Katze mag den Kater nicht mehr

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Sina2901

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Hallo liebe Katzenfreunde!
Ich hoffe darauf, dass mir hier jemand einen Rat geben kann. Ich habe zwei BKH, eine Katze und einen Kater, beide 5 Jahre alt und kastriert.
Mein Kater ist im letzten Herbst krank geworden (Blasensteine)
Seit dieser Krankheit waren die beiden keine Freunde mehr, sie hat ihn angefaucht und auch angegriffen. Als er aus der Klinik nach ein paar Tagen heim
kam, war sie aggressiv und hat ihn nicht mehr auf die Katzenklos gelassen. Er war sehr eingeschüchtert und hat sich verkrochen.
Vor ca. 4 Wochen ging es endlich wieder, keine Angriffe und kein fauchen- sie sind sich mehr oder weniger aus dem Weg gegangen.
Vor 2 Wochen wurde er wieder krank - er bekam Fieber. Sie war noch aggressiver als beim letzten Mal. Ich habe sie ein paar Tage zu meiner Schwiegermutter gebracht, weil die Ärztin sagte, er braucht viel Ruhe. Ich holte sie 6 Tage später wieder nach Hause, er war wieder ganz gesund. Es ging wieder von vorne los, sie scheucht ihn vom Klo weg, sie faucht und knurrt und geht auch ab und an auf ihn los. Nun versteckt er sich nur noch.
Ich weiß mir keinen Rat mehr, was ich tun kann, damit das Zusammenleben für uns alle wieder besser wird. Ich habe einen Feliway Stecker gekauft, nachts getrennt etc.
In Richtung Katzenklo traut er sich gar nicht mehr, selbst wenn sie in einem anderen Raum eingeschlossen ist. Hat jemand noch einen Tipp? Wir wollen uns ungern von einem der beiden trennen.
Viele Grüße
 
14.02.2017
#1
A

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Krabbentier

Krabbentier

28.623
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Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum.
Wenn Katzen merken, der Katzenpartner ist krank ist es nicht selten, dass sie auf ihn losgehen. Als er aus der Klinik kam, hat er anders gerochen als gewohnt. Nach Tierarzt, Sterilium usw. Diese Situationen sind also erklär- und nachvollziehbar. Wir raten dann, das Tier mit einem getragenen T-Shirt abzureiben oder einer Decke, wo Mietze immer drauf liegt. In der Regel klappt das ganz gut, wenn der vertraute Geruch wieder da ist.
Dass Du die beiden nachts trennst ist kontraproduktiv. Entweder ganz oder gar nicht ;-).
Ganz trennen hieße Gittertür bauen, so dass sie sich sehen und riechen können, aber nicht aufeinander losgehen. An der Gittertür dann positiv bestärken. D.h. spielen, gemeinsam fressen und Leckerchen. Den Napf immer ein kleines Stückchen weiter in Richtung Gittertür schieben, bis sie ganz einträchtig zusammen fressen. Das wäre also mein Rat an dieser Stelle.
Was machst Du denn jetzt, wenn sie ihn nicht auf das Katzenklo lässt?
 
S

Sina2901

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Also das mit den Gerüchen ist mir klar, aber der letzte TA Besuch liegt 2 Wochen zurück. Daran dürfte es nicht liegen.
Das blöde ist, dass er sich nicht wehrt - er lässt alles über sich ergehen, deshalb die Trennung, er tut mir so leid,
Leider bleibt mir im Moment nichts anderes übrig, als ihm hinterher zu wischen ? Es ist wirklich eine belastene Situation. Er kam zu uns, als sie schon 6 Monate alt war, er hat sich noch nie gegen sie gewehrt.
 
Krabbentier

Krabbentier

28.623
97
Ja das habe ich auch gedacht, als ich das gelesen habe, dass er sich nicht wehrt. Er müsste ihr einmal zeigen, dass es so nicht geht.
Hast Du mal zum Ausdruck gebracht, dass sie zu weit geht? Mal in die Hände geklatscht wenn sie ihn fixiert hat?
Hast Du denn eine Möglichkeit die Gittertür ins Spiel zu bringen? Dann könnte der Kater auch mal wieder aufatmen. Du könntest mit ihm clickern, um sein Selbstvertrauen zu stärken.
 
S

Sina2901

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Meinst du so ein Gitter, wie man das bei Kindern bei Treppen verwendet? Sobald sie in einem anderen Raum ist, jault sie ohne Ende. Ja, ich habe es versucht zu verdeutlichen, dass es falsch ist. Ob mit klatschen oder Nein sagen - meist faucht sie dann noch weiter. Ich wünschte mir so sehr, dass er einmal zeigt, dass er der Kater ist - aber irgendwie ist er auf dem Stand Baby geblieben, so wie er war, als wir ihn gekriegt haben. Nun zieht sich das schon so lange und auch meine Nerven sind fast am Ende.
 
Krabbentier

Krabbentier

28.623
97
Nein, das wäre zu niedrig. Ich meine dass man ein Gitter direkt in einen Türrahmen einbaut. Natürlich zum öffnen.
Dass das an den Nerven zehrt, kann ich mir gut vorstellen. Man möchte ja dass die Tiere ein glückliches Leben haben.
 
S

Sina2901

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Ok, da mache ich mich mal schlau.
Würde für den 1. Versuch auch ein Netz gehen?
 
Krabbentier

Krabbentier

28.623
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Das kommt auf Deine Katzen an. :cool: Dann aber ein recht robustes Netz.
 
Ovi

Ovi

791
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Hast du eventuell ein Video von einer üblichen Situation?

Oder kannst du den "Tathergang" etwas genauer schildern - was passiert genau und welche Körpersprache kommt dabei von beiden Seiten zum Einsatz (angelegte Ohren, geduckter, schleichender Gang, Starren, Blinzeln, gesträubtes Fell,...)?
 
S

Sina2901

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Video leider nein, dafür passiert es immer zu schnell.
Es war des Öfteren so, dass sie ihn dann angegriffen hat, wenn er eine schnelle Bewegung gemacht hat und sie förmlich seine Angst spürt.
Gestern allerdings, lag er auf dem Kratzbaum, sie schräg daneben auf einem Stuhl, da ist sie in einem Satz hoch gesprungen und hat drauf gehauen. Da es so schnell ging, konnte ich nicht mehr beobachten. Sie legt die Ohren sonst an und der Schwanz bewegt sich hektisch hin und her. In der letzten Nacht war er im Wohnzimmer eingeschlossen und sie am anderen Ende des Flures in einem Raum. Er hat in der Nacht Urin im Katzenklo abgelassen. Wenn sie weit genug weg ist, scheint er sich trauen - eine Tür zwischen den beiden hat bisher nicht gereicht. Zu seinem Verhalten: er macht tatsächlich einfach gar nichts, läuft nur weg an einen Ort, wo er sich sicher fühlt.
 
Ovi

Ovi

791
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Hmm.. Das ist natürlich schwer zu deuten, ohne es wirklich zu sehen. Jagt sie ihn auch?

Für mich hört es sich schon so an, als hätte der Kater absolut kein Selbstbewusstsein. Meine "hauen" sich öfters mal, auch beim Vorbeigehen. Da passt ihnen grade was nicht, die andere Katze ist zu nahe und sie meinen damit einfach "Hey, geh mal weg hier!". Kommt nach dem Pfotenhieb noch was, also beißt sie ihn oder "überfällt" ihn körperlich? Oder läuft er einfach gleich weg?
Gibt es bestimmte Orte, wo die Angriffe häufiger auftreten?

Ich würde beim Kater Zylkene versuchen, das hat bei meinem "Angsti" auf jeden Fall geholfen. Gut wäre es auch, wenn der Kater mehrere Zufluchtsorte hätte, wo er sich sicher fühlen kann bzw. wo er sich ggf. verteidigen kann. Kartons z.b. oder Katzenhöhlen.
 
S

Sina2901

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Nein, aber Selbstbewusstsein hatte er im Prinzip noch nie. Bis zur Krankeit war das aber nie ein Problem. Ja, sie jagt ihn und beißt auch.
Er hat so 3 Plätze, an denen er sich sicher fühlt und dahin zieht er sich dann zurück.
Ein Angriff passiert in erste Linie an den Katzenklos oder wenn er an ihr vorbei geht und sich dabei zu schnell bewegt, egal an welchem Ort.
Was evt noch zu erwähnen ist, ist dass sie erst kurz nach Weihnachten kastriert wurde. Dazu hatte mit der Ta geraten, als ich von ihrem Verhalten erzählte.
 
Ovi

Ovi

791
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Aus der Ferne kann wahrscheinlich niemand genau sagen, woran das Verhalten liegt.
Warum wurde sie so spät kastriert?
Ich kann nicht sagen, ob das in Zusammenhang mit ihrem Verhalten steht, aber in der Natur verteidigen Katzen ihr Revier ganz strikt und viel heftiger als Kater. Das Revier ist natürlich kleiner und sie müssen das tun, um die Jungen vor Eindringlingen zu schützen. Kater sind da meist nicht so streng.

Ich würde, wie gesagt, Zylkene versuchen, Clicker-Training für den Kater und viel Beschäftigung für beide.
Beim Klo-Mobbing würde ich eingreifen, das geht gar nicht.



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