Lass dich erstmal drücken, ja? Das ist natürlich eine schlimme Situation für dich und den Kleinen
Was du auf jeden Fall machen kannst und solltest, das kein Geld kostet: Bei der Tierklinik anrufen und sagen, dass du gerne die Werte der beiden Blutbilder und der Unrinuntersuchung ausgedruckt hättest (oder gescannt und gemailt). Also nicht die Rechnung, sondern die Ergebnisse aller Tests. Dein kleiner Kerl ist Privatpatient und du hast für die Tests viel Geld gezahlt, also müssen sie dir auch die Ergebnisse herausrücken (das nur, falls sie skeptisch sein sollten)... deswegen dürfen sie eigentlich auch kein zusätzliches Geld verlangen. Diese Werte von den beiden Blutbildern stellst du dann (eingescannt) hier online - hier gibt es viele, viele Leute mit
CNI-Katzen, die sich aus der Not heraus Erfahrung im Interpretieren von Blutbildern angelesen haben. Und vielleicht bekommst du dann auch ein bisschen eine Entscheidungshilfe an die Hand - vielleicht hat eine Katze aus dem Forum ja mit wesentlich schlechteren Werten, als dein kleiner Kerl sie hat, noch jahrelang glücklich gelebt, und in dem Fall würde ich wirklich nicht aufgeben, gerade bei einem so jungen Tier.
Außerdem noch einmal ganz genau nachfragen, ob da wirklich keine Zysten in den Nieren zu sehen sind - Tierärzte sagen leider nicht alles, auch wenn man das eventuell denkt
Ansonsten gibt es viele, viele
CNI-Katzen, denen, sobald sie einmal mit dem Fressen aufgehört haben, so sehr schlecht wird, dass sie nicht noch einmal mit dem Fressen anfangen wollen. Da ist dann auch alles, wirklich alles Recht, was man der Katze anbieten kann, damit wieder etwas in den Magen kommt und danach wieder normal gefressen werden kann. Was mag er denn besonders gerne, außer dem Thunfisch? Irgendwelches besonderes Futter, eine kleine Menge Trockenfutter (im Notfall ist auch das recht, so doof es klingt), alles aus der laktosefreien Milchprodukteabteilung (creme fraiche oder Quark z.B. hat anständig Kalorien), Leberwurst, Rinderhack, etc. Wenn er es nicht aus dem Napf nimmt, danebensetzen und alles Mögliche von den Fingerspitzen anbieten - von Dosis Fingern ist immer besser, und dann nimmt er es vielleicht dir zuliebe. Das ReConvales ist schon einmal eine super Idee, weil damit ein bisschen der Nährstoffmangel ausgeglichen werden kann, aber fressen muss der arme Kerl irgendwann schon. Wie gesagt: Jedes Futter bei
CNI ist besser als garkein Futter, und wenn es ihm dann besser geht, frisst er irgendwann auch normal.
Ein anderer, zusätzlicher Gedanke wäre, seine Näpfe (Futter- und Wassernäpfe) erhöht zu stellen. Viele
CNI-Katzen haben Sodbrennen, und wenn sie den Kopf nach unten hängen müssen, um zu fressen, wird das für sie natürlich schlimmer, und es ist angenehmer, im Stehen zu fressen. Einfach einen alten Karton drunter, oder ein paar Bücher in Plastikfolie packen, oder so, und dann den Napf drauf. Vielleicht hilft es ihm ja. Schmatzen ist ja ein Zeichen von Übelkeit, und wenn er damit nach dem Futterversuch anfängt, könnte das schon Abhilfe schaffen.
Phosphatbinder bekommst du vom Tierarzt, aber im Moment würde ich mich ganz darauf konzentrieren, ihn ans Fressen zu bekommen. Zu den homäopathischen Sachen kann ich leider nichts sagen, da ich persönlich kein Fan von Homäopathie bin.
Nimmt er wenigstens sein Semintra? Und: Was machen die in der Tierklinik eigentlich mit ihm? Hängen sie ihn an den Tropf und ernähren ihn, oder noch etwas Anderes?
Ich drück euch auf jeden Fall die Daumen, und bitte noch nicht aufgeben, ja?