Katze als Wegbegleiter bei Wochenendausflügen

Diskutiere Katze als Wegbegleiter bei Wochenendausflügen im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo Zusammen, mal folgendes Gedankenspiel: Wir sind an den Wochenenden oft unterwegs. d.h. ein Wochenende die Schwiegereltern in München...
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Hallo Zusammen,

mal folgendes Gedankenspiel: Wir sind an den Wochenenden oft unterwegs. d.h. ein Wochenende die Schwiegereltern in München besuchen, am darauffolgenden Wochenende die anderen Schwiegereltern in Frankfurt besuchen und in der dritten Woche Campen am Bodensee. (nur mal so als Beispiel….)

Natürlich sind meiner Meinung nach so häufige Ausflüge über das ganze Wochenende ungeeignet für das Wohlbefinden einer Katze.

Und hier stelle ich mir die Frage: Hat jemand Erfahrung, ob es möglich ist, eine Katze von klein auf an so ein Lebensstil zu gewöhnen? Wenn eine Katze von klein auf mit viel Autofahren und Aufenthalten an unterschiedlichen und fremden Orten aufwächst, gewöhnt sie sich daran oder bedeutet sowas nur Stress für eine Katze?
 
  • Katze als Wegbegleiter bei Wochenendausflügen Beitrag #2
Schwierig, es ist nun mal so, dass Katzen generell Veränderungen ablehnen und darauf mit Verunsicherung und Angst reagieren.
Tja, außer du triffst auf die eine Katze aus den Hundert, die das ganz toll findet.

Es gibt Katzen, die Autofahrten und Ortswechsel spannend und interessant finden, die Schwierigkeit ist diese zu finden. Eine Katze, die das nicht will, dazu zu erziehen, ist meiner Meinung nach unmöglich.
Und wenn es noch eine junge Katze sein soll, dann brauchst du natürlich gleich zwei von der Sorte.
 
  • Katze als Wegbegleiter bei Wochenendausflügen Beitrag #3
Hallo!

Wir haben das gleiche Problem. Wir sind umgezogen, als die Katze schon 6 Jahre alt war.
Wenn über das WE zu unseren Eltern fahren, nutzen wir einen Futterautomat.

Gruß, Ralf
 
  • Katze als Wegbegleiter bei Wochenendausflügen Beitrag #4
Es ist durchaus möglich, eine Katze zu Besuchen mitzunehmen. Wenn Du eine mutige, neugierige Katze hast, die Autofahren in Ordnung findet, ist das eine gute Voraussetzung. Zusätzlich sollte die Katze mit Rücksicht auf die Besuchten zuverlässig stubenrein sein und ein geringes Zerstörungspotential haben. Gut ist, wenn die Besuchten selbst Katzenerfahrung haben. Und keine Gartentür, die ständig offensteht, denn dann ist die Katze schnell weg.

Auch wir haben das Problem der weit verteilten Familie und nehmen Katzi gelegentlich mit. Erst einmal findet sie es spannend, ein neues Revier zu erkunden. Allerdings fühlt sie sich für die Dauer von ein paar Tagen nicht überall wohl. Bei einem Teil der Familie sind ihr die Leute einfach zu laut, da können sie noch so lieb und nett zu ihr sein. Das ist also ein Besuch, den ich ihr nicht mehr zumute. Bei anderen wiederum fühlt sie sich auch dauerhaft wohl, da nehmen wir sie immer mit.

Fazit: Versuche, Deine Katze einzuschätzen, ob sie die charakterlichen Voraussetzungen dafür mitbringt. Wenn ja, muss man es einfach ausprobieren.
 
  • Katze als Wegbegleiter bei Wochenendausflügen Beitrag #5
Hallo Problembaer1.1,

wir haben hier zwei solche Ausnahmen, die gefühlt überhaupt keine Probleme mit sowas haben.

Wir können unsere überall mit hin nehmen und glauben sogar, dass sie das möchten. Sie haben überhaupt kein Problem mit ihrer Katzenbox, erkunden neugierig die Wohnungen derjenigen, die wir besuchen, spielen dort ganz normal und suchen sich immer irgendwelchen gemütlichen Plätze.

Wir hatten mal gesehen, wie eine Frau mit ihrem kleinen Hund und einer Katze an der Leine Gassi gegangen ist und wollten, als wir Vince und Jules geholt haben, mal schauen, ob das bei uns auch klappt. Und es klappte sofort.
Erst haben wir sie nur bis kurz vors Haus mitgenommen und sie immer nur gelockt, also nicht getragen oder an der Leine gezogen. Sie konnten also selbst entscheiden, wie weit sie im Wortsinn gehen wollten. Nachdem das dann wunderbarerweise sofort geklappt hat, haben wir geschaut, wie sie sich verhalten, wenn man sie mit der Transportbox z. B. in einen Wald mitnimmt und dort raus lässt. Auch hier keine Probleme. Natürlich sind sie am Anfang vorsichtig und rennen nicht wie ein Hund gleich drauf los, aber sie gehen alleine aus der Box raus, erkunden die Gegend und spielen dann, wenn wir uns irgendwo niederlassen.
Zuletzt haben wir, nachdem wir diese Erfolge hatten, geschaut, ob man sie auch zu anderen Leuten mitnehmen kann (Ganz großes Tennis: Versuch 1 war meine Mutti, die einen kleinen Hund hat, Versuch 2 waren die Schwiegerellies, die einen Freigängerkater haben.) und wurden auch hier nicht enttäuscht. Wie oben schon geschrieben, schauen Sie sich beim ersten Mal immer um und schalten dann in den "Hier-fühlen-wir-uns-wie-Zuhause-Modus".

Wir erklären uns das damit, dass sie ja im Tierheim geboren wurden und dort sehr viele Gerüche, Geräusche, andere Katzen und viele Menschen kennenlernen konnten/mussten. Weiterhin glaube ich, dass es mit ihrem jungen Alter zusammenhängt, die kindliche Neugier ist da einfach noch größer als irgendwelche Ängste. Drittens glaube ich, dass es auch damit zusammenhängt, dass sie in der freien Natur ja immer ihrer Mutter hinterherlaufen würden. Die Rolle der Mutter haben ja wir, sodass sie halt immer überall mit hingehen, wo wir hingehen und darauf vertrauen, dass wenn "Mutti" sagt, das ist ok, dass es dann auch ok ist.

Ob das immer so bleibt, wissen wir natürlich nicht. Wir versuchen aber dadurch, dass wir sie immer mal wieder mitnehmen, das zur Gewohnheit für sie zu machen.
Und bisher ist es so, dass sie sich oft mit zur Tür begeben und mit uns mitkommen wollen. Speziell abends bei der letzten Hunde-Gassirunde. Wenn Sie da mal ausnahmsweise nicht mitdürfen, wird die Unzufriedenheit darüber lautstark zum Ausdruck gebracht. :-D

Wir drücken uns selbst die Daumen, denn ein besseres geistiges und körperliches Auslastungsprogramm als unsere gemeinsamen Ausflüge gibt es für unsere eigentlichen Wohnungskatzen nicht. ;-)

MfG Justinia

Nachtrag: Was ihnen glaube auch noch Sicherheit gibt ist, dass sie immer zu zweit in einer Box sind. So haben Sie sich immer gegenseitig und wissen, dass sie nicht alleine sind. Und Autofahren gab es bei uns auch von Anfang an, sie kennen es also und haben keinen Stress, wenn wir irgendwo hinfahren (zumal immer auch unsere Hündin dabei ist, vor der sie zwar Respekt haben, die sie aber sehr mögen und deren Anwesenheit Ihnen einfach auch nochmal ne große Portion Sicherheitsgefühl vermittelt).
 
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  • Katze als Wegbegleiter bei Wochenendausflügen Beitrag #6
Hallo,

ich weiss genau, dass meine Katzen das nicht könnten, (er hat schon bei der Autofahrt beim Umzug in die Box gepieselt weil er Auto fahren hasst, und das waren kanpp 1 KM :roll:).
Ich kann aber nicht ausschließen dass man ihnen das nicht angewöhnen könnte.

Meine (Teilzeit)-Nachbarn nehmen ihre Katze immer mit wenn sie bei uns im Ort sind, die Katze mag Autofahren und hat auch nie Probleme mit der Umgewöhnung. Sie sind nur ca. 4 Mal im Jahr bei uns, und pendeln mit der Katze auch nur zwischen der normalen Wohnung und Ferienwohnung. Sie haben das der Katze auch schon von klein auf angewöhnt.

Ich sehe auch öfters auf Camping-Plätzen Katzen, die mit campen sind.

Deswegen denke ich dass das eine Frage der Eingewöhnung ist. Probieren kannst dus immer mal.

Viel Glück
 
  • Katze als Wegbegleiter bei Wochenendausflügen Beitrag #7
Also ich habe das große Glück, das ich Mutzel von Anfang an mitnehmen konnte. Sie hat mit der Transportbox und dem Auto keine Probleme, solange es nicht zum Tierarzt geht. Bei meinen Eltern und Freunden fühlt sie sich wohl.
Sie hat sich sehr schnell an die neuen Umgebungen gewöhnt und wenn sie nun dorthin kommt, wird gleich geschaut, ob sich nichts verändert hat. Auch die Personen hat sie inzwischen im Griff.
Seit November habe ich ja nun auch Buffy. Sie fand die erste Autofahrt nicht so prickelnd, war aber nicht panisch, sondern versuchte eher aus dem Caddy zu kommen. Inzwischen ist sie zweimal mitgefahren und zweimal zum Tierarzt. Sie hat sich von Mutzel abgeschaut, ganz ruhig im Caddy zu dösen.
Jetzt ist es kein Problem mehr. Vor allem ist Buffy sehr aufgeschlossen fremden Menschen gegenüber und freut sich immer über neue Spielkameraden auf zwei Beinen.

Ich denke mal wenn Du nicht immer wieder wechselnd ganz woanders hinfährst, können sich die Katzen an zwei oder auch mehr wechselnde Orte gewöhnen. Aber ich denke, nicht jede Katze mag den Caddy oder das Auto. Man kann es üben, aber wenn die Katze Panik hat, dann hat es keinen Zweck. Einen Plan B solltest Du auf jeden Fall haben, wenn die Katze das ganze gar nicht mag.
Mutzel war übrigens 13 als ich sie bekommen habe, das Tier muss also nicht unbedingt jung sein.
 
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