So, es ist überstanden, aber eine Wiederholung brauche ich so schnell nicht.
Die Hunde meiner Eltern machen mich mit ihrem nervösen und sinnlosem Gekläffe wahnsinnig und ich habe mich in meiner Meinung zum Thema "Hunde" vollauf bestätigt gefühlt. Gut das wir Katzen haben...
Für unsere Kater war es leider Stress pur, obwohl die Hunde sich nur im Wohnzimmer aufhalten durften:
Percy sah die Hunde in ihren Kennels und verwandelte sich in den größten Igel der Welt. Laut fauchend und knurrend trat er, im Angesicht der numerischen Überzahl der Hunde, einen taktischen Rückzug in die Küche an. Dort blieb er auch den ganzen Nachmittag und Abend auf einem Stuhl liegen. Er hatte Zeit sich einen Racheplan auszudenken und die Schwachstellen der Gegner genau zu analysieren, viel Zeit....
Leo nahm das relativ gelassen hin, er mied einfach das Wohnzimmer während die Hunde dort waren.
Henry jedoch war panisch: Findet er Besuch schon doof, so ist Besuch mit Hund für ihn die absolute Steigerung. Er kam gar nicht klar und versteckte sich im Obergeschoss im Katzenklo. Um es für ihn etwas sicherer zu machen haben wir ihn dann im Büro separiert. Das fand er zwar nicht so toll, aber dort hatte er die Sicherheit eines ganzen Raumes nur für sich. Natürlich haben wir ganz oft nach unserem roten Racker geschaut. Trotzdem war er nach der Abreise meiner Eltern ziemlich durch den Wind, aber so langsam kommt er wieder in die Spur.
Und Percy? Da war doch was...
Er hatte ja nun viel Zeit für eine Analyse der Gegner, und hatte meinen Vater und die Hündin Quinty als Schwachpunkte ausgemacht.
Und am Abend war es dann Zeit für Percy´s hinterhältigen Racheplan:
Kurz vor dem Schlafengehen hatte meine Mutter meinem Vater eine Wolldecke in sein Gästezimmer gelegt, und dabei versehentlich die Tür offen gelassen. Nur 5 Minuten später brachte ich meinen Vater und seine Hündin Quinty in dieses Zimmer, machte eine kurze Inspektion des Raumes, und wünschte eine gute Nacht.
3 Minuten später ein Schrei aus dem Zimmer meines Vaters: "HILFE, hier ist eine Katze!!" Ich lief die Treppe hinauf und fand meinen Vater nur in Unterhose bekleidet mit dem Hund auf dem Arm im Zimmer stehend, und davor stand knurrend und fauchend unser Percy. Er blickte die beiden an als wollte er sagen: "So, und jetzt zu uns!"
Percy hatte sich offensichtlich hinter der Zimmertür im Schrank versteckt. Als mein Vater und der Hund dann arg und wehrlos waren, war es dann Zeit für Percy´s Auftritt...
Ich nahm Percy dann unter Protest mit nach unten, wo er die ganze Nacht bei uns im Bett Träume voller Rachephantasien gehabt hat.
Wir waren echt froh, als meine Eltern gestern gegen 10 Uhr wieder gefahren sind. Endlich wieder Ruhe im Haus: Kein Gekläffe, kein Hundegeruch, und friedliche Kater...