemüt und eher katzen- als menschenorientiert... Zudem lieber schon so 15 Wochen aufwärts alt, damit so gut wie möglich sozialisiert und bereits ein gewisses "Selbstbewusstsein" im Umgang erlangt (ich bin sowieso ein Fan von so spät wie möglich holen).
Habe mich somit auf die Suche gemacht und bin fündig geworden, eine liebe Miez, die bis zur 16. Woche in ihrem Zuhause bleiben darf und im härtesten Notfall wieder zurück kann, also nicht auf der Straße stehen würde. Sie ist ruhig und dennoch selbstbewusst und eine Schmuserin.
Fazit: Ich muss nur noch "ja" sagen... Allerdings habe ich Angst und Zweifel

Was meint ihr?
Liebste Grüße, die Miauz