Bitte um Vorschläge - Leidiges Thema: Katzen halten trotz Allergie?

Armitage

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Hallöchen zusammen,



einige von Euch kennen mich vielleicht noch, seit mittlerweile 5 Jahren halte ich zwei Katzen, meine "Babys" Fukano und Mayon (siehe auch https://www.katzen-forum.de/foto-studio/22337-armitage-zuhause.html).

Hier war ich lange nicht aktiv, aber dennoch möchte ich mich nun mit einem Problem, das mir sehr am Herzen liegt und mich belastet, an Euch wenden in der Hoffnung eine sinnvolle und zufriedenstellende Lösung zu finden.

Die Kurzversion der Geschichte ist, dass mein neuer Partner, mit dem ich zusammenwohne, hochgradig allergisch auf Katzen reagiert...
Nun ja, niemand ist perfekt :)lol:), aber das ist dann wirklich die schlimmste mögliche Situation, die ich mir als Katzenhalter hätte ausmalen können.
Meine beiden Babys sind bis dato noch bei meinem vorherigen Partner untergebracht, der sie, so sehr er die beiden liebt, aber nicht behalten kann und ich möchte die beiden natürlich, wenn das nur irgendwie möglich ist, auch bei mir haben.
Jetzt sind wir natürlich am Rotieren, um eine zufriedenstellende Lösung für uns zu finden.

Die Problematik ist weiter, dass mein Partner so stark auf die Katzenallergene reagiert,
dass es schon genügt, wenn ich nur wenige Haare auf der Kleidung habe, damit er juckende und tränende Augen bekommt. Besucht er Freunde, die Katzen halten, muss er schon nach kurzer Zeit an die frische Luft. Da wage ich mir kaum vorzustellen, was passieren würde, wenn wir die beiden in unsere Wohnung direkt aufnehmen würden und die Allergene in der Luft überall herumfliegen. Hinzu kommt, dass er auf Medikamente besonders sensibel anspricht, die Tabletteneinnahme (um welches Antihistamin es sich da gehandelt hatte, weiß ich allerdings nicht) vor dem Kontakt zur Katze einer früheren Partnerin hatte ihn schlichtweg plattgemacht, sodass er den restlichen Tag verschlief.


Mittlerweile habe ich von verschiedenen "Therapiemethoden" gelesen:

  1. Hyposensibilisierung
  2. Medikamente (Cetirizin), sonstige Antihistaminika
  3. Allerpet (?)
  4. Bioresonanztherapie

Eine Hyposensibilisierung dauert allerdings ca. 3 Jahre und die Erfolgsquoten liegen unterschiedlich hoch, so im Schnitt bei dem, was ich bisher gelesen hab, aber nur bei 40 %. Hinzu kommt, dass die meisten Ärzte bei Katzenallergien von einer Desensibilisierung abraten.

Medikamente fallen aufgrund der Sensibilität weitgehend als Möglichkeit weg, falls mir jemand Genaueres sagen kann bzw. Mittel kennt, die sehr schwach in ihrer (Neben-) Wirkung sind (keine Homöopatie), bin ich dafür aber offen.

Zu Allerpet hab ich mir die Webseiten und Broschüren durchgelesen, bin aber bzgl. der Wirkung eher skeptisch, das klingt zum einen nach Geldmacherei, zum anderen nach sehr viel Chemie, die ich mir, meinem Partner und vor allem den Katzis zumuten müsste. Hat jemand damit Erfahrungen?

Die Wirkung von Bioresonanztherapie kann den Berichten zufolge, die ich bisher gelesen habe, nicht wissenschaftlich bestätigt oder belegt werden, auch wenn das bei einigen wohl Wirkung gezeigt hat. Hat dazu jemand Erfahrungen?
Für mich klingt das doch sehr esoterisch... :oops:

Ich habe schon mehrfach gelesen, auch von Forumsmitgliedern in alten Themen hier, dass sich bei längerer Katzenhaltung durch Allergiker die Allergie in Bezug auf die eigenen Katzen zurückbilden kann und man auf die eigenen Tiere dann kaum noch bis gar nicht mehr reagiert. Gibt es dazu Erfahrungen oder vielleicht sogar wissenschaftliche Berichte, in wieviel Prozent der Fälle das funktioniert bzw. ob sich die Allergie dadurch noch verschlimmern kann?
Die meisten Ärzte raten bei einer Katzenallergie zur konsequenten Vermeidung des Kontakts mit den Tieren.

Durch Kontakt der beiden Kater mit meiner Mama vor ein paar Jahren, die selbst eine sehr stark ausgeprägt Katzenallergie hat, haben wir damals festgestellt, dass Fukano von dem Allergen, auf das sie reagiert, anscheinend so gut wie gar nichts produziert, da selbst sie auf ihn nicht reagierte. Mayon machte das dann, als ich ihn bekommen hatte, quasi zunichte, auf ihn reagieren selbst viele Leute, die gar nicht wussten, dass sie allergisch auf Katzen reagieren. :lol:

So viel zu der aktuellen Situation.
Ich hätte die Möglichkeit, die Katzen sozusagen auf unbestimmte Zeit in Pflege zu Freunden zu geben (weit weg von mir leider :sad:), wo es ihnen sicher gut gehen würde und ich sie wenigstens ab und zu sehen könnte, aber falls es irgend eine für meinen Partner zumutbare Möglichkeit gäbe, würde ich sie viel lieber bei mir behalten. Getrennte Wohnungen kommen hierbei für uns übrigens nicht in Frage.
Nachtrag: Eine Trennung der beiden käme selbstverständlich ebenfalls nicht in Frage.



Grüßle
Melissa
 
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17.11.2014
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Kamillentee

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Das klingt schon heftig :-(
Mein bester Freund ist allergisch, knuddelt entsprechend natürlich nicht. Am Anfang hat er irgendwann immer mit Niesen angefangen, seit er regelmäßig kommt (ca 1x pro Woche) reagiert er nicht mehr. Er hat sich also selbst desensibilisiert.
Wenn deinem Freund allerdings schon ein paar Haare ne Attacke bescheren... Seh ich da kaum eine Chance :-(
Ich selbst bin enorm allergisch auf Gräser, da kann ich Antihistaminika schlucken wie ich will. Könnte auch Tiktaks einwerfen so hilfreich ist das :roll:
Wenn er wirklich so heftig reagiert wie du sagst ist ein Zusammenleben mMn unzumutbar :-(

Ich drück dich mal ... Vllt kennt ja jemand ein Wundermittel.
 
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fuzzy

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Mit Bioresonanztherapie hat eine Arbeitskollegin ihre Allergie gegen ihren Hund überwunden.
 
ludjo

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Huhu, ich war früher so allergisch, dass ich schon ins Krankenhaus musste , wenn ich in der Nähe von Katzen war . Ich hab dann Katzenkontakt über 10 Jahre gemieden. Dann kam Pinsel und ich wollte dieses Fellknäuel unbedingt behalten und es funktionierte. Mein Arzt meinte, die Allergie hat sich über die Jahre gegeben oder meine Wille war so stark , dass ich keine Symptome mehr zeigte. Zu Beginn hab ich zur Sicherheit 2 Mal täglich ceterizin genommen. Mir Jucken zwar ab und an die Augen, aber ich hab keinen Anfall mehr bekommen .

Die Psyche spielt eine große Rolle , ich geh jetzt mal aber davon aus , dass dein Freund nicht so emotional an den Katzen hängt wie du, so dass ihn dass positiv beeinflussen könnte .

Wenn er keine Medis nehmen kann , oh man , hört sich dass alles nicht so vielversprechend an . [emoji17]

Ne Desensibilisierung ist glaub bei Katzen nicht ohne und viele Ärzte machen das gar nicht .

Ich hab bei meinem Hund und bei pinsel ne bioresonanztherapie machen lassen , geschadet hats nicht [emoji4] obs geholfen hat? Ich kanns nicht sagen

Sorry , weiter helfen konnt ich nun trotzdem nicht . Ich wünsch euch alles gute
 
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H

Herz

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Ich habe auch mehrfach gelesen, auch von Forumsmitgliedern in alten Themen hier, dass sich bei längerer Katzenhaltung durch Allergiker die Allergie in Bezug auf die eigenen Katzen zurückbilden kann und man auf die eigenen Tiere dann kaum noch bis gar nicht mehr reagiert. Gibt es dazu Erfahrungen oder vielleicht sogar wissenschaftliche Berichte, in wieviel Prozent der Fälle das funktioniert bzw. ob sich die Allergie dadurch noch verschlimmern kann?
Die meisten Ärzte raten bei einer Katzenallergie zur konsequenten Vermeidung des Kontakts mit den Tieren.

Durch Kontakt der beiden Kater mit meiner Mama vor ein paar Jahren, die selbst eine sehr stark ausgeprägt Katzenallergie hat, haben wir damals festgestellt, dass Fukano von dem Allergen, auf das sie reagiert, anscheinend so gut wie gar nichts produziert, da selbst sie auf ihn nicht reagierte. Mayon machte das dann, als ich ihn bekommen hatte, quasi zunichte, auf ihne reagieren selbst viele Leute, die gar nicht wussten, dass sie allergisch auf Katzen reagieren. :lol:
Hallo Armitage,

wissenschaftlich fundiertes kann ich Dir leider zu Deinem Thema nicht beisteuern, wohl aber eigene Erfahrungen.
Als ich vor 10 Jahren meine Freundin kennen lernte war ich noch unwissend und lebte ohne Katze;
meine Freundin brachte einen Kater mit und sobald ich Ihre Wohnung betrat hat es mich schon überall gejuckt, die Augen brannten und ich musste am laufenden Band niessen.

Ich habe damals Cetirizin genommen und überhaupt keine Nebenwirkungen verspürt... was aber ja leider bei jedem anders läuft, das muss ich wohl nicht erwähnen.

Nachdem wir zusammen gezogen waren und ich wirklich dauerhaft Kontakt zu meinem später allerbesten Freund hatte, hat sich die Allergie bei mir allerdings tatsächlich zurückgebildet.
Schon nach einigen Monaten kam ich ganz ohne Tabletten aus und einige Monate weiter hat auch nichts mehr gekribbelt oder getränt.

Tatsache ist aber auch, dass ich schon damals andere Katzen erlebt habe, auf die ich nicht im geringsten reagiert habe.
Allergische Symptome werden - zumindest war es bei mir so und ich kenne das auch von etlichen Freunden / Bekannten - nicht von jeder Katze in gleichem Ausmaß hervorgerufen.
Aber ich nehme an Dein Freund hat auch schon den Kontakt zu Deinen Katzen getestet, oder?
Ansonsten schnell nachholen, vielleicht habt ihr ja Glück.


Bei aller Liebe zu den Katzen sollte Ihr aber bitte auch nicht vergessen, das sich so eine Allergie bei falschem Umgang damit durchaus auch zu einem allergischen Asthma ausweiten kann.
Damit wäre weder Euch beiden noch den Samtpfoten geholfen.
Die Intensität des Katzenkontaktes solltet Ihr Euch also in jedem Fall gut überlegen, vor allem sollte sich Dein Freund nicht von den Miezen "putzen" lassen!
Die Allergie wird nämlich nicht von den Haaren hervorgerufen, sondern von einem Bestandteil des Speichels - die Details kenne ich leider auch nicht - und so ein liebevolles Handlecken kann für Allergiker wirklich die Hölle sein :-(

Das ganze Programm kann man eigentlich mit einfachen Regeln ganz gut unterstützen, solltet Ihr einen Versuch wagen.
Das Schlafzimmer sollte erstmal tabu sein für Vierbeiner und wenn irgendwie möglich auch für getragene Kleidung (sollte für frisch Verliebte doch kein Problem sein :p).
Dazu noch regelmäßig Händewaschen (beim Püngeln bekommst DU den Katzenspeichel auch an die Hände und wirst dadurch quasi zum Allergen!), einmal häufiger die Böden wischen und auch regelmäßig Lüften und die Symptome fallen nur noch halb so stark aus.

Ich drücke Euch die Daumen das ihr eine für alle zufriedenstellende Lösung findet! Würde mich sehr freuen.

LG
 
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Armitage

Armitage

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Hallo Herz,


vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag.
Den Kontakt zu meinen Katzen haben wir noch nicht direkt ausgetestet, da sie bis jetzt noch in der alten Wohnung 700 km weit weg sind und ich mit meinem neuen Partner bisher noch nicht dort war.

Ich bin auch gerade noch am Recherchieren über das "Allergen FEL D1", einem Glykoprotein, wobei sich für mich überhaupt erstmal grundsätzlich die Frage stellt, ob es möglich bzw. zumutbar ist, das mit den Katzen hier auszutesten und da muss ich auch hier mit meinem Partner grundsätzlich noch absprechen ob und inwieweit er da bereit wäre "Versuchskaninchen" zu spielen.

Danke auch ludjo, Sabine und Daphne für die bisherigen Antworten.
Sabine, kannst Du mir Näheres zur Bioresonanztherapie sagen oder hast Du vielleicht einen hilfreichen Link zur Hand?



Grüßle
Melissa
 
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Mo und Miley

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Hallo!
In meiner Familie reagieren alle, Vater, Mutter und Schwester auf Katzen, nur ich nicht. Meine Schwester hat auch ohne Medikamente überhaupt nicht auf meinen Kater reagiert, bei meiner Katze haben ihr 30 Minuten gereicht, danach sah sie aus, wie ein Boxer nach der 12. Runde. Komischerweise scheint sich ihr Körper jetzt aber an den regelmäßigen Besuch gewöhnt zu haben, denn die Reaktionen gehen zurück. Ich habe in dieser Zeit auch die Streu gewechselt und auch das hat Veränderung in der Reaktion gezeigt.
Vielleicht gib es eine Möglichkeit, dass dein freund deine Tiger mal individuell testen.

LG Sandra
 
Singha

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Ich kann leider auch nicht mit wissenschaftlichen Beiträgen dienen.

Ich lebe seit eh und je mit Katzen. Irgendwann wurde ich mal getestet und ich reagiere im Test sehr heftig. Aber im realen Leben spüre ich meine Allegie nur selten.

Was mich aber sehr beeindruckt hat, ist folgende Geschichte:

Ich habe während meines Studiums ne Zeit in Genf verbracht. Meine beste Freundin und ich hatten großes Glück und haben eine wirklich tolle und bezahlbare 4-Zimmer Wohnung gefunden. Es war aber klar, wir brauchen noch einen Mitbewohner.

Es hat sich ein Student aus Basel gemeldet den ich vage kannte. Alles gut. Ich hab von Anfang an erzählt, dass ich mit drei Katzen durch die Welt tingle.

Kurz bevor er einzog, hab ich zufälligerweise erfahren, dass er allergisch auf Katzen ist. Und zwar sosehr, dass er Medikamente nehmen muss :shock:

Nun, seine Entscheidung :???:
Anfangs hat er täglich Medis geschluckt, sein Zimmer war abgeschottet, er hat die Katzen nicht angefasst. Im Laufe des Jahres hat er aber Woche für Woche weniger auf die Katzen reagiert. Kurz gefasst, nach ca. 1 Jahr hat er ohne jegliche Medikamente mit meinen Fellnasen gespielt und saß entspannt mit Ihnen auf dem Sofa. Sein Zimmer war offen, nur nachts hat er die Türe zugemacht. Und seine Hände hat er auch ganz fleißig gewaschen.

Wenn er heute zu uns zu Besuch kommt, ist er wieder genauso allergisch wie vorher. Er schmeißt die Tabletten schon zu Hause ein :roll:

Ich muss aber sagen, er mag Katzen gerne und ist recht unglücklich über seine Allergie...
 
cangreja

cangreja

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Hallo Armitage,

da hat man bzw. frau endlich den Traumpartner gefunden - und dann bringt der Partner eine Allergie gegen die Fellnasen mit, och menno.

Mit wissenschaftlich belegten Fakten kann ich auch nicht dienen, nur mit zwei Erfahrungsberichten:

Ich selbst war als Kind hochgradig gegen Roßhaar allergisch und habe mit allergischem Asthma reagiert. Mein Vater musste mich wohl auch mal an den Füßen hochhalten, damit ich noch Luft bekomme :shock:. Natürlich hab ich dann Pferde weiträumig gemieden. In der Pubertät bin ich dann nochmal auf ca. 3 Meter an ein Pferd ran, es hatte keinen Sinn. Vor nunmehr acht Jahren, da war ich also 30 :oops:, fragte mich meine Freundin, ob ich es nicht nochmal ausprobieren möchte. Also Pferd geputzt - im Fellwechsel - und keine Reaktion! Ok, Pferdehaare schmecken nicht, aber von der Allergie war nichts mehr übrig geblieben. Bis letztes Jahr hatte ich dann sogar ein eigenes Pferd, war also fast täglich beim Pferd - ohne jegliche allergische Reaktion!

Geschichte 2: Mein heutiger Mann hat zwei Kinder aus erster Ehe. Als die beiden vor zwei Jahren das erste Mal hier waren, zeigte sich, dass das Mädchen (damals 8 Jahre) allergisch auf Katzen reagiert :shock:. Also dreimal täglich Citirizin-Tropfen, möglichst keine Katze anfassen bzw. direkt Händewaschen. Sonst tränende, geschwollene Augen, Triefnase, Husten...
Beim letzten Besuch in den Herbstferien (die Kinder sind halt nur in den Ferien hier) brauchte die Kleine schon gar keine Medikamente mehr! Ok, wenn sie gerade die Katze gestreichelt hatte und dann an die Augen gekommen ist, gab's wieder juckende Augen, aber das passierte nur einmal, dann wurden halt direkt die Hände gewaschen.

Sorry, der Beitrag ist jetzt etwas länger geworden... Aber ich wollte halt aufzeigen, dass sich eine Allergie ändern kann. Bei mir hat sie sich einfach ausgewachsen, hat halt auch länger gedauert. Bei der Kleinen ging's relativ fix mit Antihistaminika. Es besteht also durchaus Hoffnung! Und ich drücke Dir die Pfoten, dass Ihr das auch in den Griff bekommt und einem harmonischen Zusammenleben nichts im Wege steht!
 
Armitage

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Hallo Sandra und Singha,


ich habe mittlerweile schon von vielen Fälle gelesen, in denen sich Allergiker mit der Zeit zumindest an ihre eigenen Tiere gewöhnt und nicht mehr darauf angesprochen haben (in der Regel innerhalb eines Zeitraumes von ca. einem Jahr).
Das wäre schon interessant zu erfahren, ob es sich damit auf Dauer legen würde. Generell mag er ja Tiere sehr gerne, die Allergie hat sich die letzten Jahre dann erst entwickelt; allerdings erstreckt die sich auch auf die meisten Hunderassen (die einzige Ausnahme bisher bildet der Alaskan Malamute meiner Eltern).
Ich will meinem Partner nichts zumuten, was ihm gesundheitlich schadet, insbesondere, wenn ich dann Themen wie allergiebedingtes Asthma lese. Und auch für die Katzen bedeutet das eine ziemliche Anstrengung, indem sie so oft so lange Fahrten durchmachen müssen (erst von Zürich hierher nach Wien und dann ggf. zurück nach BaWü zu meinen Freunden, falls das alles nicht funktioniert), daher gilt es abzuwägen, ob es sinnvoll (und er bereit) ist auszutesten, ob er sich daran gewöhnen kann.

Es gibt halt keine Garantie, dass das funktioniert. Vielleiht wäre das in Kombination mit Allerpet (falls dazu noch jemand Erfahrungen hat) und neueren Antihistaminika eine Möglichkeit, die praktikabel und zumutbar wäre. Hmmmmm... :-?


Grüßle
Melissa

Nachtrag:

da hat man bzw. frau endlich den Traumpartner gefunden - und dann bringt der Partner eine Allergie gegen die Fellnasen mit, och menno.
Oh ja, da sagst Du genau das, was ich auch dachte. :roll:
Danke auch an Dich für den ausführlichen (Erfahrungs-) Bericht. :)
 
cangreja

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Da hatte ich es noch vergleichsweise einfach: mein Mann mag einfach keine Katzen, angeblich auch heute noch nicht, aber wehe eine Fellnase kommt mal nicht zu ihm oder gibt keine Antwort auf seine Frage :roll::mrgreen:
 
Thesy

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Eine gute Freundin litt vor einigen Jahren von heute auf morgen unter einer Tierhaarallergie.
Ihre Tochter hatte Kaninchen und die Oma die mit ihm Haus lebt, hat den Familienhund bei sich wohnen.

Akupunktur hat sie davon befreit - es waren allerdings einige Sitzungen nötig dazu gewesen.
Aber dafür ist sie seit einigen Jahren komplett befreit von dieser Allergie.
 
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LucyMia

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Eine Hyposensibilisierung kann ich nur empfehlen. Bei mir hat das schon nach 3 Monaten eine dermaßige Verbesserung meines Heuschnupfens gebracht, dass ich heute keinerlei Probleme mehr habe.
Ich brauchte keine 3 Jahre dazu. Also müsste einfach probiert werden.
Es gibt verschiedene Varianten dafür. Ich bin fleißig jede Woche zum Arzt gedackelt um mir die Spritzen geben zu lassen.
Meine Freundin hat dies mit Tropfen gemacht. Diese konnte sie zuhause im Kühlschrank aufbewahren und musste diese regelmäßig nehmen
 
Frigida

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Ich habe einen Freund, der braucht nur im Rahmen meiner Haustür zu stehen, schon schwellen ihm die Augen zu und er muss niesen.

Bei mir selber wurde auch im September letzten Jahres eine Allergie gegen Katzen diagnostiziert. Interessanterweise fiel der Allergietest VOR dem Einzug der Katzen negativ aus.
Ich habe da die Mandel-OP im Verdacht, die mein Immunsystem zu sehr gestresst hat.
Blöderweise ist es nicht nur eine Allergie gegen Katzen, sondern auch noch gegen Milben und Gräser.
Durch die Milbenallergie weiß ich nicht, reagiere ich jetzt auf Katzen oder Milben.
Eigentlich habe ich eher die Milben in Verdacht, denn gerade im gemütlichen Bett kann ich mir echt einen Wolf niesen.
Seit September letztens Jahres läuft bei mir die Desensibilisieung zumindest auf Milben. Leider bisher mit wenig Erfolg. Ich habe das Gefühl, es ist schlimmer geworden.
Mir helfen zwar die Medis, aber manchmal scheinen es so Schübe zu sein. Und ich kann dir sagen 45 Minuten ohne Pause niesen zu müssen, ist Folter!
Da ich aber eh schon Asthma habe (auch schlimmer geworden) und mich vor Einzug der Katzen habe testen lassen, war es keine Alternative sie wieder abzugeben.

Aber: Ich kann meine Nase tief ins Katzenfell stecken, da passiert nicht. Ich kann mir ihren Sabber sogar ins Gesicht schmieren, da passiert nix. Und obwohl ich immer mit jeder Menge Katzenhaare herumlaufe und die auch mit ins Büro trage, habe ich dort meist kaum Probleme.
Ich gehe daher wirklich davon aus, dass ich auf die Katzen gar nicht mehr reagiere, sondern dass die blöden Milben schuld sind.

Als Medis kann ich auch Nasentropfen wie das Avamys, Sintaris, Dymista empfehlen. Oder die Xusal-Tabletten. Alles moderne Medis.
Desensibilisierungen bei Katzen sind schwierig, weil der Speichel bei allen Katzen unterschiedlich ist.
Man macht das eigentlich nur, wenn die Gefahr eines allergischen Schocks besteht.

Blöd ist natürlich, ausprobieren ist nicht wirklich. Wenn die Katzen erst einmal in eurer Wohnung sind, ist auch ihr Speichel überall verteilt. Und den selbst nach dem Auszug der Katzen zu entfernen, ist sehr langwierig.
 
lalelu

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Hallo Armitage,

ich bin ja selbst hochgradig auf Katzen allergisch und mit Allergien und Asthma bestens vertraut :roll:

Als erstes finde ich ganz wichtig:
Ich würde in KEINEM FALL das mit den Katzen in eurer Wohnung testen. Allergene halten sich teils ewig (bis zu einem Jahr) in Wohnungen. Soll heißen, funktioniert es nicht und die Katzen müssen ausziehen, heißt das nicht, dass dein Partner damit beschwerdefrei ist. Das muss man unbedingt bedenken. Wenn, dann entweder beim Allergologen gezielt deinen Partner auf diese beiden Katzis testen lassen oder aber die beiden besuchen.

Dass Cetirizin lästige Nebenwirkungen haben kann - gerade in Form von Müdigkeit - kenne ich und ist auch allgemein bekannt. Mich drückt es auch jedes Mal weg wenn ich eine nehme ohne Chance dagegen anzukämpfen. Es soll wohl ein neues Antihistaminikum geben - der Name war irgendwas mit A, ich hab ihn leider vergessen -, welches nicht müde machen soll. Vielleicht da mal einen Allergologen fragen oder auch in der Apotheke nachhaken. Da gibt es durchaus Alternativen, man reagiert ja auch nicht auf jeden Wirkstoff gleich. Ich muss da auch noch variieren.

Rein gesundheitlich haben die Allergologen schon recht wenn sie sagen, dass man den Allergenträger meiden sollte. Ich habe damals mit einer Pferdeallergie begonnen, Pferde trotzdem nicht gemieden und nach 2 Jahren heftiges Asthma entwickelt, welches ich jetzt 14 Jahre mit mir rumschleppe. Ob man diese Risiken eingehen möchte, muss man selbst entscheiden. Chronische Krankheiten zu riskieren ist nicht schlau, ich kann aber jeden verstehen der es tut, wenn man nicht ohne Tiere möchte.

Auch auf Katzen bin ich heftigst allergisch, hatte anfangs auch Symptome, allerdings war durch die Pferde ja das Kind schon in den Brunnen gefallen und ich hab den berühmten Effekt abgewartet, bis ich nicht mehr auf meine Katzen reagiert habe. Das funktioniert gut. Allerdings nur, weil die entsprechenden Histamine in den Zellen quasi leer sind. Durch den ständigen Kontakt ist quasi alles "verpulvert" und man reagiert nur noch sehr schwach oder gar nicht, weil das bisschen was aufgefüllt wird, gleich wieder "verschossen" wird. Fährt man aber dann mal drei Wochen in den Urlaub, hat man danach im Normalfall wieder richtig Action.

Ich hatte letztens erst Blut testen lassen wegen einem heftigen Infekt, dabei wurde der Allergiewert mitgetestet und er war utopisch über der Norm. Kein Wunder, kein Symptom heißt eben nicht kein Kampf im Körper.

Ich glaube ich würde heute dieses Risiko nicht eingehen wenn ich auf Stand 0 wäre.
 
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Frigida

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Andrea, meinst du vielleicht Aerius? Besser verträglich als das Cetirizin. Xusal soll noch besser verträglich sein.
(Ich selber habe allerdings nicht soooo große Unterschiede feststellen kann. Nur: mehr als eine Tablette und man ist bei allen k.o. Mehr ist hier nicht gleich wirksamer).
 
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lalelu

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Ja, Aerius, das wars :-D
Xusal...da google ich mal danach. Ich brauch für Januar eine Alternative, die blöde Haselnuss blüht da dann wieder und mit Cetirizin (nehme immer nur eine) schlaf ich sogar in der Arbeit im sitzen ein und kann mich nicht wehren :oops:
 
saurier

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Melissa, schreib mal Gesine ("Ninniach") an, die kann dir evtl. weitere Tipps geben, die hat(te?) selber damit zu kämpfen.

Liebe Grüße, sauri
 

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aerius 5 mg katzenallergie

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