Depressiver Kater - wie helfen?

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  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #1
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Hallo,

tja, kaum hier angemeldet und schon muss ich mich mit einem Problem an euch wenden.

Es geht um den Kater meiner Mutter. Lenny ist 10 Jahre alt, kastriert, reiner Wohnungskater und schon immer ein sehr ruhiger und lieber Zeitgenosse gewesen. Vorsicht - die Geschichte wird etwas länger.

Lenny kam vor 10 Jahren als Kitten zu unserem damaligen Erstkater Roy (damals schon 2 Jahre alt).
Lenny orientierte sich von da an nur an ihm und himmelte ihn quasi an (so wirkte es auf uns).
Leider entwickelte Roy im Laufe seines Lebens sehr starke Verhaltensauffälligkeiten. Er wurde Lenny gegenüber immer dominanter, verprügelte ihn, ließ ihn nicht an seinen Napf, verdrängte ihn von Schlafplätzen, etc.
Wir versuchten dies über Jahre mit Bachblüten, Zylkene, Homöopathie und anderen Mitteln in den Griff zu bekommen, doch nichts half wirklich langzeitig. Im Gegenteil, er wurde nun auch uns gegenüber aggressiv und unsauber.
Eine Tierverhaltenstherapeutin riet uns dann, für Roy ein neues Zuhause zu suchen, da unsere beiden Kater vom Temperament her schlichtweg nicht zusammenpassen würden und Roy aufgrund seines Bewegungsdranges wenn möglich Freigänger sein sollte.
Vor 10 Monaten fanden wir ein passendes Zuhause für ihn - er lebt jetzt als Einzelkater und Freigänger in einem großen Haus mit Garten und zeigte keinerlei Verhaltensauffälligkeiten mehr (wir haben noch Kontakt zum neuen Besitzer).

Nunja - kurz nach Roys Abgabe musste ich aus finanziellen Gründen (bin Studentin) wieder bei meinen Eltern einziehen.
Ich brachte meine Labrador-Hündin Lucy mit, die Lenny allerdings schon von etlichen Besuchen zuvor kannte. Beide haben bis heute keine Probleme miteinander.
Meine Hündin hat großen Respekt vor ihm und geht ihm aus dem Weg und Lenny zeigt sich unerschrocken. Es gab bisher weder Geknurre noch Gefauche, meine Hündin jagt ihn auch nicht.
Wenn Lenny frisst oder schläft, darf sie nicht in seine Nähe und seine Liegeplätze sind auch tabu.

Nun zum Problem:
Lenny ist schon zu den Zeiten von Roys "Unterdrückung" sehr viel ruhiger geworden. Natürlich wurde er damals auch etwas vernachlässigt, da alles sich nur um den gestressten Erstkater drehte.
Wir hatten nun die Hoffnung, dass Lenny nach seinem Auszug etwas aufblühen würde.
Allerdings hat sich sein Verhalten eher verschlechtert.
Er schläft fast den ganzen Tag, lässt sich kein bißchen zum Spielen animieren. Wir haben alles neu gekauft, damit es nicht mehr nach Roy riecht, doch selbst der neue Kratzbaum interessiert ihn nicht.
Früher lag er gerne auf dem Balkon in der Sonne - heute geht er kaum überhaupt noch auf den Balkon. Früher hat er gerne aus dem Fenster geschaut oder Bälle gejagt. Heute gar nicht mehr. Er steht nur noch zum Fressen und Toilettengang auf. Ansonsten liegt er an ein und demselben Schlafplatz.
Egal was man tut, er zeigt kein Interesse daran.
Im Prinzip hängt er auch nur an meiner Mutter - sie ist ja auch sein Kater. Sobald sie nach Hause kommt, springt er auf und geht zu ihr. Doch auch sie kann ihn selten zum Spielen animieren. Einzig für Futtersuchspiele lässt er sich "begeistern". Und seit Roys Auszug achten alle in der Familie darauf, dass Lenny mehr Beachtung bekommt und sich geliebt fühlt.

Zunächst dachte ich, es würde an meiner Hündin liegen, doch sie schränkt ihn weder ein noch bedrängt sie ihn. Zumal meine Mutter sie in der Wohnung nicht beachtet, damit er nicht eifersüchtig wird.
Sicherlich wird er Roys Gesellschaft vermissen, zumal er sich sein Leben lang sehr an ihm orientiert hat, aber wir konnten ihn aus oben genannten Gründen nicht behalten, da es auch für Lenny nicht schön war.

Tja, was sollen wir nun tun? Ich kann leider vorerst nicht ausziehen, da mein Nebenjob nicht genug abwirft.
Und ein zweiter älterer Kater kann im Prinzip wegen meiner Hündin nicht dazu kommen. Das gäbe sicherlich Trouble. Zumal wir Angst haben, dass Lenny sich dann wieder zurückgesetzt fühlen könnte, da der Neuzugang ja auch erstmal Zuwendung bräuchte.
Ich hoffe, ihr könnt uns weiterhelfen. Denn das ist wirklich kein Zustand.

LG Natalie
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #2
Mein erster Vorschlag wäre glaub ich erst einmal der Tierarzt. Lenny einpacken und einmal komplett auf den Kopf stellen mit großem Blutbild, Urinprobe, Zähne angucken, etc. (ich bin sicher, da können andere Leute noch mehr dazu sagen, was man bei einem nicht mehr ganz so jungen Herren wie ihm einmal abklären sollte). Wenn es dem armen Kerl aus irgendeinem Grund gesundheitlich nicht gutgeht, könnte das nämlich sowohl sein Verhalten als auch Roys Mobbing erklären (in dem schon etwas fortgeschrittenen Alter fallen mir da spontan Nieren und Schilddrüse ein). Sobald geklärt ist, dass Lenny gesund und fit ist und keine Schmerzen hat, könnte man dann noch immer über andere Möglichkeiten, ihm zu helfen, nachdenken.

Übrigens: Super von euch, dass ihr für Roy ein neues Zuhause gefunden habt, in dem er jetzt offensichtlich sehr glücklich geworden ist. Nicht alle hätten sich für diese Lösung entscheiden können, da bin ich mir sicher.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #3
Danke für deine Antwort.

Das hätte ich vielleicht vorher erwähnen sollen - beim Tierarzt waren wir schon.
Lenny hatte vor zwei Monaten eine eingerissene Kralle. Da er schon 10 Jahre alt ist, wurde uns zu einem großen Blutbild geraten, bei dem auch Schilddrüse und Niere untersucht wurden (er hatte mal Probleme mit Blasensteinen). Auch seine Zähne sind noch top. Kein Zahnstein, nix.

Zur Zeit behandeln wir ihn wieder mit Zylkene, weil wir damit bei Roy gute Erfahrungen gemacht haben. Dennoch liegt er nur rum und schläft.
Fressen tut er übrigens mit sehr viel Appetit. Scheint das Einzige zu sein, was ihm noch Freude macht.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #4
Ich denke, dass Lenny schlicht nicht ohne Katzengesellschaft leben kann.
Mit Roy (der wohl überhaupt nichts vom ihm wissen wollte) hat er es jahrelang probiert Freundschaft zu schließen, bis er letztlich resigniert hat.
Ich würde einen zweiten lieben, sozialen und vor allen Dingen nicht-dominaten Kater dazuholen, das Alter wäre eher zweitrangig.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #5
Zur Zeit behandeln wir ihn wieder mit Zylkene, weil wir damit bei Roy gute Erfahrungen gemacht haben. Dennoch liegt er nur rum und schläft.

Ich würde als erstes mal die Zylkene weglassen, da sie ja zum "Ruhigerwerden" beitragen. Und genau das sollte ja nicht sein.

Und dann noch weitere "Reize" in der Wohnung schaffen. Zum Beispiel Kartons, Spielspray, mal was von draußen mitbringen, wie Laub, Zweige, Tannenzapfen oder Kastanien oder sowas.

Und wie groß ist denn der neue Kratzbaum? Eignet der sich zum Klettern und Langstrecken?

Und über einen gut sozialisierten, nicht dominanten Kumpel würde ich auch nachdenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #6
Ich sehe es wie Geek. Ich hatte einen ca 10-12-jährigen Dauerpflegi, der angeblich Einzelkater sein wollte, ich hatte aber den Eindruck, das er Gesellschaft vermisst. Als ich ihm einen 5-jährigen ruhigen Pflegi-Kater zur Seite gestellt habe, waren beide glücklich. Mein Dauerpflegi war zwar noch nicht depressiv, aber man merkte, das ihm ein Kumpel fehlte.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #7
Ich denke, dass Lenny schlicht nicht ohne Katzengesellschaft leben kann.
Mit Roy (der wohl überhaupt nichts vom ihm wissen wollte) hat er es jahrelang probiert Freundschaft zu schließen, bis er letztlich resigniert hat.
Ich würde einen zweiten lieben, sozialen und vor allen Dingen nicht-dominaten Kater dazuholen, das Alter wäre eher zweitrangig.

Ja sowas habe ich "befürchtet". Roy hat sich von Lenny oft gestört gefühlt und ihn als Konkurrenz angesehen. Beim Fressen hat er ihn verdrängt und wenn Lenny Zuwendung bekam, hat Roy ihm danach richtig aufgelauert und ihn dann verprügelt.

Aber ich schätze mal, ein Kitten dazu zu holen, wäre nicht möglich aufgrund des Altersunterschiedes.
Mir gehts darum, dass ein neuer Zweitkater sich ebenfalls mit dem Hund verstehen müsste. Wenn es hier nur noch Gefauche gäbe, würde das wohl die Situation nicht gerade verbessern. Und der neue Kater müsste sich gleich an zwei neue Tiere gewöhnen. Da haben wir alle Sorge :sad:
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #9
Aber zwei schon!;-)

Aber würde sich Lenny dann nicht wieder ausgeschlossen fühlen, wenn man beispielsweise zwei Geschwister nimmt?
Klar, ein Kitten allein würde bei einem älteren Kater nie seine Energie loswerden können.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #10
Aber würde sich Lenny dann nicht wieder ausgeschlossen fühlen, wenn man beispielsweise zwei Geschwister nimmt?

Man weiß es leider nie im voraus. Aber ich habe im Laufe der Jahre schon öfter erlebt, dass "ältere" Katzen mit 2 wilden Jungspunden wieder regelrecht aufgeblüht sind und begeistert mitgespielt haben.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es genügend Rückzugsmöglichkeiten gibt, so dass sich der "Senior" auch mal verkrümeln kann, wenn die kleinen mal wieder allzu heftig toben wollen:mrgreen:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #11
Schaue mal bei den Tierschutzorgs, im Tierheim wirst du da wohl nicht so schnell fündig. Nach meiner Erfahrung mit Auslandstierschutzorgas haben sie auch öfter etwas ältere Tiere und viele kennen Hunde.

Einer meiner ehemaligen Pflegis ist zu 2 Katzen (Kater+Kätzin) und einer Beagle-Dame gezogen. Die Beagle-Dame und mein Pflegi sind am schnellsten miteinander warm geworden und haben schon bald gekuschelt. Pflegi Pio war genau wie die vorhandenen Katzentiere ca 5 Jahre alt. Man muß halt sehr genau aussuchen und dann nachfragen, aber gerade der TSV, der mit PS arbeitet, kann das sehr gut einschätzen.

Ich persönlich würde keine Kitten dazunehmen, da könnte sich Lenny noch mehr zurückziehen.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #12
Also ich hab das Ganze jetzt mal mit meiner Mutter besprochen.
Wir sind uns beide einig, dass zwei Kitten nicht passen würden. Erstens finden wir 3 Katzen und einen Hund für die Größe unserer Wohnung etwas zu viel und zweitens ist die Angst zu groß, dass Lenny sich dann wieder ausgeschlossen fühlt. Immerhin würden wir uns nur für ihn für einen Zweitkater entscheiden.

Sich mal bei Tierschutzorgas umzuhören, klingt schon mal ganz gut.
Wichtig wäre halt, dass der Kater etwa Lennys Alter hat, ruhig ist, Hunde kennt (und mag ;-) ) und keinen Freigang braucht, denn das können wir nicht bieten. Es wäre wirklich schön, wenn wir einen tollen Gefährten für ihn finden könnten. Viel Zeit und Liebe hätten wir auf jeden Fall zu bieten :)

Kann denn jemand Orgas empfehlen? Ich kenne mich da so gar nicht aus, da wir unsere Tiere bisher immer vom Züchter hatten.

Achso - und danke für die bisherigen Antworten :)
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #13
Nur so ein Gedanke, aber muss es umbedingt ein Kater sein, oder würde es eventuell auch mit einer Katze funktionieren? Lenny kommt mir jetzt nämlich nicht so sehr wie der Raufetyp vor und ist mit 10 ja auch schon ein eher ruhigerer Senior... wobei da natürlich wieder ein Risiko dabei ist, weil, wer weiß, was in dem verschlossenen kleinen Kerl steckt, wenn er einen lieben, sozialen und anhänglichen Kumpel vor der Nase hat! Dann kommt vielleicht der zweite Frühling und er möchte sich gerne wild balgen ;)

Du kannst auf jeden Fall einen Blick hier ins Vermittlungsforum werfen, da sind immer wieder liebe Katzen und Kater inseriert (und es ist natürlich schön, wenn aus Forums-Pflegis dann Forums-Katzen werden... ;) ), grad hab ich z.B. an die kleine Lani gedacht (aber auch nur, weil ich einen ähnlich zurückhaltenden und sehr schisshasigen Kater in ähnlichem Alter habe, bei dem ich jetzt langsam über Gesellschaft nachdenke), einige Leute hier im Forum haben gute Erfahrungen mit ANAA gemacht, das ist eine Organisation, die spanische Katzen aus Tötungen rettet. Und was ich auch noch vorschlagen würde, wäre, sich eventuell auch bei den Rassekatzen umzusehen, nicht nach Kitten, sondern nach älteren Tieren, die vielleicht in der Gruppe nicht mehr so gut klarkommen oder mehr Aufmerksamkeit brauchen. Gibt es auch immer wieder :)
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #14
Danke Glasi,

dass klingt ja schon mal sehr interessant.
Ob Kater oder Katze wäre uns persönlich egal. Ich dachte nur, man müsste immer einen gleichgeschlechtlichen Gefährten suchen.

Nee, Lenny ist überhaupt kein Rauftyp. Er war von Anfang an eher ruhig und schmusig. Klar flitzt er gerne mal und hat (wenn Roy gute Tage hatte) gerne mit ihm verstecken gespielt. Diese Prügeleien mit ihm haben Lenny immer sehr zugesetzt und er hat sich dann zurückgezogen.
Ich denke also nicht, dass aus ihm nochmal ein Rambo werden würde ;-)

Ok, dann werde ich mich hier im Forum mal umschauen.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #16
Gleiches Geschlecht ist (vor allem bei Kitten, weil man da ja nie weiß, was aus denen so wird) immer die Faustregel, aber ein Muss ist es nicht - gleicher bzw. ähnlicher/passender (nicht alles, was ähnlich ist, passt auch *g*) Charakter der Katzen sind viel wichtiger. Und wenn Lenny von Anfang an eher der Fangen-Antipsen-Verstecken-Bällchen-Typ war und nicht der Ey-du-lass-ma-prügeln-Typ, dann könnte er gut mit einer lieben, sozialen Katze zusammenpassen, weil er eher der Katzen-Spieltyp ist. Ihr müsst euch also nicht auf ein Geschlecht beschränken, sondern eher sehen, dass der Charakter und das Spielverhalten passen :)

Edit: Ich hab endlich den Link gefunden, den ich gesucht hab, der das Kater-Katze-Spielverhalten sehr gut erklärt:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #17
Wollte dir auch grad den Link posten. ;-)

Nach deinen letzten Infos zu Lenny, würde ich dir auch zu einer Katze als Kameradin raten.
Es scheint ja auch die Problematik unterschiedliches Spielverhalten Katze(Lenny) und Kater(Roy) gegeben zu haben.
Also würde ich einfach mal vergessen, dass Lenny ein Kater ist.:mrgreen:
Ich würde jetzt nach einer lieben sozialen Katze suchen, die mit Hunden klarkommt und kein Kitten mehr ist.
Kann natürlich auch ein Weichei-Kater sein, aber die notwendige Hundeaffinität dürfte schon viele Kandidaten aussortieren.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #18
Ja wie es scheint, ist der Hund gerade das größte Problem :-(

Aber irgendwie ist auch die "Angst" da, dass Lenny trotz Katzengesellschaft nicht so richtig auftaut, sondern sich noch mehr zurückzieht. Der Neuzugang bräuchte ja auch Zuwendung, um sich einzuleben und wohlzufühlen.
Nicht, dass wir einen neuen Mitbewohner holen und sich dann nichts ändert. Dann wäre das Ganze quasi umsonst gewesen - zumindest aus Lennys Sicht.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #19
Dass Lenny trotz Katzengesellschaft nicht auftaut, kann natürlich passieren, da hast du schon Recht. Aber ihr habt ja schon versucht, ihm mehr von eurer Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, nachdem Roy weg war, und es hat ihm nicht geholfen - der nächste Schritt wäre, herauszufinden, ob ihm vielleicht kätzische Aufmerksamkeit oder Gesellschaft fehlt. Wegen einem möglichen Gefühl von "Ich werde jetzt vernachlässigt" von seiner Seite würd ich mir aber nicht so Sorgen machen, er bekommt dann ja nicht nur Aufmerksamkeit von euch beiden, sondern auch von der neuen Mietz, es ist dann also sozusagen einer mehr da, der sich mit ihm beschäftigen kann.

Und falls es wirklich hart auf hart kommt und es Lenny mit Gesellschaft schlechter geht anstatt besser: Seriöse Tierschutzorganisationen und Züchter nehmen ihre Tiere auch zurück, wenn es im neuen Zuhause wirklich nicht passt, und wenn du das im Vorfeld ansprichst, kann man da sicherlich eine Probezeit vereinbaren.
 
  • Depressiver Kater - wie helfen? Beitrag #20
Ja ich verstehe vollkommen deine Bedenken und glaube nicht, dass es leicht sein wird was passendes zu finden.
Ich mach mal ne Checkliste:


  • Muss mit Hunden zurechtkommen.
  • Muss von sich aus Kontakt zu anderen Katzen suchen, also sozial sein und auch nicht wirklich ohne anderen Katzen leben können.
  • Darf nicht dominant oder aggressiv sein, da Lenny sonst gemobbt werden könnte.
  • Darf kein Raufbold sein, das mag Lenny nicht.
  • Darf aber auch kein absoluter Angsthase sein, da sonst eine falsche Reaktion von Lenny oder Lucy alles zurückwirft.
  • Darf wahrscheinlich auch kein "ich will alle Menschen für mich allein" Kampfschmuser sein, da sich dann Lenny vernachlässigt fühlt und zurücksteckt, also lieber etwas menschenscheu, das legt sich dann später.
  • Kein Kitten, man weiß nie, wie sich der Charakter von den Kleinen später entwickelt (Einzelkitten geht sowieso nicht und zwei sollen es ja auch nicht werden)

Ich schätze, dass von 100 Vermittlungsangeboten grad mal 1-2 von der Beschreibung her passen.
Lass dich ja nicht entmutigen, versuch nicht innerhalb von 3 Wochen was passendes zu finden.
Einfach aktiv am Ball bleiben und irgendwann taucht die Traumkatze auf und ist wahrscheinlich ganz anders als vorgestellt.:mrgreen:
 
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