Also generell denke ich, dass Katzen nur dann auf ihren Namen "hören", wenn sie gerade Bock drauf haben - heißt, ich denke es gibt wesentlich mehr Katzen die ihren Namen kennen, als sie es auch "zugeben" wollen, sprich immer zuverlässig kommen.
Ich meine mal gelesen zu haben, dass Katzen hauptsächlich auf die Endungen der Namen hören/reagieren. Und dass Vokale besser "verstanden" werden, als Konsonanten. Zu der Theorie würde auch generell die Empfehlung für kurze Namen passen. Und wenn man mehrere Tiere hat, sollte man nach Möglichkeit die Namen dann auf unterschiedliche Vokale aufhören lassen. (LenA, MircO, LizzY, MorlE, BaloU...) Außerdem sollen die "hoch" klingenden Vokale, also a und i, eher effektiv sein als die "dunkleren" o, e, u.
Aber ich denke im Endeffekt ist es abhängig von der jeweiligen Katze - und insbesondere natürlich auch von ihrem Willen, zu hören. (wie Du an deinem Beispiel und dem von Jaschi siehst, muss diese Theorie mit den (unterschiedlichen) Vokalen nicht stimmen)...
Generell gilt aber, man sollte die Katze nie mit ihrem Namen schimpfen. Also kein "Lizzy! Runter vom Tisch" oder "Lena! Hörst Du auf!", denn die Tiere merken dann an deinem Tonfall, dass etwas nicht in Ordnung ist, und verbinden unter Umständen den Namen mit etwas nagativem. Und dass sie dann da nicht drauf hören, nun, das ist ja wohl logisch.
Ich denke generell sollte es aber schon möglich sein, die Tiere auf einen bestimmten Namen zu trainieren. Kommt halt darauf an, was Du mit dem "auf den Namen hören" bezwecken willst. Wenn Du möchtest, dass die Tiere dann immer zu dir kommen, solltest Du den Namen mit etwas Positivem (i.d.R. am Besten einem Leckerchen) verknüpfen. Das funktioniert dann wie beim Clickern. Du sagst den Namen und gibst SOFORT ein Leckerchen. Wartest kurz, gleiches Spiel nochmal. Mehrmals hintereinander, Pause, dann noch paar Mal. Die nächsten Tage immer wieder. Dann machst Du es mal nicht wenn Du direkt vor der Katze stehst sondern gehst ein paar Schritte weg, sagst den Namen und wenn die Katze zu dir kommt, Leckerchen. Nächster Schritt: aus dem Raum gehen oder dem Tier den Rücken zu drehen bzw. in einer Situation das Tier rufen, wenn es gerade was anderes tut. Wenn es dann kommt, Leckerchen. Und so weiter.
Wenn die Katze dann immer ein Leckerchen nach ihrem Namen bekommt, müsste das eigentlich funktionieren. Immerhin trainiert man den Tieren unbewusst / ungewollt so etwas mit anderen Geräuschen ja schon ganz normal an - wenn die Schublade in der Küche, in der das Katzenfutter steht, geöffnet wird, kommen sie angerannt. Wenn man die Tüte Leckerchen öffnet und diese dabei raschelt, kommen sie angerannt etc. Weil sie wissen, dann gibt's was gutes. So müsste es mit dem Namen auch funktionieren...

(und dann ist wahrscheinlich auch völlig egal auf was für einen Buchstaben der Name endet, solange es ein kurzes Wort ist was sich am Besten von den anderen Katzennamen auch gut unterscheiden lässt und die Katze es somit zuordnen und verstehen kann)