Mmmh, das ist natürlich eine schwierige Situation. Was ich sehr schwierig finde ist, dass diese Verhalten sich ja leider schon über Jahre eingschliffen hat. Mein Rat wäre: 1.) Beide nochmal zum Tierarzt und durchchecken lassen, ob es wieder gesundheitliche Probleme gibt. 2.) Tierpsychologin/Therapeutin hinzuziehen, die euch hilft den richtigen Weg für eure beiden Kater zu finden.
Wie steht es denn mit den Kratzmöglichkeiten, die sie haben? In der Regel wird aus 2 Hauptgründen markiert. Ersten um wirklich das Revier zu kennzeichnen und zweitens um sich sicher zu fühlen.
Zu ersterem passt auch das starke Kratzen --> Kater kratzt, ihr scheltet ihn - bietet aber evtl. keine Ersatzmöglichkeit - (kratzen = böse) - Kater denkt sich: ok, dann halt Duftmarke setzen. Ein Aufrüsten der erlaubten Kratzmöglichkeiten hätte da helfen können.
Zweite Geschichte: Wenn Kater aus Unsicherheit markieren, dann verschärft ihr mit jedem Tadel und (im Falle deines Partners) anschreien o.ä. die Situation für das Tier. Umso mehr müssen sie versuchen eine geruchlich sichere Umgebung für sich zu schaffen. -- Natürlich ist es drinnen besser geworden, seitdem sie raus dürfen - dem Druck und der Situation sind sie ja nicht mehr so sehr ausgesetzt. Aber sie haben schon gelernt, mit Markieren ihr Revier sicher zu machen ...
Kurz zu letzterem mal eine Geschichte aus unserer Meute: Schnitzel ist ein spät kastrierter ehemaliger Streuner, der ebenfalls markiert. Wir hatten hier irgendwann eine Situation, in der er uns diese Zusammenhänge so deutlich gezeigt hat, wie nur irgendwas: Mein Mann hat mit einer unserer Katzendamen geschimpft, weil sie den ganzen Abend stänkerte und auf alle anderen krawallig war. Schnitzel hat sich darüber so sehr erschrocken, er duckte sich und ging schnurstracks zur nächsten Tür um dagegen zu pullern. Deutlich kann man nicht sagen "Ich habe Angst, also markier ich"