Mein Tierarzt empfiehlt Trockenfutter ?

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Claumiau

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Hallo Liebes Forum,
Ich habe mich hier gerade angemeldet, weil mich der Tierarzt besuch gerade eben etwas verunsichert hat.
Ich hatte mich im Vorfeld über die Fütterung meiner 2 Kater informiert. Die beiden sind 5 Monate alt, und am Samstag bei uns eingezogen.
So nun war ich heute beim Tierarzt und sie empfiehlt nur
Trockenfutter zu füttern, wegen des Zahnsteines. In mehreren Foren hatte ich gelesen, dass Nassfutter besser ist. :?:
Ich hatte mir hier in Aachen auch schon einen Laden der Fleisch zum Barfen anbietet gesucht, einfach um den beiden eine Vielfalt zu bieten und zu sehen was ihnen schmeckt. ich hatte mir auch einige Rezepte aus einem Buch der Hobbythek herausgesucht.
Sie hat mir auch ein Futter gegen Harnsteine empfohlen (nirbac oder Royal canin), beides Trockenfutter.
Das hat sie empfohlen weil Kater wohl mehr Probleme damit haben als Katzen.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin nicht wegen dem Preis des empfohlenen Futters geschockt, sondern eher verwirrt weil ich zum ersten mal höre dass Trockenfutter das a und o ist.
Hier im Forum geht es ja auch eher in Richtung Nassfutter. Haben eure Tierärzte euch eine andere Empfehlung gegeben oder wie seid ihr dazu gekommen ?

Ich hoffe, dass das nicht zu viel auf einmal für euch ist.

LG Claumiau mit Baghira und Banksy
 
20.03.2017
#1
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Frigida

Frigida

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Tierärzte sind keine Ernährungsspezialisten und oft und gern wird vergessen, dass Katzen Carnivoren sind.
Die Firmen, die Royal Canin und Co. vertreiben, geben an den Unis eigene Kurse zu Katzenernährung und verkaufen dann natürlich auch ihr Futter. Und sponsern oft auch einen Tierarzt, der sich selbständig macht.
Ich will jetzt nicht böse Absicht unterstellen, aber Trockenfutter ist Müll und unterstützt eher Krankheiten, als dass es vor ihnen bewahrt.

Bleib du lieber bei hochwertigem Nassfutter oder noch besser Barfen.
Aber bitte nicht die Hobbythek-Rezepte. Soweit ich weiß ist das Buch 10 Jahre alt und völlig überholt.
Wenn du Barfen richtig machen willst, musst du dir auch deine Rezepte selbst zusammenstellen.
Schau am besten mal bei dubarfst.eu rein.
Und ich empfehle gern das Buch "Natural Cat Food", weil man damit die Zusammenhänge gut verstehen kann.
 
_hannibal_

_hannibal_

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Tierärzte haben keine Ahnung von Futter. Sie empfehlen meistens Royal Canin, Hills oder Vet Concept. Sie werden von den Firmen gesponsert oder bekommen Provisionen.

Trockenfutter gegen Zahnstein ist totaler Blödsinn. Das wäre wie, wenn du deine Zähne mit Keksen putzen würdest.

Trockenfutter als Vorbeugung gegen Krankheiten ist auch völliger schwachsinn.

Diese Info kannst du einfach vergessen.

Barf ist super, wenn es richtig gemacht wird.
Was sind das denn für Rezepte?

Ich kann dir auch nur empfehlen dich an gutes hochwertiges Nassfutter zu halten oder richtig zu Barfen.
 
Stulle

Stulle

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Jap, da steht es drin. Hab ich bis vor kurzem auch angenommen. Aber man lernt ja nie aus.

Liegt aber auch nahe, wenn man die ganzen poster und Plakate sieht die sich so in Praxen sammeln
 
Fiesta

Fiesta

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Hallo ClauMiau,
gut, dass Du nachgefragt hast!
Warum von Tierärzten immer wieder Trockenfutter empfohlen wird, ist wirklich nicht zu verstehen. Trockenfutter ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen, wozu Royal Canin nicht gehört - stark getreidelastig und entzieht zudem dem Körper Flüssigkeit. Und dann auch noch zwei gesunden jungen Katern vorbeugend eine Harnsteindiät zu empfehlen, ist wirklich der Gipfel.
Wenn Du für die Zähne etwas Gutes tun willst, gib lieber ab und zu ein paar Brocken Rindergulasch, die groß genug sind, dass sie ordentlich gekaut werden müssen.
Hier kannst Du allerhand wissenswertes nachlesen:
http://www.artgerecht-tier.de/kategorie/katzen/beitrag/die-katze-als-beutetierfaenger-teil-1.html
Alles Gute für Deine Katzenhaltung!
 
Labiae

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Sie hat mir auch ein Futter gegen Harnsteine empfohlen (nirbac oder Royal canin), beides Trockenfutter.
Das hat sie empfohlen weil Kater wohl mehr Probleme damit haben als Katzen.
Entschuldige, verstehe ich das richtig?
Deine Tierärztin hat dir Futter gegen Harnsteine empfohlen, obwohl keine vorhanden sind, rein als "Prophylaxe", weil Kater damit mehr Probleme haben als Katzen??
Das ist nicht nur nur einfach uninformiert, das ist fahrlässig o_O

Spezialfutter gegen Harnsteine enthält meist einen Phosphatbinder, weil Katzen mit Harnsteinen nicht so viel Phosphor aufnehmen sollen.
Gesunde Katzen brauchen aber eben die normale Menge an Phosphor, damit sie keine Harnsteine entwickeln.
Zur Prophylaxe also Spezialfutter zu geben ist, als würdest du regelmäßig Kopfschmerztabletten nehmen, obwohl es dir gut geht und dich dann wundern, wenn du Kopfweh bekommst.
 
Frigida

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Meine Info war, sie verkaufen diese Tierarztfutter-Sorten mit gutem Gewinn weiter. Der Einkaufspreis sei sehr niedrig. Und damit würde gerade Tierärzte, die eine Praxis eröffnen, unterstützt.

Mir sind die Tierärzte auch suspekt, die damit in den Wartezimmern schon Werbung machen.
 
EmilyW

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Zunächst: ich lese die Blogs von Herrn Rückert sehr gerne und finde die Einblicke in den Tierarzt Alltag oft sehr interessant. Aber teilweise hab ich schon auch das Gefühl, dass er recht viel von sich auf andere schließt.
Er schreibt ja selbst von einem "Proletariat" das gerne auf die Vorträge von RC und co geht, aber gleichzeitig meint er, dass sich da garantiert kein TA von beeinflussen lässt.

Zu behaupten, dass RC gleich ein ganzes TA Studium übernimmt halte ich auch für übertrieben, aber ein paar Vorträge und Lehrgänge hier und da, zu einem Thema, dass viele Tierärzte vllt ansonsten nicht sooo intensiv beschäftigt (sie sind ja keine Ernährungsspezialisten für sämtliche Tiere die so in die Praxis kreuchen und fleuchen) und dann sind vllt doch einige TAs davon überzeugt, dass es für kranke Tiere nichts besseres gibt als Marke XYZ.
Unser TA gegenüber hat noch nie was von den Marken gehört, die ich so füttere, aber das Wartezimmer hängt da auch entsprechend voll.
Und wo ich dann mit unsrer frisch gefundenen Nox ankam (die sie mir netterweise kostenlos untersucht hatten, da zahlte ich nur für das Anti-Floh Zeugs) kam gleich auch der Tipp: Aufzuchtsmilch von RC ins Haus, und am besten ich hol nen großen Sack Trofu, das ist ja auch gut und kommt mich nicht so teuer.
Da seh ich noch nicht mal Profitgier, da sie die empfohlenen Produkte nicht vorrätig hatte, aber eben doch einen TA, der nicht wahnsinnig viel Ahnung von Fütterung hat.
Jeder Züchter mit Erfahrung schlägt die Hände überm Kopf zusammen, wenn man denen erzählt, die Katze soll nur Trofu kriegen während der Säugephase ^^

Aber wenn wir Herrn Rückert schon zitieren, der hatte ja auch mal nen Blogpost zum Thema Futter bei der Katze: http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18223
 
Stulle

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Den lese ich mir gleich durch :)

Übrigens finde ich nicht, dass ein ta auch zur Ernährung beraten können muss.
 
EmilyW

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Nein, muss er nicht - tut er aber oft mehr oder weniger gefragt. Und für viele Leute ist der TA halt DIE Autoritätsperson in Bezug auf die Gesundheit ihres Tieres, eingeschlossen die Fütterung.
 
Linette

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Meine Info war, sie verkaufen diese Tierarztfutter-Sorten mit gutem Gewinn weiter. Der Einkaufspreis sei sehr niedrig. Und damit würde gerade Tierärzte, die eine Praxis eröffnen, unterstützt.

Mir sind die Tierärzte auch suspekt, die damit in den Wartezimmern schon Werbung machen.
So sehe ich das auch. Und dieses Zitat von Herrn Rückert finde ich auch komisch:
"Für Produkte wie Diätfuttermittel und Medikamente gibt es für mich als "Einzelhändler" natürlich bestellmengenabhängige Einkaufspreise, wie das halt überall, wo Produkte vertrieben werden, üblich ist."
Ein TA, der sich in Punkto Futter als Einzelhändler sieht. :-?

"Meine" frühere Tierklinik hat sogar einen kleinen Shop dabei, den die Frau des TA führt. Sie ist also Einzelhändlerin. Aber es ist zumindest so getrennt, dass nicht der TA direkt der Händler ist. Ja, trotzdem ist da eine Verbindung. ;-)

Und "meine" andere Tierärztin hat mir neulich auch ein Probetütchen RC Urinary-Futter mitgegeben aber da waren auch Struvitkristalle im Urin nachgewiesen. Und wenn ich das Futter geben will, müsste ich es natürlich nicht bei ihr kaufen, meinte sie, das fand ich schon sympatisch.
 
Stulle

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Leider. Ändert aber alles nix, es sind halt Ärzte.

So sehe ich das auch. Und dieses Zitat von Herrn Rückert finde ich auch komisch:
"Für Produkte wie Diätfuttermittel und Medikamente gibt es für mich als "Einzelhändler" natürlich bestellmengenabhängige Einkaufspreise, wie das halt überall, wo Produkte vertrieben werden, üblich ist."
Ein TA, der sich in Punkto Futter als Einzelhändler sieht. :-?

"Meine" frühere Tierklinik hat sogar einen kleinen Shop dabei, den die Frau des TA führt. Sie ist also Einzelhändlerin. Aber es ist zumindest so getrennt, dass nicht der TA direkt der Händler ist. Ja, trotzdem ist da eine Verbindung. ;-)

Und "meine" andere Tierärztin hat mir neulich auch ein Probetütchen RC Urinary-Futter mitgegeben aber da waren auch Struvitkristalle im Urin nachgewiesen. Und wenn ich das Futter geben will, müsste ich es natürlich nicht bei ihr kaufen, meinte sie, das fand ich schon sympatisch.
Es ist so, dass sie das Futter nicht als Medikament verkaufen, sondern als separate ware. Und ja, sie betreiben damit Einzelhandel.
 
EmilyW

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Aber es ist für den Kunden (und oft für den TA auch) schwer, zwischen den beiden Rollen "Einzelhändler" und "Arzt" zu unterscheiden.
Es ist halt doch ein gewisser Kaufdruck da, wenn der Mensch, der gerade irgend ne Diagnose gestellt hat, dem man ja auch irgendwie mit der Behandlung des Tieres traut, dann sagt "und füttern sie das und das, das braucht ihr Tier jetzt. Ich sag mal der Kollegin, dass sie ihnen schon was an der Kasse bereit legen soll."

Man stelle sich vor, man geht mit ner Grippe zum Hausarzt und der sagt dann "Viel trinken ist ja jetzt wichtig für sie. Soll ich ihnen den Himbeer- oder den Kräutertee mit auf die Rechnung setzen?". Von schwerwiegenderen Diagnosen mal ganz zu schweigen.
 
Stulle

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Du rennst bei mir offene Türen damit ein. Es braucht schon eine Menge Selbstbewusstsein und auch Mut, über seinem Weg der Fütterung zu stehen. Und die Diskussionen mit den Ärzten muss man nicht führen, wenn man es sich denn traut. Dass das nicht jeder bei einem Halbgott in Weiß kann, ist leider so.
 
Frigida

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Und da dann wieder die Empfehlung von Herrn Rückert, was einen guten Tierarzt ausmacht. Eben auch, dass man mir ihm reden kann.

Im übrigen habe ich im Fernsehen einen Bericht gesehen, der bestätigt hat, das die Tierfutterhersteller für die Studenten Kurse über die Ernährung von Hunden und Katzen veranstalten. Sie sind auch meist auf jeder Veranstaltung vertreten und informieren die TÄ über Neuerungen.
Leider bekomme ich nicht mehr zusammen, wo das war.
 
S

Starfairy

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Ich finde eigentlich schon, das Tierärzte zumindest im Groben mit der Fütterung von den Tieren, die sie doch tagtäglich behandeln, vertraut sein sollten. Einfach deshalb, weil nun mal sehr viele Erkrankungen auch sehr eng mit der Fütterung zusammenhängen.

http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html

Diesen Artikel finde ich im Zusammenhang mit Harnwegsproblemen und Trockenfutter auch interessant.
 
Stulle

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Im Groben, ja. Aber doch nicht bis ins kleinste Detail
 
Napoli

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Huhu!

Ich erinner mich noch gut an die Zusammenarbeit mit den "Trofu- Firmen". Spaß ist wirklich etwas anderes.
Klar, die Bestellrabatte gibt es, aber die gibt es überall. Jeder Eigenständige nutzt diese, so gut er es kann.
Aber zumindest bei uns war es so, dass wir mit dem Futter kaum Gewinn gemacht haben. Futter lief nie so "gut" wie Medis und all der andere Kram. Mitunter liefen dadurch manche Säcke über das Mindesthaltbarkeitsdatum. Und nur erstmal einen Schwung bestellen, verkaufen und dann iwann wieder bestellen war fast ein Ding der Unmöglichkeit. Ständig hingen die Vertreter am Telefon und beklagten die schlechte Verkaufsrate. Standen in der Praxis, mit ein paar billigen Werbegeschenken und warben mit ach so tollem neuen Futter, selbst wenn man dafür keinen Absatz hat.

An so einer tollen Fortbildung hab ich auch mal teilgenommen. Das tollste daran war der kostenlose Beutel ;)

Natürlich suchen die die Zusammenarbeit. Aber dass ein TA oder die Praxis davon krasse Vorteile hätte, ist wirklich ein Märchen. Das einzige, was wie heiße Suppe wegging, waren die kleinen Probetütchen. Als Geschenk, kleine Aufmerksamkeit... aber die bekommt man logischerweiße nicht dauernd.


Und zum Thema Trofu schließ ich mich den anderen an. Ich seh es immer, wenn es bei uns mal ein paar Brocken gibt: das Zeug klebt wie Kaugummibrei auf den Zähnen. Es klebt wie Bombe. Da ist kein Zahnreinigungseffekt.
 

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