Rokko ist vor ein oder 2 Jahren auf einem Hof geboren worden. Kurz nach seiner Kastration dieses Frühjahr bückste er ungewollt aus und verschwand für mehrere Wochen. Als er wieder auftauchte was er stark abgemagert und voller Parasiten. Leider kam ihm auf dem Hof nicht die nötige Pflege zu, so dass ich ihn in meine Obhut genommen habe, da ich bedenken hatte ob er sonst durchkommen würde. Leider kann ich ihn aber nicht länger bei mir behalten.
Einige Wochen nach Rokkos Wiederauftauchen, kurz bevor ich ihn mitnahm:
Rokko wurde tierärztlich untersucht und behandelt. Er bekommt zur Zeit noch Augensalbe auf Grund einer Augenentzündung. Das Auge selber ist aber in Ordnung und die Salbe kann auch im Laufe dieser Woche abgesetzt werden.
Er muss noch etwas an Gewicht zulegen und bekämpt die letzten Ausläufer einer Bronchietis. Für Letztere sollten keine weiteren Behandlungen anfallen.
Rokko ist negativ auf
FIV und
FeLV getestet und kastriert. Geimpft ist er auf Grund der Bronchietis noch nicht.
Rokko zeigte sich auf dem Reiterhof als sehr umgänglicher Kater, der sich gut mit seinen Artgenossen versteht. Er möchte aber natürlich, da er noch sehr jung ist, auch mal toben. Über einen Katzenkumpel würde er sich daher freuen. Menschen gegenüber ist er sehr aufgeschlossen, aber noch etwas ängstlich. Wenn man ihm Zeit gibt und Rokko auf sich zukommen lässt, schmust und spielt er sehr gerne.
Er akzeptier unangenehme Behandlungen, wenn man souverän auftritt und schnell arbeitet, ohne viel Gegenwehr. Auf für ihn bedrohliche oder schreckhafte Situationen reagiert er höchstens mit Fauchen. Kratzen oder Beißen kam bei mir nie vor.
Rokko ist kein wählerischer Kater wenn es um Futter geht. Er ist stubenrein und lernt sehr schnell, was von ihm erwartet wird, wenn man sich ihm einmal verständlich gemacht hat. Zum Beispiel war er am Anfang sehr ungeduldig wenn Fütterungszeit war und wollte auf die Ablagefläche, wo ich das Futter vorbereite, springen. Ich hab ihn nachdrüglich wieder auf den Boden gesetzt (Hochheben und am Bauch streicheln mag er (noch) nicht). Seitdem wartet er geduldig auf sein Futter.
Rokko ist ein unheimlich dankbarer kleiner Kerl, der sich einfach nur wünscht nicht mehr täglich um sein Futter kämpfen zu müssen und seinen Menschen ihre Liebe tausendfach zurückgeben möchte.
Rokko würde natürlich am liebsten wieder (gesicherten) Freigang haben, aber auch Wohnungshaltung mit ausreichend Platz und Gesellschaft und einem gesichertem Balkon sollte kein Problem sein. Seitdem er bei mir ist, hat er keine waghalsigen Fluchtversuche aus dem Fenster o. ä. probiert. Dem gesichertem Dachfenster im Badezimmer, wo er momentan in Quarantäne ist, schenkt er keine besondere Beachtung.
Wer möchte dem kleinen Schatz eine zweite Chance auf ein besseres Leben geben?