HILFE!!!

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Janine1289

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Liebe Katzenfreunde,
ich bin wirklich verzweifelt und hoffe, uns kann jemand helfen...Ich habe schon Vieles gelesen aber unser Katerchen ist irgendwie ein Härtefall. Daher wende ich mich an euch.
Folgendes: unsere beiden Kater (ca. 3 Jahre alt, Brüder, reine Wohnungskatzen, kamen mit ca. 6 Wochen damals zu uns) rauben mir den letzten Nerv; bzw. der eine mehr als der Andere.
Tom (so heißt der kleine Quälgeist) macht wirklich ALLES kaputt und hat teils völlige Ausraster (greift mich z.B. aus heiterem Himmel an und beißt). Ist aber gleichzeitig mega anhänglich und läuft ständig zwischen die Füße.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen... beide sind kastriert und toben sich zusammen den Tag lang aus. Wenn ich und mein Freund zu Hause sind, beschäftigen wir uns auch viel mit Ihnen und versuchen beide ordentlich auszupowern. Neben allen möglichen Kratzmaterial haben wir verschiedene Spielzeuge gegen die Langeweile und auch mehrere Plätzchen zum ausruhen geschaffen. Hilft aber alles nix. Vor
allem Tom macht alles kaputt, reißt Tapete von der Wand, kratzt Möbel(polster) auf.. (nicht nur an einer Stelle sondern überall). Wir haben die ganze Wohnung mit allem möglichen Kratzzeugs wie Matten, Kratzbaum, Kratzpappe ausgestattet. Interessiert ihn nicht.
Er geht überall drauf. Egal ob dort Sachen stehen (die werden sonst gern auch runtergeworfen, umgeschubst). Wenn wir so etwas mitbekommen, bekommt er einen Spritzer Wasser ab, was ihn allerdings auch nicht wirklich stört. Wir habens auch schon mit vollen Wasserbechern versucht und die überall draufgestellt, sodass er sich vielleicht erschrickt, wenn er auf Schränke etc springt...

Er "klaut" alles was nicht niet und nagelfest ist. Dinge die z.B. auf dem Tisch liegen oder in einem Regal stehen, werden komplett geschrottet. So sind schon mal 80€ teure Konzertkarten draufgegangen... Notfalls beißt er sich sogar durch den Plastikmülleimer durch, um danach den Müllsack zu plündern und anschließend alles in der Wohnung zu verteilen.

Er darf nicht ins Schlafzimmer (damit wenigstens ein Raum mal nicht unter der Zerstörungsfreude leidet) und das weiß er auch. Aber trotzdem ist es jedes Mal ein einziger Kampf dort rein/ raus zu gehen ohne dass er sich wie ein Irrer versucht da durch zu quetschen. Man muss höllisch aufpassen, dass er seine Pfötchen nicht durch die Türspalte schiebt damit man sie nicht aus Versehen einklemmt.. Genauso ist es wenn man die Wohnungstür auf/ zu macht. Manchmal gelingt es uns nicht ihn drinnen zu halten und er entwischt ins Treppenhaus. Er lässt sich auch nur sehr schwer wieder einfangen und ich mache mir Sorgen, dass er weglaufen könnte wenn z.B. Nachbarn die Haustür offen gelassen haben.

Sein Bruder ist vergleichsweise ruhig und eher scheu. Recht verschmust und meistens am schlafen. Auch er geht gern auf die Möbel und die Tapte los, ist aber nicht ganz so aktiv wie Tom und haut auch nicht ab, wenn man die Tür aufmacht.

Ich weiß wirklich keinen Rat mehr und bin schon öfters am Heulen wegen ihm. Ich hab ihn echt so lieb aber ich ertrag das einfach nicht mehr.. Ich kann meine Wohnung nichtmal "schön" machen weil er alles zerstört :-( Ich bin mit Katzen aufgewachsen, ich weiß das sind Tiere mit eigenem Willen und ich weiß, dass die Beschäftigung brauchen. Aber mehr als das was wir tun ist einfach nicht drinnen.. Wenn das so weitergeht, kann er nich mehr bei uns blieben und das ist eigentlich nicht das was ich will.

Da wir mitten in der Innenstadt wohnen und die beiden auch als reine Wohnungskatzen aufgewachsen sind, ist das Rauslassen leider keine Lösung.

Ich hoffe wirklich, dass jemand mir und dem kleinen Tom helfen kann. Gibt es sowas wie Katzentrainer an die ich mich wenden könnte oder so? Oder hat jemand vielleicht noch ne Idee?

Manchmal hab ich das Gefühl ich hab ein kleines Kind zu Hause hinter dem ich nonstop hinterherrennen muss..

Danke schon mal :-(
 
23.08.2014
#1
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Frau-kuchen

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Der Kater ist einfach nicht ausgelastet. Sein Bruder scheint ja eher ruhiger zu sein, so kann er auch nicht so richtig mit ihm toben, wie er das vielleicht möchte.

Entweder, ihr powert ihn noch mehr aus, körperlich UND geistig (Clickertraining) oder ihr holt ihn einen genauso aktiven Katerkumpel dazu. Beim Auslasten würde ich darauf achten, nicht abends kurz vor Schlafenszeit noch groß zu Toben, da würde ich dann Clickertraining empfehlen. Toben pusht ja auch erstmal auf, Clickertraining macht eher müde (bei meinen ist das jedenfalls so, das sie danach erstmal pennen :mrgreen: )

Ach, wieviel Futter bekommen die beiden denn und welches? Vielleicht ist es auch nicht genug für ihn und der Hunger lässt ihn ein wenig "ungnädig" werden...
 
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Sylle

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Ich glaube das dass allergrößte Problem ist das die Kitten mit 6 Wochen zu Euch kamen! Die komplette Sozialisierung fehlt! Deshalb ist es so wichtig das die Kleinen bis Ende der 12 Woche bei der Mama bleiben! Sie haben ihre Grenzen ja nie gelernt! Warum wurden sie denn so früh getrennt! Das ist ganz schlimm für die Kleinen, er hat sicher einen Psychischen Schaden davon getragen! Ich habe bei Hund, Katze, Maus mal so eine Tiertrainerin gesehen! Vielleicht gibt es hier noch Leute die da mehr mit Rat und Tat zur Seite stehen können! Es wäre sehr schade wenn er sein Zuhause verliert denn es ist nicht seine Schuld sondern die Schuld der Menschen die ihn so viel zu früh von der Mama getrennt haben!
 
F

Frau-kuchen

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Das 6 Wochen viel zu früh für eine Kittenabgabe ist, steht außer Frage. Ich glaube aber nicht, dass das hier das Problem ist, sondern, das der Kater nicht genug ausgelastet ist. Ihm ist einfach langweilig.

Ich hatte hier selbst mal so ein Exemplar von ADHS-Katze, die war aber 14 Wochen bei Mama und Geschwistern und kam damals mit ihrer Schwester zu mir. Da lag es auch nicht fehlender Sozialisierung. Ich habe auch mit einer Tierpsychologin zusammen gearbeitet, fast 1 Jahr lang. Auspowern, Clickertraining hatte bei ihr mäßigen Erfolg. Wir haben dann mit der Tierpsychologin zusammen ein neues Zuhause mit Freigang für sie gesucht und gefunden. Dort lebt sie jetzt mit 3 weiteren Katzen und ist wirklich den ganzen Tag draußen unterwegs, kommt nur abends zum Schlafen rein. Sie hält da alle gut auf Trab. :-D Ich bekomme noch regelmäßig Fotos und kurze Berichte und ich freue mich, das es ihr jetzt so richtig gut ist. Laut meiner Tierpsychologin gibt es halt einfach auch Draußenkatzen, auch wenn sie das vor der Abgabe nie kennengelernt hat.

Aber, wie gesagt, vor einer solchen Entscheidung sollte wirklich ALLES andere erstmal ausprobiert werden, evtl. auch mit professioneller Hilfe.
 
Lady of Camster

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Wo habt ihr die Katzen denn her, dass ihr sie so früh schon von der Mutter getrennt habt?
Sorry wenn ich jetzt sehr direkt werde. Aber ich hoffe, ihr lernt hier einiges dazu und werdet andre Leute von solchen jungen Kitten sofort abraten.

Die beiden machen euch schon seit 3 Jahren das Leben zur Hölle.
Somit meine Frage, was ihr wirklich schon alles versucht habt?
Macht ihr mit ihnen Intelligenztraining? Wenn ja, wie regelmäsig und was?
Wie sieht das "schmuseverhalten" Katze und Mensch aus?
In welchen Situationen kratzen sie an den Tapeten, und wie reagiert ihr darauf?
Wie lange sind die Katzen tagsüber alleine?
Wievele KaKlos habt ihr und welche Möglichkeiten zum spielen stehen ihnen tagsüber zur verfügung?
Wie reagieren sie, wenn ihr nicht auf sie eingeht?

Ich hatte heute einen leiben Bekannten zu Besuch, der auch viel zu junge Katzen zu sich genommen hat.
Legt mal ein Lammfell für die Beiden hin. Bei ihm hat es zumindest ein wenig geholfen.
 
BabyundKitty

BabyundKitty

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Ich würde auch einen Tierpsychologen kommen lassen, so wie Frau-kuchen geschrieben hat, allerdings war mein erster Gedanke auch der das dieser Kater wohl glücklicher im Freigang wäre.

Jetzt noch nachzukarteln warum die Beiden vor 3 Jahren zu früh von der Mutter getrennt wurden bringt wenig. Schätze die Te weiß mittlerweile das das zu Problemen führt.

Ich bewunder wenn Leute soviel mit Tieren mitmachen und immer noch bereit sind es weiter und weiter zu versuchen, obwohl sie schon irgendwo an ihre Grenzen gelangt sind.
 
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Janine1289

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Hey ihr Lieben,
erstmal danke an euch für`s Antworten. Also ich muss das doch wohl aml ein wenig aufbröseln. Hatte der Einfachheit geschrieben dass wir die Katzen seit ca. 3 Jahren haben. Wirklich ist es aber so, dass sie zuerst nur mit meinem Freund gelebt haben und ich dann erst 3-4 Monate später dazu kam. Wusste nicht, dass das so eine Rolle zu spielen scheint. Aber nun gut ;-)

Woher er sie hat und warum so früh? Also seine damalige Ex hatte sie ihm wohl geschenkt, weil ihre Katze eben damals Mutti geworden ist und sie nicht alle behalten konnte. Warum sie die so früh weggeben hat? Keine Ahnung, wahrscheinlich schlicht und ergreifend Unwissenheit. Aber Fakt ist, auch wenn die beiden zu früh hergegeben wurden, das Problem haben wir ja trotzdem jetzt...

Och doch beide Kater sind ziemlich aktiv, nur Tom macht eben zusätzlich alles kaputt. Da verhält sich sein Bruder netter.. Manchmal müssen wir die beiden sogar voneinander trennen, weil Tom seinen Bruder gern mal fertig macht und richtig heftig piesacken kann. Im Moment raufen sich die beiden wieder ziemlich häufig leider..

Zum Futter: also je nachdem wo wir einkaufen, gibts eben von dort auch das Fressen. Entweder Aldi oder sonstige Läden. Morgens bevor ich und mein Freund die Wohnung verlassen und dann noch mal gegen 18 Uhr bekommen sie jeweils eine halbe Dose Nass-Futter. Wir geben zusätzlich immer ein Schälchen mit Trockenfutter, was sie über den Tag verteilt nehmen können, falls Hunger auftritt. Daran, dass zu wenig zum futtern da ist, kann`s also nicht liegen (zumal oft was übrig bleibt).

Einen Teil des Trockenfutters verpacken wir auch in Spielzeugen, wie Futterbällen (heißen die so?) sodass sie sich das Essen erarbeiten müssen und beschäftigt sind.

Womit wir auch zum Thema Spielen kommen: also wir haben wie schon erwähnt vieles an Kratzzeugs, aber natürlich auch Bälle, Plüschtierchen (zB. an nem Band zum ziehen). Wir haben ein ein paar Sachen an Intelligenzspielzeug besorgt (kommt bei beiden aber nicht sonderlich gut an bzw. sie verlieren schnell Interesse daran). Den Kratzbaum (inzwischen nimmt das Ding ne ganze Wand ein) haben wir selbst gebaut und mit Brettchen in allen verschiedenen Höhen bis unter die Decke gebaut. So können sie quasi in dem ganzen Wohnzimmer umhertollen.

Katzenklos gibt es für jeden ein eigenes, genauso haben beide ein kuscheliges Lammfell auf dem Sofa liegen. Sie legen sich allerdings lieber daneben -.-

Wenn wir mit ihnen kuscheln, dann meist sehr ausgiebig. Oft liegt Tom auf unserem Schoß oder bei uns auf dem Bauch und lässt sich gern kraulen und/oder bürsten.

Womit er ein ziemliches Problem hat, ist wenn wir uns mal Shelby (seinem Bruder) zuwenden, dann MUSS er dazwischen. Genauso siehts aus wenn ich und mein Freund mal ohne dass `ne Katze auf uns rumturnt auf`m Sofa liegen wollen. Dann verhält er sich ziemlich hartnäckig oder baut Mist..

An die Tapeten geht er meistens wenn wir nicht zuhaus sind. Aber wahrscheinlich auch nur weil wir ihn ansonsten davon abhalten bzw. stoppen; indem er z.B. ein Spritzer Wasser bekommt oder wie laut in die Hände klatschen. Oder ihn eben einfach wegnehmen. Ich denke er weiß auch ganz genau dass er es nicht darf aber interessiert ihn nicht sonderlich.
Meistens (je nachdem wie wir arbeiten /studieren) sind sie von 7 bis 17 Uhr allein. Das kann aber variieren. Am Wochenende sind sie eigentlich nie lang allein.

Clicker-Training hab ich schon mal irgendwo gehört aber scheint nicht so hängen geblieben zu sein in meinem Kopf. Da werd ich mich doch gleich mal was genauer informieren ;-)

Ich denke manchmal auch, dass es für Tom vielleicht besser wäre draußen zu sein. Ich wüsste auch jemanden der ihn liebend gern aufnehmen würde aber für meinen Freund kommt es absolut nicht in Frage, ihn weg zu geben. (was ich eigentlich ja auch nicht möchte :-( ). Aber vielleicht ist ja das Clickern der absolute Hammer :-D
 
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Paule

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Es sollte Wohnrecht auf Lebenszeit heissen, aber nicht Wohnpflicht. Manchmal muss man sein menschliches Ego dem Wohl der Tiere hinten an stellen.
Ich würde in so einem Fall vermutlich umziehen damit die Zwerge raus können, aber das kann nunmal nicht jeder.
Von daher sollte man den Gedanken schon im Hinterkopf behalten.
 
Linette

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Schwierige Situation. Mir fallen mehrere mögliche Vorgehensweisen ein.

Ihr scheint mit den beiden einen Kampf auszutragen, der schon 3 Jahre läuft und wahrscheinlich nicht zu stoppen ist, wenn nicht einer was ändert. Da die Kater wahrscheinlich nichts ändern, müsst ihr diejenigen sein. Ich würde erst mal alle Erziehungsmassnahmen, also Wasserspritzen und Klatschen etc. komplett einstellen. Es kann sein, dass das als (halt etwas grobes) Spiel angesehen wird. Manche Kater sind da nicht so zimperlich. ;-)

Als Ausgleich fürs Schimpfen müsstet ihr aber noch viel mehr sehr aktiv spielen. Spielangeln durch den Raum schleifen und durch die Luft sausen lassen, Spielsachen oder Leckerlis wiederholt werfen, kämpfen mit einer Plüschrolle/ "z.B. Luftzugdackel" (habe ich neulich gehört, noch nicht ausprobiert) und noch mehr Anregungen suchen und testen. Mit Clickern habe ich keine Erfahrung, würde ich aber auch probieren.

Habt ihr einen Balkon, auf den die beiden dürfen zum frische Luft schnappen und beobachten? Wenn nicht könntet ihr sie an Geschirr und Leine gewöhnen und z.B. abends mit ihnen eine Runde rausgehen.

Freigang käme dem Bewegungs-Bedürfnis der beiden Chaoten sicher entgegen, aber so ein wilder unkontrollierter Kater in ungesichertem Freigang ohne bisherige Draußen-Erfahrung, wäre mir persönlich zu gefährlich. Ein gesicherter Garten, Freigehege oder zumindest Balkon wäre dagegen optimal oder halt eben an der Leine raus...

Bei Tom würde ich zur Sicherheit zusätzlich vom TA nachschauen lassen, ob er wirklich komplett kastriert ist und nicht z.B. noch ein nicht abgestiegener Hoden im Körper ist, was vorkommen kann.

Wenn alles nicht hilft, könntet ihr natürlich noch einen Tierpsychologen einschalten.

Ich wünsche euch und euren Katern, dass ihr eine gute Lösung findet.
 
Lady of Camster

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Tom ist also das "Hauptproblem", wenn ich das richtig verstanden habe.
Wenn ihr euch mit Shelby beschäftigt, geht Tom dazwischen. Und hier solltet ihr ansetzen mit der Problembehandlung.
Tom scheint ja der Problemkater zu sein.

Ihr seid zu Zweit, weshalb sich ja jeder von euch in getrennten Räumen mal mit einem Kater alleine beschäftigen kann.
Mehr als 15 Minuten am Tag genügen meistens schon. Anschließend beschäftigt ihr euch dann noch mal mit beiden gemeinsam. Z.B. dein Freund krault Tom, während du mit Shelby direkt daneben am kuscheln bist.

Tom sollte, meiner Meinung nach, auf jeden Fall ausgelastet werden. Probiert es wirklich mal mit dem clickern, denn das ist tatsächlich sehr oft hilreich.
Hierzu reicht sogar schon ein Kugelschreiber mit dem ihr clickern könnt. Extra einen clicker zu kaufen ist oft gar nicht notwendig. Bei youtube findest du auch einige Videos mit hilfreichen Tipps zu dem Thema.
 

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