keine belohnung

Diskutiere keine belohnung im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, bin etwas traurig weil Sammy immer noch nicht zutraulicher wird. Deswegen haperts auch mit der Erziehung. Tobie kann man wunderbar belohnen...
  • keine belohnung Beitrag #1
Katrine

Katrine

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Hallo,
bin etwas traurig weil Sammy immer noch nicht zutraulicher wird. Deswegen haperts auch mit der Erziehung. Tobie kann man wunderbar belohnen (jegliche Form von Streicheleinheiten oder Leckerli) und Bestrafen (Wassersprühen), aber Sammy schläft den ganzen Tag, und wenn er mal was gutes macht (nicht am Sofa, sondern am Kratzbaum kratzen) kann man ihn dafür nicht belohnen, weil er sich immer noch nicht anfassen lässt. Und Leckerlis: kurz schnüffeln, angewiedert weggucken und in großem Bogen um den Mensch weggehen (Käse, Wurst, Leckerlis, alles).
Grrrr, ich will ihm doch nix Böses...Lasse das bei ihm im Moment auch mit dem Wasser, nicht dass er denkt ich tu ihm nur Böses. Wie lange dauert es denn noch bis er sich streicheln lässt? Haben die beiden jetzt etwa 8 Wochen...


Katrine
 
  • keine belohnung Beitrag #2
Hallo,

wie alt ist Sammy denn, hat er vielleicht mit Menschen schon mal schlechte Erfahrungen gemacht? Ich habe es bei meinem Johnny mit viel Geduld geschafft, immer wiede streicheln angeboten, auch wenn er geschlafen hat, mich ganz vorsichtig und sanft genähert...

Du hast vollkommen recht, bestrafungen erst mal komplett lassen, bis er zutraulich ist. Eine Möglichkeit wäre vielleicht noch Katzenminze, bekommst Du bei Fressnapf die getrocknete, wirkt leider nicht auf alle Katzen, aber viele fahren drauf ab.

Viel Glück und liebe Grüße,

Claus
 
  • keine belohnung Beitrag #3
Sammy ist angeblich von 2000, hat im tierheim seine erste (!!!) impfung bekommen und war laut der frau, die die beiden zusammen abgegeben hat, ein flaschenkind. ich vermute er ist einfach immer noch geschockt, wenn er wirklich nur diese eine wohnung kannte, dann bumms ins tierheim und jetzt hier...aber gerade wenn er flaschenkind war müsste er doch super menschenbezogen sein, oder?
er wird ja auch allmählich zutraulicher, aber es ist ganz schön anstrengend, weil er eben super schreckhaft ist. schleiche fast nur noch durch die wohnung, wenn er auf ist. manchmal hat er auch seine guten phasen (da ist auch das bild entstanden *wo ist der vogel*), aber selten
 
  • keine belohnung Beitrag #4
Aber natürlich kannst du Sammy belohnen- Mit deiner Stimme!

Bei uns ist das die Haupt "Erziehungsmethode", für etwas feines ein ganz dickes betontes Lob und freundlich den Namen dahinter, wenn jemand bei einer "Untat" erwischt wird, z.B. auf dem Tisch, reicht schon schon z.B. "Aaaaaaaaresss, was machst du denn da?????" und er springt runter...
Funktioniert mit Odin genauso, nur auf Handzeichen...

Ich meine, die meisten Katzen sind sowieso längst mit was anderem beschäftigt, beovr man mit der streichelnden Hand ankommt, die Stimme aber kommt überall hin ;).

Sammy ist wie Odin als er zu uns kam- Man konnte ihn nur an einer bestimmten Stelle an der Schläfe streicheln, alles andere erschreckte ihn.
auch er hatte die ersten 4 Jahre seines Lebens in einer Wohnung verlebt, zusammen mit 19 anderen Katzen und 40 Kaninchen.

Mit viel Geduld und Ruhe wird es langsam immer besser werden, selbst nach mittlerweile fast 2 Jahren sind wir noch nicht am Ende.
Es ist toll zu sehen wie ein verstörtes Tier ganz langsam aber sicher auftaut.

Der schönste Moment von allen war, als Odin als wir ihn etwas über 1 Jahr hatten, zum ersten Mal auf meinen Schoss sprang und sich dort niederlies.
Leute mit "normalen zutraulichen" Katzen können das vielleicht nicht nachvollziehen, aber es war der schönste gemeinsame Augenblich den wir bis dato hatten...

Da Odin ja taub war konnte ich nicht mit der Stimme arbeiten.
Stattdessen habe ich bestimmte Gesten und und Handzeichen immer wieder benutzt, sehr bald hatte er sie richtig verknüpft.

Z.B. wenn er sich vor etwas erschreckt hat und unters Bett rannte, habe ich mich hingekniet und einfach meine offene Hand in seine richtung gehalten... Sehr bald hatte er verstanden das das sowas wie "brauchst keine Angst haben kannst herkommen" bedeutet, und kam schnell beruhigt wieder angerannt.

Es sind viele mm kleine Schritte, aber jeder einzelne lohnt sich...
 
  • keine belohnung Beitrag #5
puh, ein ganzes jahr? glückwunsch zu so viel ausdauer. ich glaube er versteht auch dass er es hier gut hat, braucht sich ja auch nicht bei uns zu bedanken, aber:
ich will ja gar nicht dass er eine schmusekatze wird, finde es nur so schrecklich dass die beiden so verschieden sind: tobie ist immer und überall dabei, und sammy guckt wenn überhaupt zu. überlege schon ob er sich denkt "hier ist kein platz für mich", weil tobie sehr aufmerksamkeitsintensiv ist (naja, er ist auch jünger). schaffe es auch nicht mit beiden zu spielen, sobald sammy sich ein bischen traut kommt tobie an- und sammy weg. trenne ich die beiden, hängen beide an der tür dazwischen und tun als wären sie wer weiß wie dicke...
 
  • keine belohnung Beitrag #6
Naja, insgesamt schon ja, natürlich gab es aber immer wieder kleine Fortschritte.

Wir haben keine ERwartungen in ihn gesetzt sondern ihn einfach kommen lassen, in dem Rhytmus und so weit wie er es mochte.

Wäre er für immer ängstlich gewesen, wäre es auch in Ordnung gewesen.
Ich glaube, das ist auch die bessere Einstellung, unter Druck "arbeiten" auch Katzen nicht gut, genau wie Menschen...

Deine beiden sind einfach verschieden, jeder zeigt sich dir auf seine Weise, jeder lebt sich aus wie er es will und soweit seine Vorgeschichte es zulässt.

Mit den Monaten und Jahren wird Sammy sicher noch viel weiter aus sich herauskommen, er ist nun wirklich noch nicht lange bei dir, lass ihm Zeit.

Flaschenkinder sind nicht unbedingt besonders Menschenbezogen, klar können sie das sein, aber ihnen fehlt jegliches kätzisches Sozialverhalten, zumindest wenn sie es nicht im Kittenalter von einer anderen Katze lernen konnte, das kann zu Verhaltensstörungen führen...

Lass ihn einfach sein Leben leben, biete dich an aber dränge dich nicht auf, überleg dir einen Satz oder eine Geste, die du immer dann einsetzt wenn du sagen willst, "keine Angst". Früher oder später wird er es verstehen.

Unser Ares ist -siamtypisch-, auch ein klebendes Kaugummi z.B. zu Besuchern, denen weicht er nicht von der Seite, während Odin sich noch nicht mal von seinem Platz erhebt... Katzen sind verschieden, jeder wird auf seine Art glücklich...
 
  • keine belohnung Beitrag #7
danke für die aufmunternden worte, werde mir was überlegen, das ich ihm sagen kann...

lg
katrine
 
  • keine belohnung Beitrag #8
Dem von Aiur gesagtem ist nichts hinzuzufügen, lass ihm einfach Zeit, ich bin mir sicher, Du findest die richtigen Worte und gesten....Jeder Tiger ist individuell und jeder findet den Weg zu seinem liebenden Menschen, ich erlebe das gerade wieder bei mir.... :D

Viel Glück und liebe Grüße,

Claus
 
  • keine belohnung Beitrag #9
danke claus,
ist echt lieb. hoffe halt dass er so zufrieden ist, und wenn er irgendwann schmusen möchte sich traut...


katrine
 
  • keine belohnung Beitrag #10
Bei uns war es eigentlich genau das gleiche - Paul ist frech und unheimlich zutraulich, Whisky rennt schon weg, wenn man ihn nur schief anschaut. Anfangs war es ganz schlimm, man kam nicht näher als 1 meter an ihn ran, dann ist er abgehauen. Nach einer Weile konnte man ihn streicheln, wenn er irgendwo lag, und nach 2 Jahren (!) kam er jetzt vor 2 Monaten das erste Mal auf meinen Schoß gesprungen, wobei er zuvor auch viele kleine Fortschritte gemacht hat, wie Aiur auch schon beschrieben hat. Wir haben ihn auch mit Stimme, Gesten und Leckerlies beruhigt und gelobt, und inzwischen ist er zwar immer noch etwas schreckhaft, aber gerade die Stimme beruhigt ihn meistens ganz gut.
Er stammt auch aus dem Tierheim und muss irgendwo zuvor ganz schlechte Erfahrungen gemacht haben. Aber er lernt von Paul, dass er hier gut aufgehoben ist und sich bei uns ankuscheln kann (und leider auch die "verbotenen Dinge", wie auf den Tisch springen etc. ;) ) .
Wahrscheinlich wird es bei dir ähnlich laufen, da du ja auch 2 Fellnasen hast. Wie lange "es" dauert, weiß niemand, aber das wird schon :)
 
  • keine belohnung Beitrag #11
hihi, unsere haben ja sogar die gleichen farben :) dann muss das ja gut ausgehen.

katrine
 
  • keine belohnung Beitrag #12
Bei uns war es auch so ähnlich. Unser Kater stammt direkt von einen Bauernhof, d.h. er wurde zusammen mit drei anderen Kätzchen in einer Scheune geboren.
Als er zu uns kam war er etwa 12 Wochen alt. Als wir das erste Mal die Transportbox öffneten, sahen wir nur einen kleinen getiegerten Pfeil vom Fussboden über die Gardiene bis auf den Kleiderschrank und wieder runter unter das Bett, flitzen. Von da an ward er fast ein viertel Jahr lang nicht mehr gesehen. Tagsüber verkroch er sich ganz tief unter das Bett und nur Nachts wenn er glaubte das wir schliefen, schlich er sich ans Fenster und miaute ganz fürchterlich.
Zurückbringen war auch keine gute Option und ich wusste schon gar nicht mehr was ich machen sollte. Eines Tages musste mein Freund zu Hause bleiben da er eine Erkältung hatte. Da geschah es das der Kater sich zum ersten Mal blicken liess.
pic18.jpg

Hier das erste Foto.

Von da ab ging es aufwärts aber es dauerte noch einmal fast ein ganzes Jahr bis er sich richtig anfassen und streicheln liess. Inzwischen ist er so anhänglich das er fast den ganzen Tag mit mir verbringt. Wo ich hingehe da geht er auch mit hin. Er würde niemals allein in einen Zimmer bleiben.
 
  • keine belohnung Beitrag #13
Also ich muss dazu sagen, ich habe mir vor ca 2 Jahren einen 8 Wochen alten Kater(Mowgli) geholt, dieser war sofort zugänglich (er kam vom Bauernhof) hat geschmust und wurde sogar schon manchmal nervig.
ca 1 Jahr später haben wir von einem Bekannten eine angeblich 5 Jahre alte PerserKatze(Sheena) bekommen. Mowgli war total ängstlich und lies auch mich nicht mehr an sich ran. Als er dann merkte, dass Sheena ein leichtes Opfer war, wurde er auch wieder zu mir zugänglicher.
Da der bekannte sich kaum um Sheena gekümmert hat, war sie auch sehr scheu. Wir mussten mit ihr zum Tierarzt um sie wieder aufzupeppeln, seltsamerweise war das einfach, weil sie sich alles und damit meine ich wirklich alles gefallen lies. Leider mussten wir sie dann aber doch nach einem halben Jahr einschläfern lassen, da sie einen großen Tumor hatte. Kommt davon wenn man sein Ter verwahlosen lässt (Schönen Gruß an meinen Bekannten)

Naja und vor einem Halben Jahr habe ich mir diesmal eine Junge Katze geholt, von einer Freundin, die anderweitig zuwachs bekommen hat. (Dori)
Dori ist jetzt knapp über ein Jahr und war die ersten drei Monate voll die Zicke, sie kam an schmuste, aber sobald ich sie versucht habe zu streicheln, floss schon mein Blut (Aua)
Heute ist sie zutraulicher als Mowgli.

Ich glaube, dass ist anders als bei Hunden sehr stark vom Charakter einer Katze abhängig, wie schnell eine Katze zugang zu einem findet.
Mehr als versuchen ihr zu zeigen, dass man sie mag kann man nicht machen. Man braucht halt nur Geduld:
 
  • keine belohnung Beitrag #14
Mein Kater ist mir gegenüber sehr zutraulich manchmal sogar fast aufdringlich, aber sobald bekannte oder sonst einer zu Besuch kommt ist er irgendwo in einer Ecke oder unter der couch verschwunden. Er kommt erst dann wieder hervor, wenn der besuch weg ist. Selbst bei Menschen die er kennt hat er sich versteckt.

Aber mittlerweile so nach einem halben Jahr kommt er auch unter couch mal vor und guckt sich die menschen auch mal an. Er lies sich auch schon von meiner besten freundin streicheln, aber sie ist auch fast täglich bei mir gewesen.

Das Problem hat er von geburt an gehabt. Aber es geht aufwärts.

Ich sag nur durchhalten. :)
 
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