Hallo an alle, die auch gerade um eine liebe Begleiterin trauern.
Heute, vor genau 2 Wochen musste ich meine Eagie erlösen lassen.
Ich wußte schon etwas länger, dass sie unheilbar an Zitzenkrebs erkrankt war.
Eagie wäre jetzt im August 15 Jahre alt geworden.
Von einer Op wurde mir durch meine Tierärztin abgeraten, da die Gefahr bestand, dass der Krebs noch schneller streuen und in anderen Organen Metastasen bilden könnte
.
Ich wollte, dass sie ihre verbleibende Zeit noch so lange geniessen kann, wie es nur geht.
Die letzten 3 Tage, bevor ich mich dann endlich entschloß, sie erlösen zu lassen waren eine Achterbahn der Gefühle. Mal ging es ihr sehr schlecht, sie hatte oft Luftnot. Dann gab es Phasen, da sah ich wie sie kämpfte und es ihr wieder besser zu gehen schien.
An dem Donnerstag vor 2 Wochen sah ich, dass sich ihre Atemnot nicht besserte und ich fuhr mit ihr zur Ärztin. Wir machten dort noch eine Röntgenaufnahme und mussten erkennen, dass ihre Lunge voll war von Metastasen. Es blieb kein Ausweg außer dem der Erlösung.
Leider war ich vollkommen außerstande, direkt dabei zu bleiben. Meine größte Sorge war, dass sie meine Verzweiflung spürt und die letzten Sekunden ihres Lebens noch panische Angst bekommt. Deshalb ging ich hinaus. Ich mache mir deshalb seither schwere Schuldvorwürfe. Wenn ich es noch einmal entscheiden könnte, würde ich bis zum Schluß bei ihr bleiben, so wie ich es auch bei ihrer 2014 verstorbenen Mutti getan habe.
Im Warteraum klappte ich dann weinend zusammen. Es war wie ein Alptraum.
Ich konnte sie am nächsten Tag bei ihrer Mutti beerdigen, hatte mich also danach auch noch von ihr verabschieden können. Auch habe ich sie vorher noch mit nach Hause genommen, damit sich ihre Schwester, die ebenfalls jetzt 15 wird, von ihr verabschieden kann. Es war so traurig.
Seitdem bin ich wie in einer Starre, ich fühle mich leer, kann nicht weinen und empfinde diesen Zustand mittlerweile als unerträglich. Ich bin wütend auf mich, dass ich die Gefühle nicht zulassen kann, die man normalerweise hat, wenn man trauert.
Ist das normal? Meint Ihr, dass es noch der Schock ist?
Danke Euch :-(