Kämmen - eine Katastrophe

Diskutiere Kämmen - eine Katastrophe im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, meine Mia ist eine Maine Coon (9 Monate) und Othello ein Birma-Mix (8 Monate). Das Kämmen ist leider eine Katastrophe. Es ist (bei beiden)...
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #1
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birmancat80

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Hallo,

meine Mia ist eine Maine Coon (9 Monate) und Othello ein Birma-Mix (8 Monate). Das Kämmen ist leider eine Katastrophe. Es ist (bei beiden) nur mit 2 Personen, Handschuhen und festhalten möglich. Dadurch ist es für uns Menschen und erst recht für die Katzen eine Qual. Ich benutze den Furminator für Langhaarkatzen da er sich am besten bewährt hat. Vorher hatte ich eine Heilige Birma und hab statt Furminator alles andere auf dem Markt erhältliche probiert und hatte immer, trotz regelmäßigem kämmen, mit Knoten im Fell zu tun.
So kann das natürlich nicht weitergehen. Weiss jemand Rat was ich tun kann ?? Über Eure Antworten würde ich mich sehr freuen !
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #2
Wie hast du denn anfangs versucht sie zu kämmen?

Katzen setzen sich nicht hin wie Hunde u bleiben brav sitzen bis du fertig bist mit dem Kämmen.

Ich habe meine beiden von Anfang an nur versucht zu kämmen, wenn sie entspannt irgendwo rumlagen. Schnell fiel mir auch auf , dass man so langsam, ruhig & liebevoll kämmen muss wie als würde man sie streicheln. Wenn sie zwischendurch mit der Bürste spielen wollten, habe ich sie damit spielen lassen. Man braucht halt Geduld eine Katze zu kämmen, vor allem, wenn sie noch nicht gewohnt ist.

Meine beiden liebe es mittlerweile jedenfalls gekämmt zu werden. Sie wälzen sich dann hin und her. Man darf halt nicht den Anspruch haben sie bei einer "Session" gleichermaßen überall kämmen zu können. Dann lieber einfach mal öfter kurz zur Bürste greifen.

Ich bin mir nicht sicher, ob bei deinen durch den von dir beschriebenen "Gewaltakt" (festhalten zu 2. & Handschuhe) da nicht schon Hopfen & Malz verloren sind. Ich würde es aber noch mal in der von mir beschriebenen Weise versuchen: Möglichst entspannt, langsam und nicht zu viel erwartend.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #3
Bei meinen Kätzchen hab ich die Erfahrung gemacht, dass es am Besten ist sie zu kämmen, wenn sie in Schmusestimmung sind. Zu anderen Zeitpunkten klappt das bei uns auch nicht immer.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #4
Der Furminator ist für die normale Fellpflege ungeeignet. Er ist dazu da im Fellwechsel die Unterwolle raus zu holen. Bei der normalen Fellpflege reist er dann die Unterwolle raus und das tut den Katzen wahrscheinlich einfach zu weh. Für die normale Fellpflege sollte man Kämme benutzen.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #5
Huhu
meine beiden sind zwar EKH aber ich möchte die beiden dennoch beim Fellwechsel im Winter unterstützen. Da die beiden direkt ausm Tierheim (dort geboren) zu mir gekommen sind kannten sie Bürsten natürlich nicht. Also habe ich nach Rat gesucht und auch einen gefunden.

Anfangen sollte ich damit, das ich den beiden die Bürsten / Kämme what ever hin lege wo sie immer gerne liegen. (Also auch dort wo ich sie in schritt 2 dann erwische) Erst haben sie das ding skeptisch beschnuppert reingebissen etc. Mit der zeit wurde die bürste alltäglich und damit ignoriert. Im zweiten schritt habe ich dann abgewartet bis sie entspannt waren und sich kraulen liessen. Dann habe ich mit einer hand am kopf abgelenkt und gekrault und die bürste in der anderen hat so genommen das es aussieht als wäre die bürste meine hand und hab gestreichelt.
Sie haben dann zwar aufgeschaut und die bürste gesehen irgendwann aber erstmal nur skeptisch geschaut. Hab sie dann solang gekämmt wie es ging und dann die bürste hingehalten zum schnüffeln. Mit viel geduld jeden tag. Seither ist ruhe und ich kann die beiden bürsten wenn sie entspannt irgendwo liegen.

Das problem was du hast, deine Katzen verbinden jetzt schon ein SEHR unangenehmes erlebnis mit der bürste handschuhen etc. Das gleiche hast du wenn deine katze nur dann in die transportbox kommt wenns zum Tierarzt geht. Sie merkt sich das und hat fortan angst davor und will da nich rein. Genau wie autofahren. Es ist bei sovielen immer nur die fahrt zum tierarzt. Und dann haben sie spektakel im auto. Gewöhnen und mit schönen erlebnissen verknüpfen zb leckerlis.
leg ihnen die bürsten hin und wenn sie brav bleiben leckerli. dann immer weiter vortasten.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #6
Also so wie Michael das erklärt, mach ich es auch gerade mit meinem Perserpflegi, mit der zusätzlichen positiven Verstärkung, dass er nach jedem "ertragenen" Bürstenstrich ein Leckerli in die Schnute gestopft bekommt. So haben wir uns von "Die Bürste wird 20 Zentimeter vom Kopf angefaucht und verprügelt" zu mittlerweile 5-6 richtigen Bürstenstrichen pro Session vorgearbeitet (und 2-3 Sessions pro Tag). Ohne Festhalten und Zwang. In der Zwischenzeit werden die Filze, die ich mit der Bürste nicht erwische, einfach mit der Schere herausgeschnitten, bis wir genug bürsten können.

Falls deine beiden zu sehr verfilzen, als dass du mit der Hand herausschneiden könntest, könntest du sie eventuell auch scheren lassen, während du sie ans Bürsten gewöhnst (natürlich nur, wenn sie keine Freigänger sind und du nicht wie mein Papa 10 Grad für optimale Raumtemperatur hältst *bibber*). Und dann mit so einer Babybürste oder Welpenbürste anfangen, damit es am Anfang nicht ziept...
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #7
Wo kann man eine Katze scheren lassen? In einem Hundesalon?

Sry übrigens, falls mein 1. Beitrag etwas aggressiv wirkt. Ich finde die Vorstellung eine Katze zu 2. und mit Handschuhen festzuhalten, um sie zu kämmen, wirklich ganz, ganz schlimm.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #8
Wo kann man eine Katze scheren lassen? In einem Hundesalon?

Sry übrigens, falls mein 1. Beitrag etwas aggressiv wirkt. Ich finde die Vorstellung eine Katze zu 2. und mit Handschuhen festzuhalten, um sie zu kämmen, wirklich ganz, ganz schlimm.
Es gibt zum einen Hundesalons die auch Katzen scheren, oder man muss zum Tierarzt. Wenn sich eine Katze gar nicht ans Bürsten gewöhnen will, muss man es natürlich sein lassen.
Aber bei einer so jungen Katzen sollte man erst mal versuchen sie richtig ans Bürsten zu gewöhnen. Dazu gehört das richtige Werkzeug und wenn wie hier ein Furminator für die normale Fellpflege benutzt wird, gibt es einige Ansätze was man verändern kann, um die Katzen doch noch ans Bürsten zu gewöhnen. Denn der Furminator reist das Fell raus.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #9
Also bei mir wurden sowohl Sirius mit seiner riesengroßen verfilzten Stelle am Rücken als auch Lucky mit seinen Durchfall-am-Popo-Problemen beim Tierarzt geschoren, die haben da einen Scherapparat. Ging bei Perser-Lookalike Lucky zu meiner Überraschung absolut problemlos, der Apparat war auch schön leise und hat wohl nicht geziept. Es hat sogar so gut funktioniert, dass ich überlege, mir so etwas selbst zuzulegen.

Jemand anderer hier im Forum (mir fällt jetzt allerdings der Nick nicht ein :roll: ) hat ihren BLH glaub ich in einem Tiersalon scheren lassen und das hat wohl auch sehr gut funktioniert.

Und eine Katze zu zweit mit Handschuhen für irgendetwas festzuhalten, ist wirklich nicht schön, für keinen der Beteiligten. Wir hatten das in den letzten zwei Wochen zwei Mal, weil Lucky Durchfall hatte und an jedem seiner Sitzplätze elegante braune Kleckse verteilt hat und wir dann natürlich sein Popöchen saubermachen mussten. Es ist einfach fürchterlicher Stress, nicht nur für die Katze, sondern auch für die Dosis, abgesehen davon, dass meine Hände jetzt aussehen, als hätte ich in einen Schredder gefasst (Lucky kann auch durch Gartenhandschuhe kratzen und beißen...). Deswegen wurde er jetzt ja auch geschoren - ich möchte solche Aktionen sowohl für ihn als auch für uns in Zukunft gerne vermeiden.

Oh und: Vielleicht ein paar Bürsten und Kämme durchprobieren. Für meinen kurzhaarigen Kater ist die Zupfbürste am Besten, weil nur damit das Fell halbwegs herausgeht, für das Plüschi war das aber eine Katastrophe und wir sind jetzt bei einer Bürste angekommen, die ziemlich genau aussieht wie meine normale Haarbürste, aber eigentlich für Hunde ist.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #10
Danke für eure Antworten Glasi u Schattenkatze. :-D

Mal noch kurz zwei Fragen an euch: stimmt es, dass man bei (Halb-)Langhaarigen den Schwanz nicht kämmen oder gar furminieren soll?

Beginnt bei euren (Halb-)Langhaarigen auch schon der Fellwechsel grad? Meine beiden haaren seit einigen Tagen plötzlich sehr.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #11
Als ich Mutzel von einer Pflegestelle abholte, war sie am Bauch geschoren und hatte
noch Filzplaggen an den Hinterbeinen.
Sie ist ein Persermix und hielt von Bürsten oder Filzplaggen schneiden gar nichts.
Denn schon beim ersten Bürstenstrich hat sie mir die Krallen ins Fleisch gehauen.
Das Problem war noch ich hatte gar keine Ahnung von Katzen und einen Heiden-Respekt danach.
Im Internet fand ich Hilfe von einer Perserzüchterin. Sie sagte ich solle eine Zupfbürste
nehmen und den Furminator erst einmal beiseite legen.
So fing ich an Mutzel über den Kopf zu bürsten. Ein Bürstenstrich, vier mal mit der Hand streicheln.
Von Tag zu Tag arbeitete ich mich ein Stück weiter vor.
Und konnte auch bald mal zwei Bürstenstriche hintereinander machen.
Dabei habe ich Mutzel nie fest gehalten. Wenn sie gehen wollte, habe ich sie gehen lassen.
Wenn sie gefaucht hat, habe ich allerdings sie mindestens noch einmal gestreichelt
und die Bürste vor sie auf den Boden gelegt.
Sie hat das Tempo bestimmt.
Und heute ein 1,5 Jahre später. Mutzel fängt mich morgens im Flur ab,
damit ich sie Bürste. Dabei schnurrt sie, zwischendurch benutze ich
nun auch mal den Furminator, aber nur im Fellwechsel.
Bis auf die Hosen und zwischen den Beinen darf ich schon alles Bürsten,
aber ich denke das wird.
Letzten Winter hatte sie noch ein paar Filzstellen im Fell, die dann der Tierarzt entfernt hat.
Ich denke dieses Jahr kommen wir durch den Fellwechsel ohne Filz.
Mutzel fängt noch nicht mit dem Fellwechsel an, vielleicht weil sie jeden Tag in der Kälte auf den Balkon möchte und auch für ein paar Minuten raus darf.
Auch heute haut Mutzel ab und zu noch einmal nach der Bürste,
dann aber gezielt danach und ohne Krallen.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #12
Meine beiden sind zwar ohnehin relativ gnädig was das Bürsten anbelangt, aber wirklich helfen tut es erst seit ich die Zupfbürste von Oster entdeckt hab. Das Ding ist einfach nur klasse, hilft wirklich gegen (zumindest kleinere) Verfilzungen und scheint für die Katzen recht angenehm zu sein:
Vorher war ich ständig stundenlang dabei Filzknoten mit den Fingern zu entwirren.

Wobei ich auch nur bürste, wenn Katz in Schmusestimmung ist. Eine Hand bürstet, die andere "streichelt nach". Sie könnten drauf verzichten, finden es aber nicht schlimm. Bestechung mit Leckerlies funktioniert bei Zoe leider gar nicht. Brauchts aber auch zum Glück nicht.
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #13
Zuletzt bearbeitet:
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #14
Wie hast du denn anfangs versucht sie zu kämmen?



Katzen setzen sich nicht hin wie Hunde u bleiben brav sitzen bis du fertig bist mit dem Kämmen.



Ich habe meine beiden von Anfang an nur versucht zu kämmen, wenn sie entspannt irgendwo rumlagen. Schnell fiel mir auch auf , dass man so langsam, ruhig & liebevoll kämmen muss wie als würde man sie streicheln. Wenn sie zwischendurch mit der Bürste spielen wollten, habe ich sie damit spielen lassen. Man braucht halt Geduld eine Katze zu kämmen, vor allem, wenn sie noch nicht gewohnt ist.



Meine beiden liebe es mittlerweile jedenfalls gekämmt zu werden. Sie wälzen sich dann hin und her. Man darf halt nicht den Anspruch haben sie bei einer "Session" gleichermaßen überall kämmen zu können. Dann lieber einfach mal öfter kurz zur Bürste greifen.



Ich bin mir nicht sicher, ob bei deinen durch den von dir beschriebenen "Gewaltakt" (festhalten zu 2. & Handschuhe) da nicht schon Hopfen & Malz verloren sind. Ich würde es aber noch mal in der von mir beschriebenen Weise versuchen: Möglichst entspannt, langsam und nicht zu viel erwartend.


Genauso mach ich das mit Kenji auch, wenn er chillig ist, kann ich ihn eh hin- und herkullern :)
 
  • Kämmen - eine Katastrophe Beitrag #15
Hallo Ihr,
da fallen mir unsere Erlebnisse ein.

Bei unserem Wuschel Opa(bald 15 jährig),
habe ich alle Bürsten , Varianten und Techniken durch...
und das seit der Knirps mit ca 13 Wochen vom Bauernhof als kleiner, wilder "Fauchtieger" zu uns kam.
Wuschel ist zwar ein Lastramix, aber doch langhaarig...;-)
Da er immer schon Freigänger ist, kommt er eben täglich gerne mit kleinen Kletten, klebenden Gräsern etc. am langen Bauchfell bestückt heim
und ist daher meist immer wieder mit vielen Filzkugeln unterwegs.

Er hasst die Bürsten, und ich schaffe immer nur wenige kleine Bürstenbahnen, mit viel Streicheln, aber er ist dann immer schon auf "Hab acht".
Auch die Fellknäule rausschneiden, ist leider immer nur in kleinen Stückchen bis auf ein komplettes Filzteil, auf den Tag verteilt, möglich:cry:
Auch diese "Festhaltetaktik" und Dosis Hände und Arme malträtieren, haben wir schon durch,
das war eine der weniger guten Alternativen (vor allem für die Dosi):oops:
Bürsten und Festhalten, streicheln, wenn "Mister Wuschel" keine Lust hat und dann Filzbobbel rausschneiden, geht gar nicht... absolutes NO GO(er hat sich auch noch nie am Bauch streicheln lassen wollen)
Immerhin haben wir es dann doch schon fast 15 Jahre irgendwie so geschafft ...
und ich konnte ihn immer wieder überlisten, damit er einigermaßen gepflegt (wenn auch etwas zerrupft) aussieht.
Ich denke, dass Wuschel und ich die Geheimnisse des "Katzenbürstens"
in diesem unserem Leben, nicht mehr ergründen werden... leider.
Dafür hat Findus kein Problem mit dem Bürsten wie er mit nichts auf dieser Welt Probleme zu haben scheint, da er aber ein Kurzhaar EHK ist, ist es da eben kaum von Nöten...
Verdrehte Welt:razz:
Verbürstete :mrgreen:und liebe Grüße Bine
 

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