Horrornacht

Diskutiere Horrornacht im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo! Ich habe nicht viel Ahnung von dieser Seite, aber irgendwo auf die schnelle musste ich mir Hilfe suchen Ich bin erst 15 Jahre, also...
  • Horrornacht Beitrag #1
K

Kopaiko

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Hallo!
Ich habe nicht viel Ahnung von dieser Seite, aber irgendwo auf die schnelle musste ich mir Hilfe suchen
Ich bin erst 15 Jahre, also entschuldigt Fehler in Sachen Rechtschreibung bitte.
In meinen 15 Jahren, haben wir viele Katzen aufgezogen, und auch meine Mutter hat viel Erfahrung.
Doch jetzt das aber!
Seid einigen Tagen (5 um genau zu sein) lebt ein kleiner 6wochen alter Kater bei mir.
Kopaiko (so heisst mein Kleiner) ist ein Waisenkitten, dessen Muttertier überfahren wurde.

Es klappt auch alles gut mit dem stubenrein sein, dem streicheln und so weiter...

Jedoch teilen er und ich mir ein Zimmer zu zweit, da wir noch einen Hund haben (der in der unteren Etage lebt, wenn wir jedoch den Kleinen in die Küche runter nehmen zum essen, verstehen sich beide sehr gut.)
Und es in unserem - mit Wendeltreppen ausgestatteten Haus - nicht leicht ist rum zu laufen.
Da der kleine Freilauf braucht, möchte ich auch demnächst eine Leine holen, und mit ihm tagsüber mehr draussen rumstreunern.

DOCH ab hier nun erstmal das Problem.

Kopaiko zu erziehen ist sehr schwierig. ich bin aber kein Fan von Nassspritzen!
Bei anderen Katzen, hatten wir die Angewohnheit ihnen ins Nackenfell leicht reinzupacken (vorsichtig natürlich)
um ihnen diese Mutterauasagenden "Du hast Mist gebaut" - Situationen zu liefern.
Bei ihm jedoch klappt das nicht!
Besonders nachts ist das ganz schlimm. Kopaiko klettert auf meinem Schlafgemach rum und versucht meine Körperteile zu erhaschen. Heute Nacht wurde es ganz dumm. Da hat er mir im Schlaf eine verpasst.
Und so sah ich als Erziehungsausweg, den Kleinen für ein paar Stunden in seine Transportbox (mit Wassernapf etwas zu spielen und Kissen) zu packen. Nach schrecklichen Klagereien war dann der kleine eingeschlafen, und ich hatte sehr grosse Herzschmerzen, da ich selbst bei getrennten Eltern lebe, und da mein Vater mich früher als kleines Kind auch ohne Grund (den ich ja wohl bei Kopaiko hatte) eingesperrt hatte, machte ich mir nun vorwürfe, wie es dem kleinen dabei ging. Ist es für ihn auch so schlimm, wie es für mich war? Ich will dem Kleinen nicht sowas antun, wie mir als Kind da das traumatisch endete und ich lange in Behandlung war.
Meine Familie meint, es ist richtig, damit er über seine Fehler quasi nachdenkt, und er merkt dass es so nicht klappt. Erziehung braucht der kleine ja auch, aber ich will ihm nichts alzu boeses antun.
Ich fuehle mich auch selbst dann Verantwortlich fuer das klaegliche Miauen. Und ich will ja, dass er nur merkt, dass ich mit ihm zusammen friedlih in einem Raum die Nacht verbringen will, aber nicht gehauen werden.

Zudem hat er warscheinlich mehr aus Protest, in die Transportbox gekackt, und dann sich schoen eingesaut.
Wie wasche ich so ein Baby? Habe es geschafft ihm den Waschlappen ganz schmackhaft zu machen, aber putzen ist da nicht. HILFE!

~Rena mit Kopaiko
 
  • Horrornacht

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  • Horrornacht Beitrag #2
Habt ihr noch andere Katzen im Haushalt?

Ansonsten ist sein Verhalten doch völlig normal, in dem Alter schlafen so kleine Kitten noch nicht alleine, der sucht Anschluss, dem fehlt die Mutter und die Geschwister.

Er hat mit Sicherheit nicht aus Protest in die Transportbox gekackt, Kitten können es noch nicht gut verhalten und wenn du ihn da einsperrst, was hast du erwartet??? Auch sind die in dem Alter noch nicht zuverlässig stubenrein, dass muss noch geübt und gelernt werden und vor allem sollte der Weg zum nächsten Katzenklo nicht zu weit sein.

Er sollte unbedingt schnellstmöglichst kätzische Gesellschaft bekommen, am besten ein Kitten, aber eines welches bei der Katzenmutter aufgewachsen ist, dort sozialisiert wurde und die Katzensprache, den richtigen Umgang miteinander bereits gelernt hat, also bereits 12-13 Wochen alt ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Horrornacht Beitrag #3
Da du schon so viele Katzen/Kitten versorgt und aufgezogen hast, wundert mich deine Hilflosigkeit ein bisschen. Aber ich denke auch, der Kleine verhält sich ganz alters- und artgerecht, auch wenn es nervig ist.
Ein weiteres Kitten, aber schon etwas älter (12) Wochen könnte helfen. Allerdings wäre dein Lütter in der Entwicklung auch etwas unterlegen. Aber um die richtige Katzenkommunikation zu erlernen, wäre es wichtig. Dein Kopaiko profitiert für den Rest seines Lebens davon, oder aber er wächst jetzt zum erzwungenen Einzelkater auf, der sicherlich noch Verhaltensauffälligkeiten entwickeln wird.
Traurig aber leider wahr, das Forum hier ist voll von solchen Geschichten.
Zu zweit würden sie viel zusammen spielen, aber ob Nachts zuverlässig Ruhe wäre, wage ich dir nicht zu versprechen.

Ach ja, Willkommen hier bei uns'
 
  • Horrornacht Beitrag #4
Hallo.

Huch! So hilflos? Habe ich auch gedacht.

Also erstmal: der Kleine verhält sich ganz normal. Kitten spielen und raufen und natürlich versucht er das auch mit dir zu machen: Was hat er denn sonst noch? Nichts und niemanden.
Da würde ich mir um DIESE traumatische Erfahrung mehr Gedanken machen als um eine Nacht im Körbchen.
Er hat keine Mami mehr, er hat keine Geschwister mehr. Er ist traurig und sucht Anschluß!
Bitte verweigere ihm das nicht.

Aber sag mal: Ist es geplant, dass Kopaiko dauerhaft auch nur dein Zimmer zur Verfügung hat?
Freilauf: dafür ist es viel zu früh.

Ich denke auch das Beste wäre ein Kittenkumpel der schon ein bisschen Erziehung genossen hat also gut sozialisiert ist.

Ansonsten sollte dir, falls das stimmt mit den vielen Katzen, auch klar sein, dass man Katzen nicht unbedingt so gut erziehen kann.

Die Lütties spielen noch und machen noch einige Zeit viele verrückte Dinge dazu gehört eben auch Dosi jagen :)

Meine eigenen Kitten kommen am Mittwoch endlich zu mir und ich bin auf einige Horrornächte eingestellt mitsamt auf mir rumtoben und in-meine-Zehen-beißen. Außerdem machen die Kitten bestimmt die ersten zwei Jahre NUR Mist.

Aber das kennst du bestimmt alles, wenn ihr schon so viele Katzen hattet.
bzw wie sind die denn mit der Wendeltreppe klar gekommen?

Liebe grüße. L
 
  • Horrornacht Beitrag #5
Noch einmal zum Kloverhalten. Mich erstaunt es jetzt nicht, dass er sein großes Geschäftchen in der Box gemacht hat. Wo sollte er denn auch hin, als es plötzlich "gedrückt" hat.
Säubern würde ich ihn mit einem in lauwarmes Wasser getauchten Waschlappen, muss ja sein. Du könntest auch eine Kleinigkeit Hundeshampoo, oder sanftes Babyshampoo verwenden (wenn es sein muss). Vorsicht mit den Äuglein.
Fressen tut er gut? Was gebt ihr ihm?
Habt ihr ihn mal einem Tierarzt vorgestellt? Bald ist die erste Impfung fällig.
Was ist mit einer Wurmkur?
 
  • Horrornacht Beitrag #6
Also da Einsperren in Transportbox ist schon mal ganz übel, denn der Kleine darf doch diese Box nicht als Gefängniss empfinden. Wenn er zum Tierarzt muß oder sonstwohin....da schaffst Du es nur das er in Zukunft durchdreht. Und wenn Du selber als Kind eingesperrt wurdest, sollte man solche Erfahrungen nicht weitergeben.
Der Kleine braucht Gesellschaft und ist garantiert auch nicht ausgelastet. In dem Alter sind das unglaubliche Energiebeutel, die müssen beschäftigt werden. Solche Strafmaßnahmen dienen leider nur dazu das Vertrauen zwischen ihm und Dir zu vernichten. Überlege Dir mal, Du bist für ihn ein Riese...was soll er tun außer scheißen. Du mußt Geduld mit ihm haben und er sollte Gesellschaft bekommen, da nur Kätzchen zu zweit wirklich glücklich leben können. Da toben sie dann rum, sind ausgepowert und ansonsten muß man Geduld haben. Ich spreche da aus sehr vielen Jahren Katzenhaltung. Ich habe hier seit 2 Wochen auch 2 kleine Kitten, aber sie haben sich und wenn ich schlafen gehe, tun sie das auch. WEnn sie tun, was sie nicht sollen, rufe ich sie beim Namen, zische oder schlage laut ein Buch zusammen. Das wird sehr gut verstanden. Natürlich probieren sie es dann gerne noch mal aus, wie alle! Kinder aber da muß man Geduld,Geduld,Geduld haben.
 
  • Horrornacht Beitrag #7
Huhu!
Danke für die vielen Antworten!

Also erstmal, mit den Wendeltreppen ist sehr neu, da wir erst umgezogen sind.
Einen zweiten können wir aus Platzgründen nicht aufnehmen, ich bin aber eigentlich überzeugt, dass der Hund ein guter Spielgefährte wird, so sieht es zumindest derzeit aus.
Das mit dem Rausgehen war falsch verstanden. Natürlich wartet das noch ein Weilchen. Er ist wie gesagt noch sehr klein! Impfungen stehen bald an, wir haben einen superliebe Tierarzt, und die beiden haben sich sehr gern.
Das war mir von Anfang an aber auch sehr wichtig.

Das Zimmer wird heute nochmal gründlich durchgewischt, da da echt ein Chaos entstanden ist.
Ansonsten hatte ich heute früh als alternative tatsächlich, dass er mit mir eine Runde gespielt hat und ausgepowert war, und dann lieb war.
Das mit der Box will ich tatsaechlich auch vermeiden, aber wenn er mal etwas böses gemacht hat, wie kann ich ihn denn bitte abhalten? Laut nein sagen juckt nicht. Wasser mache ich aus Prinzip schon nicht, und Schläge gibts bei uns sowieso nicht. Wenn er an der Couch wetzt regel ich das mittlerweile so, dass er dann an den Kratzbaum kommt. Jetzt klappt das auch. Aber Nachts gehaun werden ist tatsächlich nicht schön.
Der Ablauf ist auch meistens so,er kommt zu mir angeschnurrt schmiegt sich ran und tapst ohne Krallen nach meiner Hand. Dann streichel ich ihn und alles ist gut. Im nächsten Moment hält er aber kurz inne, und mit einem Mal krallt er und ich bekomme die Krallen ins Gesicht. Das ist ein extremer Stimmungswechsel.
Klingt sehr unprofessionell, ich weiss,aber dieses Baby unterscheidet sich von meinen vorherigen älteren Damen extrem. (Logisch, er ist jung!)
So eine Erziehung ist nicht leicht, das ist mir bewusst. Und Kratzer entstehen immer irgendwie (schlussendlich beim spielen (;) aber, der ständige Stimmungswechsel ist verwirrend, da ich nie weiss wie ich dann schnell reagieren soll.

Dass er spielt, und rumtollt ist mir klar. Aber mir geht es mehr um diese Angewohnheit plötzlich Krallen zu zeigen.

Ansonsten, darf er auch wenn wir zusammen spielen mal beherzt zulangen, jedoch nie ins Gesicht weshalb mich dies etwas irritiert...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Horrornacht Beitrag #8
Aber das mit den Krallen ist ja ganz genau das, was ihm die Mutter oder eben andere Katzen beigebracht hätten. Ganz genau DAS lernen sie in den nächsten Wochen, oder hätte er lernen können.
Es ist schön, dass du ihn aufgenommen hast, wo er doch verweist war, aber ihn nun zu erziehen wird nicht leicht.

Was du tun kannst:
-Die Pfötchen nehmen, mit der Hand (sanft) umschließen und die Krallen zurück drücken, wenn er dir zu grob wird.
- lass ihn nie mit deiner Hand direkt spielen. Deine Hand ist zum streicheln, wenn er Krallen will (das darf er sich mal), dann bitte in ein Spieltier oder so.
-wird er dir zu grob, ignorieren. So machen es die Katzengeschwister auch; sie spielen nicht mit einem Grobian weiter.
-hängt er dir am Arm, kannst du ihn anfauchen, das heißt auf kätzisch ganz deutlich NEIN

Das beste wäre nach wie vor eine andere Katze für ihn, ein Hund ist nicht wirklich ein Ersatz. Auch kann er vom Hund nicht lernen, wie eine Katze sich verhält/verhalten sollte.

Ich neige sogar dazu, dir zu raten, in in eine Kittenaufzuchstation abzugeben. Dort würde er richtig sozialisiert werden.
Mit ist klar, dass du das bestimmt nicht gerne lesen wirst, aber besser wäre es für den Lütten. Das soll jetzt deine Pflege und Führsorge nicht schlechtmachen, aber ohne andere Katzen aufzuwachsen - ihm wird für immer etwas Entscheidendes fehlen.
 
  • Horrornacht Beitrag #9
Wenn die Anschaffung eines zweiten Kitten nicht möglich ist, würde ich den Kleinen weiter vermitteln. Und zwar in einen Haushalt, in dem ein 2. Kitten vorhanden ist. Mensch und Hund sind keine adäquaten Spiel- und Lern(!)partner für ein Kitten.

Dein Kitten wird vermutlich demnächst damit anfangen, deinen Händen aufzulauern und dabei ziemlich irre aussehen. Bei einer Freundin von mir war das so. Sie hatte ein 3 Wochen altes Kitten gefunden und bei sich aufgenommen. Nach ein paar Wochen war klar, dass unbedingt ein 2. Kitten her muss, denn das an sich völlig normale Verhalten des Kittens wurde unerträglich. Kitten üben nämlich sehr viel miteinander: auflauern, jagen, Buckel machen. Das wird dein Kitten dann alles an dir und/oder dem Hund üben und das ist nicht witzig. Weder für dich noch für das Kitten. Denn du wirst dieses - normale - Verhalten ja unterbinden wollen. Gesund wäre das für die Entwicklung des Kittens nicht.

Die Freundin von mir hat übrigens sogar 2 Hunde. Aber wie gesagt, das sind auch nicht die richtigen Spiel- und Lernpartner für ein Kitten. Hunde und Katzen kommunizieren total unterschiedlich.

Auch wenn das sicher schwer fällt, aber ich würde das Kitten weiter vermitteln. Denn das wäre wirklich das Beste für seine Entwicklung, wenn es nicht möglich ist, ein 2. Kitten dazu zu holen.

Und die Weitervermittlung sollte schnellst möglich geschehen. Denn jeder Tag ist für ein Kitten in dem Alter ganz, ganz wichtig für eine gesunde Entwicklung.
 
  • Horrornacht Beitrag #10
Ich neige sogar dazu, dir zu raten, in in eine Kittenaufzuchstation abzugeben. Dort würde er richtig sozialisiert werden.
Mit ist klar, dass du das bestimmt nicht gerne lesen wirst, aber besser wäre es für den Lütten. Das soll jetzt deine Pflege und Führsorge nicht schlechtmachen, aber ohne andere Katzen aufzuwachsen - ihm wird für immer etwas Entscheidendes fehlen.

Hi,

nachdem was ich jetzt mitgelesen habe, muss ich Andrea64 zustimmen. Entweder es gibt ein zweites Kitten oder es muss leider für den Kleinen ein neues Zuhause gesucht werden. Du kannst Ihm das Spielen nicht abgewöhnen, und was anderes ist es nicht, was er tut.
Wenn ich unsere zwei anschaue, die sich täglich verkloppen, wüsste ich absolut nicht wie ich da als Mensch als Spielkumpel mithalten könnte. Es ist unmöglich ihm gerecht zu werden, egal wie sehr du es versuchst. Und du gibts ja schon sehr viel Mühe. Aber wenn dir der Kleine am Herzen am liegt dann wähle bitte eine von den zwei Möglichkeiten. Denn Tierliebe heißt auch, zu erkennen, wenn es im Moment keinen Platz für ein Kitten gibt.
 
  • Horrornacht Beitrag #11
Kann mich auch Andrea und toshie nur anschließen, wenn kein zweites Kitten in Frage kommt, dann sollte es in eine Pflegestelle oder anderen Haushalt abgegeben werden, wo bereits Kitten vorhanden sind.

In dem Alter sollte ein Kitten keinesfalls allein aufgezogen werden.

Das Kitten braucht keine Erziehungsmaßnahmen sondern Sozialisierung also Nähe und einen Artgenossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Horrornacht Beitrag #12
Hallo Rena und willkommen hier im Forum.

Ich sehe hier zwei verschiedene Punkte an denen du ansetzen könntest/solltest:

Punkt 1:
Du siehst das Verhalten als "böse", "falsch", "erziehungsbedürftig" an. Das ist aber nicht der Fall. Die anderen haben es ja schon mehrfach gesagt, aber auch ich möchte dir noch einmal sagen, dass der Mini sich seinem Alter entsprechend verhält und es an euch ist die passende Umgebung für ihn zu schaffen und nicht ihm das Verhalten "abzutrainieren". Das wird ohnehin nicht funktionieren, sondern alles was du erreichst ist, dass der Kleine immer verstörter wird und sich immer verhaltensauffälliger zeigen wird.

Bedenke, sein derzeitiges Verhalten gehört zu seinem normalen Verhaltensrepertoire und er entscheidet sich nicht aktiv das jetzt ausleben zu müssen, sondern er flogt nur seinen Instinkten.
Damit er seine Bedürfnisse aber ausleben kann, benötigt er dringend einen Artgenossen, da kann ich den anderen (leider) nur zustimmen.

Punkt 2:
Deine Vorstellung von Erziehungsmaßnahmen / Strafe wird auf die Dauer sehr kontraproduktiv und nicht gut für eure Beziehung sein.
Du musst bei allem was du tust bedenken, dass du nicht die Katzenmutter bist (und diesen Platz auch nicht einnehmen kannst) und dass die meisten Strafen gar nicht in Verbindung mit dem Verhalten was vorher gezeigt wurde in Verbindung gebracht werden.

Das bedeutet, dass der Nackengriff für den Menschen tabu ist. Das ist eine Trageform der Katzenmutter für kleine Kitten und keine Erziehungsmaßnahme.
In die Box sperren wird nur dazu führen, dass er diese und eventuell auch dich, wenn du in der Nähe bist, meidet, weil er nur Negatives mit dieser Box verbindet. Vergiss nicht: wir reden hier von einer Katze. Die können nicht "darüber nachdenken" was sie falsch gemacht haben.

Katzenerziehung funktioniert am besten über positive Verstärkung (das heißt gaaaanz viel loben, wenn er etwas macht, was gut ist) und ignorieren von unangemessenem Verhalten. Dazu dann noch ein kommentarloses runternehmen von Orten die tabu sind und dann wieder ganz viel loben, wenn er unten ist, oder unten bleibt. Wenn Katzen "handgreiflich" werden, dann kann man mit anfauchen reagieren, dass verstehen sie ganz gut, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Man sollte schon genau darauf achten, wie die Katze reagiert. Es kann nämlich durchaus passieren, dass sensible Katzen sehr verstört werden, wenn so ein Riese wie der Mensch sie anfauchen und man sollte das auch nicht als permanentes Mittel einsetzen, dann wird die Katze irgendwann nur immer wegbleiben.
 
  • Horrornacht Beitrag #13
Hallo und herzlich Willkommen im Forum.
Leider kann ich Dir auch keine andere Antwort geben als die meiner Vorschreiber.
Das Kitten braucht einen Katzenkumpel. Warum ist für eine weitere Katze kein Platz? So wie es sich liest (Wendeltreppe) wohnt Ihr doch scheinbar in einem Haus. Oder soll, wie bereits an anderer Stelle schon gefragt, das Tier nur in Deinem Zimmer bleiben?
Das Kitten einzusperren war keine gute Idee. Es hat auch nicht verstanden, warum es da jetzt sein muss, denn es hat nur nach seiner Natur gehandelt. Es hat jagen geübt, getobt und wurde deswegen bestraft. Kitten haben auch noch nicht den Rhythmus der Menschen übernommen, dass nachts geschlafen wird. Daran gewöhnen sie sich erst im Laufe der Zeit. Bitte mach das nie wieder, es einzusperren. Das kann regelrechte Trauma hervorrufen.
Und Bestrafungen sind sowieso ein No Go. Weder nass spritzen, noch schreien, noch diesen Nackengriff. Andrea hat Dir das ja schon sehr anschaulich geschildert ;-).

Und Finny hat es während meines Schreibens auch sehr gut erklärt.
 
  • Horrornacht Beitrag #14
Huhu!

bei dem was ich jetzt hier so herausgelesen habe, habt ihr zwei große Probleme.
Das erste ist: ihr vermenschlicht den Kater, und zwar nicht auf die "gesunde" Art.
Einen Kater über Nacht in eine Transportbox einzusperren, damit er "über sein Verhalten nachdenken" kann, hat absolut keine Wirkung. Katzen denken nicht nach über ihr Verhalten, das können sie gar nicht, das gibt ihr Gedächtnis einfach nicht her.
Deshalb müssen Belohnungen für erwünschtes Verhalten und Konsequanzen für ein unerwünschtes Verhalten auch immer innerhalb von 1-2 Sekunden erfolgen, weil die Katze sich danach nicht mehr daran erinnert, was sie gemacht hat, und die Verbindung zur Konsequenz nicht ziehen kann.
Das einzige, was dein Kater also aus dieser Aktion gelernt hat, war "ich lass mich von dem besser nicht hochheben, sonst werd ich eingesperrt".
Erziehung schön und gut, aber bitte auf Katzenart. Die Katze kann sich an den Menschen nicht anpassen, der Mensch muss sich an sie anpassen.
Das bedeutet, wenn er nachts zu dir kommt, wenn du schlafen willst, reagierst du einfach gar nicht. Du streichelst ihn nicht, du redest nicht mit ihm, du beachtest ihn nicht. Nachts ist keine Katerzeit.

Euer zweites Problem ist, dass ihr ein Baby bei euch habt, das dringend kätzischen Anschluss braucht. Weder Mensch noch Hund sind passender Spiel- und Sozialisierungsersatz.
Hunde haben ein ganz anderes Verhalten und können dem Kater daher kein kätzisches Verhalten beibringen, und Menschen sind nicht in der Lage, eine Katze zu ersetzen.
Kannst du mit ihm - in seinem Tempo - durch die Wohnung rennen? Mit ihm raufen, auf Katerart? Ihm die Öhrchen auslecken, wie es Katzen untereinander machen?
Nein, das kannst du nicht, und das kann auch dein Hund nicht.

Daher schließe ich mich den anderen an - entweder, es kommt ein gut sozialisiertes zweites Kitten ins Haus, oder der kleine muss in einen Haushalt, wo ihm das ermöglicht wird.
Es ist toll, was ihr für den Kleinen tut, aber er braucht Katzengesellschaft - ohne wird er nicht glücklich und auch nicht gut erzogen.
 
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  • Horrornacht Beitrag #15
Huhu alle netten Antworter.!:)

Aufgrund der Tatsache, dass ich Kopaiko nicht abgeben wollte, habe ich jetzt Maßnahmen ergriffen, auch wenn die Anschaffung eines zweiten nicht möglich ist.
Wir ziehen Ende August (ohne viel Stress und TrammTramm in die Nachbarwohnung in unserem Haus. Dort hat er dann viel Platz und bekommt auch einen kleinen Katzenbalkon von mir :). Zu zweit wird es dann auch etwas unkomplizierter.

Neben dem Spielgefährten Hund, sind jetzt auch unsere Nachbarkatzen öfter mal zu Besuch
(der Kleine hat richtige Freunde gefunden) und auch eine Freundin will solange sie jung sind, noch ihren Kater näher bringen und öfter mal vorbei schauen. Kopaiko ist immer noch ein sehr aufgewecktes gesundes Kerlchen der ganz schön für Stimmung sorgt. Jedoch ließ er sich mit viel Spielen bis die Puste aus war und danach extremen Kuscheln dazu überreden, ruhig die Nächte mit Schlafen zu verbringen. Einen kleinen Rhythmus hat er wies aussieht anscheinend drin.

Gestern, als Beispiel, kam er Abends als ich telefoniert hatte, angeschmust und hat sich auf meinen Bauch gelegt um meine zweite Hand abzulenken und ist dann dort eingeschlafen. Auch mit einem deutlichen nein bei verboten kommt er zurecht. Zum Beispiel geht er schon bei einem Nein vom Tisch auf sein Kissen und manchmal auch schon auf den Kratzbaum, wenn er an meiner Couch rumgerauft hat. (das haben wir ja auch viel geübt :D)

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden, den kleinen sehr glücklich hier zu sehen.
Bis wir in der größeren Wohnung sind, spielen wir ausgiebig auf dem Flur oft und schiessen Bälle durch die Gegend. Tierarzt findet Kopaiko top. Sogar beim impfen, blieb der kleine still in meinem Arm.

vielen dank an eure Hilfe, ich denke nun schaffen wir es alleine weiter! :)
 
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  • Horrornacht Beitrag #16
Wahre Tierliebe zeigt sich im Verzicht.

Stell dir deine Kindheit ohne andere Kinder, ja ohne Mitmenschen vor, kein schöner Gedanke oder? Aber einem Kitten willst du das zumuten?

Kitten entdecken gemeinsam die Welt, galoppieren mit Katzenbuckel gemeinsam durch die Wohnung, schlecken sich gegenseitig die Öhrchen aus, jagen sich die Kratzbäume rauf und runter, spielen, balgen, toben, kuscheln nach Kittenart miteinander, dass kann kein Mensch mit noch soviel Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit ersetzen.

Ich selbst habe jahrelang auf die Katzenhaltung verzichtet, die eine Wohnung war zu klein für Katzen, in der nächsten hätte ich nur eine halten dürfen, da ich arbeite wollte ich dass auch keinem Einzeltier zumuten, das Geld war damals auch ein Grund usw. so hat es lange gedauert, bis ich mir endlich Jahre später zwei Kitten ins Haus holen konnte, seit 2010 leben jetzt wieder Katzen bei mir und ich bin überglücklich. Aber niemals hätte ich meinen Wunsch nach einer Katze, über die Bedürfnisse des Tieres gestellt. Wahre Tierliebe zeigt sich im Verzicht, wenn man die Bedürfnisse eines Tieres nicht erfüllen kann, sollte man auf dessen Haltung verzichten und ein Artgenosse ist für ein Kitten ein Grundbedürfnis.

Viele Katzen resignieren einfach und finden sich damit ab und leider merkt man es vielen Katzen überhaupt nicht an, dass ist ja dass fatale, daher glauben ja so viele dass ihre Katzen trotzdem glücklich sind. Die Tiere sind dann besonders munter, während man sich mit ihnen beschäftigt und sind ihrem Besitzer sehr zugetan, viele kommen gar nicht auf die Idee, dass der Katze etwas fehlen könnte, aber dass tut es, kein Mensch kann mit noch soviel Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit den Artgenossen ersetzen. Der Sozialkontakt zu einem Menschen ist ein anderer als zum Artgenossen.

Manche Katzen zeigen aber sehr wohl Verhaltensänderungen, -auffälligkeiten oder -störungen wie auch immer man es bezeichnen mag, diese äußern sich durch aggressives Verhalten, lautstarkes anhaltendes Schreien vor allem nachts, Tapetenkratzen, Zerstörungswut gegenüber Mobilar, Schwanzjagen, Unsauberkeit, Depressionen, Antriebslosigkeit, Fressunlust aber auch Fresssucht usw. aufgrund ihrer Einzelhaltung
 
  • Horrornacht Beitrag #17
Doofe Frage, aber wie kann man den "nicht genug Platz" für ein zweites Kitten haben? Die sind ja keine Elefanten!
Zumal wenn ihr eh umzieht.
Bitte bitte, auch wenn es schon besser geworden ist, bemüh dich darum ein zweites Kitten dazuzuholen.
Wie schön und wichtig das ist sieht man dann, wenn sie zusammengekuschelt daliegen, wenn sie sich durch die Wohnung jagen, wenn sie, sobald sie sich irgendwie in unterschiedlichen Zimmern befinden nacheinander rufen, wenn sie sich verkloppen und sich danach gegenseitig putzen, usw.
"Öfters mal vorbeischauen" ist bestimmt schön aber es reicht einfach nicht. Katzen gehen so innige Beziehungen ein, wenn man sie lässt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Horrornacht Beitrag #18
Muss ich auch sagen: der Kleine braucht einen Kumpel, wenn für zwei Katzen kein Platz ist (was ich nicht verstehe) dann sollte er ein entsprechendes Heim bekommen.

Katzen handeln nicht böse sondern nur entsprechend ihrer Art - und sie einzusperren, damit sie über ihr Verhalten nachdenken können, finde ich seltsam. Erstens sind sie keine Menschen und zweitens haben sie nichts falsch gemacht, worüber sie nachsinnen könnten.

Ansonsten haben die anderen Schreiber(innen) alles wesentliche schon gesagt.
 
  • Horrornacht Beitrag #19
Eigentlich wurde ja schon alles gesagt und ausführlich erklärt.
Aber ich verstehe da das eine oder andere nicht und möchte deshalb nachfragen:

In meinen 15 Jahren, haben wir viele Katzen aufgezogen, und auch meine Mutter hat viel Erfahrung.
Klingt sehr unprofessionell, ich weiss,aber dieses Baby unterscheidet sich von meinen vorherigen älteren Damen extrem. (Logisch, er ist jung!)
Wenn ihr schon so viele Katzen aufgezogen habt wundert es mich etwas, dass ihr das typische Spielverhalten des Zwergs nicht als solches erkennt.
Deine Mutter müsste das doch kennen, auch wenn Du Dich vielleicht nur an ältere Katzen erinnerst? Was ist denn mit den älteren Damen passiert?
Und warum erlauben Deine Eltern dann nur eine Katze? Wenn sie doch schon viele Katzen aufgezogen haben? Es ging doch also bisher auch schon mit mehreren Katzen?

Jedoch teilen er und ich mir ein Zimmer zu zweit, da wir noch einen Hund haben (der in der unteren Etage lebt, wenn wir jedoch den Kleinen in die Küche runter nehmen zum essen, verstehen sich beide sehr gut.)
Warum darf das Katerle denn nicht in die ganze Wohnung bzw. wenigstens mit ins Familienwohnzimmer? Warum muss er bei Dir im Zimmer bleiben? Das soll doch hoffentlich nicht so bleiben?

Da der kleine Freilauf braucht, möchte ich auch demnächst eine Leine holen, und mit ihm tagsüber mehr draussen rumstreunern.
Das mit dem Rausgehen war falsch verstanden. Natürlich wartet das noch ein Weilchen. Er ist wie gesagt noch sehr klein!
Woraus schliesst Du dass der Kleine Freilauf braucht? Und willst Du jetzt "demnächst" mit ihm an der Leine raus oder soll das doch noch "ein Weilchen" dauern?

Also erstmal, mit den Wendeltreppen ist sehr neu, da wir erst umgezogen sind.
Wir ziehen Ende August (ohne viel Stress und TrammTramm in die Nachbarwohnung in unserem Haus. Dort hat er dann viel Platz und bekommt auch einen kleinen Katzenbalkon von mir :).
Da komm ich nicht so ganz mit - Ihr seid erst umgezogen und zieht jetzt direkt nochmal um?

Zu zweit wird es dann auch etwas unkomplizierter.
Ist da jetzt so zu verstehen dass Du in eine eigene Wohnung ziehen wirst?
Oder warum wird das "unkomplizierter"?

Einen zweiten können wir aus Platzgründen nicht aufnehmen, ich bin aber eigentlich überzeugt, dass der Hund ein guter Spielgefährte wird, so sieht es zumindest derzeit aus.
Aufgrund der Tatsache, dass ich Kopaiko nicht abgeben wollte, habe ich jetzt Maßnahmen ergriffen, auch wenn die Anschaffung eines zweiten nicht möglich ist.
Aber wenn Ihr doch jetzt in eine größere Wohnung zieht habt Ihr doch auch mehr Platz?
Wieviel Platz wird das denn künftig - also wieviel Zimmer/Quadratmeter werden für den Kleinen zugänglich sein?

Neben dem Spielgefährten Hund, sind jetzt auch unsere Nachbarkatzen öfter mal zu Besuch (der Kleine hat richtige Freunde gefunden) und auch eine Freundin will solange sie jung sind, noch ihren Kater näher bringen und öfter mal vorbei schauen.
Ich glaube nicht dass das eine gute Idee ist - diese Kurzbesuche könnten ihn auch einfach nur verwirren. Und viel Sozialisierung kann er sich da sicher auch nicht abgucken.

Bis wir in der größeren Wohnung sind, spielen wir ausgiebig auf dem Flur oft und schiessen Bälle durch die Gegend.
Warum auf dem Flur?

Ich seh da 'ne Menge Widersprüche und fände es schön wenn Du das aufklären könntest.
 
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