Ja Katzen merken wenn sie sterben müssen und ich glaube es kommt auf die Katze an, wohin sie geht.
Der uralte, halbwilde Hofkater, von gegenüber und ich hatten eine lockere Freundschaft geschlossen.
Er lag gern auf unserer Terrasse und blieb auch liegen, wenn ich genug Abstand hielt.
Eines Tages stand er neben mir, schmiegte sich an meine Beine und ließ sich kraulen. :shock:
Das war das erste und einzige Mal, das er sich anfassen ließ, danach kam er nie wieder.
Erst nachträglich habe ich begriffen, das er sich damit verabschiedet hat.
Er hat sich seinen speziellen Platz zum Sterben gesucht und ist einfach verschwunden. :-(
Zum Verabschieden, ich habe es einmal verbockt und würde es jetzt auf jedem Fall machen, wenn es möglich ist.
Mein Sternekater Johnny wurde überfahren, von dem einzigen Auto, das in 2 Stunden vorbei fuhr.

Ich saß da mit Johnny auf dem Arm und heulte, als sein Kumpel Dicky kam und zu Johnny wollte.
Mein Mann hielt Dicky auf und brachte ihn rein, ich nahm das nur halb wahr.
Wir beerdigten Johnny und Dicky war danach unruhig, maunzte und suchte überall nach Johnny.
Tagsüber war er kaum noch Zuhause, vorher waren Beide fast nur auf unserem Grundstück.
Abends kam er aber immer pünktlich Heim, dann 3 Wochen später , tauchte er nicht auf.
Ich raus und da lag Dicky vor der Katzenklappe, maunzte und konnte die Hinterbeine nicht mehr bewegen.
Er hatte sich trotzdem bis nach Hause geschleppt, leider waren seine Verletzungen zu schlimm und ich habe ihn über die Regenbogenbrücke geschickt.

Vielleicht hätte Dicky sein Revier nicht vergrößert und würde noch leben, wenn wir eine Verabschiedung zugelassen hätten.
Ich habe jedenfalls das Gefühl, schuld an seinem Tot zu sein.