Verschiedene (etwas tiefergehende) Fragen bzgl. Katzenfütterung

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Justinia

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Schönen guten Tag!

Wir sind seit einigen Monaten stolze und mehr als beglückte Besitzer der beiden Katzenbrüder Vince und Jules.
Selbstverständlich haben wir uns intensiv damit beschäftigt, was Katzen brauchen und versuchen, den beiden ein artgerechtes Zuhause zu geben.
Die Basics der Katzenhaltung sind uns bekannt und natürlich setzen wir sie um. Ich bin jemand, der viel über die Dinge nachdenkt und das große Ganze verstehen will (gehöre zu den Menschen, die öfter mal "Darüber würde ich mir gar keine Gedanken machen..." oder "Du denkst zu viel nach..." zu hören bekommen :-D), sodass ich einige Fragen zum Thema Katzenfütterung habe, auf welche ich bei meinen Recherchen bis dato keine Antworten gefunden habe. Da ich in diesem Forum das Gefühl habe, dass die Leute hier ernst genommen werden und immer versucht wird, zu helfen bzw. niemand gleich niedergemacht wird, nur weil er eine vermeintlich doofe Frage stellt, traue ich mich jetzt einfach mal und stelle sie hier:

1. Man soll ja Futter verschiedener Hersteller füttern, um Mangelernährung vorzubeugen. Für mich sehen die Zusammensetzungen und Inhaltsstoffe der einzelnen Marken im Großen und Ganzen jedoch
irgendwie nahezu identisch aus. Deshalb die Frage, an welchen Stellen denn Mangel entstehen könnte, wie ich das erkennen kann anhand der Inhaltsangaben und wie der Mangel ausgeglichen werden kann, wenn die Inhaltsstoffe und Zusammensetzungen augenscheinlich mehr oder wenig identisch sind?

2. Wir füttern hier Macs Nassfutter, welches, wenn ich z. B. die Preise in Sandra's Tieroase vergleiche, im Schnitt ca. ein Drittel günstiger ist als andere, vergleichbare Marken ("Vergleichs-Indikatoren": Fleischanteil + Fleischsorte + getreide- und zuckerfrei + keine künstlichen Zusatzstoffe + hoher Feuchtigkeitsanteil). Nun frage ich mich, woher die Preisunterschiede kommen. Wir wollen hier auch mehrere Marken einführen, haben aber nicht wirklich Lust, deutlich mehr auszugeben, wenn es keine echten Unterschiede gibt. Sollte es keine tatsächlichen Unterschiede geben bei vergleichbaren Marken, wäre ich dankbar für Hinweise, welche Marken ähnlich viel wie Macs kosten.

3. Lt. Deklaration wird dem Macs-Katzenfutter kein CassiaGum hinzugefügt. Irgendwo habe ich gelesen, dass das als Verdickungsmittel benötigt wird und man ohne dies nur Fleisch in Suppe in der Dose hätte. Dies ist bei Macs (und sicher auch anderen CassiaGum-freien Futtermarken) ja aber nicht der Fall, sodass ich mich frage, ob da dann irgendwas anderes drin ist, wenn ja, was da drin ist oder ob diese Aussage über CassiaGum gar nicht stimmt.
Weiterhin überlege ich, ob ich in Zukunft generell drauf achten soll, dass das nicht mit im Futter ist, da es ja auch allergieauslösend sein könnte. Ist diese Überlegung Eurer/Ihrer Meinung nach berechtigt?

4. Hier nun eine absolut theoretische Frage und zum reinen Verständnis (ich hab das nicht vor, manchmal stelle ich mir einfach solche Fragen): Könnte man dadurch, dass man sehr hochwertiges Trockenfutter (z. B. Wildcat) in Wasser einweicht, quasi ein "Nassfutter" herstellen und anhand der zugefügten Flüssigkeit den Nachteil, dass Trockenfutter dem Katzenkörper Flüssigkeit entzieht, ausgleichen?

5. Wir versuchen, unseren beiden nur Futter zu geben, welches aus Fleisch von Tieren ist, die sie selbst erlegen könnten (z. B. Geflügel, Kaninchen, Fisch), da uns das als naturnaheste Futterzusammenstellung erscheint. Bei Macs haben wir Glück, dass es hier mehrere Sorten gibt, die lediglich diese Fleischsorten enthalten. Bei sehr vielen anderen Anbietern ist irgendwie immer Rind oder sogar Schweinefleisch drin. Mal abgesehen davon, dass unsere Haustier-Katzen ja schon aus körperlichen Gründen heraus keine Kuh oder kein Schwein erlegen können, hätte ich ein ungutes Gefühl, eine dieser Sorten zu verfüttern, weil sie meines Wissens nach Allergien auslösen können bzw. Schweinefleisch sogar tödlich sein kann.
Die Frage hier lautet, ob es triftige Gründe gibt, (v. a.) Rindfleisch zu füttern? Kann es Nachteile haben, wenn man komplett darauf verzichtet?

6. Bei der Fütterungsempfehlung wird ja immer danach gegangen, was die ausgewachsene Katze wiegt. Wir haben hier zwei (angebliche) EKH-Kater, 10 Monate alt. Sie bekommen momentan die Ration, die eine 5-kg-Katze bekommen würde. Nun stelle ich mir oft die Frage, ob sie nicht vielleicht mehr bekommen müssten, da sie ja ausgewachsen durchaus auch mehr als 5 Kilo wiegen könnten. Die Befürchtung ist, dass sie im Wachstum gehemmt werden könnten, wenn die Futtermenge nicht stimmt. Gibt es ein sicheres Erkennungsmerkmal, an welchem man feststellen kann, dass die Futtermenge zu gering oder genau richtig ist?

So. Das waren erstmal die "brennendsten" Fragen. Über Antworten würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank von mir, dem Herrchen und natürlich Vince und Jules schonmal vorab!

MfG Justinia
 
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23.02.2016
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Hi,
interessante Fragen, hier mal meine Sicht der Dinge, ganz kurz und knapp.

1. verschiedene Hersteller - Mangelernährung vorbeugen
Hat für mich eher den Zweck die Katzen an unterschiedliche Sorten zu gewöhnen, so dass sie keinen Terror machen, wenn mal eine Sorte vom Markt verschwindet oder der Geschmack sich ändert.

2. woher die Preisunterschiede
Einmal von verwendeten Fleisch, Muskelfleisch ist immer teurer als z.B. Herz (das allerdings auch als Muskelfleisch gilt), zweitens die Wassermenge mit der das ganze verkocht wird, und dann natürlich Sachen wie Marketing und Gewinnspannen.

3. CassiaGum
Das Zeugs ist nicht ausweisungspflichtig, bei allen verdickten Sorten kannst du zu 90% sicher sein, dass da CassiaGum drin ist, auch wenn es nicht draufsteht.
Sollten deine Katzen irgendwann mal Erbrechen oder Durchfall haben, dann ist das ein potentieller Auslöser dafür.

4. Trockenfutter eingeweicht
Macht keinen Sinn. Dürfte teurer kommen und aufwendiger sein als Barf, wenn es die Katzis überhaupt essen würden. Auch mit Wasser ist da immer noch viel pflanzliches Klebezeugs mit drin.

5. Schweinefleisch/Rindfleisch im Nassfutter, also gekocht
Die einzige Gefahr ist eine Allergie, es spricht überhaupt nichts dagegen, wenn es gerne gegessen wird.
Roh definitiv niemals Wildschwein, wenn du übervorsichtig bist dann auch kein Industrieschwein.

6. Fütterungsempfehlung
Vergiss alle Mengenangaben, soviel Nassfutter geben, dass ein kleiner Rest übrig bleibt. Bei 10 Monate alten Katern kann das schon in die Kilomengen gehen.
 
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Zu den Fleischsorten mal ergänzend: Naturnah wäre tatsächlich die Maus. Wissenschaftler, die die Mageninhalte frei lebender Katzen analysiert haben, fanden da tatsächlich zu weit über 90% Mäuse, und in deutlich geringeren Anteilen, Singvögel, Fisch, andere Kleinsäuger und Insekten. Die Verdauung der Katze ist auch auf die Maus optimiert.
Und selbst wenn sie mehr Geflügel frisst, sind das ja eher Singvögel und keine Masthühner oder gar ein Truthahn ^^ Ähnlich fängt sie wohl auch eher den Goldfisch aus Nachbars Teich und keinen Thunfisch.

Es sind tatsächlich einige Katzen auf Rind allergisch, Huhn ist aber auch ganz oben mit dabei bei Allergieauslösern. Und letzten Endes kann es einen mit jeder Fleischsorte treffen.
Die Gefahr im Schweinefleisch geht vom Aujeszky-Virus aus, der stirbt aber beim Garen (deswegen verzichten aber viele Barfer auf Schwein).
 
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Justinia

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Hallo,

lieben Dank für Eure Antworten. :)

Hi,
interessante Fragen, hier mal meine Sicht der Dinge, ganz kurz und knapp.

1. verschiedene Hersteller - Mangelernährung vorbeugen
Hat für mich eher den Zweck die Katzen an unterschiedliche Sorten zu gewöhnen, so dass sie keinen Terror machen, wenn mal eine Sorte vom Markt verschwindet oder der Geschmack sich ändert.

2. woher die Preisunterschiede
Einmal von verwendeten Fleisch, Muskelfleisch ist immer teurer als z.B. Herz (das allerdings auch als Muskelfleisch gilt), zweitens die Wassermenge mit der das ganze verkocht wird, und dann natürlich Sachen wie Marketing und Gewinnspannen.
Mmh... da überlege ich jetzt natürlich, doch nur bei dem Macs zu bleiben. Und vielleicht einmal pro Woche noch eine zweite Sorte zu geben. Das müsste sie doch theoretisch auch flexibel bleiben lassen, oder?
Es geht mir nicht darum, dass ich am falschen Ende sparen möchte, aber wenn das mit der Mangelernährung so nicht stimmt bzw. nicht zwangsweise auftreten muss, fällt es mir schwer, mehr oder weniger sinnlos wesentlich teureres Futter zu kaufen, ohne für die Tiere einen tatsächlichen Nutzen zu haben.

Erklärenderweise muss ich vielleicht hinzufügen, dass unsere beiden wirklich sehr verfressen sind und am liebsten noch uns bzw. unserer Hündin alles wegfuttern würden, wenn man sie lassen würde - da wir vom Tisch klauen und Betteln jedoch nicht erlauben und sie die verfressendste Hündin ist, die wir und unser Umfeld kennen, müssen wir uns da keine Sorgen machen... *ggg* Worauf ich hinaus will ist, dass wir von Mäkeligkeit u. Ä. bis dato absolut nichts mitbekommen haben, sodass wir davon ausgehen, dass das für uns kein so großes Problem werden sollte. *optimistischdreinblick*

3. CassiaGum
[...]
Sollten deine Katzen irgendwann mal Erbrechen oder Durchfall haben, dann ist das ein potentieller Auslöser dafür.
Wie wahrscheinlich ist das denn, dass sich da eine Allergie entwickelt? Sind hier viele Fälle bekannt, wo das passiert ist?

5. Schweinefleisch/Rindfleisch im Nassfutter, also gekocht
Die einzige Gefahr ist eine Allergie, es spricht überhaupt nichts dagegen, wenn es gerne gegessen wird.
Roh definitiv niemals Wildschwein, wenn du übervorsichtig bist dann auch kein Industrieschwein.
Ich weiß nicht, ich hab irgendwie kein gutes Gefühl dabei. Irgendwas in mir sträubt sich dagegen, die zwei damit zu füttern. Danke für den Hinweis, dass grundsätzlich (mal abgesehen von der eventuellen Allergiegeschichte) nichts dagegen spricht. Ich würde, aus dem ungutes Gefühl heraus, dennoch darauf verzichten wollen. Es sei denn, es gäbe gute/wichtige Gründe für die Fütterung. Deshalb nochmal explizit die Frage, ob es solche Gründe gibt...

6. Fütterungsempfehlung
Vergiss alle Mengenangaben, soviel Nassfutter geben, dass ein kleiner Rest übrig bleibt. Bei 10 Monate alten Katern kann das schon in die Kilomengen gehen.
Puuh, das haben wir jetzt gestern Abend und heute Morgen so gemacht und jedes Mal fast fast eine ganze 800-g-Dose gegeben. Gestern Abend haben sie das Futter zunächst wie gewohnt verschlungen. Nach ca. 250 g (pro Katze) fingen sie dann an, auch mal zu kauen. Danach beide total platt und quasi bewegungsunfähig. Wenns denn unbedingt noch sein musste (KaKlo, Weg zum Menschenbett zwecks Kuscheln), Fortbewegung lediglich im Zeitlupentempo. :lol:
Heute Morgen dann sehr gesittetes Fressverhalten. Zwar wieder Unmengen vertilgt, aber mit ruhiger, entspannter Körpersprache.

Wir hatten das anfangs schonmal so gemacht, da wurde uns jedoch von der (unserer Meinung nach) sehr kompetenten Tierärztin gesagt, dass Jules bereits zu dick sei (war auch wirklich zu sehen) und Vince gerade noch so ginge, aber nicht mehr viel zum Übergewicht fehlen würde.
Dass man ihnen so viel geben soll, wie sie wollen, hatten wir vorher auch schon an anderen Stellen gelesen, dann aber aufgrund des Anratens der Tierärztin eben doch rationiert.

Naja, wir werden das jetzt einfach mal eine Woche (oder wäre das zu kurz?) probieren und schauen, wie es sich entwickelt. Am wichtigsten, neben der altersgerechten körperlichen Entwicklung, ist uns, dass sie nicht zu dick werden, denn das birgt ja auch wieder Krankheitsrisiken und ist unserer Meinung nach auch schon fast Tierquälerei (Wir haben hier in der Nachbarschaft eine Katze, die wirklich viiiiieeel zu dick ist - große Kugel mit vier Beinen aus der ein Kopf rausguckt und die sich kaum bewegen kann. Die würde ich am liebsten nehmen und "diätieren" oder den Tierschutz verständigen... :-().

Zu den Fleischsorten mal ergänzend: Naturnah wäre tatsächlich die Maus. Wissenschaftler, die die Mageninhalte frei lebender Katzen analysiert haben, fanden da tatsächlich zu weit über 90% Mäuse, und in deutlich geringeren Anteilen, Singvögel, Fisch, andere Kleinsäuger und Insekten. Die Verdauung der Katze ist auch auf die Maus optimiert.
Und selbst wenn sie mehr Geflügel frisst, sind das ja eher Singvögel und keine Masthühner oder gar ein Truthahn ^^ Ähnlich fängt sie wohl auch eher den Goldfisch aus Nachbars Teich und keinen Thunfisch.

[...]
Ja, das mit der Maus stimmt natürlich (und dass die in den Futtern verwendeten Tiere nicht 100-%-ig der natürlichen Beute entsprechen auch - aber es kommt dem m. M. n. auf jeden Fall näher als eine Kuh oder ein Schwein... :wink:). Leider gibt es aber kein solches Futter. :???: Habe auch schon überlegt, ob man ihnen nicht Mäuse aus der Zoohandlung, die normal an Schlangen verfüttert werden, gibt. Aber da habe ich gelesen, dass die nur sone Art Kraftfutter bekommen, welches mit dem natürlichen Speiseplan nichts gemein hat. Sie sollen auch übelst medikamentenverseucht sein, weil diese Mäuse auch aus Massenzuchten kommen, wo sich die Krankheitserreger nur so tummeln. Für uns also leider keine Alternative.

Was ich noch gefunden habe ist die Marke Micome. Laut deren Seite haben die tatsächlich Katzenfutter aus Mäusen. Da deren Internetseite jedoch lediglich aus einem Info-Bestellformular besteht und man sonst auch nichts darüber im I-Net findet, vermute ich, dass es sich dabei um einen Fake handelt und es nur darum geht, E-Mail-Adressen zu sammeln und für sonst was zu verwenden. Sollte ich mich da täuschen und jemand hier tatsächlich mal dieses Futter getestet haben, wäre ich für einen Erfahrungsbericht sehr dankbar.

So. Sachstandsbericht: Miezies vom Frühstück immer noch total fertig. Weg ins Menschenbett wurde gemeinschaftlich gerade noch geschafft. Katzen sehen zufrieden aus... :)

MfG und nochmal danke für die schon gegebenen und noch kommenden Antworten!

Justinia
 
IsiBerlin

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Hallo,

hier noch meine Überlegungen dazu:

1. Verschiedene Hersteller
Ich denke schon, dass die Idee, durch Futtermarkenwechsel Mängel oder auch Überdosierungen auszugleichen, richtig ist. Allerdings habe ich in irgendeinem Thread hier gelernt, dass nicht nur der Hersteller verschieden sein sollte, sondern auch der Abfüller, denn derselbe Abfüller füllt stets die gleiche Nährstoffmischung in die Dosen. Grau und Bozita sind beispielsweise wirklich anders als beispielsweise CFF und Granata Pet.

3. Cassia Gum
Irgendein Verdickungsmittel hast Du immer. Cassia Gum ist nach allgemeiner Einschätzung noch das harmloseste davon. Ich denke, Allergien dagegen sind eher Einzelfälle. Aber das ist nur ein nicht repräsentativer Eindruck aus den Forumsbeiträgen hier. Dass es dazu eine fundierte Statistik gibt, bezweifle ich.

4. Trockenfutter zu Nassfutter
Selbst besseres Trockenfutter enthält viele pflanzliche Bestandteile, menr als für die Katze gut ist. Deswegen ist hochwertiges Nassfutter besser.

5. Nur Beutetiere verfüttern
Ich glaube nicht, dass ein Zusammenhang zwischen Fleisch von Nicht-Beutetieren und Allergien besteht. Huhn und Fisch können ebenso Allergien auslösen wie Rind. Ich glaube eher, dass Allergien bei der Katze ähnliche Ursachen haben wie bei Menschen, nämlich eine zu keimfreie/ erregerfreie Umgebung.

Schon mal über BARF nachgedacht?
 
EmilyW

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Zu deiner Übergewichtssorge:
Deine Jungs sind ja noch im Wachstum, dass Katzen so jung schon fett werden ist eher unwahrscheinlich. Es kann natürlich sein, dass sie mal phasenweise etwas kugeliger sind als davor, das wächst sich idR aber noch raus (Meine beiden Damen wachsen total unterschiedlich, die eine ziehts immer erst in die Länge, sie ist dann unproportional schmal, die andere erst in die Breite, die sieht dann ein bisschen schwanger aus, 2 Wochen später ist die Figur wieder gleich xD ).
Übergewicht bei Katzen kommt, soweit ich das Verstanden habe, wie folgt zu Stande:

- Schrottfutter: Die Katze muss mehr fressen, um tatsächlich satt zu sein, gerade die pflanzlichen Bestandteile können dabei aber auch so gut wie nicht verarbeitet werden. Verstärkend ist hier noch Trockenfutter zu nennen, dass eine sehr hohe Energiedichte hat, aber trotzdem von vielen Dosis so per Augenmaß verfüttert wird und dabei dann eben oft überdosiert wird.

- Langeweile: Die Katze frisst, weil sie sonst nichts zu tun hat. Gerne auch in Kombination mit Schrottfutter. Die Halter füttern, weil die Katze sonst nervt.

- miese Kindheit: wenn die Katze als Baby/Jungtier gelernt hat, dass Futter begrenzt ist (oder sogar richtiggehend hungern musste), eignet sie sich oft ein "wer weiß, wie lange es noch was gibt!" Verhalten an und frisst, wann immer sie was bekommen kann. Katzen sind eigentlich Häppchenfresser und haben oft ein gutes Sättigungsgefühl, das muss sich jedoch erst, durch Sattfressen, entwickeln.

Was das Mäkeln angeht, so kann es auch hier sein, dass sich das rapide ändert, wenn sie erstmal aus der Wachstumsphase raus sind. Katzen gelten allgemein als neophobe Fresser, sie lehnen also ab, was sie nicht bereits als essbar kennengelernt haben. Da gibt es natürlich auch Unterschiede in der Ausprägung.

Und zu den Fleischsorten: Beim Barfen wird allgemein empfohlen, zwischen hellen und roten Fleischsorten abzuwechseln, bzw allgemein viel Abwechslung zwischen den verfütterten Tieren zu haben, da das Fleisch ja doch sehr unterschiedlich zusammengesetzt ist.

Wie Isi ja schon schrieb, wär das ja vllt mal ein Thema für dich? Gerade wenn dir naturnähe so wichtig ist, ist Rohes ja dann irgendwie die Waffe der Wahl ^^ Und wenn du dich am Schluss dagegen entscheidest weißt du zumindest nochmal um einiges mehr über die Katze, ihre Verdauung und Ansprüche an die Ernährung.
 
S

Starfairy

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Dieses extreme Schlingen von deinen Katern deutet leider darauf hin, das sie bisher deutlich zu wenig Futter bekommen haben.
Und ja, eine Woche ist viel zu kurz, um das jetzt zurechtzubiegen. Da mußt du schon mit einer längeren Spanne rechnen, und auch damit, das sie jetzt erst einmal zulegen. Der Körper bunkert jetzt ein, weil es können ja auch ganz schnell wieder die mageren Zeiten kommen.

Nur wenn du sie jetzt fressen läßt, können sie lernen, wann sie satt sind. Das nehmen sie mit ins Erwachsenenalter. Ansonsten wirst du immer Katzen haben, die nach jedem fressbaren Ding gieren.
Und nein, eine Tierärztin, die solche Tips gibt, ist zumindest in Ernährungssachen nicht sonderlich kompetent.

Wegen Rind und Schwein, da kein Futter wirklich an die Maus rankommt, ist es wichtig, so viel Abwechslung wie nur möglich zu füttern. Übrigens hat Schwein in der Zusammensetzung von den Aminosäuren das ähnlichste Verhältnis zur Maus von allen Futtersorten.

Wegen Allergie, nun, viele Menschen sind allergisch auf Milch, auf Nüsse, auf bestimmtes Obst. Meidest du für dich all diese Dinge, weil sie evtl. vielleicht unter Umständen irgendwann eine Allergie auslösen könnten?
Genauso sinnvoll ist es, das bei den Katzen deshalb zu meiden.

Wegen der Zusammensetzung vom Katzenfutter, speziell den Mineralstoffen, macht es tatsächlich Sinn, Futter von unterschiedlichen Herstellern zu suchen. Evlt. sogar ein billiges Futter ins Programm zu nehmen. Bei mir ist das Catchet Select vom Aldi.
Ich fütter das, weil in so gut wie allen besseren Marken der Jodgehalt sehr hoch ist. Meistens 0.75 %. Im Aldifutter 0,1 %. Das z.B. ist ein Beispiel, wie sich die Mineralien ausgleichen können.
 
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Deine Fragen wurden ja eigentlich schon alle gleich von Geek beantwortet.

Ich habe die gleiche Meinung, ich füttere hier auch verschiedene Hersteller, weil es leider das ultimative Katzenfutter noch nicht gibt, damit sie auf jeden Fall ausgewogen ernährt werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen und wenn es mal ein Futter nicht mehr gibt oder eine Marke mir zu teuer wird, habe ich genug Ausweichmöglichkeiten.


Die Fütterungsempfehlung ist für erwachsene Katzen, Kitten und bis zu einem Jahr zählen sie zu Kitten, dürfen fressen soviel sie wollen. Meine haben als Kitten je nach Fress- und Wachstumsphase 300-800 g pro Kitten am Tag verdrückt.
 

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