Es ist doch klar, dass die Katze "verteidigt". Erst mal ihr Revier gegen einen Eindringling, das würde sie auch bei einer Katze machen. Und hier verteidigt sie noch zusätzlich sich selbst gegen ein Tier einer völlig anderen Art. Sie kennt "das Ding" nicht, es riecht streng, sie wills nicht in der Nähe haben, es könnte gefährlich werden...kurz: Hunde sind doof.
Natürlich kann man Katze mit abehnender Haltung gegenüber Hunden an einen Hund egwöhnen.
ABER!
Wenn ich das jetzt richtig verstehe, kommt der Hund lediglich zu Besuch. Frage: ist es sinnvoll, für ein paar Stunden ein Gewöhnungsexperiment durchzuführen???
Es bedeutet einen enormen Stress für die Katze. Es kann wochen- und monatelang dauern, bis sich eine Katze halbwegs mit der Anwesenheit des Hundes abgefunden hat. Ich sage das aus Erfahrung, denn wir haben letzes Jahr im Frühjahr einen Hund ins Haus geholt. Meine beiden Katzen (damals waren sie noch zu zweit) sind SEHR ungehalten gewesen. Dabei war der Hund SEHR schüchtern und defensiv, hat keinerlei Anlass zur Verteidigung gegeben. Allein die Tatsache, dass "das Ding" da war, hat gereicht.
Wenn der Hund also nur für ein paar Stunden ins Haus kommt, dann sperr die Katze weg. Oder aber lasst den Hund an der Leine, damit er keine Möglichkeit hat, sich im Haus rumzutreiben, damit die Katze sämtliche Rückzugsmöglichkeiten wahrnehmen kann.
Wenn der Hund in Zukunft regelmäßig kommt und, wie angedeutet, vielleicht "agressiv im weitesten Sinne" gegen die Katze ist, weil er sie jagen will, dann muss vor allem mit dem Hund gearbeitet werden. Denn dann muss ER lernen, dass Katzen im Haus absolut tabu sind.