Zweitkatze ja oder nein?

DoloAgit

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Hallo:),

ich lese zwar schon seit einiger Zeit quer, habe mich jetzt aber auch neu angemeldet, um mal eine Frage loszuwerden und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
Zur aktuellen Situation:
Vor 2-3 Monaten ist recht spontan unser süßes Fellknäul Konrad eingezogen. Der Kleine ist ein Main Coon-Türkisch Angora-Mix und 6 Jahre alt. Er kommt ursprünglich aus einem Haushalt mit 8 anderen sehr großen Katzen - Main Coon und Perser (zum
Teil 8 Kilo, daneben ist er mit ca. 5 Kilo schon zierlich zu nennen), in dem er der Kleinste war. Er musste abgegeben werden, weil er die anderen Katzen nur unterdrückt und terrorisiert hat; darüber hinaus war sein Markier-Verhalten wohl sehr stark ausgeprägt. Seine alte Besitzerin nannte ihn liebevoll "Macho-Arschloch";-). Dort war er eine reine Wohnungskatze (und das ist er auch bei uns).
Jedenfalls kam er dann zu uns und er könnte nicht verschmuster, lieber und anhänglicher sein. Er ist super unkompliziert, lässt alles mit sich machen, markiert, beißt, kratz oder faucht nie und ist sehr verschmust. Wir könnten es nicht besser getroffen haben.
Da wir uns vor der Anschaffung informiert haben, haben wir natürlich das Thema Zweitkatze im Hinterkopf und überlegen uns, ob es für den Kleinen nicht schön wäre, einen Spielkameraden (vielleicht eine kleine Katze und kein riesiger Katzer vor dem er sich behaupten muss) zu bekommen.
Wir haben nur Angst, dass die Probleme, die es vorher gegeben hat, dann auch bei uns auftreten könnten und wir ihn im Grunde damit unglücklich machen.
War jemand von euch schonmal in einer ähnlichen Situation? Seine ehemalige Besitzerin wusste leider auch nicht, was sie dazu raten soll...
Über jede Hilfe würde ich mich sehr freuen!
Vielen Dank schonmal :)
Noch ein schönes Rest-Wochenende! :)
 
04.10.2014
#1
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Der "Kleinste" hat die Großen terrorisiert ... lol


Hmmm Wie sind den die Rahmenbedingungen? Wohgnung? Freigang? Balkon?
 
DoloAgit

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Der Perser hat sich irgendwann nicht mehr aus dem Badezimmer getraut und in die Badewanne gemacht...

Wir haben ca. 70qm unterm Dach, 3 Zimmer, mit sehr hohen Decken die auch über hohe Kratzbäume, Regale etc genutzt werden. Reine Wohnungshaltung und kein Balkon. Dafür bodentiefe Fenster und so eine Art Katzenbalkon - also eine Balkonkonstruktion vorm Fenster extra für den Kleinen. Und ein Aquarium - ganz großes Kino :-D
 
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Hohe Decken sind schon mal super! Mach nen Katzenhighway mit Regalen bis unter die Decke.

Ist er denn kastriert ?
 
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Daran arbeiten wir. Mit der Zeit kommen immer neue Regale dazu und er nimmt es nach einiger Beobachtungszeit gerne an.

Achso, das hatte ich vergessen; ja er ist kastriert.
 
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Frigida

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Normalerweise ist so ein dominanter Kater mit Testosteron quasi überschwemmt. Eine kleine Katze kann hier nicht dagegen halten.
Er braucht eher einen weiteren Kater, der im Paroli bieten kann.

Würde ich jedenfalls sagen..
 
Paule

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Normalerweise ist so ein dominanter Kater mit Testosteron quasi überschwemmt. Eine kleine Katze kann hier nicht dagegen halten.
Er braucht eher einen weiteren Kater, der im Paroli bieten kann.

Würde ich jedenfalls sagen..
Öhm, der Kater ist kastriert, also kein Testosteron mehr. Trotzdem stiime ich Frgida zu. würde ich wenn, nach einem gut sozialisierten aber trotzdem selbstbewußten Kater im passenden Alter umsehen. Ausser er war im alten Zuhause nur mit den Damen gut verträglich und hat nur mit den Katern stunk gemacht
 
DoloAgit

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Nein, er hat sie alle gemobbt, selbst seine eigene Mutter. :roll:
Also am besten wäre ein Kater in seinem Alter, der zwar selbstbewusst genug ist, sich nicht von ihm fertig machen zu lassen aber auch nicht zu groß, um ihn einzuschüchtern?
Aber grundsätzlich denkt ihr, in diesem Fall wäre ein Spielkamerad eine gute Idee?
 
Frigida

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Öhm, der Kater ist kastriert, also kein Testosteron mehr. Trotzdem stiime ich Frgida zu. würde ich wenn, nach einem gut sozialisierten aber trotzdem selbstbewußten Kater im passenden Alter umsehen. Ausser er war im alten Zuhause nur mit den Damen gut verträglich und hat nur mit den Katern stunk gemacht
Ich weiß.
Allerdings habe ich gerade gelernt, dass der Charakter des Tieres auch davon abhängt, wie viel Testosteron er im Gebärmutterhorn der Mutter abbekommt. Das Testosteron beeinflusst die männliche Entwicklung. Viel Testosteron sorgt dann für einen sehr männlich geprägten Kater.
 
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Ich bin hin und her gerissen ... Ich denke auf der einen Seite, dass es einfach Katzen gibt, die lieber allein sind ( Meine Emily war so eine) andererseits kennt er ja das Zusammenleben mit anderen ...

Macht er denn den Eindruck, dass unglücklich ist und ihm andere Katzies fehlen?

Wieviel Zeit habt ihr denn für den "Katze-Mensch-Kontakt"? Ist er den Tag über lang alleine ... und habt ihr, nach der Arbeit noch genug Energie um mit ihm zu spielen und ihn aus zu powern?
 
DoloAgit

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Ja, genau das ist auch mein Gedankengang.
Ich habe eigentlich nicht das Gefühl. Er wirkt sehr ausgeglichen, schmust und spielt gern. Wir sind relativ unregelmäßig und auch unterschiedlich was die Zeiten angeht, so das er selten länger als 2-3 Stunden am Stück allein ist. Wir spielen auch viel mit ihm und versuchen ihm alles zu geben was er braucht. Wobei er mehr der Schmuser als der Raufbold ist:)
Aber wenn er so vor dem Fenster sitzt und beobachtet was das alles so kreucht und fleucht, frage ich mich schon, ob es nicht schöner wäre, wenn er solche Momente mit jemandem teilen könnte...
 
Frigida

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Ich würde es immer versuchen.
8 Katzen ist schon eine ziemlich große Gruppe, wo es schnell mal zu Problemen kommen kann, wenn es an einer Ecke nicht stimmt.

Ich habe gestern mit "meiner" Züchterin telefoniert, sie hat 27 Katzen, weil sie sich immer so schlecht trennen konnte und auch Katzen wieder zurück nimmt, dann aber nicht mehr weiter gibt.
Was meinst du, was da los ist?
Sie muss regelmäßig trennen. Einer braucht Freigang, weil er sonst alle aufmischt. Der und die und diejenigen können sich nicht leiden und müssen regelmäßig getrennt werden.
So eine große Gruppe ist nicht gut und ist auch viel zu viel Stress für die einzelnen Tiere.

Wahrscheinlich hatte dein Kater in der Gruppe auch einfach zu viel Stress. Ich behaupte mal, mit dem passenden Kater sollte das bei euch auch gut mit 2 Katzen klappen.
 
T

Taskali

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Bei solchen Machokatern rate ich ganz bewußt von einem weiteren Kater ab, da das in der Regel zu Rangproblemen und damit verbunden wieder Markierverhalten führen kann. Der Kerl braucht ne taffe Dame, die ihn um den Finger wickelt, sich weder von ihm einschüchtern läßt, noch ihm den Chefrang klauen will, sondern die ihn anhimmelt, ihn aber nicht immer ernst nimmt ;-)
 
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Also nach allem was Du geschrieben hast glaube ich persönlich, dass er gut alleine klar kommt, solange ihr wirklich einen guten Teil eurer Frteizeit nutzt um ihn zu beschäftigen.

Das Leben in Freiheit, das er durch das Fenster sieht, bleibt ihm so oder so verwehrt. Warum soll er diesen Frust noch mit jemandem teilen ...

Nicht böse gemeint! Lieber eine Katze ohne Freigang in einer Großstadt, aber in liebevoller Menschenbetreuung, als eine verwahrloste Bauernhofkatze die allen egal ist !!!

Ich hab gerade mit meinem Mann beratschlagt, und wir denken beide, dass ihr ihn erstmal allein lassen solltet. 2 - 3 Std. ohne euch am Tag ist doch echt Luxus für ne Katze ... wir sind an Arbeitstagen mindestens 6 Std. weg.
 
DoloAgit

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Das hat die Züchterin auch zu bedenken gegeben, zumal er damit wohl schon auffällig geworden ist.
Bei einer Katze gibt es idR nicht so große Rangprobleme? Das wäre dann ja schon die richtige Richtung.

Alles klar, wir werden uns deinen/euren Rat auf jeden Fall zu Herzen nehmen. Vielen Dank schonmal! :)
 
T

Taskali

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Kommt auf die Kätzin drauf an. Es gibt bei den Katzen genauso wie bei den Menschen große Charakterunterschiede. Wenn man nen Macho mit ner Emanze zusammensetzt ist Streß vorprogrammiert :wink: Geb ich dem Macho nen Frauchen, die es immer allen Recht machen will, wird er sie trietzen - geb ich ihm aber nen Mädel, das weiß, wie es die Kerle um den Finger wickeln kann, wird er Lammfromm sein :cool:

Deshalb: sucht nach der richtigen Katze, eine die vom Charakter passt - dann kanns klappen
 
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Hallo,

ich dachte ich wärme das Thema hier nochmal auf, um zu berichten, wie es bei uns weiter gegangen ist. :-D
Vielleicht ist unsere Erfahrung für dein ein oder anderen hilfreich, der vor dem gleichen Problem steht.

Nachdem wir uns jetzt schon lange mit der Frage über eine Zweitkatze beschäftigt haben, wurde das Thema kurz vor Weihnachten konkret. Wir haben uns einige Katzen angeschaut und in der Nähe von Kassel unsere Süße dann auch gefunden.

Sie heißt Yarisha, ist knapp 2 Jahre alt und eine reinrassige Heilige Birma (mit Stammbaum). Sie kommt aus einer Familienzucht, die auf uns einen sehr positiven Eindruck gemacht hat. Die 4 Katzen (2 davon zum Verkauf, eine davon unsere) sind mit den Kitten (es war so viel weißes Gewusel, ich habe nicht genau mitbekommen wie viele es waren :)) im Wohnzimmer rumgehopst, die Kater waren in einem großen Außengehege mit angrenzendem Spiel- und Ruhezimmer. Alle Katzen haben einen sehr offenen, positiven Eindruck gemacht und waren direkt sehr zutraulich. Obwohl das Katzenklo hinten im Raum stand, hat man es nicht gerochen (sie musste uns tatsächlich darauf hinweisen, sonst hätten wir es garnicht gemerkt), woraus ich mal auf gutes Futter schließe.
Nachdem wir ein bisschen von unserer Situation erzählt haben, haben wir uns mithilfe der Züchterin für unsere Kleine entschieden und uns auf den Heimweg gemacht.

Nach zwei Stunden Autofahrt, die sie vorbildlich gemeistert hat, wollten wir eigentlich eine eher behutsame Zusammenführung durchführen. Davon hat die Züchterin uns aber, mit Hinweis auf den Charakter ihrer Katze und dem was wir ihr von Konrad erzählt haben, energisch abgeraten.
Wir also Transportbox in den Raum gestellt, 10 Minuten stehen gelassen, Tür geöffnet.
Konrad war natürlich wie vom Donner gerührt, ist zum Korb geschlichen ("oh mein Gott, was miaut da?!"), geschnüffelt, gefaucht, geknurrt - ab unter die Couch. Sie war da weniger scheu, ist aus dem Korb gehüpft, sich gestreckt, umgeschaut ("aha, sehr nett ... meins!") und erstmal gefressen. Wir haben uns auf die Couch gesetzt und Normalität gespielt, im Hinterkopf den Satz: solange kein Blut fließt ist es normal.
Es floss kein Blut, es flogen nichtmal Haarbüschel.
Die ersten zwei Tage durfte sie ihm nicht zu nahe kommen, sonst hat er gefaucht und geknurrt, wobei der Abstand schon nach kurzer Zeit immer kleiner wurde. Wir haben die beiden auch relativ schnell in flagranti beim heimlichen Näseln erwischt :-D
Wir haben uns zum Glück bei der Kombination nicht verschätzt. Sie zeigen ein ähnliches Spielverhalten (beide lieben es miteinander Fangen zu spielen), sie ist kleiner als er, so dass er sich körperlich nicht bedroht fühlen muss, als Katze sicher auch nicht so ein großer Revierkonkurrent, und sie lässt sich von ihm nicht unterbuttern. Sie respektiert es, wenn er Abstand möchte, nimmt es aber nicht persönlich:
Er hatte es sich schon vorher angewöhnt, nachts auf meiner hüfte zu schlafen. Eines Nachts kam sie dazu, um sich in meiner Kniekehle zusammen zu rollen. Ihm passte das garnicht und hat sie zunächst verjagt. Beide haben sich dann ins Wohnzimmer verzogen. Als ich jedoch am nächsten morgen aufgewacht bin, lagen beide in genau derselben Stellung wie vorher auf mir drauf, selig schlummernd :roll: :-D
Es ist jetzt fast ein Monat vergangen, seit sie hier eingezogen ist. Er ist tagsüber nicht mehr so verschmust, wie er es vorher gewesen ist, aber ich hoffe, dass sich das noch gibt.
Ansonsten könnten wir nicht glücklicher sein, uns zu dem Schritt entschieden zu haben und beobachten eigentlich täglich Fortschritte. :)

Liebe Grüße :)
 
Kirchenmaus

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Das hört sich so toll an, Glückwunsch. Ich erblasse vor Neid nach einer total missglückten Zusammenführung. Aber wo sind die Fotos von den beiden Schönen!
 
DoloAgit

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Es ist leider schwierig Fotos mit ihr zusammen zu bekommen. Sobald man eine Kamera auf sie richtet, kommt sie angesprungen und möchte bekuschelt werden. :roll: :-D
Ich drücke die Daumen, dass es bei euch doch noch gut ausgeht :)
 

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