@Frigida:
Stimme Dir voll zu. Erst Vermutung, dann Verkauf von „Spezialfutter“. Mit einer telefonischen Diagnostik-Hypothese wäre ich weder als TE noch als Tierarzt zufrieden...
Es geht aber auch anders: War kürzlich mit meinem kleinen „Breikot-Reddi-Rotzwuck“ (der hat wirklich oft Probleme damit) in meiner Praxis, in der es drei Tierarzt gibt. Einen Arzt und eine Ärztin finde ich super. In der offenen Sprechstunde – an einem Samstag – gelangte ich zu dem Arzt. Reddi hatte Breikot mit etwas Blut, das hatte mich alarmiert. Der Arzt hat mir über 15 Minuten einen Fachvortrag zu Verdauungsproblemen bei der Katze gehalten (mit gefühlt 50 möglichen Ursachen), den ich sehr beeindruckend fand. Wartezimmer war sehr voll. Dennoch.
Kotuntersuchung ist in der nahen Vergangenheit schon gelaufen. Das weitere Vorgehen zur Diagnose wurde ausführlich besprochen. Vom Futter- und Kottagebuch bis hin zur Darmspiegelung – als letzte, aber sehr unwahrscheinliche Möglichkeit. Zoolac, Perenterol etc. diskutiert. Nix wurde mir angedreht, AB oder Cortison nicht in den Kater geschossen. Das hat mir gut gefallen.
Man möchte ja eigentlich immer Klarheit, aber ich war dann auch mit der Klarheit der Unklarheit – vor allem aber mit den weiteren Wegen der Beobachtung – zufrieden.
Heute im Kottagebuch ein gut aussehendes und festes Würstchen verzeichnet! Strike!