Tiger, Paddy, Fatima und Winnie. Der Anfang

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AngelaS

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Ich denke ich werde zunächst einen „Rückblick“ ins Tagebuch schreiben, wo die Süßen herkommen und warum sie nun mit uns leben.
Tigi (Tigerlilli)

Tigi, unser Grand- Dames mit ihren 17 Jahren.
Vor 17 Jahren war ich auf einem Geburtstag, in einer norddeutschen Kleinstadt direkt an einer vielbefahrenen Hauptstraße. Dort gab es ein Katzenpärchen. Und einen Wurf Katzenkinder. Natürlich sah ich sofort vorsichtig in die Kiste die dort stand und wurde von den Worten begleitet: „Kannst ruhig rausnehmen, die kennen das“. Die Kätzchen waren 6 Wochen alt. 6 kleine Katzenkinder tummelten sich in einen Haufen zusammen und hier eins- dort eins streckte mir neugierig das Köpfchen entgegen. 5 kräftig schwarz- grau gefleckt, eines braun- schwarz getigert. Ich nahm das braune heraus, auf den Arm- oder besser in die Hand, größer war es nicht. Neugierig ließ es sich von mir streicheln und dann kam eine Aussage, die mich zutiefst erschütterte: „Das schläfern wir ein, das will keiner“.
Dazu muss ich kurz anführen: Vor 17 Jahren war (zumindes kannte ich es nur so) das Abgabealter für Katzen 8 Wochen. 6 Wochen waren mitunter bei vielen auch ok, wenn die Jungen selbstständig fraßen.
Ich kam gar nicht auf die Idee den Abgabezeitpunkt weiter hinauszuschieben mit dem Satz: „Ich nehme sie mit“. Ich hätte keinen Tag des Wartens nach der Verkündung des Einschläferns warten können.
So kam Tigi in einen kleinen Karton bei mir auf den Schoß (ich war Beifahrer) um den Heimweg anzutreten. Sie war sehr neugierig. Der Name war sofort gefunden: Tiger- Lilly (Ich fand der Zusatz „Lilly“ brachte einen Hauch Verwegenheit hinzu).
Zu Hause bewohnte ich ein abgeschiedenes Zimmer mit eigenem Eingang im Haus
meiner Eltern. Ich schrieb ein Schild: „VORSICHT!!! Minikatze“ und hängte es an die Tür. Vor dem Umzug in dieses Haus hatten wir immer Tiere- jetzt jedoch nur eine Katze, die draußen lebte und in der Garage ein Plätzchen hatte. Rein durfte sie nicht- Minki. Ich werde über Minki auch noch gesondert berichten.
Tigi brauchte keine 3 Sekunden um die Herzen aller zu erobern, besonders die leicht seitlich stehenden Ohren gaben ihr einen unglaublich süßen Ausdruck. Jeder passte auf wo er hinging, wo er hintrat, wo Tigi ist. Allerdings sah ich dann am nächsten Tag als ich ich mit ihr schmuste, dass sie vollkommen von Flöhen befallen war, der komplette Bauch „krabbelte“. Ich fuhr mit ihr zum Tierarzt, der sie mit einem Anti- Flohpulver behandelte, da sie wegen ihres Alters nichts anderes nehmen durfte. Das Puder wirkte Wunder, die Flöhe waren bald verschwunden. So wuchs sie heran.
Etwas größer ging sie das erste mal mit mir raus. Wir machten kleine Spaziergänge durch den Garten.
Als sie größer wurde habe ich eine „Fenstervorrichtung“ gebaut (nein, stimmt gar nicht, es war mein Vater, der ein Keil- Stück Holz mit eine Art „Nut“ versah, die exakt in das Fenster passte ohne zu rutschen) das man in das Kippfenster klemmte, so dass sie gefahrlos dadurch rein- und raus konnte. Den Gang zum Katzenklo hat sie sofort begriffen und sich zunächst (weil noch so super klein) mühsam reingekämpft um ihr Geschäft zu machen. Sie war so unglaublich problemlos.

Dann kam war kommen musste, Tigi war trächtig. Auch Kastration- und Sterilisation war bei unseren ländlichen Gegenden nicht die „Normalität“ wenngleich ich mit dem Gedanken spielte. Von diesem Wurf behielt ich ein Kätzen: Feodora

Hier mache ich einen Schlenker zu Feo, weil sie es einfach wert war.
Feo und Tigi verstanden sich prächtig, sie spielten, schmusten, puzten sich, eben so wie sich das vermutlich jeder Katzenhalter wünscht, der mehr als eine Katze hat.
Feo und Tigi hatten ihren „Hauptwohnsitz“ in meinem Zimmer, durften jedoch natürlich trotzdem auch im Haus herumlaufen. Feo entwickelte plötzlich eine eigene Art sich ihren Wohnraum zu vergrößern, sie begann Türen zu öffnen. Sie hatte anscheinend beobachtet was ich machen wenn die Tür danach offen ist. Das hatte zur Folge das beide Nachts öfter durchs komplette Haus schlichen was meine Eltern gar nicht mochten. So musste eine Lösung her. Also wurde Kurzerhand der Türgriff nach oben gedreht. Diese Rechnung habe ich jedoch ohne Feo gemacht, auch so konnte sie nach 2 Tagen die Tür wieder öffnen. Als ob so ein Unfug eine kluge Katze abhalten könnte... pffffhhh... ich behaupte heute noch, sie hat mich angegrinst, als die Tür aufging.
Auch Tigi hatte inzwischen eine Angewohnheit, sie öffnete Schranktüren. Und zwar ALLE. Egal, ob Schiebetüren, normale Türen, Schrankwände, einfach alle. So konnten wir immer feststellen, ob NUR Feo, oder auch Tigi durchs Haus gewandert waren. Es kam auch schon mal vor, dass mein Vater gedankenlos eine Schranktür schloß und am nächsten Tag in Tigi griff als er sich Sachen herausnehmen wollte.

Soviel zunächst zu Feo, sie wird in der einen- oder anderen Geschichte noch mal auftauchen, da auch sie mit unseren jetzigen noch zusammentraf.
Feo starb mit 13 Jahren an den Folgen von Epilepsie die bei ihr mit 11 Jahren auftauchte und im Verlauf zu Leber- und Nierenschäden führte, so dass sie eingeschläfert werden musste als sie plötzlich- das Hinterteil hinter sich herziehend- auf mich zu kam. Ich werde sie nie vergessen!!


Wieder zurück. Da ich mich leider immer noch nur mit dem Gedanken an Sterilisation trug, wurde Tigi ein weiteres mal trächtig. Wieder behielt ich ein Junges: Kira- Lee. Damit hatte ich nun ein Dreiergespann und Minki draußen. Sie hatte bisher nicht einmal probiert durch s Fenster rein zu kommen, sie blieb immer außen auf der Fensterbank sitzen. Als ob sie Wache hielt.
Durch Kira ging die Innigkeit zwischen Tigi und Feo ein bisschen verloren. Sie schmusten einfach nicht mehr so oft miteinander. Jedoch kamen die drei recht gut miteinander aus.

Kira- Lee
Auch Kira wird in späteren Geschichten immer wieder auftauchen. Sie lebt nun bei unsere ehemaligen Nachbarin. Vermutlich hatte sie ein Jahr nach Auftauchen von Paddy, Fatima und Winnie die Nase von uns gestrichen voll und hat sich neue Menschen gesucht. Sie hat es dort sehr gut, ist inzwischen 15 Jahre alt und wird ohne Ende betüddelt. Auch hat sie dort 3-köpfigen Katzenneuzugang akzeptiert und versteht sich mit ihnen. Auch wenn mir ihr Auszug zunächst sehr weh tat habe ich dann doch verstanden das sie so entschieden hat. Es geht ihr dort sehr gut, die ehemalige Nachbarin sagt sie bliebe immer meine Katze und sei für sie eine „Leihgabe“ auf die sie immer besonders acht geben wird. Als ich sie besucht habe, hat sie mich angefaucht und sich bei „ihren“ neuen Menschen verkrochen. Das hat mir deutlich genug gesagt das sie so entschieden hat.


Nach diesem Wurf wurde Tigi endlich sterilisiert.
 
21.07.2005
#1
A

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