Wir haben gestern nach mehrmaligem Verschieben unsere "Terrorschwestern" Kira und Sami kastrieren lassen.
Wir hatten die Schwestern Mitte Juli aus dem Tierheim adoptiert. Geburtsdatum: 01.04.2014 (wahrscheinlich geschätzt, da Fundkatzen). Sie waren da noch etwas schwach und kränklich. Hat sich aber sehr schnell gegeben, sie haben sich super entwickelt. Seit drei Monaten sind sie hier die Chefs im Haus.
Wir wollten sie dann auch möglichst schnell kastrieren lassen. Sind ja jetzt schon über 6 Monate alt. Tierarzt hatte dann auch grünes Licht gegeben, Gewicht und Allgemeinzustand war OK. Dann haben wir jedoch nochmal verschoben, weil Sami 6 Tage vor Kastra-Termin auf einmal Blasenentzündung bekam und AB nehmen musste, und wir wollten auch gern Beide an einem Tag kastrieren. Also erst Blasenentzündung auskurieren.
Gestern war es dann soweit. Beide waren top-fit. Es konnte also losgehen. Wir haben sie um 8.00 Uhr hingebracht und um ca. 16.30 Uhr wieder abgeholt. Kastra ist soweit gut verlaufen. Sie waren beide wieder wach, aber natürlich noch etwas wacklig.
Sie sind dann zuhause direkt aus der Box geklettert und waren natürlich noch etwas benommen.
Wir haben sie dann erstmal (weil wir eine so tolle offene Wohnung haben, in der es nicht viele Türen gibt) in der Küche gehalten mit Zugang zum Wirtschaftsraum, wo ihre KAKLOs sind.
Kira geht es soweit gut, wollte schon nach 2 Stunden wieder überall raufklettern (darf sie nicht, weil Mama aufpasst). Also soweit normale Reaktion.
Sami macht uns Sorgen. Es geht ihr sehr schlecht.
Sie ist auch aus der Box geklettert, aber war nicht so "lebhaft" wie ihre Schwester.
Sami hat mehrmals weissen Schleim erbrochen. Ist ja nach einer Narkose nicht unbedingt ungewöhnlich. Sie hat aber die Narkose nicht gut vertragen. Zudem bekam sie nach der Kastra Darmprobleme. Hatte in der Tierarzt-Praxis leicht blutigen Durchfall. Sollten wir dann beobachten.
Sie ist bis jetzt immer noch furchtbar schwach. Sie liegt nur da und guckt mich traurig an. Manchmal wandert sie durch die Wohnung, geht ins Klo und bleibt dann da sitzen. Kann ich dann auch nicht sehen. Dann heb ich sie da wieder raus und dann geht sie auch irgendwo anders hin. Sie ist auch nicht apathisch oder so, eben extrem schwach.
Gefressen hat sie auch noch nicht wieder (hat Kira auch nicht) aber Wasser trinkt sie.
Wir stehen in ständigem Kontakt mit der TÄ. Der kleine Organismus kämpft wohl immer noch gegen die Narkose und die Schmerzmittel. Wir möchten sie jetzt auch nicht noch mehr mit Chemie belasten.
Vielleicht reagier ich etwas hysterisch, weil ich jetzt so einen extremen Unterschied zwischen Kira und Sami sehe. Manche Katzen brauchen etwas länger um wieder zu sich zu kommen. Als damals unser Sternchen Mausi kastriert wurde, ist die auch drei Tage nicht hinter dem Sofa hervorgekommen.
Aber wenn ich jetzt daran denke, wie sehr gestern Morgen meine beiden Terrorschwestern auf dem Weg zum Tierarzt in ihrer Box geweint haben, und ich habe gesagt: "Euch passiert nichts, alles wird gut", kommen mir direkt wieder die Tränen und ich komm mir wie ein Verräter vor.
Bitte drückt mir die Daumen, dass Sami bald wieder fröhlich mit ihrer Schwester hier rumspringt.