Hallo zusammen,
ich bin neu hier und muss einfach meine Trauer loswerden, weil viele Menschen das nicht nachvollziehen können. Am Dienstag wurde meine Katze eingeschläfert und nun plagen mich die Schuldgefühle. Ich wohne zum Studieren 220km weit weg von meinem Zuhause, wo eben meine Katze lebte. Ich habe sie mehr als alles andere geliebt und hatte sie seit meiner Kindheit. Sie wurde 17 Jahre alt. Am morgen hat meine Mutter mir von der Arbeit geschrieben, dass mein Vater die Tierärztin ruft, um sie einzuschläfern. Davor war nie die Rede von einschläfern. Sie war halt schon alt, hatte Wassereinlagerungen, aber soweit keine Schmerzen. Ich war total überrumpelt und habe meinen Vater angerufen, warum sie das machen wollen und habe am Ende eingestimmt. Mein Freund meinte darauf hin, dass ich ruhig sein Auto nehmen kann, um zu ihr zu fahren und ihr beizustehen. Nur irgendwas hielt mich davon ab!!! Und ich bereue es so. Mich plagen solche Schuldgefühle und ich komme gar nicht mehr klar. Sie war 17 Jahre für mich da und ich schaffe es nicht mal 2,5 Stunden Auto zu fahren um für sie da zu sein??? Ich werde wohl mit dem Gefühl leben müssen... Es fühlt sich so schrecklich an!!! Ich dachte ich würde sie halt diesen Samstag wieder sehen und nun ist sie nicht mehr da und ich habe sie im Stich gelassen und werde mir das nie verzeihen, dabei liebe ich sie abgöttisch. Sie war mein ganzes leben immer da und hat mich in allen Lebensabschnitten begleitet. Ich fühle mich soo mies! Hinzu kommt, dass ich meinen Vater gebeten habe, dass er mich anruft, wenn die Tierärztin sich meldet und NICHT wenn sie schon da war und meine geliebte Maus schon tot ist. Ich bin wütend auf mich und auf meine Eltern!!!
Sorry, ich musste das einmal los werden, weil mich sonst keiner verstehen würde! Sie fehlt mir so und es vergeht keine Minute an der ich nicht an sie denke.
P.S. sie wäre selbst bald von uns gegangen, weil sie nicht mehr gegessen hat und nicht auf Toilette konnte. Einlauf etc. hat nichts mehr gebracht. Sie war selbst soweit zu gehen, aber ich hatte das Gefühl, dass sie es selbst gerne gemacht hätte und nicht durch eine Spritze.