Große Katze geht immer auf kleine los

  • Autor des Themas Nina-Ma
  • Erstellungsdatum
N

Nina-Ma

Beiträge
3
Reaktionen
0
Hallo ihr lieben,

ich hoffe hier ist jemand, der mir helfen kann, ich weiß leider nicht mehr weiter :sad:

Vor ca 5 Wochen habe ich mich dazu entschieden, Familienzuwachs zu bekommen :p (Bin mein Leben lang mit Katzen zusammen gewesen, mit ihnen aufgewachsen, als ich noch zuhause gewohnt habe) Nachdem ich ausgezogen bin, hat es mir natürlich sowas von gefehlt, von niemanden begrüßt zu werden, wenn man Abends nach hause kommt :(

Sie (Peggy) ist wunderbar, 6 Jahre alt, sehr lieb und zutraulich. Habe sie von einer Dame aus Ebay Kleinanzeigen. (Ihr damaliges Frauchen hat sie leider nur zu sehr überhäuft mit leckerchen, sodass sie sehr sehr stark übergewichtig ist, die arme, was wir aber schon langsam in den Griff bekommen haben.)

Jedes mal, wenn ich zur Arbeit ging, schaute sie mich mit ihren großen Augen an, was mir das Herz brach.. Nach einiger Überlegung entschloss ich mich dazu, für Peggy eine Spielkompanin zu suchen. (Nala, ca. 8 Monate, vom Charakter her genau wie Peggy). Ich dachte ich tu Peggy damit einen Gefallen...

Die erste Begegnung war leider nicht so erfreulich, was natürlich normal ist. Sie haben sich beschnuppert, natürlich angefaucht und angeschrieen, aber eigentlich hatten wir es im Gefühl, dass sie sich verstehen werden.

Nala war nicht kastriert, Peggy ja. Eines Tages fing es an. Peggy ging immer auf die Kleine los,
sobald ich zur Tür kam und sie sah, wie die Kleine mich begrüßen wollte. Sie rannte ihr hinterher, und jagte sie durch die Wohnung. Die Kleine ergibt sich jedes Mal, sprich, sie verkriecht sich oder lässt sich einfach zu Boden fallen. Sobald ich jedoch die Tür wieder verlasse, Stille! Es ging bei diesen Streitereien immer um mich, weil Peggy so eifersüchtig war...

Also habe ich immer zuerst Peggy begrüßt, mit ihr gespielt und ihr Fressen geben, dann dasselbe mit Nala. Habe dann versucht auch mit beiden zusammen zu spielen, was jedoch nach hinten los ging.

Jeden Tag, sobald ich zuhause war, jagte die große die kleine. Die Kleine hatte mittlerweile so angst, dass sie beim wegrennen Urin verliert :sad:

Meine Familie sagte mir, ich solle die Kleine schnellstmöglich kastrieren lassen, dann würde es wahrscheinlich ruhiger werden, da die Große die Hormone so stark wahr nahm.

Nachdem die kleine auch extrem rollig wurde, und dadurch anfing sehr zu leiden und wir ebenfalls alle unter ihrem Geschreie und der Unruhe litten, habe ich mich dazu entschlossen, sie kastrieren zu lassen.

Als die kleine wieder kam vom Arzt, hat Peggy sie in Ruhe gelassen, sie hat wohl gesehen, dass es der kleinen nicht gut geht.

Ich dachte, ich habe es endlich geschafft, dass sie sich wenigstens "akzeptieren".. denkste..

Als die Kleine maus sich wieder etwas anfing aufzupeppeln von der Op, merkte ich schon, wie Peggy sie wieder öfter im Visier hatte.

Gestern fing es wieder an, die Große rannte der kleinen hinterher und sie hatte wieder so angst, dass sie urin verlor.

Heute morgen war es so schlimm, dass egal was ich gemacht habe, sie nicht von der kleinen runter ging. Es flogen haare, die ganze wohnung war vollgepinkelt aus angst von der kleinen, sodass ich sie getrennt habe vorerst, die kleine ins Wohnzimmer und die große mit all ihren Sachen in den Vorraum (1,5-Zimmer Wohnung, groß Genug, dass sich beide, wenn sie es wollen, zurück ziehen können), damit sich jeder entspannen kann, wenn ich arbeiten bin.. das ist natürlich keine Dauerlösung, und ich musste sowas wirklich noch nie machen, sie trennen, aber es war so schlimm heute, dass ich keine andere Möglichkeit sah.. Ich weiß nicht wie es heute Abend weiter gehen soll, meine schlafcouch ist im Wohnzimmer wo die Kleine ist. Ich denke ich werde die Tür heute, wenn ich da bin, wieder öffnen, jedoch habe ich angst, dass sie dann wieder vermöbelt wird.

Ich versuche mich immer um beide gleich zu kümmern bzw um peggy natürlich etwas mehr, denn sie war als erstes da und ihre Kloppereien sind der Auslöser für ihre schlimme eifersucht..

Ich liebe beide über alles und alleine wenn ich daran denke, eine wieder abzugeben (in dem Fall natürlich das baby, weil peggy als erste nunmal da war) zerreißt es mich. Aber sie leiden beide, und ich will dass es beiden gut geht.

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet um hoffentlich eine hilfreiche Antwort zu finden, damit ich es beiden gerecht machen kann bzw dass es beiden gut geht. Die Kleine wurde in den 8 Monaten 3 mal weggegeben!! ich will sie nicht schon wieder weggeben, das arme Mädchen :sad:

Jedoch leidet Peggy wegen ihrer schlimmen Eifersucht und Nala weil sie sich nicht bewegen kann in der Wohnung, ohne direkt angegriffen zu werden..
Ich habe beide natürlich noch nicht so lange, und der Tierarzt sagt auch, abwarten, was die Zeit bringt. Aber die Kloppereien werden immer schlimmer, wie gesagt, sie lässt von der Kleinen nicht mehr ab...

Ich bin nie dazwischen gegangen zu Anfang, da natürlich Peggy ihr revier verteigen musste. Jedoch wo schon Blut floss (kleine Verletzung am Ohr von Nala), habe ich mit ein bisschen Wasser auf Peggy gespritzt, damit sie von der kleinen ablässt.

Habt ihr vlt ähnliche Situationen gehabt? bzw Ratschläge, was ich besser machen kann, damit es beiden gut geht?

Wie lange dauert die Hormonumstellung bei Nala? Vlt ist Peggy dann weniger aggressiv auf sie..

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar..

Vielen Dank im Voraus
 
Zuletzt bearbeitet:
24.02.2015
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Große Katze geht immer auf kleine los . Dort wird jeder fündig!
WhiskysMensch

WhiskysMensch

Beiträge
12.857
Reaktionen
25
Hast Du die Möglichkeit, beide aufs Neue und langsam zusammenzuführen? Sprich: voneinander trennen, dann mit Gitter dazwischen auf beiden Seiten füttern usw., damit sie sich erstmal gefahrlos beschnuppern können. Und dann Schritt für Schritt aneinander heranführen.

Mit Gitter dazwischen mit Nala arbeiten. Futter / Leckerchen geben, wenn sie friedlich ist, ergo belohnen.

Wie sieht die Wohnungseinrichtung aus? Falls noch nicht geschehen: Schaffe viele Versteck- und Ausweichmöglichkeiten. Gibt es einen Kratzbaum? Du kannst an der Wand entlang einen Catwalk bauen, damit die Kleine der Großen auch aus dem Weg gehen und sich alles von oben betrachten kann.
 
Simpat

Simpat

Beiträge
3.963
Reaktionen
110
Hallo herzlich willkommen hier im Forum :smile:


Hat die 6 Jahre alte Katze davor allein gelebt oder war sie dort mit anderen Katzen zusammen?

Weißt du wie gut die Kleine sozialisiert ist, also hat die bisher mit anderen Katzen zusammengelebt? Wenn nicht, weißt du wie alt sie war als sie von der Katzenmutter getrennt worden ist?

Der Altersunterschied ist natürlich auch nicht ideal und auch zu groß, vermutlich wäre da eine langsame Zusammenführung besser gewesen, vorallem hätte man die Kleine sofort kastrieren müssen, bevor sie rollig und potent geworden ist, weil es oft zu Spannungen zwischen potenten und kastrierten Tieren kommt, dass hat das Verhältnis zwischen den Beiden noch zusätzlich belastet.
 
N

Nina-Ma

Beiträge
3
Reaktionen
0
Hast Du die Möglichkeit, beide aufs Neue und langsam zusammenzuführen? Sprich: voneinander trennen, dann mit Gitter dazwischen auf beiden Seiten füttern usw., damit sie sich erstmal gefahrlos beschnuppern können. Und dann Schritt für Schritt aneinander heranführen.

Mit Gitter dazwischen mit Nala arbeiten. Futter / Leckerchen geben, wenn sie friedlich ist, ergo belohnen.

Wie sieht die Wohnungseinrichtung aus? Falls noch nicht geschehen: Schaffe viele Versteck- und Ausweichmöglichkeiten. Gibt es einen Kratzbaum? Du kannst an der Wand entlang einen Catwalk bauen, damit die Kleine der Großen auch aus dem Weg gehen und sich alles von oben betrachten kann.




Hallo, erst einmal danke für die Antwort! ich habe 2 Kratzbäume, einen großen und einen kleinen.
Das wäre auf jeden Fall eine Idee mit dem Gitter, als auch mit dem Catwalk..

Jedoch ist es immer so, sobald ich sitze, will die kleine, egal wo sie gerade ist, immer zu mir schmusen kommen und das lässt die Große mittlerweile nicht mehr zu bzw duldet es nicht. nur wie soll das mit dem gitter dann nachts funktionieren oder wenn ich arbeiten bin?
Mittlerweile ist es so, dass die große auch mitten in der nacht auf die kleine drauf geht, das war vorher nur tagsüber, wo ich auch aktiv war in der wohnung..

Hallo herzlich willkommen hier im Forum :smile:


Hat die 6 Jahre alte Katze davor allein gelebt oder war sie dort mit anderen Katzen zusammen?

Weißt du wie gut die Kleine sozialisiert ist, also hat die bisher mit anderen Katzen zusammengelebt? Wenn nicht, weißt du wie alt sie war als sie von der Katzenmutter getrennt worden ist?

Der Altersunterschied ist natürlich auch nicht ideal und auch zu groß, vermutlich wäre da eine langsame Zusammenführung besser gewesen, vorallem hätte man die Kleine sofort kastrieren müssen, bevor sie rollig und potent geworden ist, weil es oft zu Spannungen zwischen potenten und kastrierten Tieren kommt, dass hat das Verhältnis zwischen den Beiden noch zusätzlich belastet.

Hallo, vielen Dank :) die Große hat mit einem Hund zusammen gelebt, bevor sie zu mir kam und die kleine mit einem Kater.

Ja das hätte ich tun sollen, mit der Kastration :-(
 
Simpat

Simpat

Beiträge
3.963
Reaktionen
110
Dann war die Große denkbar schlecht sozialisiert, da hätte man eine langsame Zusammenführung machen sollen.

Wenn du es mit einer langsamen Zusammenführung probieren willst, dann musst du eine Gittertür anbringen und die bleibt nicht nur stundenweise oder nachts verschlossen, sondern die nächsten Tage ggf. auch Wochen. Erst wenn beide Katzen auch in der Nähe der Gittertür und in Anwesenheit der anderen Katze entspannt bleiben, lässt du sie wieder zusammen.

Davor solltest du immer wieder Decken, Spielzeug und Katzenklo tauschen, damit sie mit dem Geruch der anderen Katze besser vertraut werden, zur Geruchsübertragung die beiden immer wieder abwechselnd streicheln. Dann positive Erlebnisse in Gegenwart der anderen schaffen, z.B. Leckerlis auf beiden Seiten des Gitters verteilen, aber erstmal weiter weg und sich dann ganz langsam dem Gitter näher, je nachdem wie entspannt die Katzen bleiben.
 
WhiskysMensch

WhiskysMensch

Beiträge
12.857
Reaktionen
25
Petra hat das mit der langsamen Zusammenführung sehr gut erklärt. Genau so würde ich es in Eurem Fall auch versuchen.
 
N

Nina-Ma

Beiträge
3
Reaktionen
0
vielen Dank, ich werde es probieren ! :)
 
S

Starfairy

Beiträge
845
Reaktionen
19
M.M.n. wird das nichts werden mit diesen beiden. Das ist jetzt schon viel zu stark eingefahren. Schon beim allerersten Mal hättest du sie trennen und die langsame Zusammenführung probieren müssen.
Aber die Große weiß jetzt, das sie die Kleine jagen kann, und die hat solche Panik, die wird sich niemals deiner Großen stellen und ihren Platz behaupten.

Ist dir klar, wenn die Kleine dabei pinkelt, das sie dann wirklich absolute Todesangst hat? Das ist nicht nur ein bisschen Unsicherheit, oder was einfaches, was man jetzt noch kitten könnte.

Soviele Umzüge sind für die Kleine schlecht. Aber das schlechtest, was es für sie gibt, ist, wenn sie dieser Situation weiterhin ausgesetzt bleibt. Sie ist eine junge Katze, das wird nicht spurlos an ihr vorbeigehen.

Nun, trennen mußt du auf jeden Fall. Dann kannst du ja sehen, wie die beiden dann reagieren. Falls du sie doch abgeben mußt, müssen sie bis dahin auch getrennt sein. Weil noch so ein Übergriff auf die Kleine darf einfach nicht passieren.

Ich vermute, du wirst es versuchen? Aber bitte denk auch darüber nach, was du tun willst, wenn es schief läuft.
Ich habe schon viele Katzen vergesellschaftet. Aber noch NIE hat es geklappt, 2 Katzen, die schon so stark aneinander geraten waren, noch zusammenzubringen. Nicht einmal hier, wo die Katzen sich als Freigänger doch recht gut aus dem Weg gehen könnten. Wieviel schwieriger ist das dann in einer Wohnung, wo der Platz halt doch recht begrenzt ist.

Es tut mir echt leid, aber ich bin überzeugt davon, das sich diese beiden niemals verstehen werden.
 
Simpat

Simpat

Beiträge
3.963
Reaktionen
110
@Starfairy: Natürlich besteht diese Gefahr, aber wir waren nicht dabei, kommt drauf an wie schlimm es war und wie festgefahren es schon ist, einen Versuch ist es jedenfalls wert.

Und ich glaube auch, dass es in Wohnungshaltung fast leichter zu vergesellschaften ist, als mit Freigängern. Die müssen sich der Vergesellschaftung stellen, können nicht nach draußen ausweichen, Freigänger haben meist intensiveres Territorialverhalten als Wohnungskatzen.

Ich denke der Auslöser hier ist vorallem die schlechte Sozialisierung der älteren Katze und deren Einzelhaltung, man muss ihr Zeit geben, sich an den Neuankömmling zu gewöhnen, natürlich wäre es in dem Fall besser gewesen, gleich von Anfang an eine langsame Zusammenführung zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Finny

Finny

Beiträge
5.749
Reaktionen
232
Ich sehe das eher so wie Starfairy.
Natürlich hätte man mit einer langsamen und umsichtigen Zusammenführung eventuell einiges erreichen können, auch wenn die ältere Katze so lange alleine war. Und natürlich kann man das auch jetzt noch versuchen, aber ich sehe da auch keine all zu großen Chancen und ich sehe auch nicht wirklich viel Sinn dahinter, auch wenn es sicher schade ist.

Punkt 1:
Was Starfairy sagte: wenn es einmal so richtig gekracht hat, dann sinken die Chancen rapide. Deshalb langsame Zusammenführung, um genau dieses Aufeinanderkrachen zu vermeiden. Ist es erst mal passiert, dann ... ja ... wird es schwierig.

Punkt 2:
Ebenfalls ein Punkt den Starfairy schon aufgegriffen hatte: Wenn Katzen vor Angst unter sich machen, dann ist das kein "bisschen Stress" mehr, sondern echte Panik. Will man es Nala wirklich zumuten sich jetzt immer wieder dem Artgenossen zu stellen, der diese Panik in ihr ausgelöst hat? Das ist, wenn man an die Katzen denkt schon ziemlich viel verlangt, finde ich.

Punkt 3:
Die aktuelle Wohnsituation: Laut Nina-Ma handelt es sich um eine 1,5 Zimmer Wohnung. Um jetzt bei einer neuen Zusammenführung überhaupt eine Chance zu haben muss man Wochen, eher Monate für diese Zusammenführung einrechnen. Kann man das über so lange Zeit überhaupt in einer 1,5 Zimmer Wohnung leisten und wie ist das für die Katzen, wenn sie (rein rechnerisch) nur 0,75 Zimmer zur Verfügung haben?

Punkt 4:
Die generelle Wohnsituation:
Macht es wirklich Sinn zu planen zwei Katzen, die sich offensichtlich nicht sehr grün sind, auf Dauer auf einer doch überschaubaren Fläche leben zu lassen (Nina-Ma, wie groß ist denn deine Wohnung). Ich meine, 1,5 Zimmer ist nicht wirklich viel.

Nina-Ma, was ich dir aber auf jeden Fall raten würde ist, beide Katzen beim TA wirklich mal auf den Kopf stellen zu lassen (insbesondere die Ältere und besonders solche Dinge wie Zähne etc. - wirklich gründlich), denn wenn sie sich nicht wohl fühlen sollte oder Schmerzen hat, dann hat das ganz enorme Auswirkungen auf eine Zusammenführung (und nein, das muss einem sonst so im Alltag nicht auffallen) und sollte ein solches Problem vorliegen und man kann es beseitigen, dann hat man eine Chance, dass sich das Verhalten wirklich nochmal spontan um 180 Grad dreht und man "das Ruder rumreißen" kann.

Ich wünsche euch alles Gute.
 
S

Starfairy

Beiträge
845
Reaktionen
19
Was hier noch gar nicht angesprochen worden ist, auch bei einer normalen Zusammenführung wäre die Partnerwahl denkbar schlecht.

Eine 6jährige Katze und eine 8 Monate alte Katze passen schon vom Grund her nicht wirklich zusammen. Die Jungkatze sollte mit anderen Katzen in ihrem Alter spielen und toben können. Dazu haben 6jährige nicht mehr ausreichend Lust darauf.

Das Zusammenführungen von Wohnungskatzen oft einfacher sind, ist im Prinzip richtig. Aber hier sind absolut erschwerte Bedingungen.
Es ist nicht genug Platz vorhanden, um für mehrere Wochen oder auch Monate 2 getrennte Reviere für die Katzen zu bieten.
Nina-Ma, eine Zusammenführung mit Gittertüre bedeutet, die Katzen kommen überhaupt nicht und keinesfalls zusammen, bevor sie sich nicht beide völlig entspannt und freundlich an der Türe gegenüberstehen und man merkt, das sie Lust auf mehr haben.
Und in deinem Fall gehe ich davon aus, das dauert wirklich mehrere Monate - wenn es überhaupt so weit kommt.

Das andere ist die Ausgangslage - eine 6jährige Einzelkatze, vermutlich schlecht sozialisiert und wohl mit recht wenig Lust auf einen Partner. Eine solche Katze zu vergesellschaften, ist immer eine Herausforderung und erfordert enormes Fingerspitzengefühl. Und ist nicht immer erfolgreich.

Jetzt haben wir die große, anscheinend recht durchsetzungskräftige Katze, dazu eine Jungkatze, die wohl mittlerweile ziemlich eingeschüchtert sein dürfte.
Traut sich die Kleine überhaupt noch altersgemäß zu spielen?

Wie soll unter solchen Umständen eine Zusammenführung funktionieren?

Nina-Ma, wenn du die Katzen mit Gitter trennst, mußt du beide Katzen getrennt bespaßen. Du mußt deine Zeit aufteilen, du machst die nächsten Monate nichts anderes mehr als dich um deine Katzen zu kümmern. Du mußt sie dazu bringen, ans Gitter zu gehen, du mußt abschätzen können, wie nahe du sie ranlocken darfst, um die Große nicht zu einem Angriff aufs Gitter zu bringen. Und einiges mehr.

Und du mußt dir gut überlegen, ob du wirklich deine kleine Wohnung auch noch für längere Zeit teilen kannst. Eigentlich dürfte deine Wohnung für Katzenhaltung von vornherein zu klein sein. Wieviele m² hast du? Und wie läßt es sich teilen, wieviel Platz hat dann jede Katze? Denk genau darüber nach, kannst du das den Katzen zumuten? Kannst du selber einige Monate so leben? Um evtl. dann doch noch aufgeben zu müssen? (Die Wahrscheinlichkeit dafür sehe ich bei mehr als 50 %)

Und vergiß nicht, die Kleine braucht Katzengesellschaft. Am besten vorgestern. Aber eben die richtige. Eine freundliche, junge Katze, mit der sie spielen kann.

Klar, für die große Katze wäre Katzengesellschaft schön. Aber nur, wenn sie das auch so findet. Und ja, eine 6jährige kann durchaus schon zu einer richtigen Einzelkatze gemacht worden sein.
Wie oben schon geschrieben, so eine Vergesellschaftung erfordert _immer_ allerbeste Vorbereitungen. Was bei der Wahl des richtigen Partners beginnt. Und weiß Gott schon nicht einfach ist. Die neue müßte sozial sein, aber nicht _zu_ sozial, weil dann diese Katze leidet, wenn die Große keinen engen Kontakt möchte. Sie müßte selbstbewußt sein, aber nicht zu dominant. Da findet man noch einiges. Du siehst, schon hier gehen die Probleme los.

Aber eine Jungkatze, die schon vorher schlechte Erfahrungen mit anderen Katzen gemacht hat, und die deiner Katze praktisch gar nichts entgegensetzen kann, Gott, das gleicht seelischer Vergewaltigung von der Kleinen.

Stellt es euch doch mal vor, ein 15jähriges Mädchen soll sich ganz alleine gegen eine gestandene Frau behaupten, der sie nichts recht machen kann und wird ständig einfach so verprügelt. Glaubt ihr, das sich das Mädchen unter solchen Umständen richtig entwickeln kann? Oder das sie jemals in dieser Situation glücklich sein kann?
Und so geht es der kleinen Katze!

Bei deinen Vorbedingungen würde ich ehrlich gesagt überhaupt keine Vergesellschaftung versuchen.
 

Schlagworte

große katze geht auf kleine los

,

ältere Katze geht auf kleine Katze los

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen