Abschied von Nicki

Diskutiere Abschied von Nicki im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Abschied nehmen Am 13.06. musste ich meinen einzigartigen kleinen Freund Nicki nach einem leider erfolglosen Kampf gegen seine schwere Erkrankung...
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Nickismom

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Abschied nehmen

Am 13.06. musste ich meinen einzigartigen kleinen Freund Nicki nach einem leider erfolglosen Kampf gegen seine schwere Erkrankung über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Ich habe ihn über alles geliebt, er war mein Herzenskater und hat 13 Jahre lang mein Leben begleitet,
es glücklicher und reicher gemacht.

Im Moment kann ich mir noch gar nicht vorstellen, wie das Leben ohne den kleinen Terrorist so einfach weiter gehen kann. Ohne seine bedingungslose Liebe und sein grenzenloses Vertrauen, bis zum Schluss. Ohne sein Schnurren an meinem Ohr, wenn er eng an mich geschmiegt neben mir auf dem Kopfkissen lag. Ohne sein zärtliches Nasenlecken. Ohne seine sanften Anstupser mit der Pfote, damit ich ihn auf den Kopf küsse. Ohne unsere Gespräche (denn ja, er "sprach" mit mir, antwortete" mir auf "Kätzisch" und manchmal war er sogar geschwätzig).

Mein kleiner Junge, ich danke Dir für die wundervollen Jahre mit Dir, Du wirst immer in meinem Herzen und meinen Gedanken sein. Du warst der beste Kater, den man sich wünschen kann, Du warst mein bester Freund, mein ständiger Begleiter, hast gehorcht wie ein Hund, hattest aber auch einen starken Willen und erkämpft, was Dir wichtig war (mein kleiner Wassermann). Du hast mich in schweren Zeiten getröstet, beruhigt und geerdet. Du hast mich geliebt und es mir jeden Tag auf Deine ganz eigene Weise gezeigt.

Ich hoffe, Du kannst mir verzeihen, dass ich Dich nicht einfach aufgeben konnte, dass wir (Dein Katzenpapi und ich) alles versucht haben, um Dein kleines Katzenleben zu retten, dass wir alle medizinische Hilfe in Anspruch genommen haben, die möglich war. Wie gerne hätten wie Dir die ganze Quälerei mit 3x wöchentlichen Infusionen, der täglich mehr verhassten Medikamentengabe, den Blutkontrollen erspart. Wir haben es aus Liebe getan. Wir wollten dem Schicksal noch ein paar schöne Jahre mit Dir abtrotzen. Du hast mit uns den Kampf aufgenommen, kleiner, tapferer Krieger und es gab wirklich Hoffnung.
Von einem auf den anderen Tag dann die dramatische Wende: Plötzlich war ganz klar, dass Dein Leben hier und jetzt zu Ende geht, dass Du keine Kraft mehr hast, gegen diese Arschloch-Krankheit anzukämpfen, dass Du es auch nicht mehr möchtest. Und uns war klar, dass wir Dich sofort gehen lassen müssen. Es war keine Entscheidung mehr nötig.

Mein geliebtes Kerlchen, ich hoffe, Du bist ganz sanft in diesem anderem, fernen Land angekommen und wurdest mit Freude erwartet. Ich hoffe, dass Dein Körper jetzt wieder heil ist, Du wieder Deine Miau-Wau-Anfälle bekommst, bei denen Dir beim um die Ecke "schießen" immer das Heck ausgebrochen ist. Es gibt so viele wundervolle Erinnerungen an Dich, ich könnte Dich niemals vergessen. Ich werde Dich niemals vergessen, ich werde Dich immer vermissen. Du fehlst schon jetzt so sehr.

Leb wohl, mein kleiner Freund, ich liebe Dich so sehr, daran kann auch der Tod nichts ändern.
Dein allerbester Katzenpapi Frank (dem ich nicht genug danken kann, weil er mit Liebe und Fürsorge Deinen letzten Lebensabschnitt begleitet hat), Dein großer Hundefreund Obelix und Deine Schwester Püppi trauern mit mir um den besten Katzenjungen der Welt! Püppi versteht noch gar nicht, warum Du nicht wieder nach Hause kommst. Sie sucht Dich überall.
Leb wohl, mein Freund!

In ewiger Liebe
Deine traurige Katzenmami Susanne
 

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  • Abschied von Nicki Beitrag #2
Liebe Susanne,
es tut mir sehr leid für dich, dass du deinen bezaubernden Kater Nicki verloren hast.

Du hast so liebevoll über ihn und an ihn geschrieben, da spürt man genau, wie lieb du ihn hast und wie schwer dieser Abschied ist.

Nicki hat bestimmt ein wunderschönes Leben gehabt. Als er krank wurde, habt ihr alles versucht, um ihm noch zu helfen, aber ihr habt am Ende erkannt, dass ihr ihn nur noch erlösen lassen konntet, um ihm weiteres Leid zu ersparen. Nicki hat bestimmt gespürt, dass ihr ihm aus Liebe helfen wolltet.

Er wird euch sehr fehlen, und trotzdem ist er weiterhin bei euch, ihr werdet ihn nie vergessen.
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #3
machs gut im regenbogenland,du wunderschöner katermann.
fühlt euch gedrückt und umarmt mein mitgefühl ist bei euch.
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #4
mein aufrichtiges Mitgefühl:-(

run free Nicki
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #5
Ach herrjeh...was ein netter Katermann.

Kann mir nur zu gut vorstellen wie man den vermisst. Kenn das ja in der Art selber.:-(

Auch von mir ein dickes Beileid. Mach´s gut kleiner Katermann.


Ralle
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #6
Vielen Dank, dass ich mich in meiner Trauer verstanden fühlen darf!
Er fehlt mir so sehr, ich könnte immerzu weinen, wenn ich es zulassen würde.
Aber das Leben geht weiter...
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #7
Ich kann dich so gut verstehen, mein Grisou ist auch am 07.06. über die Regenbogenbrücke gegangen und es tut noch immer so weh, wie am ersten Tag. Lass deine Trauer ruhig raus, das ist wichtig. Ich bin sonst auch eher jemand, der sich zusammenreißt und gerne verdrängt, aber das macht es nicht besser. Weine um ihn, wenn dir danach ist.
Ich wünsche euch ganz viel Kraft für diese schwere Zeit. Vielleicht freunden sich Nicki und Grisou dort an und toben miteinander. :smile:
Fühl dich gedrückt!
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #8
Liebe Woomi,

ich weiß, dass ich meine Trauer raus lassen sollte...

Manchmal überfällt sie mich hinterrücks und ich habe ihr nichts mehr entgegen zu setzen.

Ich habe in den vergangenen Jahren mehrfach um Menschen trauern müssen, erst starb meine Schwester nur 6 Monate nach der Diagnose an Leberkrebs, nur 3 Monate später meine Mutter, 95-jährig und nicht unvorbereitet.

Aber dieser Schmerz um den Verlust meines kleinen Jungen ist - verzeih, vielleicht kann das hier auch niemand verstehen und muss es auch nicht - ungleich stärker. Ich habe keine Kinder. Meine Katzen sind meine Kinder. Es ist für mich so, als hätte ich mein Kind verloren, nicht "nur" eine Katze, nicht "nur" ein Haustier.

Und ich leide immer noch unter dem erdrückenden Schuldgefühl, zu lange gewartet und nicht das richtige zum richtigen Zeitpunkt getan zu haben. Deshalb bekomme ich die Bilder seiner letzten Stunden nicht aus dem Kopf, sie verdrängen alles Schöne.

Wir hatten wunderbare gemeinsame Jahre, für die ich unendlich dankbar bin, aber im Moment sind in meiner Erinnerung leider nur die Bilder des kranken, abgemagerten und sich ständig übergebenden Nickis.

Ich weiß, dass ich aus Liebe gehandelt habe, aber weiß er es auch? Wird er mir die Tortur der letzten Wochen verzeihen können?

Und das alles nur, weil mir plötzlich aufgefallen war, dass er abgenommen hat. Da waren es schon 1,2 Kilo. Wie kann man das als liebende Katzenmutter nicht merken? Ich habe es wirklich nicht gemerkt, er war ja auch wie sonst.... außer, dass er etwas mehr erbrochen hat als üblich.

Diese Vorwürfe, die ich mir mache, berechtigt oder unberechtigt, sind unerträglich, aber ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken, ob ich ihn hätte retten können, retten müssen.

Er fehlt mir so sehr. Gottseidank habe ich noch seine Halbschwester Püppi, für die das Leben auch ganz normal weitergeht und die ihr Recht einfordert!

Ich denke an Dich und Deinen Grisou, drück Dich in Gedanken,
Traurige Grüße
Susanne
Katzenmami von Nicki im Katztenhimmel
und Püppi ständig beschwerdebereit an der Seite
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Abschied von Nicki Beitrag #9
Ich kann dich so gut verstehen. Anfangs hat man vor allem die Bilder der schweren, letzten Zeit vor Augen, aber das ändert sich mit der Zeit. Ich habe aber auch bis heute meiner kleinen Hermine gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil ich sie am Schluss so viel zum Tierarzt geschleppt habe, zwangsernährt usw. Aber man hofft doch immer, dass es sich noch dreht.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und kann dich gut verstehen.
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #10
Liebe Susanne,
deine Worte könnten von mir kommen, deshalb kann ich das sooo sehr nachvollziehen. Auch für mich sind meine Katzen alles, eben vollwertige Familienmitglieder. Ich habe auch keine Familie und tue alles für meine Süßen. Deshalb bin ich sicher auch so überängstlich, wenn es um die Mäuse geht.
Grisou hat 800 g abgenommen und es ist uns nicht wirklich aufgefallen, eben auch, weil er sonst relativ normal war, normal gefressen hat, normal gespielt, einfach ein bisschen ruhiger als sonst, aber trotz Tierarztbesuch schien alles ok zu sein.
Ich verstehe deine Zweifel und Schuldgefühle, weil es mir seit seinem Tod genauso geht, selbst jetzt 3 Wochen später noch.
Ich weiß aber auch, irgendwann wird es besser werden und die anderen Mäuse sind auch noch da, sie sollen ja nicht durch meine dauernde Trauerstimmung auch noch leiden.
Nur gegen seine Gefühle kann man nichts tun.
Ich hoffe für dich, dass du es irgendwie verarbeiten kannst und ein wenig Glück verspüren kannst.
Den Schmerz kann uns leider niemand nehmen.
Drück dich!
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #11
Liebe Susanne, es tut mir sehr leid um Deinen Verlust. Ich habe selbst im März meinen Herzenskater mit 13 Jahren gehen lassen müssen und macht mir auch oft Gedanken, dass ich etwas übersehen habe. Du hast mein ganzes Mitgefühl in dieser schweren Situation. Stille Grüße, Alexandra
 
  • Abschied von Nicki Beitrag #12
Liebe Woomi,
drück Dich zurück!
 
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