Hallo!
Gestern morgen musste ich meinen kleinen Krümel erlösen lassen.
Angefangen hatte es vor 1,5 Wochen, das er nicht mehr so viel fraß, was ich aber erst auf seine ewige Mäkelei schob und erstmal beobachtete. Den Samstag morgen war er aber morgens sehr teilnahmslos, kam nicht zur Begrüßung...
Ich war dann bei ihm im Notdienst, der Tierarzt dort untersuchte ihn, maß Fieber (40,1°). Er diagnostizierte einen Atemwegsinfekt, gab ihm Antibiotika und Fiebersenker. Erleichtert, das es vermeintlich nichts schlimmes war, fuhr ich nach Hause. Sonntags fraß er wieder ein wenig, Fieber war auf 39,4° gesunken, er wurde munterer, ich dachte, es geht bergauf.
Dienstag fing er wieder an, nichts mehr zu fressen, ich besorgte Rekonvaleszenz und fütterte ihn das per Spritze ins Maul, da er es von alleine nicht nahm. Mittwoch wieder beim Tierarzt, wieder Fieber (40,2°), leicht gelbe Schleimhäute, anderes Antibiotikum, eine Infusion, ein Mittel für die Leber. Für Zuhause gab sie mir noch MCP mit, das sollte ich ihm 30 Minuten vor den Mahlzeiten geben. Er fraß aber nichts von alleine, also fütterte ich ihm wieder Rekonvaleszenz zu.
Donnerstag zur Kontrolle beim Tierarzt, Untertemperatur (37°), wieder Antibiotikum und Hepar comp für die Leber, Infusion, Blutabnahme. Zuhause wieder Zwangsfütterung per Spritze ins Maul. Er fraß nichts von alleine.
Freitag Blutergebnisse zeigten erhöhte Leber- und Nierenwerte und noch einiges, was ich aber jetzt im Detail nicht so weiß. Es wurde zum ersten Mal das Wort FIP ausgesprochen, Montag sollte Ultraschall, Röntgen gemacht werden. Es gab wieder die Medis, ich bekam für das WE was mit nach Hause.
Samstag hatte er dann den dicken Bauch, er konnte nicht mehr auf der Seite liegen, mittlerweile waren nicht nur die Schleimhäute, sondern auch die Ohren gelb verfärbt. Urin war auch sehr sehr gelb.
Ich gab ihm seine Medikamente, er ließ es sich tapfer gefallen, ließ sich füttern.
Getrunken hat er in der ganzen Zeit selbstständig, er ging auch selbstständig aufs Klo.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ging es ihm immer schlechter, er konnte nur in Hockstellung schlafen, brauchte für die Wege aufs Klo oder zum trinken mehrere Pausen, so dass ich ihn jede Stunde zum Wassernapf und zum Klo trug. Er lag in meinem Bett, die anderen beiden kamen immer wieder vorbei, guckten nach ihm, leckten ihn sauber.
Nachts um 2 hatte er dann plötzlich einen Krampfanfall, bei dem er auch unter sich machte, es war ganz schrecklich!
Nach einer Stunde packte ich ihn ein und fuhr zur Klinik, da war er wieder ruhiger.
Er wurde geröntgt, hatte massiv Wasser im Bauchraum und der Lunge, Rivaltaprobe war positiv.
Schweren Herzen ließ ich ihn erlösen!
Ich hatte ihn erst im Januar aus schlechter Haltung rausgekauft, er hatte sich so gut gemacht, war Luigis bester Kumpel geworden und der Liebling meines Sohnes. Er war zu jedem freundlich, hat gerne Bälle apportiert und gekuschelt! So was hat er wirklich nicht verdient!
Luigi sucht ihn noch, sobald er ein Geräusch hört, er geht oft zur Transportbos und guckt rein, Maxi hat mich gestern total ignoriert, heute ist sie wieder normal. Die 2 tun mir auch total leid, vorallem bin ich jetzt total übervorsichtig, gucke immer, wieviel sie fressen und trinken, ob sie aufs Klo gehen, ob die Ohren heiß sind...
Hoffe, das legt sich bald, aber momentan steckt mir noch der Schock in den Knochen.