Eine zweite Katze ist bei uns eingezogen

Schnoddel

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Hallo Katzenfreunde, falls ich hier was falsch mache, bitte um Nachsicht, denn ich habe mich soeben neu registriert, weil die Werbung gar nicht schön ist und muß mich erst durchfinden.

Wir haben eine 7 Jahre alte Katze, die wir als Baby vom Bauernhof geholt hatten. Sie ist absolute Einzelkatze und verjagt jede andere aus ihrem Grundstück.
Vor über drei Wochen kam eine junge Glückskatze sehr mager und sehr hungrig in unseren Garten. Und sie blieb mutig stehen und hat sich einfach nicht von
unserer "Chefkatze" vertreiben lassen.
Ich habe ihr Futter gegeben und noch mehr Futter, eine Pause gelassen, damit sie nicht erbricht und noch mehr Futter, man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel so eine kleine Katze fressen kann.
Und sie ist zur Terrassentür reinspaziert, hat die ganze Wohnung mit ihrer Nase "gescannt" und dann ist sie eingezogen.
Nach Annonce im Internet und Meldung beim hiesigen Tierheim haben wir uns schnell an sie gewöhnt, denn sie ist sehr verschmust und lieb und dankbar.
Eine Woche nach ihrem Einzug war ich beim TA, evtl. Impfen, Kastrieren, Alter bestimmen, nach einem Chip schauen usw.
Sie ist ca. 9 Monate alt, nicht gechipt und dann kam der Hammer, sie kann nicht geimpft oder entwurmt werden, denn sie ist schwanger.

Da wir keinerlei Erfahrung damit haben, werde ich hier noch viel lesen und suchen und vielleicht fragen, damit wir alles richtig machen. Habe ihr schon zwei Wurfhöhlen im HWR und Wohnzimmer gebaut, denn genau weiß man ja nicht, wann es los geht und wie sie es gerne hätte.

Wenn alles gut geht, dann wird irgendwann das Problem der Vermittlung vor uns stehen, das einzige, wovor mir etwas graust. Wird man Katzenbabys los und natürlich nur an Menschen, die einem ein gutes Gefühl vermitteln, daß es der kleinen Katze dann gut geht. Und wird man den Trennungsschmerz aushalten?

Ich denke oft darüber nach, ob die Babys gut versorgt waren, als die kleine Katze ausgesetzt wurde und nichts mehr zu fressen bekam. Hoffentlich sind sie gesund.
 
16.08.2015
#1
A

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Gast

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F

fuzzy

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na dann herzlichen Glückwunsch zum Überraschungsei

Konnte der Tierarzt denn feststellen, wie weit die Trächtigkeit fortgeschritten ist?

Wenn es ganz am Anfang ist, könnte man sie noch kastrieren - Totalop.

Man muss das Risiko abwägen.

Wenn sie noch so jung und dünn ist, ist es für sie evtl. gefährlicher, die Jungen auszutragen
 
Schnoddel

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Oh, dankeschön. :p

Der TA hat sie abgetastet und gesagt, dafür ist es zu spät, ca. 6. Woche, sowas macht er nicht.
Der Gedanke, sie weit aufzuschneiden geht ja auch gar nicht.

Die Katze war zwar dürr und ausgehungert gewesen, aber hat schönes Fell, keinerlei Makel und ist auch kerngesund.
Ich weiß nicht, wieviele Tage ein Katze braucht, um so abzumagern??
Jetzt, nach den drei Wochen sehr viel Fressen, hat sie schon ein mächtig rundes Babybäuchlein und Ende August hat der TA als wahrscheinlichen Wurftermin genannt.

Sie ist sicher eine Wohnungskatze mit etwas Auslauf gewesen, denn sie geht nur aufs Katzenklo, kommt nachts rein, ist ganz leise und lieb. Meist ist sie auch nur im Garten und geht gar nicht weiter weg.
Und sie läuft ständig hinter mir her fast wie ein Hund.
 
F

fuzzy

Gast
wie versteht sie sich mit eurer Mieze?

Habt ihr ein Zimmer, das ihr abtrennen könnt?
Es kann sein, dass sie ihre Babys extrem verteidigt, und eure Katze vertreiben will.
Daher würde ich ihr einen separaten, abtrennbaren Raum zur Verfügung stellen, wenn die Babys da sind.
 
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Die Kleine, wir haben sie Lucky getauft, weil sie auf Namen mit diesem Klang reagiert und eine Glückskatze ist, also Lucky ist sehr kontaktfreudig und ist immer wieder auf unsere erste Katze, namens Felice zugegangen. Sie sucht deren Nähe und es ist ihr egal, wie oft sie angefaucht wird oder mit den Pfoten auf den Kopf gehaun.
Mittlerweile hat es Felice aufgegeben. Sie ignoriert die kleine Lucky, aber duldet sie jetzt in ihrer Nähe.
Wenn Lucky ihr den rohen Fisch zum Abendbrot streitig macht, dann geht sie weg und überläßt ihr bereitwillig ihr Futter. Und inzwischen beobachtet sie die Kleine auch schon mal neugierig.

Also von großer Ablehnung sind wir bereits bei friedlicher Koexistenz. Wir streicheln und rufen unsere erste Katze auch bewußt und sperren die Kleine beim Fressen in einen anderen Raum.

Die eine Wurfkiste ist im Hauswirtschaftsraum, wo auch das Katzenklo steht. Diesen Raum kann man zu machen, dann ist Lucky später mit ihren Jungen sicher.
Falls sie aber die Wurfhöhle im Wohnzimmer bervorzugt, dann weiß ich es nicht, ob die sie Jungen wegträgt, falls Felice denen zu nahe kommt.

Würde mich sehr interessieren, ob da jemand Erfahrungen hat. Kann es sein, daß Felice, die noch nie Junge hatte und kastriert ist, evtl. mit auf die Kleinen aufpaßt.
 
Geek

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Hi,

wie schon geschrieben wurde, es kann sein, dass Lucky keine andere Katze an ihre Kitten ranläßt und da schon mal sehr aggresiv wird.
Das beste Chance dies zu vermindern, ist es die beginnende Vergesellschaftung der beiden versuchen zu verstärken, eine gemeinsame Aufzucht von Kitten gibt es nur wenn die Katzen sich wirklich vertrauen.
Das getrennt füttern finde ich da eher kontraproduktiv.
Essen ist für Katzen immer was positives und wenn das zu zweit passiert, dann ist so etwas schon eine ganz simple positive Bestärkung für ein Zusammensein. Man sollte nur darauf achten, dass mehr als genug Futter da ist, so dass keine Konkurrenz um einen satten Magen entsteht.
 
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Na das gibt ja weitere Spannung, daran habe ich noch gar nicht gedacht, das Lucky aggressiv werden könnte. Bisher läßt sie sich verprügeln und anfauchen und rennt nicht einmal weg. Sie hat so oft ihre Schnauze an der von Felice und wir warten dann immer ganz gespannt, obs Zoff gibt.

Bei der Rohfisch/-Fleischfütterung am Abend ist es so, daß die Kleine ihren Anteil verschlingt und dann zu Felices Napf geht und da weiterfrißt. Und Felice haut ab. Man weiß es nicht; denkt sie sich, 'ach, die Kleine ist so mager und auch noch schwanger, ich gebe ihr gerne meine Futter ab' ;-), oder ist sie sauer :?:
Weil ich mal gelesen habe, daß die erste Katze ganz besonders viel Aufmerksamkeit bekommen muß, damit sie den Zuwachs akzeptiert, haben wir bisher auch oft ihr Futter gesichert.

Ich werde es heute Abend mal wieder gemeinsam versuchen.
 
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F

fuzzy

Gast
die nicht kastrierte Katze steht über der kastrierten Katze
 
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Woher wissen das nur die Katzen?

Wenn Lucky dann später auch kastriert ist und die Welpen vermittelt, gibt es vielleicht Frieden oder gar Zuneigung unter den Beiden.
 
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Felice hat heute unglaublich schnell ihr Abendbrot gefressen. Sonst läßt sie immer was liegen, geht wieder raus und kommt nach Stunden rein und frißt den Rest.
Ob sie es so schnell gelernt hat, daß ein kleiner Freßsack im Hause ist, der nicht wartet, bis sie wieder kommt.

Am Vormittag gabs wieder Pfotenhiebe, als die kleine Lucky in ihre Nähe kam.
Später saßen sie beide zusammen auf dem Fensterbrett und es war Frieden. Mal so, mal so.
Ich bin gespannt, ob sie sich jemals ganz daran gewöhnt, nicht mehr Einzelkatze zu sein.

Ich habe mir auch mal einiges hier im Forum durchgelesen bezüglich Einzelkatze.
Wir haben damals im Katzenbuch gelesen, daß Katzen Einzelgänger wären und Freigänger gut einzeln gehalten werden können. Darum haben wir uns die Kleine als Einzeltier angeschafft und dachten, das ist so das Beste für sie.
Daß dem nicht so ist, habe ich heute mit Erstaunen gelesen und ich fühle mich ganz schlecht, weil unserer Felice vielleicht ein Artgenosse gefehlt hat. :-?

Vielleicht ist es jetzt wirklich für sie zu spät, sich an eine noch dazu so junge Zweitkatze zu gewöhnen?
 
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Ein Weile ist vergangen.

Ich freue mich immer, wenn sie sich mal so nahe kommen, wie auf dem Foto. Manchmal gehen sie ruhig wieder auseinander.
Aber manchmal haut unsere erste Katze die Kleine dann doch wieder aus heiterem Himmel und will sie jagen.
Dann bleibt die Kleine stehen und faucht ganz furchterregend. (So schnell ist leider nie die Kamera angeschaltet.)

 
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"du darfst raus und ich habe Katzenknast"

 

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