• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Hilfe!! Kater mit Epilepsie, Verstopfung, Entzündung der inneren Organe!!

T

Tildewild

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Danke für die Aufnahme und hallo an alle!
Es geht um den 4-jährigen Kater meiner Freundin und Nachbarin, den ich auch ab und an mitversorge.
Er leidet an Epilepsie und bekommt nun seit ca. 1 Jahr das Medikament Luminal 15mg (eigentlich ein Medikament für Hunde, aber Epilepsie bei Katzen ist sehr selten, so dass es da wohl keine extra Medikamente gibt). Die Anfälle blieben aus und dem Kater, Gangster heißt er, ging es wirklich sehr gut! Vor einigen Wochen (am 13.10.) allerdings fing er plötzlich an, nicht mehr richtig zu fressen, setze kaum Kot ab, erbrach und fieberte.
Die Tierärztin behandelte ihn mit Cortison, doch der Zustand änderte sich nicht. Nach dem Abtasten und dem Röntgen stand fest, dass bei Gangster mittlerweile der Darm bis zum - wenn ich das so
sagen darf - Anschlag mit Kot gefüllt war. Er bekam Milchzucker und stand kurz vor einem Einlauf, als es dann doch noch "geklappt" hat.
Danach ging es ihm ein paar Tage gut, bis er wieder fieberte, schlapp war und nichts fressen wollte. Er wurde zwangsernährt und bekam ein Mittel gegen Übelkeit, da er in der Zwischenzeit rapide abgenommen hatte. Gangster wurde zwischendurch auf alle möglichen Katzenkrankheiten getestet, die aber negativ waren. Es folgte eine Überweisung in die Tierklinik. Dort wurde festgestellt, dass er erhöhte Leberwerte hat, also eine Leberentzündung, sowie eine verdickte Gallenwand und Anämie. Die Ärzte vermuteten, dass durch die Verstopfung Giftstoffe in den Körper gelangt sind, die die Leberentzündung ausgelöst haben. Insgesamt bekam er 30 Tage lang Cortison. Zwischendurch war er immer mal wieder in der Klinik oder beim Tierarzt und bekam Infusionen. Der Zustand änderte sich aber kaum. Mitte November wurde dann eine Biopsie gemacht von Knochenmark, Milz, Leber und Niere, dabei wurde eine Entzündung der inneren Organe festgestellt. Laut Tierarzt eine sehr langwierige, aber durchaus behandelbare Sache. Woher es kommt weiß allerdings niemand. Bis Ende November wurde mit einem Antibiotika namens "Kesium" behandelt.
Bis dato hat sich an Gangsters Zustand kaum etwas geändert. Er hat wohl durch die Zwangsernährung etwas zugenommen und frisst auch zeitweise von selbst, hat aber auch oft Rückschläge, wo er gar nichts frisst und fast nur schläft.
Die Klinik hat sich sich die Tage noch mal bei meiner Freundin gemeldet und gemeint, es könnte das Medikament gegen die Epilepsie sein, muss aber nicht! Also einfach wieder ein vage Aussage, so wie die Monate zuvor auch schon.
Meine Freundin ist mittlerweile am Ende ihrer Kräfte, der Kater ebenfalls und ich suche verzweifelt nach Hinweisen, Tipps, Antworten, was auch immer!!
Was ich auch nicht unerwähnt lassen möchte ist, dass Gangster schon seit einigen Jahren ausschließlich mit Trockenfutter gefüttert wird - Royal Canin Sensible. Ich habe selbst er vor kurzem erfahren, dass Trockenfutter sogar richtig schädlich sein kann für die Fellnasen.
Was meint ihr zu der ganzen Sache? Hat schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht mit dem Medikament, oder mit solch einem oder einem ähnlichen Krankheitsverlauf? Könnte evtl. am Ende sogar das Futter mit dazu beigetragen haben, dass es dem Kater so schlecht geht?
Ich bin für jeden Tipp oder Hinweis dankbar - und meine Freundin auch!!!!!
Gangster ist übrigens Freigänger und lebt zusammen mit seinem Bruder bei meiner Freundin.
 
04.01.2015
#1
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Andrea64

Andrea64

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Oh je, der arme Kerl!
Wende dich mal direkt an Forine IceVajal und/oder walks-with-cats. Sie haben beide Erfahrung mit diesem Krankheitsbild und den Begleiterscheinungen sammeln müssen und sind sehr nett und hilfreich!

So viel kann ich selber aber auch schon sagen, Trockenfutter ist wirklich gar nicht gut. Am besten ganz weglassen, oder peu a peu auf gutes Nassfutter umstellen.
 
IceVajal

IceVajal

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Hallo!

Zu den entzündeten inneren Organen kann ich nichts sagen, aber ein wenig zu Epilpsie. Es gibt einige Medikamente, z.B. Phenoleptil und Diazepam. Letzteres wird mittlerweile fast ausschließlich als Notfallmedikament gegeben, manchmal braucht es eine Kombination. Die Epilepsie-Medis dämpfen, also die Tiere schlafen schon etwas mehr, sind ruhiger, aber nehmen trotzdem am Leben teil. Pio, der jetzt bei walks-with-cats lebt, war mein Pflegi und wurde hier auf die Medis eingestellt.

Sehr wichtig ist, das er keine Verstopfung hat, da diese Anfälle auslösen kann. Ich habe immer sehr auf Pio's Output geachtet und lieber frühzeitig eine kleine Menge Laktulose gegeben. Pio ist auch ein TroFu-Kater, frisst aber auch etwas Lux Häppchen in Gelee. Ich mußte bei Pio 2-3x einen Einlauf machen, weil nichts mehr ging, danach bekam er immer frühzeitig Laktulose um das zu vermeiden.

Aus welcher Gegend kommt ihr den? vielleicht hat jemand einen Tipp für eine gute TK....
 
C

Catlinger

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Hallo Tildewild!

Das Thema Epilepsie ist ja ein derart kompliziertes Thema, dass Ratschläge unmöglich bis so gut wie unmöglich sind.

Habe selber eine Katze (Bonni), die seit 2,5 Jahren an Krampfanfällen, lt. TA angeblich unter Epilepsie leidet.
Angefangen hat alles exakt 1 Tag nach einer heftigen Zahn-OP (8 Zähne gezogen wegen FORL) und wir haben mittlerweile so viele TA-Besuche, Untersuchungen, Medikamente, Therapieansätze „getestet“ und wieder verworfen, dass ich ein Buch damit füllen könnte. Bisher hat nix wirklich genützt.

Auch bei uns hat Luminal nur 1 Monat "gewirkt" hat, deswegen haben wir das "Gift" nach über 1 Jahr wieder ausgeschlichen. Und siehe da: verschlechtert hat sich auch nix! Insofern stehen wir der Diagnose "Epilepsie" sehr skeptisch gegenüber.

Mittlerweile drängt sich bei uns der Verdacht auf, dass Bonnis Wirbelsäule/Halswirbelsäule (vom Kiefer bis in die Schwanzspitze) derart "verschoben, blockiert..." ist, dass dadurch u.a. die Durchblutung in die Hirnregion nicht gewährleistet ist und dadurch die Anfälle ausgelöst werden.
Wir haben kürzlich eine Heilpraktikerin zu Rate gezogen, die davon überzeugt ist, dass dies bei Bonni die Ursache ist und sie wurde entsprechend behandelt. Ob wir jetzt tatsächlich "über den Berg" sind, muss sich noch raus stellen. Daumendrücker sind uns jederzeit willkommen!!! :)

Wie sieht das denn eigentlich bei Euch aus?
Ist Eure Epi-Diagnose sicher?
Habt ihr schon mal eine Heilpraktikerin hinzu gezogen?
Vielleicht wäre es einen "Versuch" wert, auch bei Euch die Wirbelsäulenregion untersuchen zu lassen, wobei ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass Röntgenbilder nicht zeigen können, ob "alles im Lot" ist. Fakt ist jedenfalls, dass Probleme in der Wirbelsäule alle möglichen üblen Folgeerkrankungen mit sich bringen können. Und selbst wenn es sich tatsächlich um Epilepsie handelt, könnte eine gute Heilpraktikerin vielleicht helfen, bspw. zur Unterstützung der durch die Luminaletten belasteten Organe.

Ich wünsche Euch alles Gute & dass ihr baldmöglich Hilfe für eure arme Pelznase findet! Nette Grüße
Catlinger

P.S. Bonni hatte übrigens zwischenzeitig auch starke Probleme beim Kot absetzen, das haben wir mit Öl (überm Futter) & später mit Bio-Joghurt (Ca. 1 TL) in den Griff bekommen.
 

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Katze innere organe entzündet