Hallo Problembaer1.1,
wir haben hier zwei solche Ausnahmen, die gefühlt überhaupt keine Probleme mit sowas haben.
Wir können unsere überall mit hin nehmen und glauben sogar, dass sie das möchten. Sie haben überhaupt kein Problem mit ihrer Katzenbox, erkunden neugierig die Wohnungen derjenigen, die wir besuchen, spielen dort ganz normal und suchen sich immer irgendwelchen gemütlichen Plätze.
Wir hatten mal gesehen, wie eine Frau mit ihrem kleinen Hund und einer Katze an der Leine Gassi gegangen ist und wollten, als wir Vince und Jules geholt haben, mal schauen, ob das bei uns auch klappt. Und es klappte sofort.
Erst haben wir sie nur bis kurz vors Haus mitgenommen und sie immer nur gelockt, also nicht getragen oder an der Leine gezogen. Sie konnten also selbst entscheiden, wie weit sie im Wortsinn gehen wollten. Nachdem das dann wunderbarerweise sofort geklappt hat, haben wir geschaut, wie sie sich verhalten, wenn man sie mit der Transportbox z. B. in einen Wald mitnimmt und dort raus lässt. Auch hier keine Probleme. Natürlich sind sie am Anfang vorsichtig und rennen nicht wie ein Hund gleich drauf los, aber sie gehen alleine aus der Box raus, erkunden die Gegend und spielen dann, wenn wir uns irgendwo niederlassen.
Zuletzt haben wir, nachdem wir diese Erfolge hatten, geschaut, ob man sie auch zu anderen Leuten mitnehmen kann (Ganz großes Tennis: Versuch 1 war meine Mutti, die einen kleinen Hund hat, Versuch 2 waren die Schwiegerellies, die einen Freigängerkater haben.) und wurden auch hier nicht enttäuscht. Wie oben schon geschrieben, schauen Sie sich beim ersten Mal immer um und schalten dann in den "Hier-fühlen-wir-uns-wie-Zuhause-Modus".
Wir erklären uns das damit, dass sie ja im Tierheim geboren wurden und dort sehr viele Gerüche, Geräusche, andere Katzen und viele Menschen kennenlernen konnten/mussten. Weiterhin glaube ich, dass es mit ihrem jungen Alter zusammenhängt, die kindliche Neugier ist da einfach noch größer als irgendwelche Ängste. Drittens glaube ich, dass es auch damit zusammenhängt, dass sie in der freien Natur ja immer ihrer Mutter hinterherlaufen würden. Die Rolle der Mutter haben ja wir, sodass sie halt immer überall mit hingehen, wo wir hingehen und darauf vertrauen, dass wenn "Mutti" sagt, das ist ok, dass es dann auch ok ist.
Ob das immer so bleibt, wissen wir natürlich nicht. Wir versuchen aber dadurch, dass wir sie immer mal wieder mitnehmen, das zur Gewohnheit für sie zu machen.
Und bisher ist es so, dass sie sich oft mit zur Tür begeben und mit uns mitkommen wollen. Speziell abends bei der letzten Hunde-Gassirunde. Wenn Sie da mal ausnahmsweise nicht mitdürfen, wird die Unzufriedenheit darüber lautstark zum Ausdruck gebracht. :-D
Wir drücken uns selbst die Daumen, denn ein besseres geistiges und körperliches Auslastungsprogramm als unsere gemeinsamen Ausflüge gibt es für unsere eigentlichen Wohnungskatzen nicht. ;-)
MfG Justinia
Nachtrag: Was ihnen glaube auch noch Sicherheit gibt ist, dass sie immer zu zweit in einer Box sind. So haben Sie sich immer gegenseitig und wissen, dass sie nicht alleine sind. Und Autofahren gab es bei uns auch von Anfang an, sie kennen es also und haben keinen Stress, wenn wir irgendwo hinfahren (zumal immer auch unsere Hündin dabei ist, vor der sie zwar Respekt haben, die sie aber sehr mögen und deren Anwesenheit Ihnen einfach auch nochmal ne große Portion Sicherheitsgefühl vermittelt).