Lio, mein Lio!
Am Samstag 13.09.2014 hatte ich ein komisches Gefühl. Schon beim Aufstehn. Auf dem Weg ins Bad sah ich auf das große gerahmte Foto von TIGA unter dem Fliederbusch. Etwas sagte mir, heute, ja heute ist der Tag, um im Tierheim wieder einmal nach Katzenneuzugängen zu gucken.
Ich habe mich das 1. Mal im Januar umgesehen. Zu früh, nachdem TIGA Ende November gestorben war. Ich konnte nicht einmal reingehen. Bei den Katzen helfen wollte ich im März, ging nicht. Ich weinte gleich beim Anblick der roten Katzen. Dann hatte ich im Mai mal geguckt, die Kätzchen waren noch zu jung, werden erst mit 3 Monaten abgegeben. Nicht mal gucken war drin.
Also, es war ein trüber September-Samstag, ab in den Bus, zum Tierheim. Ich bin sehr leise und vorsichtig um die Außengehege geschlichen, bevor ich ins Gebäude eingetreten bin. Eigentlich hatte mich das Gefühl, heute finde ich eine neue Katze bereits wieder verlassen. Ich fragte nach den jungen Tieren, die ich mal anschauen wollte.
Nun, da war ein Wurf von 4 Kätzchen. Rund ein viertel Jahr alt, 3 schwarze und eine getigerte. Am Käfig hin ein Zettel „noch sehr zurückhaltend“. Also trat ich langsam an den Käfig und blinzelte das Begrüßungsblinzeln. 2mal gaaaanz langsam. Ein schwarzes Kätzchen blinzelte zurück. Hoffentlich ein Kater. Nachdem der Mitarbeiter den Chip abgelesen hatte, war ich sehr froh. Es war ein Kater! Und wir verstanden uns vom ersten Augenblick an.
Gleich mitnehmen ging nicht, ich hatte ja einiges von Tiga entsorgt, was erst wieder angeschafft werden musste. Also wurde am Montag das Nötigste eingekauft und Dienstag holte ich ihn dann ab. Einen Namen hatte ich bereits gefunden: LIO.
Er war bei mir zuhause. Aber immer noch sehr zurückhaltend. Er verließ den Kennel erst in der Nacht, als ich schon schlief.